Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
ISRA Vision: Bilanz-Magerkost

So spannend der Bereich von „Machine Vision“, der optischen Überwachungs- und Steuerungssysteme für hochsensible Produktionsprozesse, auch ist, in dem ISRA Vision sich tummelt, so groß die Perspektiven grundsätzlich auch sein mögen: Die am Freitag präsentierte Bilanz war Magerkost.

Ein Umsatzanstieg von nur sieben Prozent gegenüber 2017 ist dünn. Dass das EBIT (Gewinn vor Steuern und Zinsen) zugleich immerhin um 18 Prozent stieg, zeigt zwar, dass man die Gewinnmarge verbessern konnte. Aber daraus errechnet sich auf Basis der faktisch erzielten Gewinne ein KGV (Kurs/Gewinn-Verhältnis) um 25. Für einen Hightech-Titel grundsätzlich niedrig, für diese Wachstumsrate aber eher üppig, zumal ISRA Vision keine konkrete Guidance für 2019 mitlieferte, sondern nur betonte, auf gutem Wege zu sein und darüber hinaus Zukäufe im Raum stünden, wobei sich einer konkret abzeichne.

Das blieb alles vage. Und es war nicht das, was die Anleger noch im Sommer 2018 an Dynamik erwartet hatten. Seither wusste man zwar, dass die Bäume hier nicht wie erhofft einfach in den Himmel wachsen. Aber dieses jetzt protokollierte Wachstum war dann doch noch einmal weniger, als viele dachten. Konsequenz:

Expertenmeinung: ISRA Vision verlor als Reaktion auf das Zahlenwerk am Freitag drei Prozent. Das sieht im Chart in Relation zu den immensen Kursimpulsen des Vorjahres verschwindend aus. Aber damit hat die Aktie in einer charttechnisch alles andere als irrelevanten Zone nach unten gedreht. Im Bereich 29,80 zu 31,30 Euro bilden die September-Abwärtstrendlinie und das markante Zwischentief vom April 2018 einen Kreuzwiderstand. Genau da wurde die Erholung der Aktie Ende Januar erst einmal gestoppt.

Mit dem Freitags-Minus ist der Kurs jetzt auch noch unter die einzige im Zuge der Gegenbewegung der letzten Wochen zurückeroberte Unterstützung in Form der 20-Tage-Linie gefallen. Sollten sich die Käufer besinnen und den Ausbruch über diesen Kreuzwiderstand mit Schlusskursen klar über 31,30 Euro umgehend nachholen, wäre die Aktie zwar aus rein charttechnischer Sicht umgehend bullisch. Aber im Licht dieser Bilanz-Magerkost wäre das Aufwärtspotenzial wohl eher überschaubar.

Auf der Unterseite hingegen wäre ein Test der 2018er-Tiefs, die im Dezember bei 22,25 Euro markiert wurden, dann denkbar, wenn a) der Gesamtmarkt nach unten abdrehen würde und b) dieser avisierte Zukauf die Anleger nicht überzeugt oder sich dieser entgegen der Ankündigung doch länger hinziehen sollte.

Chart vom 08.02.2019, Kurs 27,70 Euro, Kürzel ISR | LYNX Online Broker

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