Bilfinger SE - Ein führender Industriedienstleister

Bilfinger – Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis gestiegen – Ausblick bestätigt

Die Bilfinger SE ist ein führender Industriedienstleister. Zum Leistungsspektrum des Konzerns gehören zum Beispiel Dienstleistungen zur Effizienzsteigerung von Industrieanlagen und die Senkung von Instandhaltungskosten. Das Dienstleistungsportfolio des Unternehmens deckt die gesamte Wertschöpfungskette ab, angefangen vom Consulting, dem Engineering, der Fertigung, der Montage, der Instandhaltung und der Erweiterung von Anlagen sowie der Generalrevision bis hin zu Umwelttechnologie und digitalen Anwendungen. Die Kunden sind einem breiten Spektrum von Branchen zuzuordnen. Sie stammen aus der Chemie- und Petrochemiebranche, der Energie- und Versorgerindustrie, der Öl- und Gasbranche, der Pharma- und Biotechnologiebranche sowie der Metallurgie- und der Zementindustrie. Der Bilfinger-Konzern ist in die beiden Geschäftsfelder Engineering & Technologies sowie Maintenance, Modifications & Operations untergliedert. Die Dienstleistungen werden global angeboten, schwerpunktmäßig aber in Kontinentaleuropa, Nordwesteuropa, Nordamerika und im Nahen Osten. Die Bilfinger SE hat ihren Sitz in Mannheim und wird von CEO Thomas Blades geleitet.

Ein Beispiel für das Dienstleistungsspektrum des Konzerns

Alle Dienstleistungsbausteine des Konzerns aufzuzählen würde diesen Rahmen sprengen. Allein der Geschäftsbereich Engineering & Technologies wirkt sehr umfangreich. Hier wird von der Beratung über das Engineering bis hin zu Fertigung und Montage alles aus einer Hand angeboten. In der Planungsstufe für eine Industrieanlage erfolgen Machbarkeitsstudien, Konzept-, Detailplanungen, Kostenschätzungen und das Behörden-Engineering. Es werden Modelle der Anlage gebaut, es wird ein Statik-Konzept entwickelt und vieles mehr. Zudem werden für die zukünftige Anlage auch Instandhaltungspläne erstellt. Im Rahmen des Planungsprozesses erfolgen unter anderem Machbarkeits- und Statiktests per CAD. Im weiteren Schritt wird die Anlage konstruiert. Auch hier erfolgt alles aus einer Hand: Bilfinger übernimmt die Errichtung, Erweiterung, das gesamte Projektmanagement, die Bauüberwachung bis hin zur Inbetriebnahme. Danach wird die Industrieanlage mit Technik ausgestattet. Alle Baugruppen werden eingebaut und dabei von Bilfinger überwacht. Am Ende steht die schlüsselfertige Industrieanlage für den Kunden bereit.

Bilfinger lieferte solide Quartalszahlen für Q3/2018 ab

Die Quartalszahlen für das dritte Quartal wurden am 13. November publiziert und wiesen beim Auftragseingang im Vergleich zum starken Vorjahresquartal nochmals ein Wachstum von 5 Prozent auf. Die Konzernleitung bezeichnete die Umsatzentwicklung als positiv und bestätigte auch den Ausblick für das Gesamtjahr 2018. Der Auftragseingang stieg auf 1,105 Mrd. EUR, der Auftragsbestand legte somit auf 2,828 Mrd. EUR zu, der Umsatz stieg auf 1,052 Mrd. EUR. Das bereinigte EBITDA wurde mit 22 Mio. EUR angegeben. Das Konzernergebnis verbesserte sich auf ein Minus von 1 Mio. EUR. Im Vergleich zum Vorjahreswert von minus 21 Mio. EUR kann von einem Meilenstein gesprochen werden. Mitunter könnte letztlich Licht am Ende des Tunnels zu sehen sein und Bilfinger wahrlich als Turnaround-Kandidat bezeichnet werden.

