Koenig & Bauer Aktie aktuell Koenig & Bauer: Die Aktie notiert tief … aber ist sie auch „billig“?

News: Aktuelle Analyse der Koenig & Bauer Aktie

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Koenig & Bauer
ISIN: DE0007193500
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Zur Koenig & Bauer Aktie

Bei einigen Aktien aus der Maschinenbaubranche sind die Anleger verblüffend optimistisch, obwohl die bisherigen Bilanzdaten das nicht hergeben und der VDMA, der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer, sehr schwierige Zeiten und einen steinigen Weg heraus aus der Krise sieht. Doch bei der Aktie des Druckmaschinenherstellers Koenig & Bauer findet man diese Zuversicht nicht. Möglich, dass diese im SDAX notierte Aktie einfach weniger Aufmerksamkeit erhält und die kurzfristigen Trader fehlen, die auch mal eine bullische Attacke reiten könnten. Aber der Chart der Aktie zeigt zwei Dinge ganz klar:

Zum einen, dass die Zone, die es zu bezwingen gälte, um ein markant bullisches Signal zu generieren, nicht allzu weit entfernt ist. Zum anderen, dass das die Käufer bislang in keiner Weise motiviert, den Ausbruch anzugehen. Dabei unterscheiden sich die Ergebnisse ebenso wie die Analystenerwartungen nicht besonders von anderen Unternehmen: Dieses Jahr setzt es rote Zahlen, nächstes Jahr soll es weit besser aussehen und wieder Tuchfühlung zu den 2019er-Ergebnissen aufgenommen werden. Aber bis hierhin scheint der Optimismus, der die deutschen Aktienindizes bislang oben hält, nicht zu reichen: man zweifelt. Und das womöglich auch zu Recht.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Koenig & Bauer Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Wenn Koenig & Bauer selbst zu Beginn des zweiten Halbjahrs keine Prognose für das Gesamtjahr 2020 wagt, was sollen da Weissagungen von Analysten für das Jahr 2021 wert sein? Und die neusten Daten vom Unternehmen selbst, in Form der Ende Juli vorgelegten Bilanz des zweiten Quartals, waren zumindest unerfreulich: Umsatz (jeweils zum Vorjahresquartal) -15,7 Prozent, vor Steuern und Zinsen (EBIT) ein Verlust von 6,0 Millionen Euro nach einem Gewinn von 3,4 Millionen, Auftragseingang -29,7 Prozent. Dass die Lage 2021 wieder deutlich besser wird, ist aus aktueller Sicht der Dinge nichts anderes als eine Hoffnung …

… die im Aktienkurs schlicht nicht eingepreist ist. Sobald die Aktie die entscheidende, derzeit durch die 200-Tage-Linie verstärkte Widerstandszone 22,28/23,00 Euro überwinden würde, wäre das ein immens bullisches Signal. Solange die Anleger aber nicht einmal den Versuch unternehmen, dieses „Elend“ zu beenden, kann es jederzeit zu einem erneuten Test der März-Tiefs bei 14,42 Euro kommen. Der Vorteil bei solchen Aktien ist zwar, dass das Abwärtspotenzial überschaubarer ist, weil hier keine überzogenen Erwartungen eingepreist sind. Das aber unterhalb der vorgenannten Widerstandszone als Argument zum Einstieg zu sehen, könnte dennoch daneben gehen. Die Aktie mit einem potenziellen Stop-In über 23 Euro auf die Beobachtungsliste zu setzen, ist sicherlich kein Fehler; sofort einzusteigen könnte sich hingegen als ein solcher erweisen.

Koenig & Bauer Aktie: Chart vom 21.08.2020, Kurs 18,80 Euro, Kürzel SKB | Online Broker LYNX

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Ronald Gehrt, Chart- & Fundamentalanalyst | LYNX Börsenexperten
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Vorherige Analysen der Koenig & Bauer Aktie

Koenig & Bauer ist einer der weltweit führenden Hersteller von Druckmaschinen.

Aber was nützt das?

