CureVac: Endlich wieder Hoffnung

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Curevac
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Zur Curevac Aktie

Jetzt soll es doch noch klappen. In einem zweiten Anlauf will CureVac einen Corona-Impfstoff entwickeln. Erste Studiendaten sind vielversprechend. Bringt das endlich den Durchbruch, auch kurstechnisch?

Selbstverständlich besteht immer Hoffnung. Ob man darauf Geld wetten sollte, ist allerdings eine ganz andere Sache.

Probleme, wohin man auch sieht

In der Vergangenheit hatte ich immer wieder vor CureVac gewarnt, was sicherlich nicht bei jedem Leser gut ankam. Das Kursgeschehen spricht allerdings Bände. Im Endeffekt geht es mit der Aktie seit Monaten nur noch bergab.

Die Verluste sind enorm.

Bereits bei Kursen von 139 USD war eigentlich klar, dass CureVac das Rennen um den Impfstoff verloren hatte. Und damals wussten wir noch nicht, dass es zu einem regelrechten Flop kommen würde und die Wirksamkeit des CureVac-Vakzins erschreckend niedrig war.
CureVac hat das Rennen verloren

In der Führungsebene von CureVac war das vielen schon lange klar. Sie verkauftem im Vorfeld der Negativ-Meldung noch für Millionensummen Aktien und verließen dann das sinkende Schiff.
Wir berichteten:
Insider machen Kasse und verlassen CureVac. Aktie auf der Kippe

Bye bye

Hier ein Auszug:
Dass der Entwicklungschef das Unternehmen kürzlich ebenfalls verlassen hat und innerhalb weniger Monate 4 von 7 Vorstandsposten neu besetzt werden mussten, spricht Bände.

Das beste Beispiel ist aber der Mitgründer und ehemalige Produktionsvorstand Florian von der Mülbe. Er hat einem SEC-Filing zufolge Ende Juni 46% seiner Anteile verkauft und wenige Tage später das Unternehmen verlassen – nach mehr als 20 Jahren, dafür aber 33,7 Millionen USD reicher.

Finanzchef Kemula hat auch keine halben Sachen gemacht. Er trennte sich kurzerhand von 93% seiner Anteile und kassierte rund 2,0 Mio. USD.

Herzlichen Glückwunsch. Das wird Anleger, die auf Buchverlusten von 50% oder mehr sitzen, sicherlich freuen.

Das alles ist nicht neu

Die Warnsignale häufen sich also seit Monaten. Ich kann nur hoffen, dass wir den einen oder anderen Anleger vor Verlusten bewahren konnte.
Denn nach den beiden verlinkten Analysen rauschte der Kurs um 30% respektive 70% in die Tiefe.

Jeder Anleger sollte sich die Frage stellen, ob dem Unternehmen nach alle diesen Vorfällen noch sein Vertrauen schenken möchte.
Im Endeffekt war CureVac bereits vor Corona schon kein leuchtendes Beispiel für greifbare Erfolge. Immerhin hat es das Unternehmen in mehr als 20 Jahren nicht geschafft, auch nur einen Wirkstoff oder ein Produkt auf den Markt zu bringen – obwohl man Milliarden an Forschungsgeldern hatte.  

Endlich wieder Hoffnung

Doch kommen wir zur aktuellen Lage. Zuletzt hat sich der Kurs von CureVac wieder erholt.

Nachdem man bei der Entwicklung eines Impfstoffs im ersten Anlauf gescheitert ist, versucht man es jetzt erneut.
Doch nicht mehr allein, man hat sich GalxoSmithKline mit ins Boot geholt.

Das nährt neben den ersten Daten aus einer präklinischen Studie mit Affen (Makaken) die Hoffnung der Anleger.
Es ist fraglich, was das noch bringen wird.

Das hat aus meiner Sicht zwei Gründe:
Die Forschungskosten sind inzwischen vollkommen aus dem Ruder gelaufen und steigen immer weiter. Selbst im Erfolgsfall ist es fraglich, ob man diese Kosten wieder einspielen kann.

Und das liegt wiederum am Faktor Zeit. Je länger es dauert, bis man ein marktreifes Produkt hat, desto weniger wird man vom Kuchen abbekommen.
Während man in Tübingen noch forscht, sind schließlich schon mehrere Impfstoffe zugelassen und die Produktionskapazitäten enorm erweitert worden.
Fakt ist: Wir brauchen gar keinen weiteren Impfstoff mehr. Wir haben jetzt schon mehr, als man in die Arme der Bürger bekommen würde.

Das ist zu spät

Wie lange könnte es also dauern, bis CureVac endlich so weit ist? Da man sich beim neuen Impfstoff derzeit in der präklinischen Entwicklung befindet, haben wir eine recht klare Vorstellung.
Wir befinden uns noch vor Phase 1.

Jetzt muss man nur zurückblicken, wie lange es gedauert hat, bis die ersten Impfstoffe zugelassen wurden. Corona wurde am 11. März 2020 zur Pandemie erklärt.
Der erste Impfstoff wurde am 21.12.2020 zugelassen, also etwas mehr als 10 Monate später.

Im Erfolgsfall dürfte CureVac demnach frühestens Mitte 2022 einen marktreifen Impfstoff haben.

Bis dahin werden Biontech, Pfizer, Moderna & Co. Milliarden an Impfdosen liefern. Daher sollte sich jeder die Frage stellen:
Wieviel wird CureVac selbst in diesem optimistischen Szenario noch absetzen können?
Rechtfertigt das einen Börsenwert von 7,61 Mrd. USD?

In der Pipeline befindet sich nichts, was über Phase 1 der Forschung, also Kinderschuhe, hinausgeht.
Unterdessen verbrennt man Unsummen.

In den letzten drei Geschäftsjahren hat man insgesamt einen Verlust von 1,36 Mrd. Euro eingefahren.

In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres kamen weitere -407,9 Mio. Euro hinzu.
Ich gebe an dieser Stelle eine Prognose ab: CureVac wird selbst im Erfolgsfall und einer Zulassung eines Impfstoffs im nächsten Jahr kaum mehr als diese Verluste wettmachen können.
Bis dahin ist aus der Pandemie wahrscheinlich eine Endemie geworden. Corona wird sich in die Vielzahl der Krankheiten einreihen, mit denen wir eben leben müssen.

Die Durchseuchung schreitet schließlich in großen Schritten voran.

Bevor CureVac überhaupt einen Impfstoff auf dem Markt hat, könnte er bereits obsolet sein. Es gibt schließlich Alternativen. Die „Corona Pille“ von Merck wurde in Großbritannien bereits zugelassen. Pfizer hat in den USA eine Notfallzulassung beantragt.
Roche und andere forschen ebenfalls.

Chart vom 19.11.2021 Kurs: 41,32 Kürzel: CVAC - Tageskerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 19.11.2021 Kurs: 41,32 Kürzel: CVAC – Tageskerzen
Chart vom 19.11.2021 Kurs: 41,32 Kürzel: CVAC - Tageskerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 19.11.2021 Kurs: 41,32 Kürzel: CVAC – Tageskerzen

Das bedeutet unterdessen nicht, dass die Aktie von CureVac unmittelbar abstürzen wird. Das Chance-Risiko-Verhältnis erscheint aber selbst auf diesem Niveau fragwürdig zu sein.

Es könnte jetzt durchaus zu einer Erholung in Richtung 42,50 USD kommen. Darüber wäre sogar der Weg in Richtung 48 USD frei.
Nachhaltig aufhellen würde sich das Chartbild aber erst über dieser Marke.

Ohne nachhaltige Fortschritte in der Forschung werden sich die Erholungen allerdings als Strohfeuer herausstellen.
Fällt die Aktie wieder unter 38 USD oder scheitert bei 42,50 USD, könnte es  das für die Bullen schon wieder gewesen sein.

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Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: In den letzten Wochen hatten wir dem Tübinger Biotechnologieunternehmen nicht gerade positive Aussichten mit auf den Weg gegeben und leider hat sich die CureVac-Aktie bisher an diese Prognosen gehalten. Der technische Bounce der Aktie wurde im Juni exakt am Widerstand, als wir vor dem Ende der Gegenbewegung gewarnt hatten, beendet. Kurz danach haben die Bären erneut das Zepter übernommen und auch der erneute Test des Juni-Tiefs zeichnet sich, wie erwartet, jetzt ab.

Hoffentlich haben möglichst viele Anleger frühzeitig reagiert und somit vermieden, ins fallende Messer zu greifen. Der Bounce von Mitte Juli war alles andere als bullisch und nun droht der Bruch der Unterstützungslinie.

Expertenmeinung: Wir können immer nur die technische Seite der Aktie analysieren und diese sieht derzeit alles andere als vielversprechend aus. Sollte die Unterstützungslinie gebrochen werden, dürften selbst die letzten Dämme brechen und eine weitere Schockwelle Richtung Süden würde drohen. Aufhalten kann dieses Szenario nur noch eine fundamentale Kehrtwende, wie etwa die Zulassung des Corona-Impfstoffes.

Doch sollte diese ausbleiben, kann der totale Ausverkauf wohl nicht mehr aufgehalten werden. Aktuell versuchen sich die Bullen noch einmal aufzubäumen und die letzten Tage waren wieder etwas vielversprechender. Vielleicht geht sich zumindest noch ein Bounce in Richtung des fallenden 50-Tage-Durchschnitts aus.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 04.08.2021 Kurs: 57.91 Kürzel: CVAC | Online Broker LYNX

Vor einigen Tagen hatte ich eine Analyse zu CureVac veröffentlicht und das Fazit fiel nicht sonderlich positiv aus. Heute werden wir die Themen behandeln, die für das Unternehmen sprechen

Vertrauen verspielt

Durch den Weggang einer ganzen Reihe von Vorständen und hochrangigen Mitarbeiter sowie Insider-Verkäufen, aber vor allem dem Forschungsflopp, hat das Unternehmen mein persönliches Vertrauen verspielt.

Hier finden Sie Informationen zur aktuellen Lage:
Insider machen Kasse und verlassen CureVac. Aktie auf der Kippe

Seitdem hat sich die Lage für Anleger nicht gerade verbessert. In der kurzen Zeit hat das Papier knapp 7% an Wert verloren und die letzte Bastion der Bullen wackelt. Rutscht die Aktie jetzt unter 48 USD, kommt es zu einem Verkaufssignal und zahlreiche Stopps dürften gerissen werden.

Chart vom 02.08.2021 Kurs: 49,26 Kürzel: CVAC - Tageskerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 02.08.2021 Kurs: 49,26 Kürzel: CVAC – Tageskerzen

Mea Culpa

Es war auch nicht das erste Mal, dass ich mich negativ zum Unternehmen geäußert habe. Mea Culpa.
Hier finden Sie eine ausführliche Analyse aus dem Dezember, als CureVac noch bei 139 USD notierte:
CureVac hat das Rennen verloren

Damals war die niedrige Wirksamkeit des Vakzins aus Tübingen noch nicht bekannt, es gab aber bereits ernstzunehmende Argumente, die gegen CureVac sprachen.

Was kommt danach?

Sollte es jetzt zu einem Absturz kommen, dürfte die Stimmung am Boden sein – wo auch immer sich das Tief dann ausbildet.
Das könnte dann die Basis für eine Erholung bilden.

Denn selbstverständlich haben auch die Bullen ihre Argumente, sonst läge der Börsenwert von CureVac nicht bei 9,40 Mrd. USD respektive 7,90 Mrd. Euro.

Man muss allerdings eine ganze Reihe von Annahmen treffen, um auf eine positive Kursprognose für die CureVac-Aktie zu kommen.
Versuchen wir es gemeinsam.

