Die Pandemie wird nie enden. Jetzt Pfizer/BioNTech oder sogar Airlines kaufen?

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Pfizer
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Zur Pfizer Aktie

Um es vorwegzunehmen: All das Geschriebene enthält keinerlei Werturteil über die Sinnhaftigkeit der weltweiten Maßnahmen gegen Corona.
Aus Börsensicht spielt das überhaupt keine Rolle.

Was zählt, ist der bloße Fakt. Wenn die Regierung von Timbuktu den Tourismus-Sektor schließt, dann kann man das für sinnvoll erachten, oder eben nicht. Die Schließung ist aber Fakt.
Gleiches gilt für die Impfung. Firmen wie BioNTech verdienen mit der Pandemie faktisch Geld.

Die Pandemie wird nie vorbei sein

Ich bin mir nicht sicher, ob das der Mehrheit überhaupt klar ist, aber die Pandemie wird nie enden.
Das liegt in der Natur der Sache. Das bedeutet aber nicht, dass die Maßnahmen ewig fortgesetzt werden.

Eine Krankheit wird erst dann zur Pandemie erklärt, wenn sie sich so stark ausgebreitet hat, dass man sie nicht wieder „einfangen“ kann.
Daraus ergeben sich weitreichende Folgen für den Aktienmarkt, vor allem für die besonders stark betroffenen Sektoren.
Als Erstes denkt man sicherlich an die Impfstoff-Hersteller und die Tourismusbranche.

So widersprüchlich wie es auch erscheinen mag, aber tatsächlich könnten beide Sektoren interessant sein.
Der eine, weil er sich eine goldene Nase verdient und der andere, weil die Kurse zuletzt wieder komplett kollabiert sind. In der Tourismusbranche herrscht regelrechte Hoffnungslosigkeit.

Verschiedene Szenarien

Wie sich die Pandemie weiter entwickeln wird, kann keiner mit Sicherheit sagen. Mutationen sind per Definition unvorhersehbar und leider scheint Corona stark mutagen zu sein.

Ständig entstehen neue Varianten. Die meisten unterscheiden sich allerdings kaum von ihren „Eltern“. Die Mutationen sind belanglos und spielen im pandemischen Verlauf keine Rolle.

Das gilt übrigens für alle Lebewesen, oder genauer gesagt, alles, was sich auf irgendeine Art reproduziert.
Jeder Menschen trägt durchschnittlich 100 bis 200 Mutationen in sich.
Auch hier gilt: Die meisten spielen kaum eine Rolle.

Dann und wann gibt es allerdings wahrnehmbare Ausreiser. Bei Menschen führt das beispielsweise dazu, dass das Kind „ganz normaler“ Eltern einen IQ von 150 hat, oder bedauerlicherweise negative Auswirkungen.
Bei Viren ist es ähnlich. Covid kann sich in eine gefährlichere Richtung entwickeln, oder eben in eine ungefährlichere.

Bei Delta ging es für uns in die falsche Richtung. Bei Omikron scheint das nach heutigem Stand besser auszusehen. Die Variante ist zwar noch ansteckender und schafft es noch besser, die Immunantwort zu umgehen, die Verläufe scheinen aber tendenziell milder zu sein.

Mit etwas Glück erleben wir weitere Mutationen in diese Richtung. Aus einer Pandemie würde dann eine Endemie, so wie es zuvor schon oft geschehen ist.

Die spanische Grippe hat vor knapp einem Jahrhundert wohl bis zu 50 Millionen Menschen das Leben gekostet, wurde dann aber endemisch. Wahrscheinlich schwirren die viralen Nachfahren heute noch irgendwo da draußen herum.

Ebenso wird sich Covid in eine lange Liste von Krankheiten einreihen, mit denen wir leben müssen und leben werden.

Was das für den Aktienmarkt bedeutet

Das würde ich jedenfalls als das realistischste Szenario betrachten. In ähnlicher Art und Weise hatte ich das ja bereits mehrfach zum Ausdruck gebracht.
Ob wir am Ende eine schnelle Entwicklung in Richtung ungefährlicher Varianten oder einer weitflächigen Immunität erleben, oder es leider nochmal schlimmer wird, ändert an dem Szenario recht wenig.

