Opendoor: Unbegrenzte Möglichkeiten

von |
In diesem Artikel

Opendoor Technologies
ISIN: US6837121036
|
Ticker: OPEN --- %

---
USD
---% (1D)
1 W ---
1 M ---
1 J ---
Zur Opendoor Technologies Aktie

Opendoor hat es sich zum Ziel gesetzt, die Immobilienbranche zu revolutionieren. Große Ziele haben viele, aber kaum jemand schafft es, wenige Jahre nach Gründung auf fast 5 Mrd. USD an Umsatz. Bahnt sich eine Revolution an?

Mit diesen Worten habe ich die letzte Analyse zu Opendoor begonnen und an meiner damals positiven Einschätzung hat sich wenig geändert.
Opendoor hat am Donnerstag abermals die Erwartungen übertroffen und ist auf dem besten Weg zu neuen Rekorden.

Hier finden Sie alle notwendigen Informationen und die Gründe, warum ich zu einer positiven Einschätzung gekommen bin:
Opendoor: Digitale Disruption der Immobilienbranche

Win-Win

Um es ganz kurz und knapp zusammenzufassen: Opendoor strebt nicht weniger als eine Revolution des Immobilienmarkts an, indem man den Kauf- und Verkaufsvorgang massiv beschleunigt.

Opendoor tritt vor allem selbst als Käufer und Verkäufer auf, ist also meistens kein Mittelsmann. Die Preise für die jeweiligen Immobilien werden durch Experten vor Ort, aber vor allem auf der Basis von Machine Learning und allerlei Daten festgelegt.
Darunter zum Beispiel der Preis ähnlicher Objekte, aber auch Kriminalstatistiken, Pendelzeiten und vieles mehr.

Für Verkäufer von Immobilien birgt das einen erheblichen Geschwindigkeitsvorteil. Opendoor gibt unmittelbar ein Gebot ab. Stimmt man zu, ist der Deal so gut wie unter Dach und Fach.
Anschließend werden die meisten Objekte renoviert und anschließend wieder veräußert.

Opendoor garantiert mit seinem guten Namen dafür, dass keine verdeckten Probleme und Schäden vorliegen. Das gibt wiederum den Käufern eine gewisse Sicherheit.

Das kann sich sehen lassen

Wie bereits angesprochen gibt es viele, die irgendetwas revolutionieren wollen. In den meisten Fällen sind das nur Hirngespinste.
In diesem Fall haben wir es aber mit einem beeindruckenden Gründer zu tun, der einen nicht minder beeindruckenden Trackrecord im Immobiliensektor vorweisen kann.
An dieser Stelle möchte ich Sie abermals an die erste Analyse verweisen.

Doch auch wenn man das nicht wüsste, die Zahlen sprechen für sich. Opendoor wurde 2014 gegründet und kam 2019 bereits auf einen Umsatz von 4,74 Mrd. USD.

Wieder auf der Überholspur

Selbstverständlich folgte durch Corona ein massiver Einbruch, zuletzt hat sich das Geschäft aber schneller erholt, als man erwartet hätte.
Opendoor erschließt sich einen neuen Markt nach dem anderen und ist auf dem besten Weg zeitnah neue Rekorde zu verbuchen.

Im dritten Quartal wurde ein Umsatz von 2,27 Mrd. USD erzielt und die Erwartungen von 2,0 Mrd. USD deutlich übertroffen.
Das Ergebnis übertraf mit -0,09 je Aktie die Analystenschätzungen von -0,20 USD ebenfalls.

Für das dritte Quartal stell man einen Umsatz von 3,1 – 3,2 Mrd. USD in Aussicht. Bisher war man von 3,0 Mrd. USD ausgegangen.
Das EBITDA soll weitgehend ausgeglichen sein.

Unter dem Radar verdient Opendoor in den erschlossenen Märkten bereits Geld. Das ist wichtig und zeigt, dass das auch in anderen Städten und Regionen möglich ist. Bisher verschluckt die Expansion aber alle laufenden Einnahmen.

Doch kommen wir nochmal zurück zum letzten Quartal und dem vorliegenden Ausblick. Opendoor erwartet im zweiten Halbjahr einen Umsatz von mehr als 5,3 Mrd. USD.
Das Vorkrisen-Niveau hätte man damit bereits massiv überschritten.

Was ist möglich?

Mit welchem Umsatz kann man im kommenden Jahr realistischerweise rechnen? Zehn Milliarden wären wohl nicht utopisch.
Selbstverständlich sind die Margen beim An- und Verkauf von Immobilien nicht sehr hoch, bei den gigantischen Summen bleibt aber auch bei einer Bruttomarge von 10% etwas übrig.

