Aurelius Aktie aktuell Knallt es bei Aurelius bald? Vielleicht sind 50% drin

News: Aktuelle Analyse der Aurelius Aktie

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Aurelius
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To the Aurelius Aktie

Könnte Aurelius eine der wenigen Aktien sein, die noch richtig Potenzial hat? Immerhin hat das Unternehmen fast so viel Cash wie Börsenwert und dazu noch Töchter mit Milliardenumsätzen.

Das sollte Ihnen bewusst sein

Ich schreibe ungern Analysen über Beteiligungsgesellschaften. In der Regel ist der Research-Aufwand geradezu ausufernd groß.
Um eine fundierte Einschätzung abzugeben, muss man schließlich eine ganze Reihe von Unternehmen durchleuchten.

Darüber hinaus ist es bei Beteiligungsgesellschaften in der Regel auch nicht sinnvoll die Umsatz- und Gewinnentwicklung zu betrachten.
Andere Faktoren sind wichtiger und das macht die Vergleichbarkeit umso schwerer.

Ein einfaches Beispiel zeigt das recht eindrucksvoll: Nehmen wir an eine Beteiligungsgesellschaft verkauft eine Tochter für 500 Mio. Euro und kauft ein anderes Unternehmen für 600 Mio. Euro.
Dadurch kann der gemeldete Konzernumsatz und -Gewinn durchaus sinken, obwohl beide Transaktionen echte Home-Runs sind.

Vertrauen

Darüber hinaus sind die Aktien von Beteiligungsgesellschaften immer auch eine Wette in die Fähigkeiten des Vorstands und der Manager vor Ort.
Man muss schlichtweg Vertrauen haben, dass dort gute Entscheidungen getroffen werden.

Vertrauen fällt mir allerdings schwer und als Investor sollte man sparsam damit umgehen. In der Regel sollte man dazu tendieren, vor allem Unternehmen zu kaufen, die selbst ein Minderbemittelter leiten kann, denn früher oder später wird genau das passieren.

Hürde übersprungen

Aurelius musste also gleich eine ganze reihe von Hürden überspringen, bevor ein größerer Analyseprozess eingeleitet wurde.

Zunächst hat man einen starken Trackrecord aufzuweisen. Aurelius hat inzwischen etliche Beteiligungen gekauft, aufgemöbelt und gewinnbringend verkauft.
Langfristig ist der Portfoliowert immer weiter gestiegen.

Gleiches gilt für den Umsatz und das operative Ergebnis der Töchter. In Summe und langfristig zeigen die Daten in die richtige Richtung.
Der Umsatz hat sich in den letzten zehn Jahren beispielsweise von 906 Mio. auf 3,19 Mrd. Euro mehr als verdreifacht.

Dreimal

Darüber hinaus ist die Aktie natürlich interessant, weil sie sehr weit von den Hochs entfernt ist und die Rallye der letzten Monate nicht mitgemacht hat.
Dabei darf man annehmen, dass die Beteiligungen von Aurelius heute nicht weniger Wert sind, als vor der Krise.

Im Allgemeinen sind die Preise für Unternehmen, Aktien, Immobilien und so gut wie alles andere in den letzten Monaten schließlich gestiegen.

Taucht man ein wenig tiefer ein, stellt man fest, dass sich hier eine gewisse Diskrepanz ergibt.

Bewertung

Aurelius kommt derzeit auf einen Börsenwert von 579 Mio. Euro und hat 435,7 Mio. Euro an liquiden Mitteln.

Der Börsenwert wird also weitgehend durch Barmittel gedeckt und dementsprechend niedrig sollte das Kursrisiko auf der Unterseite sein.

Gleichzeitig bedeutet das natürlich auch, dass der Markt den Tochtergesellschaften kaum einen Wert zugesteht.
Die Beteiligungen haben in den letzten neun Monaten aber ein operatives EBITDA von 187,4 Mio. Euro erzielt (Link).

Es dürfte also recht einfach sein, für diese Töchter, mit einem Gesamtumsatz von mehr als 3,0 Mrd. Euro, einen Verkaufserlös zu erzielen, der sehr viel höher als die Lücke zwischen Barmitteln und Börsenwert ist.

Derzeit beziffert Aurelius das Net Asset Value der Beteiligungen auf 950,7 Mio. Euro, was 30,90 Euro je Aktie entspricht.
Das würde wiederum einem Kurspotenzial von 50% entsprechen.

Oder noch ein wenig mehr?

Tatsächlich hat Aurelius in der Vergangenheit aber meist über Buchwert verkauft, das ist ja der ganze Sinn der Sache.

Zuletzt hat man beispielsweise für 63 Mio. Euro die Hotelkette GHotel veräußert. Unter dem Strich dürfte der Deal einen Gewinn von rund 50 Mio. Euro eingebracht haben, zuzüglich der zwischenzeitlich angelaufenen Erträge der Tochter.

Das war allerdings auch wohlverdientes Geld. Immerhin hat man den Umsatz der ehemaligen „Deutsche Post Wohnen“ von 14 auf 60 Mio. Euro und das operative EBITDA von -1,1 auf 7,0 Mio. Euro gesteigert (Link).

Ich möchte Aurelius nicht zu positiv zeichnen. Aber GHotel ist ein Paradebeispiel dafür, wie eine Beteiligungsgesellschaft agieren sollte und welchen Zweck sie erfüllen.

Die ehemalige Deutsche Post Wohnen war schlecht geführt und noch schlechter positioniert.
Es gab keinerlei Bestrebungen, den Umsatz anzukurbeln oder gar Gäste, die keine Mitarbeiter der Post waren, zu beherbergen.
Daher waren die „Hotels“ nicht ausgelastet, unprofitabel und dementsprechend groß war das Potenzial.

Chart

Durch den Anstieg über 17,60 Euro hat Aurelius die Bodenbildung formal abgeschlossen. Fällt die Aktie wieder unter diese Marke, haben die Bullen ihre Chance allerdings vertan.

Über 20,30 und 21,00 Euro käme es hingegen zu prozyklischen Kaufsignalen mit einem möglichen Kursziel bei 25-26 Euro.
Darüber wäre der Weg in Richtung 30 und 32,50 Euro frei.

Chart vom 02.03.2021 Kurs: 19,95 Kürzel: AR4 - Tageskerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 02.03.2021 Kurs: 19,95 Kürzel: AR4 – Tageskerzen

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