PUMA Aktie Prognose PUMA: Neue Jahrestiefs? Durchaus möglich!

News: Aktuelle Analyse der PUMA Aktie

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Zur PUMA Aktie

Bis Ende 2021 lief PUMA immer höher, obwohl die Erzeugerpreise stark gestiegen waren und die Inflation die Verbraucher verunsicherte. Doch jetzt hat man erkannt, wie dünn das Eis ist. Und so, wie zuvor nach oben nichts unmöglich war, gilt das jetzt auf der Unterseite.

Der Sportartikelhersteller PUMA hatte Ende April überzeugende Zahlen für das erste Quartal 2022 abgeliefert. Der Umsatz war um 22,6 Prozent zum Vorjahresquartal gestiegen und damit mehr als seitens der Analysten prognostiziert. Und der Gewinn vor Steuern legte ebenfalls deutlich, um 27,6 Prozent zu, auch da wurden die Erwartungen übertroffen. Es wirkte, als könnten Lieferengpässe, massiv höhere Erzeugerpreise, die Verbraucherinflation und die geopolitischen Spannungen dem Unternehmen nichts anhaben, nicht einmal die wankende Konjunktur im wichtigen Absatzmarkt China.

Aber die Reaktion der Anleger auf diese Zahlen war keineswegs positiv, an diesem 24. April, als die Bilanz vorgelegt wurde, fiel die Aktie und hat seither auch keine Anzeichen einer Wende oder auch nur einer Stabilisierung gesehen. Der Hintergrund:

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur PUMA Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Die reichliche Zahl an gesenkten Prognosen im Zuge von Quartalsbilanzen hat den meisten Marktteilnehmern deutlich gemacht, dass das erste Quartal noch nicht repräsentativ für die derzeitige Lage bzw. die Perspektiven für den Rest des Jahres war. Die gestiegenen Kosten für die Unternehmen ebenso wie die Probleme mit den Lieferketten schlagen erst jetzt durch. Und dass nach Walmart gestern mit Target die nächste US-Supermarkt-Kette sehr schwache Zahlen ablieferte und deren Geschäftsquartale von Februar bis April reichen, lässt das ungute Gefühl aufkommen, dass die nächsten Quartalsergebnisse bei den meisten Unternehmen aus dem Konsumsektor schon deutlich unerfreulicher aussehen dürften.

Damit hätte die PUMA-Aktie durchaus das Potenzial, weiter abwärts zu laufen. Wir zeigen die Aktie hier in einem längerfristigen Chart auf Wochenbasis, um deutlich zu machen, dass der Kurs vergangene Woche schon kurzzeitig unter das März-Tief gerutscht war und mit dem gestrigen Minus von fünf Prozent auf dem Weg wäre, auch dieses neue Jahrestief bei 61,04 Euro zu unterschreiten, dann aber auch noch einiges an Abwärts-Spielraum vorhanden wäre.

Das nächste mittelfristige Kursziel würde dann zwar bereits um 51 Euro in Form der langfristigen Aufwärtstrendlinie warten. Aber wenn man bedenkt, wie sich die derzeitigen Perspektiven für den Konsumsektor im Vergleich zu denen im März 2020 darstellen, wäre ein Test des damaligen Tiefs bei 40 Euro mittelfristig keine allzu große Überraschung.

Puma Aktie: Chart vom 18.05.2022, Kurs 62,94 Euro, Kürzel PUM | Online Broker LYNX
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Vorherige Analysen der PUMA Aktie

Wenn man bedenkt, dass es bei der gestern vorgelegten Bilanz des Sportartikelherstellers PUMA ebenso an positiven Überraschungen mangelte wie beim Ausblick auf 2022, hielt sich die Aktie respektabel. Aber ein bullisches Signal wurde daraus nicht. Noch nicht?

