Die besten Auto-Aktien | Online Broker LYNX

Auto-Werte wie die Daimler Aktie, die BMW Aktie oder die VW Aktie gehören seit Beginn der Corona-Krise zu den Gewinnern an der Börse und notieren so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Und das trotz Corona-Pandemie und obwohl es in den Wirtschafts- und Finanzmedien seit Jahren einen regelrechten Abgesang auf die deutsche Automobilindustrie gibt.

Dieselskandal, Tesla-Höhenflug und Corona bringen deutsche Autobauer unter Druck

Erst kam der Dieselskandal, der der einstigen Vorzeigebranche immer noch zu schaffen macht, dann wurden Befürchtungen laut, die deutschen Autobauer könnten mit ihren „Autos von gestern“ den Anschluss in Sachen E-Mobilität verlieren. Angesichts des unbestrittenen Wettbewerbsvorsprungs des marktführenden US-Elektroautoherstellers Tesla und den Erfolgen rasant wachsender chinesischer Wettbewerber wie BYD, Nio, XPeng oder Li Auto lag der Gedanke nicht fern, dass die deutschen Wettbewerber an Wertschöpfung und Bedeutung verlieren könnten. Zu guter Letzt traf die Corona-Krise die Automobilindustrie hart, denn während der Lockdowns im Jahr 2020 dachte kaum jemand an einen Autokauf. Im März letzten Jahres stürzten die Aktienkurse von Daimler, VW und BMW auf mehrjährige Tiefststände. Doch Totgesagte leben bekanntlich länger. Der Automobilsektor erholte sich bereits kurz nach dem Crash wieder und viele der etablierten Auto Aktien feierten ein beachtliches Comeback. Sehen wir uns also an, welche Automobil Aktien weiterhin Kurspotenzial versprechen.

Die Zukunft gehört dem Elektromotor

Keine Frage, der klassische Verbrennungsmotor ist ein Auslaufmodell, denn alternative Antriebe sind stark im Kommen. Eines scheint dabei sicher: Autos dürften zukünftig in erster Linie mit Elektromotoren betrieben werden. Denn neben den klassischen Akkubetriebenen Fahrzeugen werden auch bei Antrieben mit Brennstoffzelle E-Motoren eingesetzt, mit denen der aus Wasserstoff gewonnene Strom in Bewegungsenergie umgewandelt wird. Geht es nach Volkswagen, so dominieren zukünftig Batteriebetriebene Fahrzeuge, die kostenmäßig bereits mit Benzinern mithalten können, das Straßenbild. Andere Autohersteller wie Daimler hingegen investieren auch weiterhin größere Summen in die Entwicklung von Brennstoffzellen-Antrieben. Diese versprechen zwar eine hohe Reichweite, haben aber einen geringen Wirkungsgrad. Deshalb dürften Wasserstoffantriebe zunächst vor allem bei Lastwagen und anderen schweren Nutzfahrzeugen eingesetzt werden und weniger bei PKWs.

Wer mehr zum Thema eMobility Aktien erfahren möchte, dem empfehlen wir unseren Artikel Megatrend Elektroauto: Die besten Elektromobilität-Aktien und Batterie-Aktien. Die besten Wasserstoffauto Aktien finden Sie in diesem Artikel: Die besten Wasserstoff Aktien und Brennstoffzellen Aktien.

Elektromobilität: Tesla fährt den etablierten Autobauern davon

Obwohl Tesla im laufenden Jahr mit prognostizierten 750.000 verkauften Fahrzeugen nicht einmal auf ein Zehntel der Auslieferungen von VW oder Toyota kommt, ist der von Elon Musk geführte Elektroauto-Hersteller Tesla derzeit mehr wert als die etablierten Autohersteller Volkswagen, Toyota, Daimler, General Motors und BMW zusammen. Nach fulminanten Kursanstiegen in den letzten Jahren erreicht Tesla bei einem aktuellen Aktienkurs von 791 USD eine Marktkapitalisierung von rund 793 Mrd. USD (ca. 680 Mrd. EUR). Wer heute Tesla-Aktien kauft, bezahlt je Anteilsschein damit den 150fachen für 2021 erwarteten Jahresgewinn in Höhe von 5,31 USD je Aktie, der noch dazu größtenteils aus dem Verkauf von CO2-Zertifikaten stammt und nicht aus dem Verkauf von Fahrzeugen. Die Aktien deutscher Automobilhersteller kommen im Vergleich auf sehr viel niedrigere Kurs-Gewinn-Verhältnisse (KGV) von unter 10.

