Aktienanalyse:
Wirecard: Was soll man davon halten?

Aktuelle Analyse der Wirecard Aktie

Wirecard ist einer der führenden Anbieter elektronischer Zahlungs- und Risikomanagementlösungen.

Ein Auf und Ab

Ich möchte die Geschichte nicht komplette aufrollen, doch unter dem Strich hatten wir nach beiden Kursstürzen des vergangenen Jahres ein gutes Händchen. Ich hatte mich mehrfach positiv zum Unternehmen geäußert und jeweils nahe der Tiefs zum Einstieg geraten.
Zuletzt noch als Jahresabschluss 2019 bei einem Kurs von 107 Euro: Wirecard: Ihr Kinderlein kommet

Aktuell steht die Aktie bei 143 Euro und somit mehr als 30% höher.
Dementsprechend ist das Chance-Risiko-Verhältnis heute natürlich schlechter. An meiner grundlegend positiven Einschätzung hat sich aber nichts geändert, heute habe ich aber auch kritische Worte im Gepäck.

Wirecard legt Zahlen vor

Wirecard hat vor wenigen Stunden das vorläufige Ergebnis für 2019 veröffentlicht. Die geschäftliche Entwicklung ist gewohnt stark.

Der Umsatz legte demnach um 38% auf 2,8 Mrd. Euro zu. Das operative Ergebnis kletterte um 40% auf 785 Mio. Euro.
Im vierten Quartal hat man weiter an Momentum gewonnen, der Umsatz stieg um 46% und das EBITDA um 41%.

CEO und CFO zeigten sich zufrieden und das können sie auch, denn alle Zahlen lagen über den Erwartungen. Der Ausblick ist ebenfalls überzeugend, denn 2020 erwartet man einen operativen Gewinn von 1,0 – 1,12 Mrd. Euro. Das würde einem Anstieg um 27 – 42% entsprechen.

Wo liegt also das Problem?

Normalerweise sollte die Aktie auf derartige News positiv reagieren. Manche Kurssprünge werden durch sehr viel weniger ausgelöst.
Aber ein Teil wurde eben vorweggenommen, da Wirecard bereits im Vorfeld der Zahlen deutlich gestiegen ist.

Der Hauptpunkt ist aber ein anderer. In der Pressemeldung wird weder KPMG noch die Prüfung angesprochen. Das ist gleich auf mehreren Ebenen ärgerlich. Selbstverständlich hatte man damit gerechnet, dass das Ergebnis der KPMG-Sonderprüfung endlich veröffentlicht wird.
Das Thema aber nicht mal anzusprechen und kein Update der Lage zu liefern, ist wirklich unerfreulich. Wie auch in der Vergangenheit kann und muss man die Pressearbeit von Wirecard kritisieren.
Ein Teil der Kursverluste sind und waren selbstverschuldet. Man kann Wirecard nur raten, sich endlich Profis im Bereich Marketing und Investor Relations zu suchen.

Laut Presseberichten soll die Prüfung durch KPMG bis Ende März abgeschlossen sein. Der Fokus liege demnach auf Singapur und Dubai. Vielleicht ist diese Aussage auch auf der IR-Seite von Wirecard zu finden. Mir war es nicht möglich.
Ohnehin bleibt viel Interpretationsspielraum. Von „in Singapur und Dubai gibt es Probleme“ bis „außerhalb von Singapur und Dubai ist alles in Ordnung. Und alle Facetten dazwischen.

Technische Betrachtung

Das Chartbild ist übergeordnet bullisch. Kurzfristig ist die Aktie allerdings eher überkauft und steht vor größeren Hürden. Zwischen 140 und 160 Euro reihen sich die Widerstände regelrecht auf und es muss mit erhöhtem Verkaufsinteresse gerechnet werden.
Ohne den KPMG-Bericht dürfte es relativ schwer werden, diesen Bereich zu überwinden.

Klare prozyklische Signale ergeben sich erst über 160 Euro. Für antizyklische Anleger dürfte frühestens der Bereich um 127 – 123 Euro interessant sein.

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Chart vom 14.02.2020 Kurs: 142,40 Kürzel: WDI - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

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