Walt Disney Aktie Prognose Disney: Jetzt zum Preis von 2015 zu haben

News: Aktuelle Analyse der Walt Disney Aktie

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Zur Walt Disney Aktie

Ein wildes Auf und Ab. Was fängt man nur mit Disney an? Wie ist die Aktie überhaupt einzuordnen? Diese Frage stellen sich wohl viele Anleger.

Zu welcher Antwort man kommt, hängt maßgeblich davon ab, welchen Zeithorizont man hat und welche Perspektive man einnimmt.

Wer schon sehr lange dabei ist, beispielsweise seit zehn Jahren oder mehr, der hat sein Geld vervielfacht.
Wer allerdings seit 5 Jahren dabei ist, der schaut in die Röhre. So viel zum Thema Performance.

Richtig kompliziert wird es allerdings erst auf geschäftlicher Ebene. Disney hat massiv unter den Beschränkungen der letzten beiden Jahre gelitten. Die Parks und Hotels waren zeitweise geschlossen.
Das Kinogeschäft fiel ebenfalls weg und wann Kreuzfahrten wieder so profitabel wie dereinst werden, steht ebenfalls in den Sternen.

Hinzu kommt der tiefgreifende Wandel des Konzerns in Richtung Streaming.

Bereits bei oberflächlicher Betrachtung erkennt man also, dass es sich um eine komplexe Geschichte handelt.
Bei Disney sind etliche Rädchen in Bewegung und die verschiedenen Themen überlagern einander.
Dadurch ist es sehr schwer, wirklich zu durchschauen, was vor sich geht.

Drei Fragezeichen

Um die Situation bei Disney zu verstehen, muss man die ganze Sache ein wenig aufsplitten und als einzelne Fragestellungen betrachten.
Die erste Frage ist, ob Disney ein Outperformer sein kann, obwohl die Aktie heute auf dem Niveau von 2015 notiert.
In einem nächsten Schritt muss man die verschiedenen Geschäftszweige einzeln betrachten. Glücklicherweise reicht es aus, Disney in zwei Bereiche zu teilen.

Die Antwort auf die erste Frage, ist, wie bereits angeschnitten, maßgeblich vom Zeithorizont abhängig.
Je weiter man allerdings zurückgeht, desto mehr sieht Disney nach einem Outperfromer aus.

Das ist aber nur ein erster Hinweis. Mehr Hinweise liefern die Geschäftszahlen. In den acht Jahren vor Corona (2012 – 2019) konnte Disney den Umsatz von 42,28 auf 69,67 Mrd. USD steigern.
Der Gewinn legte in diesem Zeitraum von 3,07 auf 5,77 USD je Aktie zu.

Das kann sich sehen lassen. Nun drängt sich aber die Frage auf, warum die Aktie im überwiegenden Teil dieser Zeit nicht gestiegen ist, schließlich war die Rallye 2015 bereits zu Ende.

Der Hauptgrund dafür war, dass die Aktie bis 2015 eine jahrelange Rallye vollzogen hatte und hoch bewertet war.

Zwei Teile

Es folgte eine langwierige Seitwärtsphase und gerade als die Aktie 2019 ein neues Allzeithoch erreicht hatte, kam Corona dazwischen.
Seitdem ist die Aktie von enormer Volatilität geprägt.

Das gab es bei Disney in dieser Form noch nicht und ist der Ausdruck, der eingangs beschriebenen Unsicherheit.
Dabei ist die Situation gar nicht so kompliziert, wie man meinen sollte.

Unter dem Strich stellt sich die Lage meines Erachtens wie folgt dar:
Disney hat das Bestandsgeschäft, also alles abseits von Streaming, welches vor Corona nahezu 10 Mrd. USD an freien Cashflow erwirtschaftet hat.

Es gibt keinen Grund, anzunehmen, dass man perspektivisch nicht wieder eine ähnliche hohe Profitabilität erreichen wird und das Bestandsgeschäft mit Filmen, Parks & Co. nicht wieder auf den Wachstumspfad zurückkehrt.

Damit lässt sich der Börsenwert von 190 Mrd. USD recht einfach rechtfertigen. Ein P/FCF von 19.

Streaming

Hinzu kommt das Streaming-Geschäft, welches anfänglich natürlich Unsummen verschlingt, perspektivisch aber der größte Wachstumstreiber im Konzern sein wird.