Die ganze Geschichte wird sich jedenfalls noch über Monate ziehen und die Politik wird wie gewohnt langsam reagieren. Auch wenn sich die Lage entspannt, wird man noch lange danach weiter Impfungen empfehlen und durchführen.

Das bedeutet für Pfizer, BioNTech, Moderna & Co., dass die Kasse noch für geraume Zeit klingeln wird.

Unter anderem aus diesem Grund habe ich mich in den letzten Monaten auch mehrfach positiv zu den „Impfstoff-Aktien“ Pfizer und Moderna geäußert.
Einer meiner Favoriten im Sektor ist Pfizer.

Das ist mein Favorit

Das hat mehrere Gründe. Das Unternehmen hat auch abseits der Pandemie ein hochprofitables Geschäft. Selbst wenn sich Corona morgen in Luft auflöst, hat die Aktie dadurch einen gewissen Ankerwert.

Man könnte durchaus die Rechnung aufmachen, dass das Altgeschäft bereits den gesamten Börsenwert rechtfertigt:
Pfizer: Bisher wird das vollkommen unterschätzt

Darüber hinaus scheint die Corona-Pille (Paxlovid) des Pharmakonzerns hochwirksam zu sein. Für viele Menschen dürfte das eine echte Alternative zu Impfstoffen sein.

Vielleicht ist das die Zukunft dieser Endemie.
Jeden Winter dreht Covid dann wie alle Erkältungskrankheiten wieder seine Runden. Neben Grippstad C oder ähnlichem, steht dann eben auch Paxlovid in der Apotheke. Ende der Geschichte.

Chart vom 15.12.2021 Kurs: 55,54 Kürzel: PFE - Tageskerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 15.12.2021 Kurs: 55,54 Kürzel: PFE – Tageskerzen

Es scheint kaum ein Szenario zu geben, bei dem Pfizer nicht gut wegkommen wird.
Daher dürften sich größere Rücksetzer als Gelegenheiten herausstellen.
Nach der letzten Analyse hat die Aktie wie erwartet bei 50,50 USD gedreht. Dieses Niveau ist weiterhin interessant.
Das gilt umso mehr für 46 USD, wenngleich das wahrscheinlich eine theoretische Überlegung ist.

Derzeit sieht es eher nach Trendfortsetzung zur Oberseite aus. Pfizer ist am Vortag über 55,00 USD ausgebrochen. Daher könnte es jetzt zu einer Rallye in Richtung 60 oder 65 USD kommen.

Eingangs hatten wir auch die Tourismusbranche angesprochen. Dazu mehr im zweiten Teil. (Link folgt)

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Pfizer hat wohl selbst unterschätzt, wie groß die Nachfrage für den Corona-Impfstoff sein wird. Im Mai hatte man die Umsatzprognose für das Vakzin von 15 auf 26 Mrd. USD erhöht. Kurz danach auf 33,5 Mrd. Pfizer erwartet einen Gewinnsprung von 80% und das beste Jahr der Unternehmensgeschichte. Die Aktie notiert trotzdem noch auf dem Niveau von 2018.

Gamechanger

Pfizer ist einer der weltweit größten Pharmakonzerne. Das Unternehmen erforscht, entwickelt und vermarktet Medikamente, Ernährungsergänzungsmittel sowie Tiermedizin.

Pfizer bietet sowohl verschreibungspflichtige als auch frei erhältliche Arzneimittel an und darüber hinaus Impf- und Wirkstoffe für zahlreiche Krankheitsgebiete.

Die Gesundheitsbranche ist krisensicher, das dürfte feststehen. An Medikamenten kann man schließlich nicht sparen. Im Gegenzug hält sich das Wachstum allerdings in Grenzen.
Es sei denn, es gelingen große Durchbrüche.

