Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
RIB Software: Abgeschossen – aber wieso?

Man könnte es so formulieren: Zu viele Trader sind der kleinen Aktien Tod. Was gestern der Aktie des Bau-Software-Spezialisten RIB Software wiederfuhr, erinnert sehr an den heftigen Selloff bei Evotec in der Vorwoche.

In beiden Fällen gab es zwar Nachrichten, aber in beiden Fällen fällt es schwer, darin ein Argument für einen Abverkauf solcher Größenordnung zu erkennen. Vielleicht könnte es sein, dass manchem Aktionär die Zukäufe des Unternehmens zu viel werden.

Vor einem Monat erwarb RIB die Mehrheiten bei A2K und PhoenxPLM, bei denen man im Vorfeld eine kleinere Beteiligung hatte. Gestern wurde mitgeteilt, dass RIB Software Anteile des Joint Venture-Partners Flex erwerben werde. Aber welcher Investor könnte da wirklich sofort abschätzen, ob das mittelfristig sinnvoll ist! Es dürfte daher etwas anderes hinter diesem heftigen Minus zum Wochenstart stecken. Und der Chart auf Wochenbasis deutet an, wo der eigentliche Auslöser liegen könnte:

Expertenmeinung: Die Leerverkäufer hatten ein Motiv … und sie hatten die Gelegenheit. Ebenso wie bei Evotec steckte dahinter eher weniger die Erwartung, dass das Unternehmen in Schwierigkeiten geraten könnte. Das Quartalsergebnis, das RIB Software am 31. Oktober auf den Tisch gelegt hatte, war in Ordnung gewesen. Läge es an den Zahlen, hätte es damals eine solche Reaktion gegeben, nicht jetzt, sechs Wochen später.

Der Wochenchart zeigt, dass die Aktie bereits Ende November eine langfristig entscheidende Unterstützungslinie touchiert und damals noch gehalten hatte: Die Linie bei 11,30 Euro, die in den letzten knapp drei Jahren schon mehrfach eine Wendemarke dargestellt hatte. Der schwache Start des Gesamtmarkts und der Umstand, dass RIB Software ein Papier mit eher niedrigen Umsätzen ist, begünstigten es, die Aktie am Montagmorgen an diese Linie zu drücken – und von dort an halfen ausgelöste Stop Loss-Verkäufe, die die Bären knapp unterhalb dieser wichtigen Unterstützung vermuten konnten, den Abverkauf zu intensivieren und zu beschleunigen.

Es mag zwar sein, dass RIB Software dadurch in eine Zone geraten ist, die man unter normalen Umständen als Untertreibung und damit die Aktie als „billig“ einstufen könnte. Aber wenn man sich ansieht, wie extrem zunächst die Aufwärtsbewegung Ende Februar/Anfang März dieses Jahres war und wie heftig der darauffolgende Abwärtsimpuls ausfiel, wird deutlich, dass die kurzfristigen Trader solche Aktien, gerade, wenn der nervöse Gesamtmarkt das noch begünstigt, wirklich voll im Griff haben können. Auch, wenn RIB Software damit „billig“ wirkt: In erster Linie zeigt dieses Kursbild, dass sie ein fallendes Messer ist, an dem man sich, wenn man da zu sorglos zugreifen wollte, heftig schneiden kann.

Chart vom 10.12.2018, Kurs 9,44 Euro, Kürzel RIB1 | LYNX Online Broker

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