Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Lear: Kehrtwende am Aufwärtstrend

Lear ist einer der fünf größten Automobilzulieferer der Welt und mit mehr als 120.000 Mitarbeitern und 250 Niederlassungen in 39 Ländern vertreten. Darunter auch 16 Standorte in Deutschland.
Das Hauptgeschäft entfällt auf die Bereiche Innenausstattung und Elektroniksysteme.

Comeback

Nach massiven Problemen während der Finanzkrise hat das Lear ein beeindruckendes Comeback hingelegt.
Ab 2009 ist Lear in jedem Jahr gewachsen und er Umsatz stieg von 9,7 auf 20,5 Mrd. USD. Gleichzeitig hat sich die Profitabilität deutlich verbessert und der Gewinn legte von 4,42 auf 17,00 USD zu, was einem durchschnittlichen Gewinnwachstum von 21,2% pro Jahr entspricht.

In diesem Zusammenhang ist das laufende Geschäftsjahr geradezu schwach, das Ergebnis soll „nur“ um 13,3% steigen, von 17,00 auf 19,27 USD je Aktie.

Bisher scheint man auf einem guten Weg, denn in den ersten beiden Quartalen hat man die Erwartungen jeweils bei Umsatz und Gewinn übertroffen. Die Prognose wurde erhöht.

Der Kursrückgang ist also hauptsächlich auf den Handelsstreit zurückzuführen, welcher sich zumindest bisher nicht auf das operative Ergebnis ausgewirkt hat.

Ausblick

Die langfristige Strategie bis 2023 ist darüber hinaus überzeugend. Die Investitionen sollen auf 3% des Umsatzes sinken und im Gegenzug der freie Cashflow deutlich zulegen.
Das Basisszenario sieht ein Umsatzwachstum von etwas mehr als 7% vor, das Umsatzziel für 2023 liegt dementsprechend bei 30 Mrd. USD.

Die Maßnahmen sind in Anbetracht des fortgeschrittenen Konjunkturzyklus begrüßenswert.

Können die Ziele erreicht werden, ergäbe sich daraus in den fünf kommenden Jahren ein freier Cashflow von 8,6 Mrd. USD bei einem aktuellen Börsenwert von 10,7 Mrd. USD.

Darüber hinaus scheint man bei Lear aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt zu haben. Die hohe Verschuldung brachte das Unternehmen in der Finanzkrise in heftige Schieflage. Heute ist man nahezu doppelt so groß und hat nur halb so hohe Schulden.

Fundamentale Bewertung

Lear kommt derzeit auf eine P/E von 9,5 und eine forward P/E von 8,3 im laufenden Geschäftsjahr. Der historische Normalwert liegt bei über 10.
Im Verhältnis zum erwarteten Gewinnwachstum von 10,5% ist die Bewertung ebenfalls moderat bis niedrig.

Auch der Vergleich zum wichtigsten Konkurrenten Johnson Controls offenbart eine gewisse Asymmetrie. Lear ist der klare Outperformer unter den beiden und hat sowohl einen stärkeren Trackrecord als auch Ausblick vorzuweisen.
Dennoch kommt Johnson Controls mit einer P/E von 14 und einer forward P/E von 13,3 auf sehr viel höhere Bewertung.

Charttechnik

Lear gehörte zu den großen Outperformern der letzten Jahre. Die Aufwärtstrends sind intakt und größere Rücksetzer wie derzeit eine Seltenheit.
Aus charttechnischer Sicht erscheint es äußerst wahrscheinlich, dass die Aktie nicht nachhaltig unter 150 USD fallen wird und hier eine Trendwende vollzieht.

Die jüngste Wochenkerze spricht ebenfalls für eine Umkehr. Das erste Kursziel auf der Oberseite läge bei 172 USD. Darüber wäre der Weg in Richtung 180 und 190 USD frei.

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