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Draegerwerk Aktie Prognose Drägerwerk: Viel Rauch um fast nichts?

News: Aktuelle Analyse der Draegerwerk Aktie

In diesem Artikel
Draegerwerk
ISIN: DE0005550636
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Ticker: DRW3 -,-- %
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Börse: --

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Gültigkeit der Analyse
1 Woche
Erwartung: Neutral
Zur Draegerwerk Aktie

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

In nur zwei Handelstagen stieg die Aktie des Medizin- und Sicherheitstechnik-Spezialisten Drägerwerk um 22 Prozent nach. Zuvor wurden am Donnerstag vorläufige Ergebnisse des Jahres 2025 nebst Ausblick auf 2026 vorgelegt. Waren die Zahlen wirklich so stark?

Für einen Kurssprung von 22 Prozent in nur zwei Tagen auf das höchste Kurslevel seit der Corona-Panik 2020 bräuchte es sehr solide Argumente. Und ja, das, was Drägerwerk da vorgelegt hat, lag über den eigenen Erwartungen und höher als die Prognosen der Analysten. Aber haben diese Zahlen die Lage derart verändert, dass man jetzt immer noch über den Einstieg statt über Gewinnmitnahmen nachdenken könnte?

Drägerwerk meldete mehr Umsatz bei einer höher als zuvor selbst prognostizierten EBIT-Gewinnmarge (vor Steuern und Zinsen). Dadurch stieg der Gewinn auf EBIT-Basis auf 226 bis 236 Millionen Euro, genauer konnte man noch nicht werden. Und ja, das war überraschend gut, denn eigentlich hatten die Analysten im Schnitt damit gerechnet, dass Drägerwerk gegenüber 2024, als 194 Millionen Euro erzielt wurden, kaum zulegen würde. So aber ist man beim EBIT bereits auf einem Level angekommen, den die Experten erst für dieses neue Jahr gesehen hatten. Das war unstrittig stark, aber:

Dafür ist ja auch die Aktie entsprechend deutlich gestiegen, sodass man zu dem Schluss kommen könnte, dass dieses bessere Ergebnis bereits voll in den Kurs eingepreist wurde. Wenn da noch mehr drin sein soll, müsste der Ausblick ebenfalls überraschend bullisch daherkommen. Aber das tut er nicht wirklich, denn:

Drägerwerk Aktie: Chart vom 16.01.2026, Kurs 89,70 Euro, Kürzel: DRW3 | Online Broker LYNX
Drägerwerk Aktie: Chart vom 16.01.2026, Kurs 89,70 Euro, Kürzel: DRW3 | Quelle: TWS

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Draegerwerk Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Drägerwerk plant mit einem Umsatzanstieg von (währungsbereinigt) zwei bis sechs Prozent. Darüber hinaus sieht man die EBIT-Gewinnmarge, die für 2025 auf 6,5 bis 6,8 Prozent errechnet wurde, bei 5,0 bis 7,5 Prozent. Das sind beides ziemlich weite Spannen … mit einem dadurch noch deutlich weiteren Ergebnis-Spielraum für 2026.

Nimmt man den schlechtesten Fall eines Umsatzplus von zwei Prozent und einer EBIT-Marge von 5,0 Prozent an, käme man auf ein 2026er-EBIT von 175 Millionen Euro … und das wäre klar unter dem des Jahres 2025. Wenn bei beiden Kennzahlen aber das Optimum erreicht würde, d.h. der Umsatz um sechs Prozent stiege und die EBIT-Marge bei 7,5 Prozent läge, würde das einen deutlichen Anstieg des EBIT auf 277 Millionen Euro bedeuten. Sie sehen:

Die Spanne ist gewaltig. Da einfach den „Best Case“ zu unterstellen und auch jetzt schon im Hauruckverfahren einzupreisen, wirkt gewagt. Zumal die Analysten diese Vorab-Zahlen ja auch gesehen und teilweise bereits reagiert haben … und das nicht überschwänglich.

Jefferies sieht die Aktie nach den Ergebnissen bei 73 Euro und stuft sie mit „Halten“ ein. Und bei MWB Research hatte man die Aktie gerade erst am 13. Januar von „Kaufen“ auf „Halten“ heruntergestuft und nahm sie nach dieser vorläufigen Bilanz umgehend wieder auf „Kaufen“ mit Kursziel 95 Euro. Diese 95 Euro sind derzeit aber das höchste Kursziel von allen … und es ist nach dieser blitzartigen Rallye bereits nahe gekommen.

Angesichts des beeindruckenden Momentums der Kaufwelle wäre es zwar nicht auszuschließen, dass die Dräger-Aktie von diesem Schwung getragen noch in die Region um 100 Euro vorstößt. Aber das ist offen genug, um eher nicht jetzt noch auf den dahinrasenden Zug aufspringen zu wollen.

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Displaying the --- chart

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Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 16.01.2026 um 22:23 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.


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Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

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