Deutsche Börse – international tätige Börsenorganisation und Marktinfrastrukturanbieter

Die Deutsche Börse AG nach eigenen Angaben das Mutterunternehmen der Gruppe Deutsche Börse und einer der weltweit größten Anbieter von Marktinfrastruktur. Dabei deckt die Gruppe für ihre Kunden mit ihrem Produkt- und Dienstleistungsspektrum die gesamte Prozesskette in Bezug auf Finanztransaktionen ab. Das Angebot besteht aus Pre-Trading, Trading, Clearing, Settlement, Custody, Post-Trading und Technologielösungen. Der Konzern beschäftigte zum Jahresende 2018 5.964 Mitarbeiter an 37 Standorten in 26 Ländern, davon 2.689 in Deutschland. Das Unternehmen wird von CEO Theodor Weimer geleitet und hat seinen Sitz in Frankfurt am Main.

Gruppe Deutsche Börse

Das Leistungsspektrum der Deutschen Börse bietet Produkte, Dienstleistungen und Technologie. Die Deutsche Börse bietet den vorbörslichen Handel, die Berechnung von Indizes und die Bereitstellung von Marktdaten, den regulären Börsenhandel, die Verrechnung, sowie den nachbörslichen Handel. Zudem ist die Gruppe Deutsche Börse auch ein Entwickler von IT-Lösungen und bietet globale IT-Services an. Die Konzeption und Berechnung der Indizes mit den Marken DAX und STOXX erfolgt durch die Tochtergesellschaft STOXX Ltd. Die Marktdaten, wie zum Beispiel Orderbuchdaten aus den Kassa- und Terminmärkten, historische Daten oder Echtzeitdaten werden unter der Marke Deutsche Börse vertrieben. Der Handel von Finanzderivaten wird an der zur Gruppe Deutsche Börse gehörenden Terminbörse Eurex angeboten, die in diesem Segment eine der weltweit größten Märkte darstellt. Der Wertpapierhandel wird mit den Marken Börse Frankfurt, Deutsche Börse, FWB, Tradegate und zum BeispielXetra angeboten. (Diese Auflistung des Leistungsspektrums ist nicht abschließend.)

Fakten zu den Handelssystemen der Gruppe Deutsche Börse

Die Systeme der Gruppe Deutsche Börse berechneten 2018 11.547 Indizes. Für einen Finanzinfrastruktur- beziehungsweise Börseninfrastrukturdienstleister ist die Systemverfügbarkeit von oberster Bedeutung, denn sonst kann kein Handel stattfinden. Die Systemverfügbarkeit des Kassa-Handelssystems lag bei 99,912 Prozent und die Systemverfügbarkeit des Derivate-Handelssystems lag bei 99,963 Prozent. Die durchschnittlichen monatlich verrechneten Volumina aller Produkte lagen im Jahr 2018 bei 23,5 Billionen EUR und somit im um 14 Prozent höher als im Jahr 2017 mit 20,6 Billionen EUR.

Details zur Aktie der Deutsche Börse

Die Aktien der Deutschen Börse werden an der Frankfurter Wertpapierbörse mit dem Börsenkürzel DB1 gehandelt. Der Börsengang erfolgte im Februar 2011, der erste Handelstag via Xetra war der 5. Februar 2001. Die nennwertlosen Namens-Stammaktien sind dem Prime Standard zuzuordnen. Das Grundkapital liegt bei 190,00 Mio. Euro eingeteilt in exakt 190,00 Mio. Aktien. Die Wertpapiere gehören unter anderem dem DAX und DivDAX an. Die Aktionärsstruktur bestand zum Ende des Jahres 2018 zu 94 Prozent aus institutionellen Investoren, die zu 33 Prozent den USA, zu 26 Prozent Großbritannien, zu 20 Prozent Deutschland und zu 21 Prozent anderen Ländern zuzuordnen waren. Die größten institutionellen Aktionäre sind mit 6,59 Prozent BlackRock, mit 5,00 Prozent Artisan Partners Asset Management, die Deutsche Börse AG hält eigene Anteile in Höhe von 4,64 Prozent. Zudem sind 3,22 Prozent FIL Investments International und 3,01 Prozent der Credit Suisse zuzuordnen. Der Streubesitz liegt bei 60,54 Prozent. In den letzten fünf Jahren konnte die Aktie um rund 136 Prozent an Wert zulegen, während der DAX im Vergleichszeitraum nur um rund 25 Prozent stieg. Die Wertpapiere sind somit ein mehr als deutlicher Outperformer. Der Markt bewertet den Konzern zum Zeitpunkt dieser Analyse mit 24,31 Mrd. EUR. Die Aktien kosteten via Xetra in den letzten 52 Wochen 133,25 EUR im Hoch und 102,40 EUR im Tief.