Geschäftsmodell von Tesla: Eher Apple als Volkswagen

Allerdings drückt den US-Konzern Tesla auch keine hohe Schuldenlast, wie dies bei den meisten klassischen Autobauern der Fall ist. Zudem ähnelt das Tesla-Geschäftsmodell eher einem Techkonzern à la Apple als einem klassischen Autohersteller. Denn Tesla verdient nicht nur am Verkauf seiner Autos, sondern bietet auch Abos für Entertainment, Apps und Zusatzservices an. Mit der Zahl der verkauften Fahrzeuge steigt also auch das Potenzial für wiederkehrende Umsätze. Trotz dieser glänzenden Aussichten und den beeindruckenden Wachstumsraten suggeriert der Tesla-Börsenwert bereits jetzt, dass vom Konzern eines Tages Gewinne in einer Größenordnung von mindestens 40 Mrd. USD bis 50 Mrd. USD erwartet werden – mehr als im letzten Jahr an Umsatz erzielt wurde (Umsatz 2021: 31,5 Mrd. USD). Es ist also noch ein weiter Weg. Und selbst wenn es Tesla gelingt in die aktuelle Bewertung hineinzuwachsen, so erscheint das verbleibende Kurspotenzial auf dem aktuellen Level doch stark beschränkt. Aus diesem Grund ist die Tesla Aktie auch nicht unter unseren drei Top Tipps zu finden.

Aufholjagd der klassischen Autobauer in vollem Gange: VW bald Nummer eins?

Dazu kommt: Mittlerweile zahlen sich die milliardenschweren Investitionen der klassischen Autobauer in die Elektromobilität aus. In Norwegen beispielsweise, wo der Elektroautoanteil an den Neuwagen mittlerweile starke 72 % erreicht, führte im Jahr 2020 die VW-Tochter Audi mit ihren E-tron-Modellen sogar die Verkaufslisten an, während Tesla auf dem zweiten Platz landete. Im Jahr 2021 hat Tesla den ersten Platz mit seinem Model 3 dann allerdings wieder zurückerobert. Auch europaweit ist das Tesla Model 3 mit 76.440 zwischen Januar und August 2021 verkauften Fahrzeugen das meistverkaufte Auto. Dahinter folgen der VW ID3 mit 44.625, Renault Zoe mit 38.872 und der VW ID4 mit 33.543 abgesetzten Einheiten. Ford, Volvo, Kia, Hyundai, BMW und Fiat kommen mit ihren besten Elektromodellen ebenfalls jeweils auf mehr als 25.000 verkaufte Fahrzeuge.

Weltweit meldete Volkswagen auf Konzernebene für das erste Halbjahr 2021 einen Anstieg der Elektroautoverkäufe um +165 % auf knapp 171.000 Einheiten, 111.000 davon wurden allein im zweiten Quartal verkauft. Damit liegen die Wolfsburger auf Quartalsebene noch rund 90.000 Elektro-Fahrzeuge hinter dem US-Konkurrenten. Angesichts der zahlreichen Modelle, die VW in den kommenden Jahren auf den Markt bringen wird, könnte der Platz eins unter den Elektroauto-Marken möglicherweise schon bald an Volkswagen gehen.

Mobilität im Umbruch: Carsharing und Autonomes Fahren stark im Kommen

Doch nicht nur der Antrieb von Fahrzeugen verändert sich. Auch die Art und Weise, wie Fahrzeuge genutzt werden ändert sich. Sharingmodelle wie beispielsweise Share Now von BMW und Daimler und neue Fahrdienste wie Uber oder Lyft erobern die Straßen in urbanen Räumen. Dazu kommt die rasante Entwicklung im Bereich Autonomes Fahren. Tesla beispielsweise öffnete kürzlich das Beta-Programm für das „Full Self Driving“-Feature für alle Tesla-Fahrer, die eine entsprechende Option erworben hatten. Nachdem das Fahrverhalten des Eigentümers für eine Woche beobachtet und aufgezeichnet wird, wird die Funktion bei einem ausreichenden „Safety Score“ freigeschaltet. Die PKW-Halter können sich dann zurücklehnen und Autofahrten als Beifahrer genießen. Allerdings wird weiterhin vorausgesetzt, dass man notfalls jederzeit selbst eingreifen kann. Während der Fahrt ein Buch zu lesen oder ein Schläfchen zu halten ist also nach wie vor keine Option. Doch auch andere Fahrzeughersteller wie Toyota oder die Google-Tochter Waymo sind in der Entwicklung von autonomen Fahrzeugen bereits sehr weit. Das Google Car beispielsweise ist in speziellen Testgebieten in Arizona bereits als fahrerloses Robo-Taxi in Betrieb.

