Börse aktuell

EZB kann den DAX nicht antreiben – Den US-Leitindizes geht beim Versuch der Anschlusserholung die Puste aus – Letzte volle Handelswoche des Jahres voraus

In den USA wechselten die Markteilnehmer am Donnerstag und Freitag in defensivere Sektoren. Dies war deutlich am marktbreiten S&P 500 abzulesen. Die Sektoren Versorger und Immobilien zeigten eine klare Outperformance gegenüber den übrigen Sektoren. Bis zur Schlussglocke an der Wall Street konnten sich die US-Märkte nicht mehr erholen und sackten kräftig ab. Die Märkte setzten somit das Auf und Ab fort. Sorgen rund um den Handelsstreit zwischen China und den USA, um den Brexit und um weiter steigende Zinsen in den USA bestimmen das Geschehen. Auch wenn die Federal Reserve und allen voran Fed-Chef Powell sich zuletzt dovish gab, könnten im Jahr 2019 dennoch bis zu drei weitere Zinsschritte nicht von der Hand zu weisen sein. Doch genau diese Zinsschritte könnten am Markt bereits als eingepreist gelten. Sollte die Fed am Mittwoch eine Interpretation einer flacheren Zinskurve anbieten oder gar weniger Zinsschritte für 2019 andeuten, könnte dies den Markt befeuern. Insgesamt verflogen die Abwärtsrisiken der letzten Wochen nicht von heute auf morgen – sie sind weiter vorhanden.

Diese Abwärtsrisiken sprach auch EZB-Präsident Draghi während seiner Pressekonferenz am Donnerstag an. Die Europäische Zentralbank (EZB) korrigierte ihre Inflationsprognose für 2018 von 1,7 Prozent auf 1,8 Prozent leicht nach oben, die BIP-Projektion für 2018 jedoch von 2,0 Prozent auf 1,9 Prozent nach unten.  Überraschungen vermeldete die EZB am Donnerstag nicht. Der Leitzins verbleibt bei 0,00 Prozent, der Spitzenrefinanzierungssatz wurde bei 0,25 Prozent belassen und auch der Einlagesatz wurde mit einem Minus von 0,40 Prozent nicht verändert. Erwartungsgemäß wird das EZB-Anleihekaufprogramm zum Jahresende eingestellt. Die Erträge der fälligen Anleihen werden solange wie nötig reinvestiert, auch wenn der Leitzins bereits steigen sollte. Doch der erste Zinsschritt ist nicht vor dem Herbst zu erwarten. Daneben wurden auch neue Langfrist-Tender, die „longer-term refinancing operations“ (oder LTROs), weiter diskutiert.

In der kommenden Börsenwoche wird in erster Linie auf den Fed-Zinsentscheid zu achten sein. Mit einer vom US-Terminmarkt eingepreisten Wahrscheinlichkeit von rund 77 Prozent ist am Mittwoch um 20:00 Uhr mit einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte auf ein Zinsband von 2,25 bis 2,50 Prozent zu rechnen. Ein weiteres Highlight neben dem deutschen ifo-Index am Dienstag wird der Hexensabbat am Freitag sein. Letzterer könnte in der letzten vollen Handelswoche des Jahres 2018 nochmals für Volatilität sorgen.

EZB-Dilemma – Gefangen im Niedrigzinsland

„Die EZB wird die Blaupause der Fed in Bezug auf schrittweise Zinserhöhungen nicht abbilden können“, so Dirk Friczewsky, Finanzanalyst für LYNX Broker. „Schrittweise Zinserhöhungen ab Herbst 2019 werden für die EZB aufgrund der fortbestehenden Fragilität der Eurozone nicht umsetzbar sein – es sei denn, die Notenbank eröffnet Sonder-Tender für Italien und andere hochverschuldete Euro-Länder“, erläutert Friczewsky.

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