Marktführer hört sich natürlich immer schön an, wenn man in der falschen Branche tätig ist, bringt es aber wenig. Druckmaschinen sind nun wahrlich kein Wachstumsmarkt, das zeigt auch die Unternehmensentwicklung sofort. Der Umsatz ist seit mehr als zehn Jahren rückläufig. Auf der IR-Seite des Unternehmens konnte ich den Finanzbericht von 2006 finden. Damals lag der Umsatz bei 1,45 Mrd. Euro, im abgelaufenen Geschäftsjahr waren es 1,23 Mrd. Euro. Seit 2015 geht es allerdings wieder leicht aufwärts und seitdem ist man auch wieder anhaltend profitabel. Unter dem Strich erfüllt Koenig & Bauer meine Voraussetzungen für ein langfristiges Investment aber nicht. Selbst ein Trade kommt nur in Ausnahmesituationen infrage. Die Branche wird nicht wachsen und das Unternehmen steht vor entsprechenden Herausforderungen. Im Vergleich zu Konkurrenten wie HeidelbergerDruck hat man sich aber wacker geschlagen. Man hat keine nennenswerten Schulden gemacht, die nun den Betrieb belasten und es waren auch keine bedeutenden Kapitalerhöhungen notwendig. Im direkten Vergleich schneidet Koenig & Bauer ungleich besser ab.

Ausblick und Bewertung

Vor wenigen Stunden hat HeidelbergerDruck Zahlen vorgelegt und die kamen gut an. Ich möchte nicht allzu negativ klingen, doch wenn es selbst dort läuft, sieht es für Koenig & Bauer gut aus. Man darf also darauf hoffen, dass sich die geschäftliche Entwicklung verbessert. Im ersten Halbjahr war der Umsatz von 514,4 Mio. auf 506,0 Euro leicht rückläufig. Das Ergebnis brach von +0,39 auf -0,15 Euro je Aktie ein. Bei einem Auftragseingang von 573,3 Mio. Euro und einem Auftragsbestand von 678,2 Mio. Euro, sind aber zumindest größere Probleme unwahrscheinlich. Man sollte das erste Halbjahr auch nicht überschätzen. Viel wichtiger ist das, was noch kommt. Koenig & Bauer erwirtschaftet den absoluten Großteil des Gewinns im vierten Quartal. Am 7. November werden die Neunmonatszahlen vorgelegt, dann wird sich eine Tendenz zeigen. Die Zahlen von HeidelbergerDruck deuten darauf hin, dass sich die Auftragslage in der Branche zuletzt wieder verbessert hat. Es wäre also durchaus möglich, dass auch Koenig & Bauer eine positive Überraschung liefert. Daher wollte ich die Analyse noch vor Veröffentlichung der Zahlen herausgeben. Bisher wird für das Gesamtjahr ein Ergebnis von 3,55 Euro je Aktie erwartet. Das entspricht einem KGVe von 9,1. Die Dividendenrendite liegt bei 3,08%. Die Bewertung ist also nicht gerade ambitioniert und stellt eine niedrige Hürde dar. Auf diesem Niveau und in dieser Gesamtkonstellation überwiegen die Chancen.

Technische Einschätzung

Die charttechnische Lage ist nicht weniger interessant. Koenig & Bauer hat massive Kursverluste hinter sich. Der Druck hat aber spürbar nachgelassen und zuletzt wurde kein neues Tief mehr markiert. Die Chancen auf ein belastbares Tief stehen gut und ein möglicher Trade kann eng abgesichert werden. Mögliche Kursziele auf der Oberseite liegen bei 34 sowie 35,50 und 37 Euro. Gelingt ein Ausbruch über 37 Euro, hellt sich das Chartbild nachhaltig auf. Aus Sicht der Bullen sollte die Aktie allerdings nicht nachhaltig unter 29,50 Euro fallen. Mehr als 6.300 Trader & Investoren folgen mir und meinen täglichen Ausführungen auf Guidants. Preisgekrönte Handelsplattform und niedrige Gebühren. Mein Broker ist LYNX. Chart vom 06.11.2019 Kurs: 32,14 Kürzel: SKB - Tageskerzen | LYNX Online BrokerChart vom 06.11.2019 Kurs: 32,14 Kürzel: SKB - Tageskerzen | LYNX Online Broker