Börsenblick

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Aktienanalyse:
Borussia Dortmund: Ist diese Aktie mehr als „Glückssache“?

Aktuelle Analyse der Borussia Dortmund Aktie

Fußballaktien sind reines Merchandising, hört man oft. Eine solche Aussage ist ganz sicher falsch. Richtig ist natürlich, dass Fans eines Vereins dazu tendieren, auch die Aktie zu halten, wenn sie über ein Depot verfügen. Aber der Hintergrund einer solchen Aktie ist derselbe wie bei jedem anderen Unternehmen auch. Die Aktien wurden ausgegeben, um mit dem dabei eingesammelten Kapital voranzukommen. Man hat so das Tor geöffnet, um nötigenfalls weiteres Kapital zu beschaffen. Und der Kurs einer Fußballaktie wie die von Borussia Dortmund bewegt sich am Ende entlang des wirtschaftlichen Erfolges des Unternehmens.

Richtig ist aber auch, dass der wirtschaftliche Erfolg sich nur bei sportlichen Erfolgen einstellt. Daher mutmaßen viele, dass eine solche Aktie wie die des BVB mit jedem Tabellenplatz, den der Verein in der Liga nach oben klettert, steigt und entsprechend nachgibt, wenn es auf dem Platz nicht läuft wie erhofft. Der Kursverlauf spiegelt das natürlich so engmaschig nicht wider, aber es ist richtig: Wenn der Verein eine starke Phase hat, die Spielereinkäufe erfolgreich waren, die Mannschaft sich im umsatz- und gewinnträchtigen internationalen Wettbewerb festsetzt, stützt das die Aktie. Aber eben auch, weil all das bedeutet, dass man darauf hoffen darf, dass Borussia Dortmund eine Bilanz mit steigenden Umsätzen und Gewinnen vorlegen kann und so der faktische Wert der Aktie steigt. Aber, so wenden viele ein: Ob in der Zukunft genug Spiele gewonnen werden und damit die Bilanz passt, weiß doch niemand, also ist eine solche Aktie nur ein Glücksspiel und kein Investment. Ist das so?

Expertenmeinung: Natürlich kann niemand wirklich wissen, wie der Verein am Ende der noch jungen Saison abschneiden wird. Ob er in der laufenden Saison im internationalen Wettbewerb weit kommt und dadurch immense Einnahmen generiert oder nicht. Aber weiß jemand sicher vorher, ob ein neues Smartphone-Modell zum Kassenschlager wird oder zum Ladenhüter? Weiß das jemand bei neuen Automodellen? Kann ein Anleger wirklich vorab sehen, ob eine Restrukturierung erfolgreich sein wird und wann? Natürlich reagieren einige Marktteilnehmer auch auf kurzfristige Ereignisse, wie z.B. das verlorene Spiel am Wochenende gegen Bayern München. Aber nachhaltiger wirken Bilanzdaten, wie sie am vergangenen Freitag für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2019/2020 vorgelegt wurden.

Nach vorläufigen Zahlen (die endgültige Bilanz folgt übermorgen) hat der Verein im Sommerquartal mit 175,2 Millionen Euro ein Umsatzplus von knapp 33 Prozent zum Vorjahresquartal erreicht. Der Gewinn, als EBITDA gerechnet, lag mit 25,0 Millionen Euro fünf Prozent höher als im Vorjahr. Das sind gute Ergebnisse, dennoch steht die Aktie kurzfristig unter Druck. Traut man dem Frieden nicht, glaubt man nicht an eine positive Perspektive?

Das alleine muss es nicht sein, was den Druck ausmacht. Denn die Aktie hatte im Herbst 2018 mit in der Spitze 10,29 Euro beinahe den höchsten Stand seit dem ersten Handelstag erreicht. Damals, im Herbst 2000, hatte die Aktie ihren Handel mit 10,65 Euro begonnen … und diesen Kurs seither nie wieder erreicht. Im August und September hatte sich der Kurs erneut dem damaligen Start- und Rekordhoch genähert, wurde da aber schon knapp unter dem 2018er-Hoch abgewiesen. Das dürfte derzeit schwerer wiegen als eine „Bayern-Klatsche“. Die Bilanz ist auf dem Tisch, der kurzfristige Trend blieb dennoch abwärts gerichtet … das dürfte viele charttechnisch orientierte Marktteilnehmer eher im Bären-Lager versammeln. Und sollte die Aktie weiter nachgeben dann eher nicht, weil man sich sorgt, dass die Mannschaft auf dem Platz Probleme bekommt, sondern weil der bis in den Mai zurückreichende Unterstützungsbereich 8,14/8,20 Euro unterboten wurde und damit aus charttechnischer Sicht der Weg Richtung sieben Euro frei würde.

Borussia Dortmund Aktie Chart vom 11.11.2019, Kurs 8,38 Euro, Kürzel BVB | Online Broker LYNX

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