Umsatz und Gewinn explodieren

Durchbrüche wie der Corona-Impfstoff, den man gemeinsam mit BioNTech auf den Markt gebracht hat.
Darüber hinaus arbeitet man wohl auch an einer Pille, die bei den ersten Anzeichen einer Covid-Erkrankung oral eingenommen werden kann.

Mit dem Medikament soll die Vermehrung des Virus gehemmt werden. Der Ansatz ist nicht neu, erprobt und wird bei einer Vielzahl anderer Krankheiten genutzt. Ob Pfizer hier wieder Erfolge feiern kann, wird man sehen.

Aber auch ohne weitere Durchbrüche läuft es blendend. Der Impfstoff von BioNTech und Pfizer spült Unsummen in die Kassen der beiden Unternehmen.

Im zweiten Quartal legte der Umsatz von Pfizer um 86% auf 19,0 Mrd. USD zu. Ein Großteil des Wachstums war natürlich auf den Impfstoff zurückzuführen. Aber auch ohne das Vakzin hätte man ein Plus von 10% verzeichnet.
Das Ergebnis schoss um 36% auf 1,07 USD je Aktie in die Höhe.

Das verdeutlicht, welch enorme Auswirkungen das Impfstoff-Geschäft auf Pfizer hat. Bisher wurde das wohl maßgeblich unterschätzt.
Während die Aktien von BioNTech oder Moderna durch die Decke gegangen sind, notiert Pfizer heute noch auf demselben Niveau wie Ende 2018.

Noch viel mehr Impfungen

Pfizer hatte wohl selbst unterschätzt, wie groß die Nachfrage sein wird. Daher musste man die Umsatzprognose für den Impfstoff im Mai von 15 auf 26 Mrd. USD erhöhen.

Kürzlich hatte man dann nochmal nachgebessert. Inzwischen erwartet man 33,5 Mrd. USD.
In Anbetracht von Booster-Impfungen könnte aber auch das noch zu wenig sein. Erst am Wochenende empfahl beispielsweise die FDA Drittimpfungen für alle über 65.   

Das schlägt sich natürlich auch auf Konzernebene nieder. Pfizer hat die Umsatzprognose für 2021 zuletzt von 71,5 auf 79,0 Mrd. USD erhöht.
Darüber hinaus stellt man ein Ergebnis von 3,95 – 4,05 USD je Aktie in Aussicht. Bisher war man von 3,55 – 3,65 USD je Aktie ausgegangen.

Unter dem Strich entspricht die derzeitige Prognose einem Gewinnsprung von 80%. Pfizer erwartet das mit Abstand beste Geschäftsjahr der Unternehmensgeschichte.

Selbstverständlich wird man in den Folgejahren nicht in ähnlichem Umfang wachsen können.
Da die Pandemie (hoffentlich) langsam ausklingt und die Einnahmen durch den Impfstoff sinken werden, wird in den kommenden beiden Jahren wird sogar ein Rückgang des Gewinns auf 3,40 USD je Aktie erwartet.

Da passiert noch mehr

Das sollte allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass Pfizer auch abseits des Vakzins wächst und steigende Gewinn erwartet.
Im laufenden Geschäftsjahr würde Pfizer ohne den Impfstoff ein Ergebnis von 2,55 – 2,65 USD je Aktie erzielen.

In den letzten fünf Jahren lag die P/E von Pfizer durchschnittlich bei 20,2. Man könnte also problemlos argumentieren, dass das Kerngeschäft abseits von Corona bereits 52,52 USD wert sein könnte.
Aktuell entspräche das einem Kurspotenzial von 20%, selbst wenn man dem Impfstoff-Geschäft, welches Milliarden in die Kassen spült, keinen Wert beimisst.

Chart vom 20.09.2021 Kurs: 43,10 Kürzel: PFE - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 20.09.2021 Kurs: 43,10 Kürzel: PFE – Wochenkerzen

Bewertet man das Impfstoff-Geschäft so hoch wie BioNTech, ergäbe sich sogar ein Kursziel von 68 USD.