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Akuter Chipmangel macht der Automobilbranche zu schaffen

Derzeit macht der Automobilbranche ein akuter Chipmangel zu schaffen. Die Versorgung mit Elektronikteilen stockt seit Monaten und niemand kann sagen wie lange die Unterversorgung anhält. Große Auto- und Lastwagenhersteller sind daher gezwungen unfertige Fahrzeuge auf dem Werksgelände zwischenzulagern oder die Produktion zu drosseln. Der Hauptgrund für den Teilemangel liegt in der Corona-Pandemie. Da die Autohersteller zunächst reihenweise ihre Bestellungen reduzierten, stellten die Chipfirmen ihre Produktion auf die stärker gefragte Unterhaltungselektronik und Smartphones um. Als die Nachfrage dann anschließend wieder nach oben schnellte, fehlten den Chipkonzernen freie Produktionskapazitäten für die Autohersteller. Besonders viele Halbleiter-Teile werden für Elektroautos benötigt. Für die Kunden werden die Lieferzeiten länger und die Aussicht auf Rabatte sinkt.

210 Mrd. USD Umsatzeinbußen für die Autoindustrie im Jahr 2021

Konzerne wie VW, Daimler oder Traton, zu dem die Marken MAN, Scania und Navistar gehören, rechnen damit, dass die angespannte Lage bis ins Jahr 2022 hinein anhalten wird und es möglicherweise erst 2023 zu einer Entspannung kommt. Trotz hoher Nachfrage können deshalb viele Fahrzeuge nicht oder zumindest nicht pünktlich ausgeliefert werden. Einer Prognose des Beratungsunternehmens AlixPartners zufolge werden aufgrund des Halbleitermangels allein im Jahr 2021 knapp 8 Mio. Fahrzeuge gar nicht erst produziert. Dies würde die globale Autoindustrie allein in diesem Jahr schätzungsweise stattliche 210 Mrd. USD Umsatz kosten. Doch wenn man auf die relative Stärke der Aktienkurse und Charts von VW, Daimler und Co. blickt, so lässt sich allenfalls eine mäßige Belastung auf die Börsenkurse erkennen. Dies liegt mit Sicherheit auch daran, dass es vielen Autoherstellern derzeit gelingt die Preise aufgrund der starken Nachfrage zu erhöhen. Nach jahrelangen Rabattschlachten und sinkenden Gewinnspannen könnte die Umsatzrendite der Autohersteller im besten Fall also wieder anziehen. Trotzdem wäre es ohne Frage positiv, wenn der Mangel an Chips für die Autobauer kein begrenzender Faktor mehr wäre.

Mit Auto ETFs vom neuen Schwung der Autobranche profitieren

Anlegern, die vom großen Umbruch in der Automobilbranche profitieren möchten, stehen auch einige Auto ETFs (Exchange Traded Funds) zur Verfügung. Darunter sind beispielsweise der 330 Mio. schwere iShares STOXX Europe 600 Automobiles & Parts ETF (ISIN: DE000A0Q4R28 – Symbol: EXV5 – Währung: USD), der in Autohersteller Aktien wie Daimler, Volkswagen, BMW, Ferrari oder Renault investiert, aber auch in Zulieferer-Aktien wie Michelin oder Continental. Der in USD notierte iShares Electric Vehicles and Driving Technology ETF (ISIN: IE00BGL86Z12 – Symbol: IEVD – Währung: USD) hingegen investiert ausschließlich in Elektromobilitäts-Aktien, beispielsweise in BYD, Tesla oder Nvidia. Der ETF kommt aktuell auf ein Fondsvolumen von rund 727 Mio. USD. Der Lyxor MSCI Future Mobility ETF (ISIN: LU2023679090 – Symbol: ELCR – Währung: USD), der aktuell auf 241 Mio. USD Volumen kommt, investiert in sämtliche Bereiche der Mobilität der Zukunft, vom Elektroantrieb über autonomes Fahren über neue Verkehrsmodelle bis zu Energiespeichern und Rohstoffen.

