Börsenblick

Zurück Dezember Weiter
Zurück 2018 Weiter

Aktuelle Analyse:
ISRA Vision: Hier könnte es jederzeit zu einer Kapitulation kommen

Die Aktie des Spezialisten für optische Überwachungs- und Steuerungssysteme hochsensibler Produktionsprozesse ISRA Vision war im zweiten Quartal einer der ganz großen Überflieger unter den Nebenwerten. Doch seither ist der Wurm drin – und zwar ein großer. Was durchaus nicht an der Geschäftsentwicklung liegt.

Die letzten Bilanzdaten zum zweiten Quartal, veröffentlicht Ende August, waren im Plan. Und bislang gibt es keinen Grund zu vermuten, dass im dritten Kalenderquartal, das letzte für das bei ISRA Vision nicht dem Kalenderjahr entsprechende Geschäftsjahr 2017/2018, dessen Ergebnis Mitte Dezember erwartet wird, etwas angebrannt wäre. Was dazu führen könnte, dass dieser ohnehin schon herbe Abstieg seit Anfang August dennoch nicht vorüber wäre, sind zwei Aspekte.

Zum einen war die Bewertung der Aktie über das Kurs/Gewinn-Verhältnis ungewöhnlich hoch gewesen. Zum anderen sind die Umsätze hier, obwohl die Aktie mittlerweile im TecDAX notiert ist, nicht allzu hoch.

Expertenmeinung: Am Rekordhoch von 61,30 Euro, das die Aktie Anfang September unmittelbar nach den bislang letzten Bilanzdaten erzielte, lag das Kurs/Gewinn-Verhältnis selbst für die für 2020 geschätzten Gewinne bei über 40. Der Umsatz- und Gewinnanstieg spielt sich derzeit aber nur auf prozentual halber Höhe dieses Levels ab – das bedeutet, dass die Aktie zumindest sehr stattlich bewertet war. Die Folge war eine scharfe Korrektur, die bislang nie wirklich aufgehalten werden konnte.

Drei Rallye-Versuche zwischen Anfang Oktober und Anfang November wurden ein ums andere Mal umgehend abgewiesen. Am Montag wurde das bisherige Korrekturtief, das Ende Oktober bei 34,50 Euro entstanden war, durchbrochen. Ein klar bärisches Szenario. Und bei einer Aktie mit nicht allzu hohen Umsätzen hätten die Leerverkäufer leichtes Spiel, einen weiteren Abstieg zu erzwingen, denn angesichts eines solchen Chartbilds dürfte die Zahl derer, die ausgerechnet jetzt, nach einem neuen Tief, beherzt auf der Käuferseite zulangen, sehr dezimiert sein.

Im Gegenzug könnte erneuter Abgabedruck dazu führen, dass diejenigen, die bislang auf der Long-Seite ausgeharrt haben, aufgeben, kapitulieren. Bei einer umsatzarmen Aktie kann das zu einem schnellen, weit reichenden Selloff führen, der auch nicht an Unterstützungslinien, die in einem ruhigen Umfeld halten würden, stoppen muss. Hier sollte man sich momentan hüten, ins fallende Messer zu greifen und auf Verdacht einzusteigen – bevor hier keine solide Bodenbildung greifbar ist, bleibt ISRA Vision ein äußerst heißes Eisen.

Chart vom 19.11.2018, Kurs 33,60 Euro, Kürzel ISR

Handeln Sie über den Online Broker LYNX:
Ein Depot, viele Vorteile
  • stabile und zuverlässige Handelsplattform
  • kompetenter Service durch Experten
  • günstige und transparente Gebühren
  • umfangreiches Wissensportal
Mehrfach ausgezeichnet
Handelsblatt Auszeichnung: Bester Online-Broker
Broker-Wahl: Top Futures-Broker
Contact icon KOSTENFREI ANRUFEN
0800 5969 000
Contact icon SCHREIBEN SIE UNS
SERVICE@LYNXBROKER.DE
Contact icon FREUNDSCHAFTSWERBUNG
KUNDEN EMPFEHLEN LYNX
Contact icon HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN