Börsenblick

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Aktienanalyse:
Eckert & Ziegler: Toppbildung abgewendet? Vielleicht nur vorerst!

Aktuelle Analyse der Eckert & Ziegler Aktie

Die Bilanzdaten, die der Spezialist für Strahlentechnik im Bereich Medizin und Forschung Eckert & Ziegler am 12. November vorlegte, waren ohne Wenn und Aber beeindruckend. Der Umsatz legte im Sommerquartal zwar nur 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Aber der Gewinn stieg weit überproportional. Netto gerechnet stieg er im dritten Quartal um 23 Prozent.

Auf die gesamten neun Monate gerechnet liegen die Ergebnisse bei einem Umsatzplus von acht und einem Gewinnplus, gerechnet als Nachsteuer-Ergebnis, von sagenhaften 46 Prozent gegenüber der Zeit Januar bis September 2018. Dadurch erreichte Eckert & Ziegler bereits in diesen ersten neun Monaten einen Gewinn von 3,66 Euro pro Aktie. Selbst, wenn man das mit einem Abschlag hochrechnet und 4,80 Euro pro Aktie als Ergebnis des Gesamtjahres annimmt, wäre die Aktie dann mit einem Kurs/Gewinn-Verhältnis von 35 nicht zu teuer, wenn man diesen Gewinnanstieg dazu in Relation setzt. Ein Schnäppchen also?

Die Marktteilnehmer sahen das offensichtlich nicht so, denn als Reaktion auf diese Ergebnisse sackte die Aktie erst einmal durch, lag in der Spitze an diesem 12. November fast neun Prozent im Minus. Zum Handelsende gelang es, die Abschläge einzugrenzen, danach zog der Kurs wieder an. Aber sind das wirklich Käufe derer, die erst verspätet erkannten, welche Gewinndynamik in diesem Unternehmen steckt? Der Chart lässt das zweifelhaft erscheinen.

Expertenmeinung: Denn hier sehen wir, dass die Käufe als Reaktion auf die Abschläge am Bilanztag knapp über der wichtigen Supportzone 146,60/147,60 Euro begannen, dort, wo die Verlaufstiefs vom September und Oktober lagen. Wäre die Aktie da durchgerutscht, wäre eine Toppbildung vollendet worden, die zwar bei 139,20 Euro bereits auf eine Supportlinie getroffen wäre (Juli-Hoch), die aber angesichts der Marktenge des Papiers und der gewaltigen Hausse, die die Aktie vor allem seit Jahresbeginn hingelegt hatte, nicht hätte halten müssen. Und die nächste relevante Auffanglinie wäre dann erst die 200-Tage-Linie bei 117 Euro gewesen.

Das lässt vermuten, dass diese Käufe nach der anfangs negativen Reaktion vor allem aus charttechnischen Gesichtspunkten heraus vorgenommen wurden. Denn dass einige Anleger auf diese Bilanz hin Kasse machten, hätte durchaus taugliche Argumente. Dass Eckert & Ziegler derzeit imstande ist, derart hohe Margensteigerungen zu erreichen, ist hervorragend, aber man kann nicht ernsthaft erwarten, dass das in den kommenden Jahren einfach so weitergeht.

Gewinnmargen stoßen immer an ihre Grenzen. Und würde das Gewinnplus mit Querblick auf die weit langsamer steigenden Umsätze vielleicht nur noch 20 oder 25 Prozent betragen, wäre die Aktie dann relativ teuer bewertet. Entsprechend sollte man diese Linie um 146,60/147,60 Euro im Auge behalten, denn noch ist keineswegs sicher, dass die Vollendung einer Toppbildung wirklich nachhaltig abgewendet wurde!

Chart vom 15.11.2019, Kurs 172,80 Euro, Kürzel EUZ | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

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