Details zur Bilfiner Aktie

Die Aktien von Bilfinger sind nennwertlose Inhaber-Stammaktien. Die Anzahl der ausstehenden Wertpapiere liegt bei 44.209.042 Aktien. Die Aktien sind dem Segment Prime Standard der Deutschen Börse zuzuordnen und können zum Beispiel via Xetra, Börse Frankfurt und auch an weiteren regionalen Börsenplätzen erworben werden. Die Bilfinger-Wertpapiere sind im SDAX eingebunden. Das Unternehmen hat eine Reihe von institutionellen Großaktionären. Der wichtigste Großaktionär ist Cevian Capital Partners Limited mit einem Anteil von 29,53 Prozent. Der Bilfinger-Konzern selbst hält 5,01 Prozent eigene Anteile. Auf den weiteren Plätzen folgen oberhalb der dreiprozentigen Meldeschwelle noch Oddo BHF Asset Management GmbH mit 3,28 Prozent, Prudential plc mit 3,05 Prozent, Union Investment Privatfonds GmbH mit 3,04 Prozent und die Frankfurt Trust Investmentgesellschaft mbH mit 3,02 Prozent. In den letzten fünf Jahren hat die Aktie rund 64 Prozent Wert verloren, während zum Beispiel der SDAX-Performance-Index im Vergleichszeitraum einen Zuwachs von rund 54 Prozent aufwies. Die Wertpapiere sind somit ein klarer Underperformer. Der Markt bewertet den Konzern zum Zeitpunkt dieser Analyse via Xetra mit 1,30 Mrd. EUR. Die Aktien kosteten via Xetra in den letzten 52 Wochen 46,80 EUR im Hoch und 28,74 EUR im Tief.

Aktuelle Analysen

Seit Anfang des Jahres wurden 14 Analysen mit einer Kurszielangabe erstellt. Der höchste Wert stammt von der HSBC, die am 31. Oktober 2018 ein Kursziel von 56,00 Euro publizierte. Den niedrigsten Wert wies die Bank of America Merrill Lynch aus, die am 30. Oktober 2018 ein Kursziel von 30,00 Euro veröffentlichte. Das Durchschnittskursziel liegt bei 41,86 Euro. Die Aktie ging zum Zeitpunkt dieser Analyse mit einem Xetra-Schlusskurs von 29,44 Euro aus dem Handel.

Langfristige Chartanalyse der Bilfinger Aktie

Seit 2014  zeigten sich starke Abgaben in der Aktie von Bilfinger SE und so rutschte der Wert aus einem Kursbereich von rund 92,00 Euro in mehreren Schritten bis auf ein Tief von rund 25,00 Euro. Das Erreichen des Tiefs im Jahre 2016 bedeutete einen Abschlag von mehr als 70 Prozent innerhalb von nur rund zwei Jahren. Von Mitte 2016 bis etwa Mitte 2018 konnte sich die Aktie dann wieder leicht erholen und dippte kurz über 46,00 Euro, um in den letzten Handelswochen erneut merkliches Abwärtsmomentum aufzubauen. Der Schlusskurs zum Freitagabend lag knapp oberhalb von 28,00 Euro und somit lediglich gut drei Euro oberhalb der Tiefs von Mitte 2016.

Es ist jetzt nicht auszuschließen, dass sich die Abwärtsbewegung weiter fortsetzt und die Tiefs aus dem Jahre 2016 ausgebaut werden könnten. Wie bereits in den vergangenen Handelsjahren sollte der Wert aus charttechnischer Sicht nicht zwingend auf die Liste für potenzielle Kaufkandidaten kommen. Erst wenn es erneut über rund 35,00 Euro gehen sollte und sich der Wert dort stabilisiert, könnte nach einer neuen Analyse gegebenenfalls über Käufe nachgedacht werden.

Aktienrückkaufprogramm beendet

Innerhalb des Zeitraums vom 6. September 2017 bis zum 31. Oktober erwarb der Konzern via Xetra 3.942.211 eigene Aktien zu einem Durchschnittskurs von 38,05 EUR und zu einem Gesamtpreis von 149.999.972,62 EUR. Dies entspricht 8,917 Prozent des Grundkapitals.