Wie dem auch sei. Pfizer nutzt die Geldflut, um sich zu entschulden. In den letzten vier Quartalen hat man die langfristigen Verpflichtungen von 50,5 auf 33,8 Mrd. USD reduziert.
Gleichzeitig sind die Barmittel von 11,4 auf 21,7 Mrd. USD gestiegen.

Daher hatte ich mich in den letzten Monaten auch mehrfach positiv zur Aktie geäußert. Zuletzt bei Kursen von 35,55 und 37,95 USD.
Anschließend legte Pfizer im Hoch bis auf 51,86 USD zu.

Chart vom 20.09.2021 Kurs: 43,10 Kürzel: PFE - Tageskerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 20.09.2021 Kurs: 43,10 Kürzel: PFE – Tageskerzen

Jetzt könnte sich dank der jüngsten Korrektur nochmal eine Gelegenheit ergeben. Ab 43,75 USD reihen sich die Unterstützungen regelrecht auf und dementsprechend hoch ist die Chance, dass die Korrektur irgendwo zwischen 43,75 und 40,25 USD ein Ende finden wird.

Gelingt ein Tagesschluss über 45 USD, kommt es zu einem prozyklischen Kaufsignal mit möglichen Kurszielen bei 48 und 50 USD.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Dass der US-Pharmariese zusammen mit BioNTech bereits gute Erfolge bei der Behandlung des Covid-Erregers erzielen konnte, ist allgemein bekannt. Nun aber kündigte der CEO von Pfizer an, dass das Unternehmen an einer Pille arbeite, welche bei den ersten Anzeichen einer Krankheit mit Covid 19 ganz einfach Oral eingenommen werden kann. Hierbei soll die Replikation des Virus gehemmt werden. Ähnliche Behandlungen werden bei Krankheitserregern wir Hepatitis C oder HIV eingesetzt. Die Pfizer-Aktie könnte allein wegen dieser Nachricht aufgrund von Euphorie und Hoffnung vor weiteren Zugewinnen stehen.

Während die BioNTec-Aktie in den letzten Wochen wieder zulegte, konnte Pfizer lediglich ein Stück des eingefahrenen Kursverlustes der letzten Monate aufholen. Von der breit gefächerten Impfstoff-Rallye, welche im November des vorigen Jahres begann, konnte der Konzern nur wenige Tage profitieren.

Expertenmeinung: Der Turnaround bei Pfizer gelang im März. Langsam und stetig konnten sich die Kurse wieder ihren Weg nach oben bahnen und mit der Rückeroberung der gleitenden Durchschnitte machten die Bullen klar, wer nun das Zepter übernommen hat. Das wohl beste Kaufsignal bildete sich in Folge Anfang April, als die Kurse exakt zu den gleitenden Durchschnitten aufschlossen, um die Kurserholung weiter fortzusetzen. Aktuell bildet sich ein ganz ähnlicher Pullback. Es ist gut möglich, dass dieser noch in die Nähe von 38 USD laufen könnte. Danach sollte die Reise Richtung Norden wieder fortgesetzt werden. Hier lauert wohl ein weiteres sehr gutes Setup. Wir bleiben vorerst bullisch auf die Aktie.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 27.04.2021 Kurs: 38.45 Kürzel: PFE | Online Broker LYNX

Pfizer ist einer der weltweit größten Pharmakonzerne. Das Unternehmen erforscht, entwickelt und vermarktet Medikamente, Ernährungsergänzungsmittel sowie Tiermedizin.

Krisensicher

Pfizer bietet sowohl verschreibungspflichtige als auch frei erhältliche Arzneimittel an und darüber hinaus Impf- und Wirkstoffe für zahlreiche Krankheitsgebiete.

Die Gesundheitsbranche ist krisensicher, das dürfte feststehen. An Medikamenten kann man schließlich nicht sparen.
Die Branche wächst aber auch nicht sonderlich.

Das trifft auch auf Pfizer zu. Der Umsatz stagniert weitgehend, beim Gewinn sieht es allerdings besser aus.
In den letzten zehn Jahren hat man das Ergebnis von 1,02 auf 2,87 USD je Aktie gesteigert.