Mit einem 2021er-Umsatzplus von 32 Prozent auf 6,805 Milliarden Euro hat PUMA die Analystenprognose ziemlich präzise getroffen. Das Konzernergebnis, d.h. der Nettogewinn, lag indes mit 310 Millionen etwas unter den durchschnittlichen Erwartungen von 332 Millionen Euro, damit verfehlte auch der Gewinn pro Aktie mit 2,07 Euro die Prognose von 2,17 Euro.

Das wäre schnell vergessen, wenn der Ausblick auf das Jahr 2022 voll überzeugt hätte. Aber da sieht man ein Umsatzwachstum von mindestens zehn Prozent (die Analysten sahen hier im Schnitt bisher +12,5 Prozent) und einen Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) zwischen 600 und 700 Millionen Euro (2021: 557 Millionen). Das ist ziemlich vage, denn das hieße eine Spanne des Gewinnanstiegs zwischen +7,7 und +25,6 Prozent. Es könnte also wenig werden oder auch viel … das hilft den Anlegern nicht weiter. Was aber auffällt ist, dass die Experten bislang für 2022 mit einem EBIT von im Schnitt 699 Millionen rechneten. Das wäre das absolut obere Ende der von PUMA avisierten Spanne.

Und ob dieses obere Ende erreicht wird, ist völlig offen. Denn da war auch noch die Meldung, dass der Umsatz von PUMA im wichtigen Markt China im Gesamtjahr 2021 um 6,0 Prozent zurückgegangen ist. Und im vierten Quartal 29021 lag das Minus gegenüber dem Vorjahresquartal sogar bei 27 Prozent. Nicht gerade eine Steilvorlage dafür, ein Wachstum zu erreichen, das diese jetzt vorgelegte Prognosespanne übertrifft.

Expertenmeinung: Dafür hielt sich die Aktie durchaus wacker, wie Sie im Chart sehen. Sie lag zwar am Tagestief um 3,6 Prozent hinten, dieses Minus traf dann aber auf Kaufbereitschaft. Am Nachmittag wurde sogar kurz die Pluszone erreicht, bevor es dann zum Handelsende mit knapp zwei Prozent Minus in den Feierabend ging. Das könnte man als Signal dafür sehen, dass die Investoren ein schwierigeres Umfeld längst durch die seit drei Monaten laufende Korrektur in die Aktie eingepreist haben und jetzt, da auch relative „Bad News“ auf dem Tisch liegen, wieder langsam zugreifen. Aber das kann leicht täuschen.

Kaufbereitschaft im Zuge eines intakten Abwärtstrends, nachdem wichtige Nachrichten auf den Tisch kamen und auf einem Level deutlich unterhalb für eine Aufwärtswende relevanter Chartmarken, das kann auch alleine durch das Eindecken von leer verkauften Aktien auftreten. Doch dann das robust wirkende, nur kleine Minus des Aktienkurses eben nicht das Ergebnis optimistisch gestimmter Investoren, sondern der Effekt Gewinne mitnehmender Bären.

Da an den Käufen kein Zettel hängt, wer da gekauft hat und warum, wäre es auf jeden Fall ratsam, die PUMA-Aktie erst dann als potenziellen Kauf einzuordnen, wenn die derzeit bärische, charttechnische Gemengelage ins Positive verkehrt wurde. Das wäre dann gelungen, wenn PUMA die Zone 93,44 zu 94,70, die Nackenlinien-Zone des im Januar vollendeten Topps, mit Schlusskursen über 96 Euro glaubwürdig zurückerobert hätte. Bis dahin bleibt der Weg nach oben für die Aktie trotz der gestrigen, relativen Stabilität der eindeutig steinigere.

PUMA-Aktie: Chart vom 23.02.2022, Kurs 86,88 Euro, Kürzel PUM | Online Broker LYNX

Vergleicht man die PUMA-Aktie mit ihrem direkten Konkurrenten adidas, fällt auf, dass PUMA im zweiten Halbjahr 2021 deutlich besser gelaufen ist. Aber davon dürfte einiges auf dem „DAX-Aufstiegsbonus“ basieren. Sollte man den besser mitnehmen, solange er noch da ist?