Darüber hinaus ist es wohl für kein anderes Unternehmen sinnvoller als für Disney, einen eigenen Streaming-Service anzubieten.
Schließlich hat niemand so viel Content wie Disney.

Das dürfte den Umsatz bis 2024 auf mehr als 100 Mrd. USD anschwellen lassen.
Nun kann man sich die Frage stellen, welches KUV realistisch ist. In der Vergangenheit lag es bei Disney selten unter 3,0. Aktuell sind wir bei 2,48.

Darf man den Prognosen Glauben schenken und unterstellt mittelfristig eine Rückkehr zu einem KUV von 3, müsste Disney auf 170 USD steigen.

Man könnte andere Rechnungen anstellen und noch wesentlich höhere Kursziele ableiten, aber wir belassen es dabei.

Langfristige Ziele

Es wäre auch gut möglich, dass die bisherigen Prognosen zu niedrig sind. Disney hat vergangene Woche zwar eher enttäuschende Zahlen vorgelegt, dabei wurde aber womöglich etwas übersehen, oder zu wenig beachtet.

Disney verzeichnet nach wie vor ein massives Wachstum bei den Streaming-Kunden.

Die Zahl der Disney+ -Abos ist auf Jahressicht um 33% auf 137,7 Millionen gestiegen. ESPN + verzeichnete sogar ein Plus von 62% auf 22,3 Millionen Kunden.
Bei Hulu stiegen die Nutzerzahlen um 10% auf 45,6 Millionen.

In Summe hat man im Streaming-Bereich einen Umsatzsprung um 23% auf 4,9 Mrd. USD erzielt, in einem Quartal.

Das dürfte aber noch lange nicht das Ende der Fahnenstange sein. In vielen Ländern sind die Streaming-Services noch nicht verfügbar, doch das wird sich ändern.

Der Konzern erwartet daher, dass die Zahl der Disney+ Abos in den kommenden beiden Jahren auf 230–260 Millionen steigen wird.

Chart vom 16.05.2022 - Kurs: 107,33 Kürzel: DIS - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 16.05.2022 – Kurs: 107,33 Kürzel: DIS – Wochenkerzen

Aus technischer Sicht reihen sich die Unterstützungen zwischen 100 und 80 USD regelrecht auf, da auf diesem Niveau eine ganze Reihe von markanten Trendwendepunkten liegt.
Die Chancen stehen also gut, dass auf diesem Niveau abermals ein Boden ausgebildet wird. Prozyklische Signale würden sich hingegen über 120 USD ergeben.

Mehr als 12.000 Investoren & Trader folgen mir und meinen täglichen Ausführungen auf Guidants.

Stabilität in stürmischen Zeiten. Bei LYNX selbstverständlich.

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Vorherige Analysen der Walt Disney Aktie

Die einzige Konstante im Leben ist die Veränderung, für die Börse gilt das umso mehr. Dort schlagen sie sich quasi gehebelt nieder. Wie ist Disney nach dem Absturz einzuschätzen?

Denn all die realwirtschaftlichen Umwälzungen wirken sich um ein Vielfaches verstärkt auf die Aktienkurse aus.

Ein konkretes Beispiel:
Das Bruttoinlandsprodukt der USA ist 2020 nur um 3,5% gesunken, die Aktienmärkte sind zeitweise aber um 35% eingebrochen.

Das soll nur verdeutlichen, zu welch extremen Schwankungen und Übertreibungen die Börse tendiert.
Selbstverständlich war die wirtschaftliche Lage damals dramatisch und die Zukunft ungewiss.
Aber wie wahrscheinlich war es, dass Unternehmen in allen noch kommenden Jahren 35% weniger verdienen würden? Genau das wurde aber eingepreist.

Ähnlich sieht es bei Einzelaktien aus. Gute oder schlechte Geschäftsjahre oder Quartale lösen Bewegungen aus, als würde sich dadurch die gesamte Zukunft ändern.

Das ist aus meiner Sicht einer der Hauptgründe, warum es vielen Anlegern so schwerfällt, das Kursgeschehen zu durchschauen.
Vieles wirkt zufällig, ist es in Wirklichkeit aber nicht.

Wenn ihr Zeithorizont 5 oder 10 Jahre ist, ergibt sich ein erstaunlich klares Bild. Und das sollte ihr Zeithorizont sein.

