Westwing Group AG Aktie aktuell Westwing Group: Vorsicht, heiß!

News: Aktuelle Analyse der Westwing Group AG Aktie

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Westwing Group AG
ISIN: DE000A2N4H07
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Zur Westwing Group AG Aktie

Die Westwing Group-Aktie ist unlängst in den SDAX aufgenommen worden. Es handelt sich hierbei um einen Online-Händler für „Home&Living“, d.h. Einrichtungsgegenstände und Accessoires unterschiedlichster Art. Als das Unternehmen im Herbst 2018 an der Börse debütierte, wurde die Aktie für die Erstzeichner zum Waterloo. Mit 26 Euro wurden die Aktien ausgegeben und erreichten kaum ein Jahr später, im September 2019, ein Verlaufstief von 1,80 Euro. Das Problem: das Wachstum blieb aus. Über die vier Geschäftsjahre 2016 bis 2019 hinweg stieg der Umsatz gerade einmal um 6,77 Prozent. Nicht im jährlichen Durchschnitt, sondern insgesamt – und die anfänglich roten Zahlen, die die Westwing Group schrieb, blieben rot.

Doch auf einmal explodierte der Kurs. Am 4. Mai schloss die Aktie bei 3,94 Euro, am Freitag lag das Tageshoch, zugleich Verlaufsrekord, beim Zehnfachen, bei 39,485 Euro. Was hat sich verändert? Ganz einfach: Der Umsatz ist 2020 deutlich gestiegen und das Unternehmen wird das Jahr mit einem Gewinn abschließen. Das zeichnete sich im Mai langsam ab, deshalb diese Hausse. Aber was wir hier sehen, ist kein solider Aufwärtstrend, sondern wilde Spekulation, die unter anderem einen Haken hat, der entscheidend ist:

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Expertenmeinung: Es ist fraglich, ob die 2020er-Ergebnisse wirklich wiederholt werden können, erst recht, ob sie nachhaltig ausbaubar sind. Denn der Umsatz schoss ja nicht zufällig in die Höhe. Am Donnerstagabend nach Handelsende meldete die Westwing Group vorläufige Zahlen für das Gesamtjahr: Bruttowarenvolumen +62 Prozent, Anzahl aktiver Kunden +61 Prozent und ein Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) am oberen Ende der bisherigen Prognosespanne von 37 und 48 Millionen Euro. Natürlich ist das gut. Aber:

Noch im Frühjahr 2020 dümpelte die Aktie um vier Euro herum. Jetzt kostet sie das Zehnfache, während der Umsatz „nur“ 62 Prozent zugelegt hat. Das wäre schon relativ ambitioniert, wenn man unterstellen könnte, dass der Umsatz auch in den nächsten Jahren in diesem Tempo wachsen wird und der Gewinn ebenfalls. Aber 2020 war das Jahr des Lockdowns. Und es ist jedem bekannt, dass das zu einem Boom bei Baumärkten und Einrichtungshäusern geführt hat. Man musste zuhause bleiben und machte sich an Renovierung und Verschönerung des Heims. Aber das war eine Sondersituation. Ob die Westwing Group also dieses 2020er-Ergebnis verstetigen kann, ist zumindest fraglich.

Dass einige Trader das auch so sehen, zeigt die Reaktion am 9. November, als man aufgrund der ersten Meldungen über einsatzbereite Impfstoffe alles auf den Markt warf, was nach „Corona-Profiteur“ aussah. Die Aktie sackte vom Tageshoch bei 32,90 Euro auf ein Tagestief von 24,10 Euro … und fiel am 10. November weiter, obwohl da das Ergebnis des dritten Quartals gemeldet wurde. Und auch am Freitag führten die vorläufigen 2020er-Zahlen zwar zuerst zu diesem neuen Verlaufsrekord von 39,485 Euro, aber dann ging es hinunter auf einen Schlusskurs von 34,275 Euro, ein Minus von 7,61 Prozent zum Vortag. Warum? Weil einige Marktteilnehmer wissen, wie heiß diese Rallye ist und die Gelegenheit nutzten, in ein wenig mehr Nachfrage als Reaktion auf die Zahlen hinein Gewinne mitzunehmen. Dass der Kurs dabei so weit durchsackte, unterstreicht auch: die Aktie ist markteng. Wollte man also mit größeren Positionen aussteigen, kann es sein, dass man nur deutlich tiefere Preise bekommt als das, was man sich erhofft hat. Vorsicht also, diese Rallye ist ein sehr heißes Eisen.

Westwing Group Aktie: Chart vom 15.01.2021, Kurs 34,275 Euro, Kürzel WEW | Online Broker LYNX
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Ronald Gehrt, Chart- & Fundamentalanalyst | LYNX Börsenexperten
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