Cashflow

Das hat vor allem zwei Gründe: Steigende Margen und massive Buybacks. Das Geschäft ist eben, wie bereits angesprochen, gut planbar und wirft einen erheblichen Cashflow ab.
Dadurch konnte man die Zahl der ausstehenden Papiere in einer Dekade von 8,08 auf 5,63 Milliarden Stück eindampfen.

Das dürfte sich auch in Zukunft fortsetzen. Für Anleger ergibt sich daraus eine entsprechende Rendite, denn ihre Anteile werden ja ständig mehr Wert, stehen für einen größeren Teil des Konzerns.

Den Rest des überschüssigen Kapitals verwendet Pfizer für die Dividende, derzeit liegt die Rendite bei 4,01%.

Bei dieser Gesamtkonstellation sind größere Korrekturen natürlich selten, aktuell hätte die Aktie bis zum Allzeithoch aber knapp 20% Potenzial.

Die P/E liegt bei 15. In den letzten fünf Jahren lag der Wert durchschnittlich bei 21 und auch historisch wurde meist mehr als 20 gezahlt.

Chart

Die Aktie hat eine langwierige Korrektur vollzogen, zeigt aktuell aber relative Stärke. Mit dem Ausbruch über 37 USD ist es zu einem prozyklischen Kaufsignal gekommen, über 39 USD käme es zu einem weiteren.

Mögliche Kursziele auf der Oberseite liegen bei 42 sowie 44 und 46 USD.

Chart vom 19.10.2020 Kurs: 37,95 Kürzel: PFE - Tageskerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 19.10.2020 Kurs: 37,95 Kürzel: PFE – Tageskerzen

Pfizer ist einer der weltweit größten Pharmakonzerne. Das 1849 gegründete Unternehmen erforscht, entwickelt und vermarktet Medikamente, Ernährungsergänzungsmittel sowie Tiermedizin. Das Unternehmen bietet sowohl verschreibungspflichtige als auch frei erhältliche Arzneimittel an und darüber hinaus Impf- und Wirkstoffe für zahlreiche Krankheitsgebiete.

Das hat auch seine Vorzüge

Es ist kein Geheimnis. Die Pharmabranche ist defensiv und wenig konjunkturanfällig. Das Geschäft ist gut planbar. Dennoch hat die Aktie von Pfizer im Vorjahr herbe Kursverluste erlebt. Insgesamt wurden mehr als 60 Mrd. USD an Börsenwert vernichtet. Ich würde behaupten, dass sich am Unternehmen selbst aber wenig geändert hat. Pfizer konnte den Umsatz in den letzten zehn Jahren zwar nur von 50,00 auf 51,8 Mrd. USD steigern, im Gegenzug ist man aber hochprofitabel und breit aufgestellt. Die Bruttomarge liegt bei 80% und Netto bleibt nahezu ein Drittel des Umsatzes übrig. Das ist außerordentlich viel. Das Unternehmen erwirtschaftet einen enormen freien Cashflow und dementsprechend kann man sich stetige Buybacks und eine ordentliche Dividende leisten. Die Zahl der ausstehenden Aktien wurde seit 2010 von 8,07 auf 5,65 Milliarden eingedampft. Dadurch legte der Gewinn im selben Zeitraum von 1,02 auf 2,95 USD je Aktie zu. Dementsprechend liegt die P/E und forward P/E bei 12,5. In den letzten fünf Jahren lag der Wert durchschnittlich bei 21. Im Hoch waren es 32 und am Tiefpunkt 11. Pfizer wächst zwar nicht, generiert aber ständig überschüssiges Kapital, welches an die Anleger ausgeschüttet werden kann. In Form der bereits thematisierten Aktienrückkäufe und einer stattlichen Dividende von 4,20%. Für risikoaverse Anleger ist das eine attraktive Gesamtkonstellation.