Ein Griff in die Zitate-Kiste

An dieser Stelle sind wir mal wieder an dem Punkt angekommen, an dem mir etliche Zitate in den Sinn kommen.

Vielleicht beginnen wir mit Benjamin Graham höchstselbst:
„In the short run, the market is a voting machine, but in the long rund it is a weighing machine.“

Warren Buffet: „The stock market is a device for transferring money from the impatient tot he patient.“

Mich erstaunt es immer wieder, wie viel Weisheit in manchen dieser Zitate stecken. Oft genug geht einem nach Jahren noch ein zweites oder drittes Licht auf.

Lange genug

Kommen wir zurück zu Disney. An Volatilität mangelt es hier sicherlich nicht. Wie bei den meisten Aktien lösen einzelne Quartale mitunter größere Bewegung aus.

Wer allerdings lange dabei ist, für den spielt das kaum eine Rolle. Nach einem Jahrzehnt hat man sein Geld vervielfacht und mehr als ein Viertel des eingesetzten Kapitals in Form von Dividenden zurückbekommen.

Daraus ergibt sich eine ganze einfache Schlussfolgerung. Liegt man mit der zukünftigen Geschäftsentwicklung direktional richtig und zahlt keinen zu hohen Preis, wird man langfristig ein erfreuliches Ergebnis erzielen.

Wer zu viel zahlt, den kostet es zwar Rendite, liegt man direktional richtig, wird man aber wenigstens kein Geld verlieren.

Das steht in einem groben Gegensatz zu den Ergebnissen der meisten Trader und Anleger, die ständig das nächste große Ding jagen.

Disney Direktional

Auf den ersten Blick wirkt Disney nicht gerade wie ein Schnäppchen, denn die P/E liegt bei 122.
Doch so einfach kann man es sich natürlich nicht machen.

Disney leidet schwer unter der Pandemie, das Ergebnis ist dadurch komplette kollabiert.

Direktional hat sich allerdings nicht viel geändert. Perspektivisch wird Disney wieder so viel wie vor der Krise verdienen und mehr.
Das Altgeschäft ist heute noch mindestens genauso viel Wert wie vor Corona.

Hinzu kommt alles, was in der Zwischenzeit angestoßen wurde. Der wichtigste Punkt ist sicherlich Disney+.
Ich hatte in vorherigen Analysen immer wieder darauf hingewiesen, welches ungeheure Potenzial hier schlummert.

Der Katalog an Filmen, Serien und Franchises ist schier unendlich. Durch einen eigenen Streaming-Service kann man diese alten Inhalte abermals monetarisieren und bei neuen Serien und Filmen vereinnahmt man zukünftig einen größeren Anteil der Umsätze.

Was ist Disney+ wert?

Und Disney hat auch ohne Frage das notwendige Kleingeld, um in diesem Bereich mitzuspielen. Im Nachhinein ist es vielmehr vollkommen unverständlich, warum die entsprechenden Schritte nicht früher unternommen wurden.
Disney produziert ohnehin ähnlich viel Content wie Netflix und verzeichnete vor der Pandemie trotzdem einen Gewinn von 12,6 Mrd. USD.

Am Ende ist die Überlegung in Bezug auf Disney recht simpel. Wenn man unterstellt, dass das Altgeschäft heute so viel Wert ist wie irgendwann zwischen 2015 und 2019, dann deckt das den kompletten Börsenwert.

Den Streaming-Bereich bekommt man beim aktuellen Kurs quasi geschenkt. Doch was könnte Disney+, ESPN+ & Co. Wert sein?

Nehmen wir an, dass der Umsatz, den Disney in diesem Segment verzeichnet, denselben Wert hat, wie der von Netflix.
Dann ist das Streaming-Geschäft von Disney atemberaubende 123 Mrd. USD Wert.

Betrachtet man es auf diese Weise, dann hat Disney 50% Kurspotenzial, zuzüglich dem zu erwartenden Wachstum.

Und es gäbe durchaus auch Argumente, die für höhere Multiplikatoren als bei Netflix sprechen. Zum Beispiel die Zweitvermarktung alter Inhalte, die faktisch kaum Kosten verursacht und entsprechend gewinnbringend ist.
Des Weiteren der Faktor, dass Disney+ noch ganz am Anfang steht und preislich unter den meisten Konkurrenzprodukten angesiedelt ist.