Es wäre gut möglich, dass Opendoor im nächsten Geschäftsjahr ein Bruttoergebnis von mehr als 1,0 Mrd. USD einfahren wird und der Sprung in die Profitabilität gelingt.

Welche Bewertung wird der Markt einem Unternehmen mit 10+ Mrd. USD Umsatz, diesen Charakteristiken, Wachstumsraten von 100% und mehr und einem gigantischen adressierbaren Markt zugestehen?
Wir werden es erleben. Es könnte jedenfalls sehr viel mehr als der derzeitige Börsenwert von 14,6 Mrd. USD sein.

Chart vom 12.11.2021 Kurs: 22,56 Kürzel: OPEN - Tageskerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 12.11.2021 Kurs: 22,56 Kürzel: OPEN – Tageskerzen

Opendoor hat wie erwartet nahe 15,00 USD einen Boden ausgebildet und zuletzt immer wieder positive Signale gesendet.
In welche Richtung der nächste Impuls geht, entscheidet sich bei 22,50 USD. Darüber sind erneute Kursgewinne in Richtung 24,00 und 25,00 USD möglich.
Über 25,00 USD würde sich das Chartbild weiter aufhellen.

Unter 22,50 USD droht ein erneuter Rücksetzer in Richtung 20,00 USD, was für antizyklische Investoren nicht uninteressant wäre.

Fällt die Aktie hingegen nachhaltig unter 20,00 USD, haben die Bullen ihre Chance vorerst vertan.

Mehr als 12.000 Investoren & Trader folgen mir und meinen täglichen Ausführungen auf Guidants.

Auf der Suche nach dem optimalen Broker? Ich empfehle LYNX.

--- ---

--- (---%)
Mkt Cap
Vol
Tageshoch
Tagestief
---
---
---
---

Displaying the --- chart

Heutigen Chart anzeigen


Nachricht schicken an Tobias Krieg
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.

Opendoor hat es sich zum Ziel gesetzt, die Immobilienbranche zu revolutionieren. Große Ziele haben viele, aber kaum jemand schafft es, wenige Jahre nach Gründung auf fast 5 Mrd. USD an Umsatz. Bahnt sich eine Revolution an?

Es wäre nicht der erste große Erfolg des Opendoor-Gründers.

So geht das nicht

Wer schon mal eine Immobilie verkauft hat, weiß, wie aufwändig und mitunter zeitraubend die Sache sein kann.

Zuerst müssen Sie einen Makler finden, ihn engagieren, es werden Bilder geschossen, ein Angebot auf den gängigen Plattformen erstellt und dann beginnt der größte Teil der Arbeit erst. Besichtigungen.

Oder Sie übernehmen all die vorherigen Punkte selbst, was zwar Geld spart, aber noch mehr Zeit kostet.

So geht das besser

Opendoor hat es sich zum Ziel gesetzt, all das zu vereinfachen und die Immobilienbranche zu revolutionieren.

Gewillte Verkäufer geben die Daten wie Größe und Standort der Immobilie ein, es wird eine virtuelle Bewertung vorgenommen und Opendoor gibt ein Gebot ab.

Die Höhe der Gebote basiert auf entsprechenden Datenmodellen. Hierzu werden Tausende Hausverkäufe im entsprechenden Markt analysiert, unterstützt durch lokaler Immobilienexperten.

Der Verkäufer kann nun direkt an Opendoor veräußern, oder gemeinsam mit dem Unternehmen und einem Makler in den Markt gehen.

Opendoor nimmt eine entsprechende Kommission oder versucht anschließend, die Immobilie gewinnbringend zu veräußern, trägt im Gegenzug aber auch das Risiko.

In der Regel werden auch Reparaturen durchgeführt, um den Wert weiter zu steigern. Die Bruttomarge von Opendoor tendiert in Richtung 10%.
Das ist für die Branche und bei einem schnellen Umschlag ordentlich.

Für Käufer ist Opendoor vor allem interessant, da das Unternehmen als vertrauenswürdig ist und die Immobilien vor Verkauf in einen ordentlichen Zustand versetzt.

Erfolgsmodell

Vor Corona verzeichnete das Unternehmen daher massives Wachstum und war an allen Fronten auf Expansionskurs.

Im Geschäftsjahr 2019 legte der Umsatz von 1,84 auf 4,74 Mrd. USD zu – nur fünf Jahre nach der Gründung.

Der Verlust hielt sich mit 341 Mio. USD in Grenzen.
Wahrscheinlich hätte man es zeitnah den Sprung in die Profitabilität geschafft.

Dann kam die Pandemie. Die Unsicherheit war groß und die Wenigsten dürften damals an den Kauf oder Umzug in ein größeres Heim gedacht haben.
Die Zahl Immobilientransaktionen in den USA war jedenfalls stark rückläufig.