Ein realistisches Szenario

Sicherheitsbedenken gegen den Impfstoff von CureVac wurden in den laufenden Studien nicht festgestellt.

Daher ist eine Teilzulassung trotz der niedrigen Wirksamkeit noch möglich. Es besteht durchaus die Chance, dass die Resultate bei bestimmten Altersgruppen deutlich besser ist als im Durchschnitt.

Die EU scheint bisher auch dazu bereit zu sein, die geschlossenen Verträge im Falle einer Zulassung zu erfüllen und 225 Millionen Dosen abzunehmen.

Für CureVac würde das 2,25 Mrd. Euro an Einnahmen bedeuten. Dem stehen Herstellungskosten, vor allem aber knapp eine Milliarde Euro an Entwicklungskosten gegenüber.

Am Ende könnte CureVac dadurch die bisherigen Kosten decken und einige hundert Millionen Euro verdienen.
Der gemeldete Gewinn wird aber noch deutlich höher ausfallen, da die in den Vorjahren angefallenen Kosten im laufenden Geschäftsjahr natürlich nicht berücksichtigt werden.

Das ist ein wenig trügerisch, könnte aber die Fantasie der Anleger wieder beflügeln. Wer realistisch an die Sache rangeht, kann aber kaum zu dem Ergebnis kommen, dass ein einmaliger Gewinn von etwas mehr als einer Milliarde einen Börsenwert von fast acht Milliarden rechtfertigt.

Da muss in Zukunft schon mehr kommen.

Ein hoffnungsvolles Szenario

Zum Glück bleiben noch einige Möglichkeiten. Die Lieblingsthemen der Bullen sind Bioreaktoren, die Pipeline und weitere Impfstoff-Verkäufe.

Die Pipeline kann man eigentlich direkt abhaken. CureVac hat keinen einzigen Wirkstoff, der in der Forschung über die Phase 1 hinauskommt. Das entspricht salopp ausgedrückt einem Anfangsverdacht und nicht viel mehr.
Eine Zulassung würde in jedem Fall Jahre in Anspruch nehmen und leider scheitern 99% aller Forschungsansätze in Phase 2 und 3.  

Etwas interessanter wird es beim Thema Bioreaktoren. Damit ließen sich Impfstoffe vor Ort herstellen, womit die Logistik erheblich einfacher wird.

Bioreaktoren sind aber keine proprietäre Technologie von CureVac und da der hauseigene Impfstoff auch bei Temperaturen von bis zu 5 °C stabil bleibt, würden Bioreaktoren eher die Probleme anderer Hersteller lösen, nicht die eigenen.

Am Ende hängt bei CureVac alles an der Wirksamkeit des Impfstoffs. Sie muss verbessert werden.

Nur dann wird CureVac im kommenden Jahr nicht nur 600 Millionen Dosen produzieren, sondern auch verkaufen können.

Was läuft da eigentlich?

Fragt sich nur an wen? Wer wird das Vakzin aus Tübingen kaufen, wenn es deutlich effektivere Alternativen gibt?
Die meisten Länder werden sich für andere Hersteller entscheiden, in den USA strebt CureVac nicht mal eine Zulassung an.

Dumm genug könnte wohl nur die EU sein.

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) erwägt eine Zulassung, sollte eine Wirksamkeit von über 50% erreicht werden.
Meines Erachtens eine viel zu niedrige Hürde.

Man muss sich die Frage stellen, welchen Mehrwert ein weiterer, weniger effektiver Impfstoff für unsere Gesellschaft bietet.
Wir haben inzwischen ohnehin mehr Impfstoff als man in die Arme der Bürger bekommen würde.

Aus Sicht der Steuerzahler, also uns allen, ist es eine klare Angelegenheit.
Warum sollte man CureVac 2,25 Mrd. Euro zahlen, ohne dass es einen wirklichen Nutzen hat?

Mir drängt sich das Gefühl auf, dass Politik und Wirtschaft mauscheln und ihre eigene Agenda verfolgen. Mann will die Milliarden wohl dringend loswerden.