Die Sportartikelhersteller sind überraschend gut durch die Corona-Phase gekommen. Wider Erwarten ging die Nachfrage nach hochpreisigen Sportartikeln nur moderat zurück. Und 2021 konnte PUMA die 2019er-Gewinne sogar übertreffen, sofern die Analysten mit ihren Schätzungen Recht behalten. Und sollten die Experten auch mit ihrem Blick in die Glaskugel richtig liegen, würden PUMA im neuen Jahr 40 Prozent mehr verdienen als 2021.

Unter dem Strich soll es mit dem Unternehmensgewinn weiter aufwärts gehen … warum also nicht auch mit der Aktie? Wenn es so kommt wie prognostiziert, wäre in zwei, drei Jahren ein Kurs um die 150 Euro durchaus denkbar, keine Frage. Aber eben nur, wenn alles ideal läuft. Und das heißt nicht, dass es eventuell lohnen könnte, zeitweise einen guten Gewinn mitzunehmen und später günstiger wieder einzusteigen. Denn im Kurs ist durchaus einiges an Luft enthalten, die jederzeit abgelassen werden könnte. Der schwache Donnerstag könnte da den Anfang gemacht haben.

Expertenmeinung: Im Vergleich zu adidas ist PUMA ab Juli weit besser gelaufen, wobei der Großteil der Outperformance entstand, bevor PUMA im September in den DAX aufgenommen wurde. In der Jahresbilanz 2021 war der Unterschied immens. So verlor adidas im Vorjahr etwa 15 Prozent, PUMA hingegen schaffte 2021 ein Plus von ca. 16 Prozent. Aber diese Differenz wird in dieser Größenordnung nicht von den Bewertungsparametern gestützt.

Für adidas erwarten die Analysten 2022 im Schnitt einen Gewinnanstieg um 30 Prozent, aus dem sich ein Kurs/Gewinn-Verhältnis von 26 errechnet. Bei PUMA sieht man zwar mit 42 Prozent einen höheren Gewinnanstieg, aber auch mit diesem stärkeren Gewinn-Momentum würde hier ein KGV von 38 herauskommen … PUMA ist auf dieser Basis also nahezu 50 Prozent teurer. Und das, ohne dass sich das argumentativ unterfüttern ließe … außer mit dem DAX-Aufstiegsbonus. Aber der hält eben nicht für die Ewigkeit.

Eine relativ teure Bewertung wird selten zum Problem, solange der Trend dynamisch nach oben weist. Aber genau da muss man jetzt aufpassen, das gestrige Minus hat das Chartbild angezählt. Die Aktie war zu Wochenbeginn am Dezember-Hoch hängengeblieben, am Donnerstag kamen daraufhin kräftige Verkäufe, die den Kurs um 4,68 Prozent drückten. Damit kommt die Unterstützungszone 98,90/100,35 Euro nahe, die sich aus einigen Zwischentiefs vom Spätsommer, vor allem aber aus der 200-Tage-Linie zusammensetzt. Dieser wichtige gleitende Durchschnitt wurde seit dem Sommer 2020 nie unterboten. Käme es diesmal dazu, wäre der Weg zur nächsten Auffangzone 93,40/94,35 frei.

Solange die halten würde, gäbe es noch keinen Grund, das Handtuch zu werfen. Aber sollte auch dieser Support fallen, kann es schnell Richtung 80 Euro gehen, dann wäre ein Ausstieg also schon zu überlegen. Zumal: Starkes Wachstum mit dem Lineal in die Zukunft zu verlängern, ging schon oft schief. Und wenn es dahingehend eben nicht so optimal laufen würde wie gedacht, wäre die PUMA-Aktie auch bei 80 Euro noch nicht wirklich „billig“.

PUMA-Aktie: Chart vom 06.01.2022, Kurs 102,75 Euro, Kürzel PUM | Online Broker LYNX

Das am Mittwoch vorgelegte Ergebnis des 3. Quartals lag zwar über den Analystenprognosen, zugleich hob der Sportartikelhersteller PUMA die Gesamtjahresprognose an. Aber wer sich die Bewertung der Puma Aktie ansieht, erkennt, dass die Bullen da eine gewagte Wette eingehen.