Die besten Auto Aktien 2021

Es gibt weltweit zahlreiche börsennotierte Automobilhersteller und -zulieferer. In der folgenden Tabelle finden Sie eine Aktien-Liste von zehn Auto-Aktien für 2021 und darüber hinaus. Drei dieser Werte mit außergewöhnlichem Potenzial stellen wir Ihnen im Anschluss vor.

Auto-Aktien-Liste:

Auto AktieISINSymbolWährung
BMWDE0005190003BMWEUR
BYDCNE1000002961211RMB
DaimlerDE0007100000DAIEUR
FerrariNL0011585146RACEEUR
FordUS3453708600FUSD
General MotorsUS37045V1008GMUSD
NioUS62914V1061NIOUSD
StellantisNL00150001Q9STLAEUR
TeslaUS88160R1014TSLAUSD
VolkswagenDE0007664039VOW3EUR

Ford-Aktie: Investitionsoffensive im Bereich Elektromobilität

Die US-Automarke Ford (ISIN: US3453708600 – Symbol: F – Währung: USD) ist sicher allen von Ihnen ein Begriff. Die Ford Motor Company mit Sitz in Dearborn, Michigan ist – gemessen am Umsatz – nach Toyota, Volkswagen, General Motors, Hyundai und Stellantis der sechstgrößte Autohersteller weltweit. Die Wurzeln des Unternehmens gehen zurück auf Henry Ford, der Anfang des 20. Jahrhunderts zur Produktion des Modell T (Tin Lizzy) die Fließbandproduktion erfand und damit die Industrialisierung wesentlich vorantrieb. Heute produziert das Unternehmen neben PKW sowohl Nutzfahrzeuge und LKWs sowie Luxusfahrzeuge. Zum Konzern gehören auch die Marken Lincoln und Troller. Ford ist stark im Bereich der Entwicklung von autonomen Fahrsystemen engagiert und hält beispielsweise Anteile an Argo AI, einem führenden Unternehmen in diesem Bereich. Eine weitere Beteiligung hält Ford an Spin, einem Anbieter von Mikromobilitätsdienstleistungen. Auch der Bereich Finanzdienstleistungen ist mit fahrzeugbezogenen Kredit-, Finanzierungs- und Leasingangeboten ein wichtiger Geschäftsbereich.

Investitionsoffensive im Bereich Elektromobilität

Doch die großen Hoffnungen liegen – wie bei anderen Herstellern auch – im Bereich der Elektromobilität. Verglichen mit anderen Herstellern ist Ford zwar etwas später dran, aber dafür wird nun ordentlich geklotzt statt gekleckert: Um bis 2030 rund 40 % bis 50 % der Modelle auf Batteriebetrieb umzustellen, sollen allein in den kommenden vier Jahren 30 Mrd. USD investiert werden – acht Milliarden mehr als zuvor geplant. So sollen in den USA gemeinsam mit Partnern vier neue Werke mit rund 11.000 neuen Arbeitsplätzen für E-Autos und Batterien errichtet werden. Auch in den Umbau des europäischen Standorts Köln soll rund eine Milliarde USD investiert werden, um dort Elektro-Kleinwagen für den Massenmarkt herzustellen. Ford-Chef Jim Farley bezeichnete die Investitionsoffensive als die größte Gelegenheit für den Konzern zu wachsen seit dem Model T.

Bereits mehr als 150.000 Vorreservierungen für den E-Pick-Up F-150 Lightning

Der Klassiker Ford Mustang ist bereits als Mustang Mach-E in einer Elektroversion zu haben, ebenso der Transporter Transit als E-Transit. Beide Modelle verzeichnen eine starke, steigende Nachfrage. Und auch vom meistverkauften Pick-up in den USA, dem F-150 kommt in Kürze eine Elektro-Variante namens F-150 Lightning auf den Markt. Diese wurde bereits von US-Präsident Joe Biden persönlich Probe gefahren. Das Fahrzeug kommt je nach Akku-Version auf eine Reichweite von 370 km bis 480 km und je nach Ausstattung auf einen Preis von ca. 40.000 bis 90.000 USD. Für den F-150 Lightning gibt es aktuell bereits mehr als 150.000 Vorreservierungen.

Steigende Nachfrage führt zu höheren Gewinnspannen

Die Corona-Krise führte im Jahr 2020 auch bei Ford zu herben Umsatzeinbußen. Der Umsatz fiel im Vergleich zu 2019 um -18,5 % auf 127,1 Mrd. USD. Der Gewinn je Aktie fiel gleichzeitig von +0,01 USD auf -0,32 USD in den roten Bereich. Doch die Aussichten für 2021 sind aufgrund der stark angestiegenen Nachfrage wieder weitaus besser: Analysten erwarten einen Umsatzanstieg um +10 % auf 127,4 Mrd. USD sowie ein positives Ergebnis je Aktie in Höhe von 1,57 USD. Im kommenden Jahr soll der Umsatz dann sogar um +20 % auf 152,4 Mrd. USD zulegen, während der Gewinn je Aktie auf 1,88 USD anwachsen soll. Aufgrund der weltweiten Halbleiter-Knappheit fokussierte Ford sich zuletzt auf die Modelle mit den höchsten Gewinnspannen. Da aufgrund der starken Nachfrage auch kaum mehr Rabatte gewährt werden mussten, stiegen die Einnahmen je Fahrzeug um starke 5000 USD. Ohne die Chip-Knappheit hätte Ford in diesem Jahr laut eigenen Angaben rund 1,1 Mio. Fahrzeug mehr bauen und verkaufen können. Ford geht aufgrund verbesserter Lieferketten davon aus, die Chipknappheit in den Griff zu bekommen und so im kommenden Jahr kaum noch eine Belastung zu spüren.

Chart Ford Aktie: Treppenförmiger Aufwärtstrend

Die besten Auto Aktien: Kursentwicklung der Ford Aktie von Oktober 2018 bis Oktober 2021 | Online Broker LYNX

Die Ford-Aktie fiel im Zuge des Corona-Crash auf Kurse von unter 4 USD. Seitdem bildete sich ein treppenförmiger Aufwärtstrend, der die Aktie im Juni bis auf 16,45 USD beförderte. Aktuell notiert die Ford-Aktie bei ca. 14 USD.

Ford-Aktie: Attraktives langfristiges Investment aus dem Automobilsektor

Nachdem Ford in den letzten zwanzig Jahren schon mehrere Krisen erfolgreich überwunden hatte, wurde auch die Corona-Krise gut gemeistert. Nun ist der Konzern dank seiner jüngsten Elektro-Offensive in einer starken Ausgangslage, um in den kommenden Jahren profitabel zu wachsen. Dabei darf sich Ford vor allem auf dem Heimatmarkt USA eine starke Entwicklung der Verkaufszahlen erhoffen. Die Elektro-Varianten der Bestseller aus dem Hause Ford verkaufen sich dort bislang hervorragend. Darüber hinaus dürften auch die massiven Investitionen in den Bereich Autonomes Fahren über kurz oder lang Früchte tragen. Aus diesem Grund könnte die Ford-Aktie zu Kursen von 12 USD bis 14 USD ein attraktives langfristiges Investment aus dem Automobilsektor sein.

Daimler-Aktie: In neun Jahren reiner Elektroautohersteller?

Die Stuttgarter Daimler AG (ISIN: DE0007100000 – Symbol: DAI – Währung: EUR) betreibt als einer der weltweit führenden Hersteller von PKWs und Nutzfahrzeugen Produktionsstätten auf fünf Kontinenten. Das traditionsreiche schwäbische Unternehmen ist außerdem Anbieter von automobilbezogenen Mobilitäts- und Finanzdienstleistungen. Die Anfänge des heutigen Weltkonzerns gehen bis ins Jahr 1883 zurück als die Benz & Cie. gegründet und 1926 mit der Daimler-Motoren-Gesellschaft fusioniert wurde.

Die bekannteste Konzern-Marke Mercedes-Benz steht mit qualitativ hochwertigen Oberklasse-Autos und Limousinen für das Premium-Segment. Daneben zählen smart, Maybach, Setra, Western Star, BharatBenz, Freightliner, Fuso und Thomas Built Buses zum Markenspektrum des Daimler-Konzerns. Der Mobilitätsdienstleister Share Now wird zusammen mit BMW betrieben.

Teure Fehlentscheidung: Der Ausstieg aus Tesla

Eine der gröbsten Fehlentscheidungen der vergangenen Jahre dürfte der Ausstieg aus Tesla gewesen sein. Daimler zahlte im Jahr 2009 gerade mal 50 Mio. USD für einen 9,1 Prozent Anteil an Tesla. Im Jahr 2014 hatte das Unternehmen die Anteile unter dem früheren Konzernlenker Dieter Zetsche allerdings bereits wieder komplett verkauft und dafür rund 800 Mio. EUR erlöst. Damals wurde der Bilanzgewinn zwar kurzfristig nett aufgehübscht, aber bei einem aktuellen Tesla-Aktienkurs von ca. 800 USD wäre der Anteil heute bereits rund 73 Mrd. USD wert – das entspricht etwa drei Viertel (!) des heutigen Daimler-Börsenwerts…

Neuer Schub durch Abspaltung der Nutzfahrzeugsparte erwartet

Zuletzt stimmten die Aktionäre des Unternehmens mit überwältigenden 99,9 % für eine Abspaltung der LKW-Sparte, die als eigenständiges Unternehmen bis Weihnachten an die Börse gebracht werden soll. Daimler-Aktionäre sollen dann zusätzliche Aktien des neuen Unternehmens bekommen. Es wird damit gerechnet, dass auch die LKW-Sparte von Daimler mit seinen rund 100.000 Mitarbeitern auf Anhieb die Kriterien für eine Aufnahme in den DAX-Index erfüllt. Daimler verspricht sich von der Abtrennung, dass beide Unternehmen durch den klaren Fokus auf den eigenen Bereich stärker und wettbewerbsfähiger werden. In Bezug auf den Übergang vom Verbrenner-Motor zu neuen Antrieben erklärte der Daimler Vorstandschef Ola Källenius: „Bei Pkw steht die Batterie im Mittelpunkt. Bei Trucks spielt auch die Brennstoffzelle eine wichtige Rolle.“ Trotz der Ausgliederung wird die Autosparte an der neuen Daimler Truck Holding eine Minderheitsbeteiligung von 35 % behalten, um unerwünschte Übernahmen oder Einflussnahmen zu verhindern. Gleichzeitig soll die PKW-Sparte von Daimler in Mercedes-Benz Group AG umbenannt werden.

Ambitioniertes Ziel: Modellpalette bis zum Ende des Jahrzehnts vollelektrisch

Während Ford anstrebt bis 2030 rund 40 % bis 50 % seiner Modelpalette zu elektrifizieren, will Daimler zu diesem Zeitpunkt bereits vollelektrisch sein – zumindest überall dort, wo es die Marktbedingungen zulassen. Denn laut Vorstandschef Källenius passiere Elektromobilität nicht irgendwann, sondern jetzt. Erklärtes Ziel von Daimler ist es, weiterhin Technologieführer im Luxussegment zu sein. Zu den bereits investierten Milliardensummen will das Unternehmen deshalb zwischen 2022 und 2030 weitere 40 Mrd. EUR in die Elektromobilität investieren. Wenn es so läuft wie es sich das Daimler-Management vorstellt, so soll es schon bis 2025 für jedes Modell eine elektrische Variante geben, die dann zusammen bereits 50 % der Konzernumsätze erzielen.

Neue Rekorddividende im Jahr 2022?

Im vergangenen Jahr 2020 knickte der Umsatz der Daimler AG coronabedingt von 172,8 Mrd. EUR um -11 % auf 154,3 Mrd. EUR ein. Der Gewinn hingegen legte von 2,22 EUR je Aktie um +53 % auf 3,39 EUR je Aktie zu. Allerdings war das Konzernergebnis bereits im Vorjahr stark eingebrochen, im Jahr 2018 wurden pro Aktie noch Gewinne in Höhe von 6,78 EUR erzielt. Für 2021 rechnen Analysten mit Umsätzen in Höhe von ca. 169 Mrd. EUR (+10%) und Gewinnen in Höhe von 11,51 EUR je Aktie. Im kommenden Jahr 2022 sollen bei 180,5 Mrd. EUR Gewinn rund 11,62 EUR Gewinn je Aktie erzielt werden. Die verbesserten Ertragsaussichten dürften sich auch in der Dividende bemerkbar machen. Nachdem die Gewinnbeteiligung in den vergangenen Jahren stark verringert worden war, könnte es für 2021 im kommenden Frühjahr sogar eine neue Rekord-Dividende in Höhe von 3,78 EUR geben. Bei einem aktuellen Aktienkurs von 77 EUR würde dies einer starken Dividendenrendite in Höhe von 4,9 % entsprechen.