Disney+ kostet im wichtigen US-Markt beispielsweise 8 Dollar pro Monat. Netflix kostet 10, respektive 15,49 USD inklusive HD.
Disney kann und wird die Preise erhöhen.

Chart vom 28.01.2022 Kurs: 134,34 Kürzel: DIS - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 28.01.2022 Kurs: 134,34 Kürzel: DIS – Wochenkerzen

Die Aktie hat zuletzt trotzdem korrigiert, so wie eben alle Aktien von Zeit zu Zeit korrigieren.
Aus technischer Sicht ist die Aktie auf ein interessantes Niveau zurückgekommen. Zwischen 135 und 120 USD reihen sich die Supports in Fünferschritten auf. Das untere Ende des mehrjährigen Aufwärtstrends liegt bei 122 USD.

Als langfristiger Investor könnte man also langsam einen Fuß in die Türe stellen und bei etwaiger Marktschwäche sukzessive aufstocken.

Disney hat die Erwartungen nicht erfüllt und die Aktie wurde abgestraft. Inzwischen ist der Kurs weit vom Hoch entfernt.
Günstig sieht Disney auf den ersten Blick trotzdem nicht aus. Geht es noch eine Etage tiefer?

Enttäuschend

Man muss nichts beschönigen. Die letzten Quartalszahlen waren enttäuschend, darüber hinaus belasten Einmaleffekte das Ergebnis zusätzlich.

Disney leidet unter der Pandemie und den damit einhergehenden Vorschriften der Behörden. In diesem Jahr dürfte das eine Milliarde an zusätzlichen Kosten verursachen. Gleichzeitig laufen die Freizeitparks, Kinos & Co. noch nicht auf Hochtouren.

Unter dem Strich hat das dazu geführt, dass der Gewinn in Q4 mit 0,37 je Aktie weit unter den Erwartungen von 0,52 USD lag. Der Umsatz verfehlte mit 18,5 Mrd. die Analystenschätzungen von 18,8 Mrd. USD ebenfalls.

Die zahlenden Nutzer von Disney+ sind mit 118,1 Millionen auch hinter den Erwartungen von 119,6 Millionen zurückgeblieben.
Nachdem man in kürzester Zeit über 100 Millionen Abo-Kunden gewinnen konnte, sollte man die Kirche allerdings im Dorf lassen.

Bei ESPN+ konnten die Abozahlen auf Jahressicht von 10,3 auf 17,7 Millionen gesteigert werden. Bei Hulu ging es von 36,6 auf 43,8 Millionen aufwärts.

Bald größer als Netflix?

Es fehlt nicht mehr viel und Disney hat mehr Streaming-Kunden als Netflix. Beide Unternehmen kommen übrigens fast auf denselben Börsenwert, Netflix auf 291 Mrd. USD, Disney auf 294 Mrd. USD.

Wenn man es aus dieser Warte betrachtet, ist Disney plötzlich gar nicht mehr so teuer, oder es sind eben beide Aktien überbewertet. Es ist aber ein erster Hinweis, dass Disney günstiger sein könnte, als man annimmt.
Hinzu kommt das ganze „reguläre“ Altgeschäft mit all den starken Franchises von Mickey Mouse über Marvel bis hin zu Star Wars, Freizeitparks, Merchandise und so weiter. Disney+ und ESPN+ gibt es schließlich noch nicht lange.

Das kostet Geld

Bei Disney kommen also gleich mehrere Faktoren gleichzeitig zusammen, die das Geschäft belasten.

Freizeitparks und Kinos sind/waren wegen Corona geschlossen. Für Kinos oder Disney Cruise Line gilt dasselbe.
Die Margen kommen kommt durch die pandemiebedingten Zusatzkosten zusätzlich unter Druck.

Darüber hinaus ist der Aufbau der Streaming-Services mit gigantischen Anlaufkosten verbunden.

Ohne diese negativen Einflüsse könnte Disney allein mit dem Altgeschäft 10-13 Mrd. USD an Jahresgewinn einfahren.
Ich würde behaupten, dass man diesen Unternehmensteilen ohne Probleme eine P/E von 20 zugestehen könnte.
Das würde dann bereits 200 – 260 Mrd. des Börsenwerts abdecken.

