Börsenblick

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Aktienanalyse:
Wirecard: Jetzt mal Tacheles. Ich lege mich fest

Aktuelle Analyse der Wirecard Aktie

Wirecard ist einer der führenden Anbieter elektronischer Zahlungs- und Risikomanagementlösungen.

Das bringt jetzt auch nichts mehr

Wirecard hat sich ein wenig zu meinem Steckenpferd entwickelt. Glücklicherweise konnten wir mehrfach die wichtigen Trendwendepunkte bei der hochvolatilen Aktie vorhersagen.
Wir sind nach den Kursstürzen nahe 100 Euro eingestiegen und haben auf der Oberseite wieder verkauft.
Die letzte Abfolge besteht aus einem Einstieg bei 107 Euro Ende Dezember und zwei klaren Warnungen bei 137,60 und 142,40 Euro.

Grundlegend hat sich an meiner Einschätzung zwischenzeitlich nichts geändert, der Rest ist ein wenig gesunder Menschenverstand und Charttechnik.

Am Wochenende äußerte sich CEO Braun zu KPMG und der Gesamtsituation. In dem schwachen Marktumfeld hat es wenig genutzt. Der Dax notiert derzeit 3,21% im Minus, bei Wirecard sind es sogar 5,87%. Die Aktie steht bei 125,80 Euro.

Vielleicht liegt es auch an der Art der Kommunikation. Ich habe die Pressearbeit von Wirecard bereits in der Vergangenheit mehrfach kritisiert. Der letzte Quartalsbericht ist leider keine Ausnahme.
Es muss den Verantwortlichen bei Wirecard doch klar sein, dass es nicht gerade förderlich ist, wenn man KPMG in der Pressemeldung nicht Mal erwähnt. Wenige Tage später sagt man dann einen Prozesstermin mit der FT ab, ohne das zuvor zu kommunizieren.
Anschließend äußert man sich, dann ist es aber zu spät.

Ich lege mich mal fest

Kommen wir aber zurück zu den jüngsten Äußerungen. Da heutzutage selbst Weltpolitik per Twitter gemacht wird, scheint das wohl auch für den Wirecard-Chef Braun gut genug zu sein. Zuletzt folgte ein sinngemäßes „wir sind auf einem guten Weg“.

Etwas ausführlicher wurde man dann in der Frankfurter Allgemeinen. Demnach lasse man sich von den Vorwürfen nicht ablenken. Sie seien schlicht falsch und er sei zuversichtlich, dass die Vorwürfe entkräftet würden. Eine Überraschung ist auch das nicht.

In einem Punkt muss ich ihm aber recht geben und darüber sollten alle Anleger nachdenken. Hätte KPMG nennenswerte Unregelmäßigkeiten gefunden, wäre man zu einer sofortigen Ad-hoc-Meldung verpflichtet gewesen. Die kam aber nicht, obwohl man bereits seit Wochen die Bücher prüft.
Braun formulierte es so: „Aus der Tatsache, dass es bislang zu keiner Ad-hoc-Meldung kam, können Sie Ihre Schlüsse ziehen.“

Ich hatte es bereits gesagt: In diesem Punkt gebe ich ihm recht und lege mich daher fest – auch wenn es eine ganze Menge an Vertrauensvorschuss bedarf. Der Bericht von KPMG wird positiv ausfallen und Wirecard weitgehend oder komplett entlasten.

Und eines sollte den Bären auch klar sein: An dem absoluten Großteil des Geschäfts gibt es nichts zu rütteln. Die Zusammenarbeit mit Lidl, Aldi, SAP und etlichen anderen Unternehmen und Konzernen ist schließlich keine Fata Morgana.

Chart

Auszug aus der letzten Analyse vom 14. Februar:
Das Chartbild ist übergeordnet bullisch. Kurzfristig ist die Aktie allerdings eher überkauft und steht vor größeren Hürden. Zwischen 140 und 160 Euro reihen sich die Widerstände regelrecht auf und es muss mit erhöhtem Verkaufsinteresse gerechnet werden.
Ohne den KPMG-Bericht dürfte es relativ schwer werden, diesen Bereich zu überwinden.

Für antizyklische Anleger dürfte frühestens der Bereich um 127 – 123 Euro interessant sein.

Wirecard hat wie erwartet korrigiert und ist heute in die antizyklische Zone eingetaucht. Genau dort ist die Aktie auf Interesse gestoßen und scheint nun zu drehen. Der Spuk könnte schon wieder zu Ende sein.
Geht es doch noch tiefer, sind die Supports bei 115 sowie 110 und 105 Euro für antizyklische Anleger interessant.

Erste prozyklische Signale ergeben sich über 130 Euro. Dann wäre der Weg in Richtung 140 Euro wieder frei. Darüber reihen sich die Widerstände auf. Grundsätzlich wäre aber auch ein Anstieg bis 160 Euro möglich.

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Chart vom 24.02.2020 Kurs: 125,80 Kürzel: WDI - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

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