Daimler-Aktie mit KGV unter 7 sehr günstig bewertet

Die besten Auto Aktien: Kursentwicklung der Daimler Aktie von Oktober 2018 bis Oktober 2021 | Online Broker LYNX

Daimler hat das Thema Elektromobilität zwar einige Zeit vernachlässigt, befindet sich aber mittlerweile auf der Überholspur und könnte noch in diesem Jahrzehnt zum reinen E-Auto-Konzern werden. So wie die anderen Autohersteller auch profitiert das Unternehmen derzeit von der starken Nachfrage. Diese kann aufgrund des Chipmangels zwar nicht vollständig bedient werden, aber die Gewinnspannen sind dafür umso höher. Dafür, dass Daimler in wenigen Jahren ein reiner Elektroauto-Hersteller sein wird, ist die Aktie mit einem KGV von unter 7 verblüffend günstig bewertet. Möglicherweise warten die Marktteilnehmer noch ab, ob sich durch den Elektrofokus tatsächlich auch eine Wachstumsdynamik entfaltet oder ob lediglich der Status Quo erhalten werden kann. Die Abspaltung der Truck-Sparte dürfte sich positiv auswirken. Längerfristig orientierte Anleger können Kurse im Bereich 68 EUR bis 73 EUR zum Einstieg nutzen.

Ferrari-Aktie: Italienische Luxusauto-Marke an der Börse im Aufwärtstrend

Ferrari (ISIN: NL0011585146 – Symbol: RACE – Währung: USD) ist ein renommierter italienischer Sportwagenhersteller, der seinen rechtlichen Firmensitz in Amsterdam hat. Die PS-starken Luxusfahrzeuge der Marke Ferrari haben oft eine charakteristische rote Lackierung und kosten in der Regel ab 200.000 EUR aufwärts. Aktuell verkauft das Unternehmen jährlich etwa 10.000 Fahrzeuge, die allesamt in Maranello, Italien gefertigt und anschließend über rund 170 Händler an wohlhabende Kunden weltweit vertrieben werden.

Bekannt ist das Unternehmen auch für sein höchsterfolgreiches Formel-1 Team, die „Scuderia Ferrari“, für welches die deutsche Rennfahrerlegende Michael Schuhmacher zwischen 2000 und 2004 fünf Weltmeistertitel in Folge gewann. Die Marke Ferrari wurde im Jahr 2014 durch Brand Finance zur mächtigsten Marke weltweit gekürt.

Börsenlisting an der New York Stock Exchange

Das im Jahr 1947 vom ehemaligen Rennfahrer Enzo Ferrari gegründete Unternehmen gehörte bis 2015 zu 90 % Fiat Chrysler. Der Börsengang von Ferrari an der New York Stock Exchange erfolgte im Jahr 2015 durch eine Platzierung von neun Prozent der Aktien. Die restlichen Ferrari-Aktien wurden dann Anfang 2016 in Form eines Spin-offs an die Fiat Chrysler Aktionäre verteilt. Ein Zweitlisting erfolgte anschließend auch an der Mailänder Börse.

Erster vollelektrischer Ferrari soll 2025 vorgestellt werden

Viele Ferrari-Fans lieben den typischen Sound der Ferrari-Motoren, so dass es von den Kunden keinen großen Druck in Sachen Elektrifizierung gibt. Trotzdem macht das Thema Elektromobilität natürlich auch nicht vor legendären Sportwagenmarken Halt. Mit dem 986 PS-starken Modell SF90 Stradale gibt es seit Ende 2020 bereits ein Hybrid-Modell, das sowohl bei der Fachpresse als auch den Käufern für Begeisterung sorgt. Allein zwischen Januar und August 2021 wurden davon bereits mehr als 400 Fahrzeuge ausgeliefert. Nachdem der frühere Ferrari-Chef Louis Camilleri in Sachen Elektrifizierung auf die Bremse trat und sich zu seinen Lebzeiten nicht mal eine zu 50 % elektrische Ferrari-Modellpalette vorstellen konnte, gibt der Interims-CEO John Elkann, der nach dem überraschenden Rücktritt von Camilleri Ende 2020 im Amt ist, ordentlich Gas. Mitte des Jahrzehnts soll nun das erste vollelektrische Ferrari-Modell vorgestellt und auf den Markt gebracht werden – deutlich früher als erwartet. Zwar möchte auch Elkann die leistungsstarken Verbrennungsmotoren nicht von heute auf Morgen aufgeben, aber hinter der Konkurrenz von Lamborghini und Co. zurückzubleiben kommt natürlich auch nicht in Frage.