Hinzu kommt das Potenzial im Streaming-Segment. Durch die Zweitverwertung von einer astromischen Menge von Content, die Disney ohnehin besitzt, könnten die Margen hier perspektivisch wesentlich höher sein als die von Netflix.

Gesteht jedem Abonnenten von Disney+, ESPN und Hulu auch nur die Hälfte an Wert zu, die jeder Abo-Kunden bei Netflix repräsentiert, dann könnte man damit nochmal 125 Mrd. USD an Börsenwert rechtfertigen.
Folgt man dieser Logik wäre Disney unterbewertet und hätte 10 – 28% Potenzial.

Wie der Zufall so will, entspricht diese Rechnung am oberen Ende exakt dem bisherigen Allzeithoch.

Das bedeutet aber noch lange nicht, dass der Kurs das von heute auf morgen widerspiegeln muss.
Wer noch nicht engagiert oder ein disziplinierter antizyklischer Investor ist, hofft natürlich, dass es eine Etage tiefer geht.

Chart vom 15.11.2021 Kurs: 159,66 Kürzel: DIS - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 15.11.2021 Kurs: 159,66 Kürzel: DIS – Wochenkerzen

Fällt die Aktie jetzt unter 160 USD, kommt es zu einem Verkaufssignal. Für antizyklische Investoren wären die Unterstützungszonen zwischen 145 und 150 sowie 120 – 130 USD interessant.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Der Unterhaltungsriese gab zu Wochenbeginn bekannt, dass es seinen Streaming-Dienst Disney+ für einen begrenzten Zeitraum für lediglich 1.99 USD zur Verfügung stellt. Dies soll das mittlerweile etwas langsamere Wachstum beschleunigen und somit die Abozahlen wieder anziehen lassen. Aktionäre reagierten freundlich auf die jüngsten Nachrichten und die Disney-Aktie konnte den Ausbruch über die eingezeichnete Abwärtstrendlinie weiter fortsetzen. Somit steigt die Hoffnung, dass nun alsbald auch die Seitwärtskonsolidierung des letzten halben Jahres nach oben verlassen werden könnte. Der Trend befindet sich nach wie vor in einer neutralen Phase.

Expertenmeinung: Der Breakout zum Ende der vorigen Woche ist kaum zu übersehen. Die Chancen stehen nun gut, dass die Kurse sich schon bald wieder dem Widerstand bei rund 187.50 USD nähern dürften. Danach könnte das Papier die Rallye, welche im vorigen Jahr gestartet wurde, eventuell weiterführen. Spannend wird es für Disney-Fans dann noch zur Wochenmitte. Am Mittwoch nach Börsenschluss wird der Konzern seine Ergebnisse zum abgelaufenen Quartal präsentieren. Dies dürfte zum Wochenschluss für weitere starke Bewegungen sorgen. Wir stufen das Papier vorläufig mit bullisch ein.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 08.11.2021 Kurs: 176.87 Kürzel: DIS | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Der Erfolgslauf der führenden Streaming-Konzerne setzte sich besonders in der Corona-Pandemie weiter fort. Die Wachstumszahlen der Unternehmen im vorigen Jahr waren massiv, doch dann kam zugleich die Ernüchterung. Nicht nur die Tatsache, dass das Wachstum dieses Jahr doch deutlich zurückgegangen ist, belastete die letzten Monate über die Disney-Aktie.

Auch die Tatsache, dass die Produktion neuer Filme sich immer weiter aufstaute, sorgte bei vielen Zusehern und Abonnenten für Unmut. Auch der große Konkurrent Netflix ist hiervon nicht verschont geblieben. Dennoch blicken Anleger frohen Mutes in die Zukunft und im Sommer dieses Jahres begannen sich die Kurse wieder zu stabilisieren. Es setzten wieder erste höhere Hochs und höhere Tiefs ein, welche mittlerweile an einen neu formierten Widerstand knapp unter der Marke von 188 USD angekommen sind.

Expertenmeinung: Genau dieser Widerstand ist für die kommenden Monate auch der Schlüssel zum möglichen Erfolg. Sollten die Kurse nach oben ausbrechen, können sich Anleger wohl auf eine Fortsetzung der langfristigen Aufwärtsbewegung bei Disney einstellen.