Sie können es mir glauben, ich habe wirklich versucht ein hoffnungsvolles Bild von CureVac zu zeichnen und die bullische Perspektive einzunehmen. Wirklich gelungen ist es mir nicht.
Zu viele Fragezeichen, zu wenig zufriedenstellende Antworten.

Positive Nachrichten waren bei CureVac zuletzt Mangelware. Enttäuschende Forschungsergebnisse, Insider stoßen in großem Stil Aktien ab, BaFin-Ermittlungen, Mitarbeiter verlassen das Unternehmen. Wie sollte man sich als Anleger verhalten?

Es ist schon ein merkwürdiger Zufall

Erst verkaufen Vorstände und hochrangige Mitarbeiter für Millionen CureVac-Aktien, dann wird bekannt, dass die Wirksamkeit des Covid-Impfstoffs weit unter den Erwartungen liegt.

Insider machen Kasse und Privatanleger schauen in die Röhre. Insgesamt haben vier Vorstände für 32 Millionen Euro CureVac-Papiere verkauft – natürlich bevor der Kurs abstürzte.

Inzwischen ermittelt die BaFin. Ob die Vorgänge rechtliche Folgen haben werden, ist unklar. Wenn ich einen Tipp abgeben müsste: Wahrscheinlich nein.

Dabei sollte für jeden normaldenkenden Menschen klar sein, was hier vor sich ging. Es wäre schon ein Wunder, wenn Vorstände und andere Mitarbeiter nicht wussten, dass die Wirksamkeit des Impfstoffs enttäuschend ist.
Wäre es nicht sogar eine Pflichtverletzung, wenn der Vorstand nicht wüsste, was im Unternehmen vor sich geht?

Die ganze Geschichte hinterlässt jedenfalls einen faden Beigeschmack.

Und tschüss

Eine vertrauensbildende Maßnahme sind umfassende Verkäufe von Aktien durch den Vorstand in keinem Fall.

Das gilt umso weniger, wenn gleichzeitig eine ganze Reihe von hochrangigen Mitarbeitern das Unternehmen verlassen und das teilweise nach etlichen Jahren im Konzern.

Dass der Entwicklungschef das Unternehmen kürzlich ebenfalls verlassen hat und innerhalb weniger Monate 4 von 7 Vorstandsposten neu besetzt werden mussten, spricht Bände.

Das beste Beispiel ist aber der Mitgründer und ehemalige Produktionsvorstand Florian von der Mülbe.
Er hat einem SEC-Filing zufolge Ende Juni 46% seiner Anteile verkauft und wenige Tage später das Unternehmen verlassen – nach mehr als 20 Jahren, dafür aber 33,7 Millionen USD reicher.

Finanzchef Kemula hat auch keine halben Sachen gemacht. Er trennte sich kurzerhand von 93% seiner Anteile und kassierte rund 2,0 Mio. USD.

Herzlichen Glückwunsch. Das wird Anleger, die auf Buchverlusten von 50% oder mehr sitzen, sicherlich freuen.

Selbstverständlich wehrt sich CureVac gegen die „Vorwürfe“ und Negativ-Presse. Das ist ihr gutes Recht.

Am Ende muss jeder Anleger selbst entscheiden, ob dem Unternehmen nach diesen Vorgängen und Forschungsresultaten noch vertraut.

Chart vom 29.07.2021 Kurs: 52,79 Kürzel: CVAC - Tageskerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 29.07.2021 Kurs: 52,79 Kürzel: CVAC – Tageskerzen

Aus technischer Sicht steht die Aktie auf der Kippe, der langfristige Aufwärtstrend ist dahin.
Fällt CureVac jetzt unter 48 USD, werden wohl viele Anleger die Reißleine ziehen. In diesem Szenario droht ein Abverkauf in Richtung 40 oder 36 USD.