Ein Plus von 3,56 Prozent als Antwort auf die Quartalsbilanz lässt keinen Zweifel daran, dass das Ergebnis die Anleger zu überzeugen vermochte. Und in der Tat lag der Umsatz ebenso wie der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) und der Nettogewinn deutlich über den Werten des Vorjahresquartals und der Konsens-Schätzung der Analysten. Außerdem hob PUMA die Prognose für das Umsatzwachstum 2021 von 20 auf jetzt 25 Prozent an und engte die Spanne des erwarteten Vorsteuergewinns von zuvor 400-500 Millionen Euro auf 450-500 Millionen ein.

Gut war das zweifellos, aber wenn es um die Frage geht, ob man bei der PUMA-Aktie jetzt einsteigen oder besser aufgelaufene Gewinne mitnehmen sollte, ist das nicht der Punkt. Entscheidend ist zu diesem Zeitpunkt des Jahres nicht mehr, was 2021 noch gelingt, sondern wie 2022 aussehen wird. Und da findet sich die Achillesferse der Bullen.

Expertenmeinung: Denn die Bewertung der Aktie ist derzeit äußerst hoch. Ein Kurs/Gewinn-Verhältnis von 53 auf Basis der momentan geltenden, durchschnittlichen Gewinnschätzung der Analysten für 2021 ist zu viel … es sei denn, die Gewinne würden in den kommenden ein, zwei Jahren deutlich zulegen. Werden sie das?

Gerade in einem so sehr vom Konsumverhalten abhängigen Bereich ist das nicht vorhersehbar. PUMA hat sich zu 2022 noch nicht konkret geäußert. Und die Analysten können nicht wissen, was die Betreffenden selbst noch nicht wissen: Ob sie, die Verbraucher weltweit, 2022 mehr oder weniger für hochwertige Sportartikel ausgeben werden oder nicht. Aber das aktuelle Kursniveau der PUMA-Aktie wäre nur dann gerechtfertigt, wenn der Gewinn des Unternehmens 2022 um etwa 45 Prozent steigt. Denn das erwarten die Analysten derzeit im Schnitt, aber wie gesagt: Sie können es nicht wissen.

Chart vom 27.10.2021, Kurs 106,15 Euro, Kürzel PUM | Online Broker LYNX

PUMA erwähnte im Rahmen der Bilanzvorlage, dass der Umsatz in China im dritten Quartal um 16 Prozent gefallen sei. Man sei mittelfristig für China weiter optimistisch – aber das alleine wird nicht reichen. Und die Marktteilnehmer dürften sich auch nicht weiter daran gestört haben, dass PUMA darauf hinwies, dass die Lieferprobleme im laufenden ebenso wie im ersten Quartal 2022 anhalten dürften. Und so gut die Bilanz sich auch las: Wenn die Experten Recht behalten, würde PUMAs Gewinn pro Aktie 2021 nur zehn Prozent über dem des Jahres 2019 liegen. Und Ende 2019 notierte die Aktie um die 70 Euro, gestern schloss sie gut 50 Prozent höher, ist also von der Bewertung her viel teurer als vor der Corona-Phase.

Solange sich die Marktteilnehmer nicht genauer um diese Aspekte kümmern, kann es zwar gut sein, dass der PUMA-Kurs nach dem Ausbruch über die kurzfristige Abwärtstrendlinie an oder sogar über das bisherige, im August bei 109,70 Euro markierte Rekordhoch läuft. Aber damit ist die Aktie äußerst anfällig im Fall auch kleinerer Enttäuschungen, daher sollte man, wenn man hier auf der Long-Seite agiert, keinesfalls ohne „Fallschirm“ in Form eines Stoppkurses unter der Ende September/Anfang Oktober verteidigten, mittelfristigen Schlüsselzone 93,48/94,90 Euro unterwegs sein.