Chart

Der langfristige Aufwärtstrend ist intakt und nach der jüngsten Korrektur kommen maßgebliche Unterstützungen in Reichweite. Für antizyklische Anleger könnten Kurse nahe 36,00 sowie 34,30 USD interessant sein. Unter 32 USD sollte die Aktie aus Sicht der Bullen nicht fallen. Mehr als 8.000 Trader & Investoren folgen mir und meinen täglichen Ausführungen auf Guidants. Preisgekrönte Handelsplattform und niedrige Gebühren. Mein Broker ist LYNX. Chart vom 20.02.2020 Kurs: 35,55 Kürzel: PFE - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

Pfizer ist einer der weltweit größten Pharmakonzernen. Das 1849 gegründete Unternehmen erforscht, entwickelt und vermarktet Medikamente, Ernährungsergänzungsmittel sowie Tiermedizin. Pfizer bietet sowohl verschreibungspflichtige als auch frei erhältliche Arzneimittel an und darüber hinaus Impf- und Wirkstoffe für zahlreiche Krankheitsgebiete.

Zeit für defensive Sektoren?

Die Pharmabranche gilt als defensiv und wenig konjunkturanfällig. Es sollt offensichtlich sein, warum das der Fall ist. An notwendigen Medikamenten spart man nicht. Gerade in Krisenzeiten sind die Aktien aus der Branche gefragt, denn sie gelten als sicherer Hafen. Bei einer Dividende von 4% lohnt es sich darüber hinaus, sein Geld bei Pfizer zu parken. Im Gegenzug ist das Wachstum aber gering. Der Umsatz konnte in den letzten fünf Jahren nur von 49,61 auf 53,65 Mrd. USD gesteigert werden. Der Gewinn kletterte allerdings von 2,26 auf 3,00 USD je Aktie, auch gestützt durch stetige Buybacks. Durch den jüngsten Rücksetzer notiert Pfizer heute wieder nahezu auf dem Niveau wie vor fünf Jahren, obwohl der Gewinn in diesem Zeitraum um mehr als 30% gestiegen ist.

Ist die Aktie unterbewertet?

Das legt die Frage nahe, ob die Aktie unterbewertet sein könnte. Derzeit kommt Pfizer auf eine forward P/E von 12,7. Das Geschäft ist gut plan- und vorhersehbar. Dementsprechend bewegte sich die P/E von Pfizer in den letzten fünf Jahren in einer engen Spanne von 12,7 – 16,2. Alle markanten Tiefs wurden nahe einer P/E von 13 ausgebildet. Das ist jetzt wieder der Fall, was das Risiko vermindert und die Chancen auf eine zukünftig gute Performance erhöht. Sollte es zu weiteren Zinssenkungen und einer moderaten Abkühlung der Wirtschaft kommen, könnte sich die Pfizer -Aktie dank der hohen Dividendenrendite und geringer Abhängigkeit von der Konjunktur als Sweet Spot herausstellen. Als Kritikpunkte dürften die Bären wohl vorbringen, dass der Ausblick derzeit eher mager ist und dass Pfizer erhebliche Verpflichtungen hat. Die Nettoschulden von 23 Mrd. USD sind zwar eine erhebliche Summe, entsprechen allerdings auch nur einem Zehntel des Börsenwerts, oder dem freien Cashflow von nur zwei Jahren.

Charttechnik

Bisher scheint der Abverkauf noch nicht gestoppt zu sein, was für antizyklische Investoren erfreulich ist. Die Chancen stehen recht gut, dass die Aktie auf den Support bei 35 USD zurückkommen wird. Dort beginnt die antizyklische Kaufzone. Zeichnet sich zwischen 35 und 32,50 USD ein Boden ab, könnte die Zeit zum Einstieg gekommen sein. Bereits jetzt würde ein Anstieg bis an das Hoch einem Plus von 30% entsprechen. Mehr als 5.700 Trader & Investoren folgen mir und meinen täglichen Ausführungen auf Guidants. Ihre Ordergebühren sind zu hoch? Mein Broker ist LYNX. Chart vom 12.08.2019 Kurs: 35,97 Kürzel: PFE - Tageskerzen | LYNX Online BrokerChart vom 12.08.2019 Kurs: 35,97 Kürzel: PFE - Wochenkerzen | LYNX Online Broker