Börse aktuell

DAX mit tiefrotem Monatsabschluss – S&P500 mit schwächster Mai-Performance seit sieben Jahren – Stimmung in Sachen Handelskonflikt verschlechtert sich zusehends

Die europäischen Indizes gingen am Freitag durchweg mit stärkeren Kursverlusten aus dem Handel. Der Deutsche Aktienindex fiel um 1,47 Prozent auf 11.726,84 Punkte und somit auf ein neues Jahrestief. Der Börsenmonat Mai brachte dem DAX ein Minus von 5 Prozent ein. Auch an der Wall Street zogen dunkle Wolken auf. Der marktbreite S&P 500 verlor um 1,32 Prozent auf 2.752,06 Zähler und schloss den Mai mit einem Minus von 6,6 Prozent ab. Dies war die schlechteste Mai-Performance seit sieben Jahren.

Die Börsen blieben auch nach der Europawahl politisch. Das Aus der britischen Premierministern May – gerade im Hinblick auf den immer noch unklaren Brexit-Kurs Großbritanniens – macht die Stimmung in Europa keinen Deut besser. Überdies wird den Marktteilnehmern tagtäglich Salz in die ohnehin bereits versalzene Suppe geschüttet. Die Rede ist von einem sich nach und nach verschlechternden Verhandlungsklima zwischen den USA und China in Sachen Handelskonflikt. Kurz vor einem offenbar unterschriftsreifen Deal brachen die Verhandlungen zusammen, anschließend wurden die Strafzölle im Volumen von 200 Mrd. US-Dollar von 10 auf 25 Prozent angehoben, dann wurde US-Unternehmen die Zulieferung von wichtigen Komponenten für Huawei untersagt, China drohte mit einem Exportstopp der Seltenen Erden und jüngst erklärte US-Vizepräsident Pence auch noch, die Zölle auf chinesische Produkte nötigenfalls mehr als zu verdoppeln.

Wer so agiert, kann eigentlich keinen vernünftigen Deal mehr erreichen und schickt die Märkte auf Talfahrt. Die in der Nacht von Donnerstag auf Freitag von der US-Regierung angedrohten Strafzölle gegenüber Mexiko, die mit dem Thema Einwanderung verknüpft wurden, schürten weitere Unsicherheit an den Märkten und waren die Initialzündung für einen neuerlichen Abverkauf.

In der neuen Börsenwoche werden zwei volkswirtschaftliche Highlights erwartet. Zuerst rückt der Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag um 13:45 Uhr mit der im Anschluss für 14:30 Uhr angekündigten EZB-Pressekonferenz auf die Agenda der Händler. Am Freitag werden die US-Arbeitsmarktdaten für den Mai erwartet. Die Prognosen in Bezug auf die Arbeitslosenrate liegen bei 3,7 Prozent und für die Anzahl der neugeschaffenen Stellen ex Agrar in einem Bereich von 170.000 bis 190.000.

USA-China-Deal – Verhandlungsklima wirkt vergiftet

„Die Markteilnehmer hangeln sich Monat für Monat einem möglichen Handelsdeal zwischen den USA und China entgegen, den es aber allenfalls in einer stark reduzierten Version geben wird, die den Gesamtmarkt nicht mehr an seine Rekordhochs führen wird“, so Dirk Friczewsky, Finanzanalyst für LYNX Broker. „Ob es einen ‚Deal Light‘ gibt, damit beide Seiten ihr Gesicht wahren können, scheint auch nicht mehr sicher“, erläutert Friczewsky.

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