Fundamentaldaten

Bei der Bilfinger SE wird jeweils zum 31.12. gemäß IFRS in Euro (EUR) bilanziert. Der Umsatz für das Geschäftsjahr 2017 lag bei 4,044 Mrd. EUR und schrumpfte somit im Vergleich zum Vorjahr um 200 Mio. EUR. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (Ergebnis vor Ertragssteuern) wurde mit einem Minus von 137,9 Mio. EUR testiert. Immerhin reduzierte sich dieser Betrag erfreulicherweise erheblich von einem Minus von 252,9 Mio. EUR aus dem Vorjahr. Das Zinsergebnis wurde mit einem Minus von 9,5 Mio. EUR testiert. Der Jahresfehlbetrag summierte sich auf 88,5 Mio. EUR. Der Verlust je Aktie lag bei 2,01 EUR. Dennoch erhielten die Anteilseigner eine Dividende in Höhe von 1,00 EUR je Stammaktie. Die Ausschüttungssumme belief sich auf 43,0 Mio. EUR. Die Bilfinger SE nahm zudem eine Abschreibung auf Anlagevermögen in Höhe von 72,1 Mio. EUR vor. Die Gesellschaft wies für 2017 liquide Mittel in Höhe von 617,1 Mio. EUR aus. Das wirtschaftliche Eigenkapital lag bei 1,408 Mrd. EUR und das gezeichnete Kapital bei 132,6 Mio. EUR. Die Verbindlichkeiten wurden mit 2,237 Mrd. EUR angegeben. Die Eigenkapitalquote wurde mit 38,2 Prozent ausgewiesen. Die Bilanzsumme lag bei 3,620 Mrd. EUR. Das Unternehmen beschäftigte im Geschäftsjahr 2017 35.644 Mitarbeiter.

Bilanzprognosen für 2018 und 2019

Die Umsätze könnten sich im Vergleich zum Jahr 2017 steigern lassen. So wäre 2018 ein Umsatz in Höhe von 4,11 Mrd. EUR möglich, 2019 wäre eine nochmalige Steigerung auf 4,22 Mrd. EUR denkbar. Für das Geschäftsjahr 2018 rechnet man mit einem EBITDA von 128,00 Mio. EUR sowie einem EBIT von 70,10 Mio. EUR. 2019 könnte es mit einem EBITDA von 213,60 Mio. EUR und einem EBIT von 128,00 Mio. EUR aufwärts gehen. Der Gewinn je Aktie wäre somit für 2018 mit 1,01 EUR und für 2019 sogar mit einer Verdopplung auf 2,15 EUR prognostiziert. Die Dividende könnte bei 1,00 EUR stabil gehalten werden. Besonders positiv ist der Abbau der Nettoverschuldung. So könnte sich diese 2018 bei rund 92,00 Mio. EUR einpendeln und sich 2019 auf rund 31,00 Mio. Euro signifikant senken lassen.

Termine

Die Bilfinger SE wird voraussichtlich am 14. Februar 2019 die vorläufigen Zahlen zum Geschäftsjahr 2018 vorlegen, am 13. März 2019 wird dann der Geschäftsbericht 2018 veröffentlicht und am 8. Mai 2019 findet die Hauptversammlung statt.

Handeln Sie über den Online Broker LYNX:
Ein Depot, viele Vorteile
  • stabile und zuverlässige Handelsplattform
  • kompetenter Service durch Experten
  • günstige und transparente Gebühren
  • umfangreiches Wissensportal
Mehrfach ausgezeichnet
Handelsblatt Auszeichnung: Bester Online-Broker
Broker-Wahl: Top Futures-Broker
Contact icon KOSTENFREI ANRUFEN
0800 5969 000
Contact icon SCHREIBEN SIE UNS
SERVICE@LYNXBROKER.DE
Contact icon FREUNDSCHAFTSWERBUNG
KUNDEN EMPFEHLEN LYNX
Contact icon HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN