Börsenblick

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Aktienanalyse:
ISRA Vision: Das war wohl zu wenig

ISRA Vision, der im TecDAX notierte Spezialist für optische Überwachungs- und Steuerungssysteme bei hochsensiblen Produktionsprozessen, legte am Montagmorgen das Ergebnis des ersten Halbjahres des bis 30.9. laufenden Geschäftsjahres 2018/2019 vor. Das war alles recht solide, aber es war keine positive Überraschung, was da auf den Tisch kam. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum legte der Umsatz um 9,6 Prozent, der als EBT (Gewinn vor Steuern) berechnete Gewinn um 17,3 Prozent zu.

Der Auftragsbestand bewegt sich derzeit mit 98 Millionen knapp über dem Niveau des Vorjahres. Das ist unstrittig ordentlich, aber es zwar offenkundig zu wenig, um nennenswert neue Käufer zu mobilisieren. Die Aktie startete zwar recht deutlich im Plus, schloss dann aber nur 0,49 Prozent über dem Freitags-Schlusskurs. Das war eine Reaktion, die eine „Leeres Restaurant“-Reaktion nach sich ziehen kann. Was bedeutet:

Expertenmeinung: Ob die Bilanz nun für einen neuen Aufwärtsimpuls gut genug sein könnte oder nicht, kann durch den Abverkauf anfänglicher Gewinne am Tag der Bilanz in den Hintergrund treten. Die Marktteilnehmer sehen, dass das Plus sich nicht halten konnte und werten das negativ, so, als würde man in der Tür eines leeren Restaurants stehen und daraus schließen, dass dort das Essen nichts taugt.

Sollte es gelingen, das gestrige Tageshoch bei 34,90 Euro doch noch zu bezwingen, könnte dieser Bann zwar gebrochen werden. Aber das müsste eben erst einmal gelingen. Und darüber hinaus müsste die heute bei 36 Euro ankommende 200-Tage-Linie, an der die Aktie seit letzten Herbst nicht vorbeikam, ebenso bezwungen werden, um ein bullisches Signal zu generieren. Da wäre es eher denkbar, dass Short-Seller diesen vergeblichen Versuch, sich im Kielwasser der Bilanz nach oben abzusetzen, als Einladung auffassen, es einmal auf der Unterseite zu versuchen.

Da haben wir nämlich mit der Linie bei 31,40 Euro eine äußerst bedeutsame Unterstützungslinie, die bis in den April 2018 zurückreicht und bereits mehrfach als Wendemarke nach oben oder unten diente. Diese Linie fungierte im Januar noch als Widerstand, im März dann als Unterstützung. Vor zwei Wochen wurde sie erneut getestet und kurzzeitig sogar unterboten. Da dürfte die Hoffnung auf eine starke Halbjahresbilanz die Basis gewesen sein, um die Abgaben erst einmal einzustellen.

Aber mit dieser enttäuschenden Reaktion auf das Zahlenwerk könnte der Druck wieder einsetzen. Die Schlüsselmarken für Trader wären somit Schlusskurse über der bei 36 Euro verlaufenden 200-Tage-Linie auf der Long-Seite und unter den Tiefs (30,36 Euro) des jüngsten Tests dieser markanten Wendemarke bei 31,40 Euro auf der Short-Seite. Die kommenden Tage und Wochen versprechen, hier spannend zu werden.

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