Das erste Kursziel wäre in Folge die psychologisch wichtige Marke bei 200 USD. Danach könnten sich durchaus noch neue Allzeithochs ausgehen. Stehen wir hier also vor dem Beginn einer massiven Jahresendrallye? Mal abwarten. Noch ist der Widerstand nicht gebrochen worden, aber aus technischer Sicht fehlt nicht mehr viel, um das Momentum wieder in die richtige Bahn zu lenken.

Aussicht: BULLISCH

Disney Aktie: Chart vom 14.09.2021 Kurs: 182.40 Kürzel: DIS | Online Broker LYNX


Bei Disney startet allem Anschein nach gerade die nächste Rallye.
Wo liegen die wichtigsten Kursziele und Kaufmarken und was ist der Auslöser?

Wie schnell die Stimmung doch dreht…

Walt Disney ist eines der weltweit führenden Unterhaltungs- und Medienunternehmen. Bekannt wurde man durch Zeichentrickserien wie Mickey Mouse und Donald Duck.

In den letzten Monaten gehörte die Aktie zu den Börsen-Überfliegern. Wie schnell sich die Laune der Anleger doch ändert.
Davor wollte die Aktie über Jahre hinweg niemand haben und der Kurs pendelte seitwärts, obwohl das Geschäft immer gut lief.

Im Nachhinein ist man immer klüger, wir hatten allerdings frühzeitig und mehrfach auf die Situation hingewiesen:

Im April 2020, bei einem Kurs von 99,58 USD: Walt Disney: Die Aktie können Sie vererben
Im August 2020, bei einem Kurs von 117 USD: Disney: Damit hätte keiner gerechnet
Im Oktober 2020, bei einem Kurs von 125 USD: Disney löst Begeisterung aus
Im Oktober 2020, bei einem Kurs von 144 USD: Disney: Ganz starke Nummer

Startet jetzt die nächste Rallyephase?

Stellt sich nur die Frage, ob jetzt die nächste Rallye starten könnte und ob das auch berechtigt ist?

Aus technischer Sicht ist die Lage klar bullisch, sowohl übergeordnet als auch kurzfristig.

Chart vom 13.07.2021 Kurs: 185 Kürzel: DIS - Tageskerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 13.07.2021 Kurs: 185 Kürzel: DIS – Tageskerzen

Mit dem Anstieg über 180 USD wurde ein prozyklisches Kaufsignal mit möglichen Kurszielen bei 187-190 sowie 200 USD ausgelöst.
Bricht die Aktie über 200 USD aus, rücken extrapolierte Kursziele bei 220-225 USD in den Vordergrund.

Fällt Disney hingegen unter 180 USD, hätte die Käufer ihre Chance vorerst vertan. Das Chartbild wäre aber auch dann noch übergeordnet bullisch.

Gründe für den Kurssprung

Inflation ist derzeit ein heißes Thema. Es scheint, als hätte die Geldschwemme der Notenbanken und Regierungen den Knoten zum platzen gebracht.

Die Preise ziehen auf breiter Front an, in vielen Bereich weitaus stärker als um 2%. Das stärkste mediale Echo haben sicherlich die Teuerungsraten bei Baustoffen ausgelöst.

Derzeit scheint aber jeder die Gelegenheit zu nutzen, die Preise zu erhöhen, auch wenn es dafür eigentlich keinen Grund gibt.

Warum erzähle ich Ihnen das? Was hat das alles mit Disney zu tun?

Auch Disney dreht an der Schraube. Vor einigen Tagen wurde bereits angekündigt, dass die Ticketpreise im Disneyland Shanghai um 10% erhöht werden.

Gestern wurde dann bekannt, dass man wohl auch die Preise ESPN+ von 5,99 auf 6,99 USD monatlich oder von 59,99 auf 69,99 USD im Jahr erhöhen will.

Wir dürfen gespannt sein, ob man bei anderen Services ähnlich verfahren wird. Springen die Kunden trotz höherer Gebühren nicht ab, ist es wahrscheinlich.

Darüber hinaus gab es zuletzt auch noch andere gute Nachrichten. Der Film „Black Widow“ hat am ersten Wochenende 215 Mio. USD eingespielt.
Man hat eine Kooperation mit Amazon beschlossen und Buchungen für Disney Cruises sind wieder möglich.