Der Umsatz von Opendoor sank auf 2,58 Mrd. USD. Da man gleichzeitig aber die Margen verbessern konnte und durch entsprechende Kostendisziplin, sank der Verlust sogar auf -287 Mio. USD.

Neustart

Inzwischen hat sich die Lage am Immobilienmarkt drastisch verändert. Die Baukosten sind stark gestiegen, teilweise kommt man kaum mehr an Baumaterialien. Der Preis von Holz & Co. ist durch die Decke gegangen.

In den USA schlagen sich diese Effekte seit dem ersten Quartal 2021 spürbar nieder.

Der Umsatz von Opendoor hat sich im Vergleich zu Q4 2020 kurzerhand auf 747 Mio. USD verdreifacht.
Das Bruttoergebnis lag bei 97 Mio. USD.

Gleichzeitig hat man neue Märkte erschlossen. Daher stellt man für das zweite Quartal einen Umsatz von 1,05 Mrd. USD und ein ausgeglichenes EBITDA in Aussicht.

Chart vom 19.05.2021 Kurs: 15,07 Kürzel: OPEN - Tageskerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 19.05.2021 Kurs: 15,07 Kürzel: OPEN – Tageskerzen

Zuletzt ist die Aktie nach dem ersten Hype wieder spürbar unter Druck gekommen und von 39 auf 15 USD gefallen.

Bisher lässt sich noch kein belastbarer Boden erkennen. Es ist allerdings erstaunlich, dass es nach dem Bruch der Unterstützung bei 14,50 USD am vergangenen Donnerstag umgehend zu einem Reversal gab.
Das ist ein erstes positives Zeichen.

Gelingt ein Ausbruch über 16 USD, kommt es zu einem Kaufsignal mit möglichen Kurszielen bei 20 und 22,50 USD.

Fällt die Aktie hingegen nachhaltig unter 14,50 USD, haben die Bullen ihre Chance vorerst vertan.

Perspektivisch

Derzeit geht die berechtigte Furcht vor Inflation um. Kein Wunder, denn die Notenbanken der Welt haben 2020 schließlich Unsummen von Geld gedruckt.

Die Flucht in Sachwerte ist wieder in vollem Gange.

Perspektivisch sollte Opendoor von diesem Trend profitieren. Das Wachstumspotenzial ist ohnehin sehr groß.
Der Immobilienmarkt ist riesig und das Unternehmen bisher nur in einigen wenigen Städten aktiv.

Daher soll der Umsatz bis 2023 auf 9,8 Mrd. USD steigen.
Darüber hinaus hat man bewiesen, dass man in den Märkten, in denen man am längsten aktiv ist, nachhaltig profitabel agiert.

Das ist ein sehr wichtiger Punkt, ohne den die Expansion in neue Märkte überhaupt keinen Sinn ergeben würde.

Große Ziele

Ich möchte nicht zu weit vorweggreifen, aber gehen die langfristigen Pläne von Opendoor auf, ist eine Vervielfachung der Aktie wahrscheinlich.

Langfristig will man in den 100 wichtigsten Städten und Metropolregionen der USA präsent sein und strebt einen Jahresumsatz von 50 Mrd. USD an.

Selbstverständlich muss man diese Ziele hinterfragen. Wenn ein Start-Up fünf Jahre nach der Gründung aber bereits 4,74 Mrd. USD an Umsatz erzielt, erscheint die nächste Verzehnfachung etwas realistischer.

Darüber hinaus scheint das Führungsteam von Opendoor sehr fähig zu sein. Gründer Eric Wu ist eine beeindruckende Persönlichkeit.

Eric Wu

Während andere Studierende gerade so über die Runde kommen, nutzte er das Geld aus seinem Stipendium und baute damit ein kleines Immobilienimperium auf.
Als er 2005 seinen Abschluss machte, besaß er 25 Objekte.

Anschließend gründete er Movity. Auf der Platform wurden Daten wie Kriminalstatistiken, Pendelzeiten und Immobilienpreise analysiert, um Hauskäufern bei der Entscheidung zu helfen.
Movity wurde 2010 für einen nicht genannten Betrag von Trulia übernommen.

Nebenbei hatte Wu auch noch RentAdvisor gegründet, eine Plattform, auf der Menschen Bewertungen von Stadtteilen und Vermietern veröffentlichen können.
RentAdvisor wurde 2013 für einen nicht genannten Betrag übernommen.

Direkt im Anschluss gründete Eric Wu Opendoor. Das Unternehmen baut ganz erheblich auf den vorherigen Erfahrungen auf und war der logische nächste Schritt.
Man wertet Daten nicht nur aus und stellt sie anderen zur Verfügung, sondern nutzt sie selbst und engagiert sich direkt am Immobilienmarkt.