Aktuelle Analysen – Deutsche Börse

Insgesamt finden sich seit Anfang des Jahres 12 Analysen mit einer Kurszielangabe. Das höchste Kursziel stammt von der HSBC, die am 11. Juli 2019 ein Ziel von 144,00 Euro ausgaben. Das niedrigste Kursziel publizierte Warburg Research, die am 30. April 2019 ein Ziel von 122,00 Euro veröffentlichten. Das Durchschnittskursziel der 12 Analysen liegt bei 131,45 Euro. Die Aktie ging zum Zeitpunkt dieser Analyse mit einem Schlusskurs von 127,95 Euro aus dem Xetra-Handel.

Langfristige Chartanalyse – Deutsche Börse

100 Prozent Bewegungsperformance konnte die Aktie der Deutschen Börse AG kürzlich verbuchen – und das in nur drei Jahren. Auf dem gezeigten Chartbild ist zudem ein sehr sauberer Trendverlauf abzulesen, der eine maximale Drawdown-Welle von rund 15 Prozent Ende 2018 aufweist, diese konnte jedoch auch schnell wieder relativiert werden. Bis auf wenige Ausnahmen konnten fast jeden Monat neue Hochs erreicht werden. In der vergangenen Handelswoche wurde ein Hoch nahe der 136,00 EUR erreicht, das in der Region der Allzeithochs aus 2007/2008 liegt.

Aufgrund des sauberen Chartbildes und dem damit verbundenen klaren Aufwärtstrend ist es auch künftig nicht auszuschließen, dass sich weitere Hochs bilden und Käufe somit nach wie vor Sinn machen könnten. Zwei wichtige Unterstützungen sollten für diesen Gedanken im Auge behalten werden: Für kurzfristig angelegte Gedanken sollte die Unterstützung von rund 126,00 EUR halten und das Bild wäre klar weiter Long. Für mittelfristige Kaufgedanken wäre die Unterstützung 120,00 EUR als richtungsentscheidend anzunehmen und Kaufgedanken darüber könnten ebenfalls Früchte tragen. Jeweils wären Ziele wie 140,00 EUR und auch 142,50 EUR nicht unrealistisch. Sollte der 120,00-Punkte-Bereich jedoch nachhaltig unterschritten werden, wäre das Aufwärtsbild vorerst leicht angeschlagen und eine erneute Analyse wäre anzuraten.

Fundamentaldaten 2018

Bei der Deutschen Börse AG wird jeweils zum 31. Dezember gemäß des Rechnungslegungsstandards IFRS in Euro (EUR) bilanziert. Im Geschäftsjahr 2018 erzielte das Unternehmen Nettoerlöse in Höhe von 2,780 Mrd. EUR. Im Vergleich dazu lagen die Nettoerlöse im Vorjahr bei 2,462 Mrd. EUR. Das EBITDA wurde mit 1,443 Mrd. EUR testiert, das EBIT mit 1,233 Mrd. EUR. Der Konzernjahresüberschuss betrug 824,3 Mio. EUR. Im Vorjahr lag der Jahresüberschuss noch bei 874,3 Mio. EUR. Das Ergebnis je Aktie lag unverwässert bei 4,46 EUR. Die Dividende betrug 2,70 EUR und die Ausschüttungssumme 495,0 Mio. EUR. Das entspricht einer Ausschüttungsquote von 49 Prozent. Der Konzern wies für 2018 liquide Mittel in Höhe von 1,322 Mrd. EUR aus. Das Eigenkapital lag bei 4,963 Mrd. EUR. Das gezeichnete Kapital wurde mit 190,00 Mio. EUR angegeben. Die Gesamtverbindlichkeiten beliefen sich auf 156,936 Mrd. EUR und die Bilanzsumme betrug 161,899 Mrd. EUR. Das Unternehmen beschäftigte 2018 5.964 Mitarbeiter.

Bilanzprognosen für 2019

Den Bilanzprognosen für 2019 und 2020 gemäß könnte der Umsatz bei 2,951 beziehungsweise 3,157 Mrd. EUR eintreffen. Das EBIT für 2019 könnte 1,59 Mrd. EUR betragen und sich 2020 auf 1,72 Mrd. EUR steigern. Der Gewinn je Aktie wäre bei 2019 bei 5,95 EUR und 2020 bei 6,50 EUR zu avisieren und die Dividende könnte demnach 2019 auf 2,95 EUR und 2020 auf 3,20 EUR steigen. Die Nettoverschuldung des Konzerns läge 2019 bei schätzungsweise 1,03 Mrd. EUR und könnte sich 2020 auf 524,50 Mio. erheblich reduzieren.

Termine

Die Deutsche Börse AG präsentiert am 28. Oktober 2019 den Quartalsbericht für das dritte Quartal 2019.

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