In den letzten fünf Jahren hat sich der Kurs der PUMA-Aktie in der Spitze verfünffacht. Aber jede Hausse geht einmal zu Ende. Die Frage, die jetzt im Raum steht, lautet: Ist das jetzt der Fall … oder starten die Bullen über entscheidenden Unterstützungen noch einmal durch?

Dass PUMA zu den Top-Kandidaten für den DAX-Aufstieg gehörte, dürfte der Aktie in den vergangenen Monaten geholfen haben, immerhin war seit März bekannt, dass der DAX auf 40 Titel aufgestockt würde. Aber mit dem gestrigen Montag ist der Aufstieg vollzogen, das „Zugpferd Aufstieg“ ausgespannt, zugleich ging, diesmal wegen dieser DAX-Aufnahme unter besonders hohen Umsätzen, die Abrechnung an der Terminbörse über die Bühne.

Schon in der Woche vor dem Aufstieg hatte PUMA spürbar an Boden verloren. Aber auch, wenn dadurch das Bild einer Toppbildung an Kontur gewann, spielten sich diese Abgaben noch oberhalb entscheidender Chartmarken ab. Die erste dieser entscheidenden Unterstützungen wurde allerdings am Montag erreicht. Können die Käufer die Vollendung einer Toppbildung und dann drohende, mittelfristig relevante Short-Signale verhindern?

Expertenmeinung: Momentan könnte dazu viel von der Entwicklung in China abhängen. Noch ist nicht klar, ob die chinesische Regierung den wankenden Immobilienriesen Evergrande auffangen oder fallen lassen wird. Da China ein immens wichtiger Markt mit globaler Strahlkraft ist, kann ein Fallenlassen dieses Unternehmens und ein dadurch beeinträchtigtes Wachstum in China durchaus dazu führen, dass das Konsumwachstum im Bereich höherpreisiger Artikel wie denen des Sportartikelherstellers PUMA spürbar gebremst wird. Und wenn man sich die Bewertung der Aktie ansieht, sollte das besser nicht passieren, denn im Kurs sind eine Menge Vorschusslorbeeren enthalten.

Das erkennt man, wenn man die Ende Juli vorgelegten Halbjahreszahlen nicht mit dem verzerrten Jahr 2020, sondern mit dem ersten Halbjahr 2019 vergleicht. Vor zwei Jahren notierte die PUMA-Aktie bei ca. 70 Euro, derzeit zahlt man über 50 Prozent mehr. Doch weder der Umsatz noch der Gewinn konnten mit diesem Kursanstieg mithalten. Im Vergleich zu den ersten sechs Monaten 2019 lag der Umsatz 23 Prozent, der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) 18 Prozent höher. Die Aktie ist also teurer bewertet als damals. Das derzeitige Kurs/Gewinn-Verhältnis von „sportlichen“ 51 auf Basis der durchschnittlichen 2021er-Analysten-Schätzung wäre daher nur dann gerechtfertigt, wenn PUMA auch 2022 und 2023 zügig weiter wachsen würde.

Dabei ist die unsicherer werdende Lage in China nur ein Damoklesschwert von mehreren, denn hinzu kommt das eher instabile Wachstum in Europa und die Inflationsproblematik. Dass die Anleger langsam vorsichtig werden, ist also nicht überraschend. Aber erst, wenn auch auf Höhe der nächsten, entscheidenden Auffangzone unterhalb der aktuell umkämpften Nackenlinien-Zone der Toppbildung um 99 Euro niemand die Hand aufhält, wird es ernst. Diese Zone findet sich im Bereich 93,42/94,36 Euro und wird zusätzlich durch die wichtige 200-Tage-Linie verstärkt. Weit entfernt ist dieser Bereich nicht mehr, auf den sollte man jetzt genau achten. Wird dieser Bereich getestet und hält, wäre das eine interessante Einstiegsbasis. Hält er indes nicht, würde PUMA zum „fallenden Messer“, in das man besser nicht hinein greift.

PUMA-Aktie: Chart vom 20.09.2021, Kurs 99,20 Euro, Kürzel PUM | Online Broker LYNX