Gelingt hingegen ein Anstieg über 56 USD, wäre eine Erholung in Richtung 60 oder 64 USD denkbar.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Während der letzten Wochen haben wir die Aktie des Tübinger Biotechnologieunternehmens etwas intensiver für unsere Leser beobachtet. In dieser Zeit kam es nach dem Totalabverkauf der Curevac-Aktie zunächst zu einem ersten technischen Bounce. Diesem gaben wir Platz bis in den Bereich von 75 bis 80 USD. Hier trafen die Kurse erstmals auf deutliche Widerstände.

Zum einen war dies das bisherige Jahrestief und zum anderen kam hier der fallende 20-Tage-Durchschnitt ins Spiel. Zum richtigen Zeitpunkt haben wir dann vor einer erneuten Wende nach unten gewarnt. Seither kennen die Kurse nur noch eine Richtung und ein Test des Tiefs von Mitte Juni scheint wohl unausweichlich. Dennoch gibt es etwas Hoffnung, dass sich der Abverkauf eventuell hier verlangsamen könnte.

Expertenmeinung: Alles blickt derzeit auf das Tief von Juni, welches sich bei 47.12 USD befindet. Hier könnte sich ein möglicher Doppelboden bilden. Dies muss aber nicht bedeuten, dass die Kurse exakt auf diesem Niveau wieder zu steigen beginnen. Es ist gut möglich, dass wir einen kleinen Fehlausbruch nach unten bekommen, bevor die Kurse wieder nach oben drehen.

Ein recht ähnliches Szenario zeigte uns die Aktie bereits Anfang März. Auch hier wurde der Boden von Januar kurzfristig nach unten verletzt. Als die Kurse danach dieses Terrain wieder zurückeroberten, wurde der Turbo gezündet. Dies wäre eine der wenigen Möglichkeiten, wie sich die CureVac-Aktie wieder aus dem Tal der Tränen befreien könnte. Eine Garantie dafür gibt es natürlich nicht.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 14.07.2021 Kurs: 50.00 Kürzel: CVAC | Online Broker LYNX


Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Bereits vorige Woche hatten wir uns das Biotechnologieunternehmen näher angesehen und unsere Analyse der Curevac-Aktie hätte treffender nicht sein können.

Die Kurse befanden sich gerade in einer Erholungsbewegung, doch wir warnten zugleich vor einem möglichen Ende der technischen Gegenbewegung im Bereich von 75 bis 80 USD. Doch wieso gerade hier? Zum einen befand sich hier das letzte wichtige Pivot-Tief des Monats März und zum anderen näherten sich die Kurse dem fallenden 20-Tage-Durchschnitt. Diese Kombination machte es überaus wahrscheinlich, dass die Bären von hier aus den Verkaufsdruck erneut erhöhen würden. Somit kommt der Abverkauf wenig überraschend. Gleichzeitig hatten Anleger noch die Möglichkeit, sich bei wesentlich höheren Kursen von der Aktie zu trennen. Immerhin sahen wir hier, gemessen vom Tief der Verkaufsschlacht, einen Anstieg von über 50 Prozent innerhalb weniger Tage.    

Expertenmeinung: Soweit so gut, aber wie geht es nun weiter? Entscheidend für den weiteren Verlauf der Aktie ist die Bildung eines höheren Tiefs. Erst wenn dies gelingt, wäre mit einer nachhaltigen Bodenbildung zu rechnen. Das letzte Tief bildete sich bei 47.12 USD und markiert einen wichtigen Referenzpunkt im Chart. Wenn die Kurse über diesem Niveau wieder nach oben drehen sollten, wäre dies der erste Schritt in die richtige Richtung. Noch ist es aber nicht soweit und somit gibt es auch keinen Grund hier bereitwillig in das fallende Messer zu greifen. Etwas Geduld müssen interessierte Anleger daher schon aufbringen und wohl noch einig Tage, wenn nicht Wochen warten.

Aussicht: BÄRISCH

Chart 07.07.2021 Kurs 59.97 Kürzel: CVAC | Online Broker LYNX