Umsatz und Gewinnsprung fürs laufende Geschäftsjahr erwartet

Trotz des Hauptlistings an der NYSE bilanziert Ferrari in EUR. Die Umsätze des Unternehmens lagen in den letzten Jahren relativ stabil im Bereich von 3,5 Mrd. EUR. Pro Aktie erzielte Ferrari im Jahr 2020 um steuerliche Einmaleffekte bereinigte Gewinne in Höhe von 2,88 EUR, nachdem im Vorjahr je Aktie noch 3,71 EUR Gewinn zu Buche standen. Für das laufende Geschäftsjahr 2021 erwarten Analysten einen Umsatz- und Gewinnsprung. Bei einem Umsatz in Höhe von 4,3 Mrd. EUR (+23 %) soll ein Gewinn von 4,23 EUR (+47 %) je Aktie erzielt werden. Im kommenden Jahr 2022 soll der Umsatz dann um weitere +7 % auf 4,6 Mrd. EUR zulegen, während der Gewinn dann bei 4,69 EUR je Aktie liegen soll.

Aktie seit dem Börsengang auf Klettertour

Die besten Auto Aktien: Kursentwicklung der Ferrari Aktie von Oktober 2018 bis Oktober 2021 | Online Broker LYNX

Die Ferrari-Aktie, die kurz nach dem Börsengang Tiefststände von 32 USD verzeichnete, kletterte in den letzten Jahren stetig aufwärts. Mittlerweile notiert die Aktie der italienischen Luxusautomarke bei Kursen von über 200 USD, die bisherigen Höchststände von 233,56 USD wurden Anfang 2021 erzielt.

Aktie nur für spekulative Anleger geeignet

Umsatz und Gewinne von Ferrari ziehen nach der Corona-Krise zwar deutlich an, aber die Aktie ist mit einem 2021er KGV von 42 nicht unbedingt günstig bewertet. Da der Markenname Ferrari eine der stärksten Marken weltweit darstellt und das Unternehmen mit seinen Fahrzeugen hohe Gewinnspannen erwirtschaftet, ist gegenüber der Konkurrenz allerdings ein Bewertungsaufschlag gerechtfertigt. Doch auch wenn sich die Aktie nach wie vor in einem intakten Aufwärtstrend bewegt und langfristig weiteres Potenzial verspricht, kann es kurzfristig jederzeit zu Rückschlägen kommen. Spekulativ ausgerichtete Anleger sollten für Neueinstiege daher am besten einen Rücksetzer in den Bereich 170 USD bis 180 USD abwarten. Die Aktie ist der spekulativste der drei vorgestellten Werte.

Fazit: Die Karten auf dem Automobilmarkt werden neu gemischt

Die Automobilbranche befindet sich im größten Umbruch ihrer Geschichte. Denn schon in wenigen Jahren werden die letzten Benzin- und Dieselfahrzeuge von den Bändern laufen. Nicht nur aufgrund der politischen Vorgaben, um Klimaziele zu erreichen, sondern auch rein aus Kostengründen. Denn in naher Zukunft müssen Elektroautos gar nicht mehr subventioniert werden, um bei Anschaffung und Unterhalt kostengünstiger zu sein als klassische, mit Verbrennungsmotoren betriebene Fahrzeuge.

Das Spannende am Umbruch in der Autobranche ist: Modelle und Marken, die in der Vergangenheit ihren Marktanteil mit jeder neuen Generation so gut wie sicher hatten, gibt es in der Form nicht mehr. Jedes neue Elektromodell muss sich zunächst bewähren und etablieren. Entsprechend wird es „tektonische Verschiebungen“ der Marktanteile geben – mit Gewinnern und Verlierern. Auch für neue Wettbewerber öffnen sich Gelegenheiten zum Markteintritt – insbesondere in der Anfangszeit, wenn der Kuchen neu verteilt wird. Darunter sind reine Elektroauto-Unternehmen und Startups wie Tesla, Nio, Li Auto, XPeng oder Sono, aber auch Techkonzerne wie Google, Baidu oder Apple stehen in den Startlöchern. Trotzdem haben auch die etablierten Hersteller, die rechtzeitig und vor allem ausreichend in neue Mobilitätstrends investiert haben eine positive Zukunft – so wie die drei von uns vorgestellten Autowerte.

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