BMW – auf dem Weg zur größten Modelloffensive der Firmengeschichte

Fundamentalbetrachtung BMW AG

Die BMW AG ist eigenen Angaben zufolge der weltweit führende Premium-Hersteller von Automobilen und Motorrädern. Zum Konzern gehören die Marken BMW, MINI und Rolls-Royce sowie Premium-Finanz- und Mobilitätsdienstleistungen. Der Konzern hat seinen Sitz in München und wird von CEO Harald Krüger geleitet. BMW betreibt 30 Standorte in 14 Ländern, unter anderem auch in China. Im Werk Dadong in der chinesischen Provinz Shenyang plant der Konzern zudem eine Erweiterung. In Dadong betreibt BMW mit der chinesischen Brilliance China Automotive Holdings ein Joint Venture. Auch in Mexiko in San Luis Potosí wird gerade ein Werk aufgebaut.

Größte Modelloffensive der Firmengeschichte

Der BMW-Konzern befindet sich bereits im zweiten Jahr seiner größten Modelloffensive. Die Unternehmensleitung spricht vom Angriffsmodus. Neue Modelle gibt es mit dem BMW i8 Roadster, einem neuen Z4, außerdem wird es neue Luxusmodelle der BMW 8er Reihe geben. Im Luxus-SUV-Bereich soll es einen BMW X7 geben und einen Rolls-Royce Phantom. Die SUV-X-Familie ist breit aufgestellt, unter anderem existieren neben dem Luxus-SUV X7 auch die Modelle X2, X3 ,X4 und X5.

BMW hat sich außerdem ein Ziel im E-Automobilbereich gesteckt. Bis Ende 2019 will man eine halbe Million E-BMW und E-Mini auf die Straße bringen. Und wer denkt, nur Tesla arbeite an „Reichweite“, hat noch nichts von „BMW i Vision Dynamics“ gehört. Hier peilt man für ein Elektoauto eine für Benziner nicht untypische Reichweite von rund 600 km an.

Handelskonflikt könnte stark belasten

Der Handelskonflikt zwischen den USA und China und auch der EU könnte sich in den nächsten Bilanzen schwarz auf weiß niederschlagen. Im Geschäftsjahr war China mit 590.000 Auslieferungen der wichtigste Einzelmarkt für BMW. Die Auslieferungen in die USA lagen bei rund 450.000. Innerhalb der EU setzten der bayerische Automobilkonzern trotz „Brexit“ rund 1,1 Millionen Fahrzeuge ab.

Bestwerte des Geschäftsjahres 2017 – Auslieferungen zogen quer durch alle Bereiche an

Der BMW-Konzern lieferte 2017 insgesamt 2.463.526 Fahrzeuge (davon 2.088.283 BMW, 371.881 Mini und 3.362 Rolls-Royce) und 164.153 Motorräder aus. Im Segment „Automobile“ war dies im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 4,2 Prozent, im Segment „Motorräder“ sogar ein Plus von 13,2 Prozent. Im Segment „Finanzdienstleistungen“ stieg die Anzahl der Neukunden auf 1.828.604 und wuchs damit im Vergleich zum Vorjahr um 1,0 Prozent. Im Bereich der Gesamtinvestitionen nahm das Volumen um 22,1 Prozent auf 7,112 Mrd. EUR zu. Ein weiterer Meilenstein konnte mit der Auslieferung von insgesamt 103.080 Automobilen mit elektrifiziertem Antrieb erreicht werden (dies beinhaltet die BMW i Modelle, Plug-in-Hybride von BMW iPerformance und Mini Electric).

BMW stellt sich flexibel auf

Aufgrund des Wandels in der Automobilwirtschaft wird es in den nächsten Jahren gleich mehrere Antriebsarten geben. Neben den herkömmlichen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren, d. h. Benziner und Diesel, werden vermehrt auch Plug-in-Hybride und E-Fahrzeuge auf die Straßen kommen. BMW ist auf diese neue Vielfalt gut eingestellt und hat seine Standorte bzw. Werke flexibel ausgerichtet. Die Unternehmensführung geht davon aus, ab 2020 alle Modellreihen mit jeder Antriebsart anbieten zu können.

Details zur BMW-Aktie

Die Wertpapiere von BMW können mit dem Symbol „BMW“ via Xetra gehandelt werden. Derzeit sind 656 Mio. Aktien ausstehend. Die Wertpapiere gehören seit seiner ersten Berechnung dem Deutschen Aktienindex (DAX) an. Der Konzern verfügt über eine stabile Aktionärsstruktur. Die Aktien befinden sich zu 46,8 Prozent im Festbesitz, 53,2 Prozent im Streubesitz.

25,8 Prozent der Aktien entfallen auf Stefan Quandt und 20,9 Prozent auf Susanne Klatten. Die größten institutionellen Anleger sind mit einem Anteil von 3,13 Prozent BlackRock und mit 3,02 Prozent Anteil Harris Associates. In den letzten fünf Jahren gewann das Wertpapier rund 17 Prozent an Wert, während der DAX um rund 54 Prozent hinzugewinnen konnte. Die Aktien von BMW sind demnach ein Underperformer. Der Markt bewertet den Konzern zum Zeitpunkt dieser Analyse mit 46,69 Mrd. EUR. Die BMW-Aktie kostete in den letzten 52 Wochen 97,50 EUR im Hoch und 77,03 EUR im Tief.

Performance nicht nur auf der Straße – Dividende verzehnfacht

Der Blick in die Dividendenhistorie weist für das Jahr 2008 eine Dividende von 0,30 EUR je Anteilsschein auf. Seitdem ging es stetig aufwärts, 2017 wurden 4,00 EUR je Aktie an die Aktionäre ausgekehrt. Damit hat sich die Dividende in diesem Zeitraum mehr als nur verzehnfacht (dies gilt auch für die Vorzugsaktie).

Aktuelle Analysen

Die Analysten von Barclays, Berenberg, Bernstein, BNP Parisbas, CFRA, Citigroup, Credit Suisse, Deutsche Bank, DZ Bank, Equinet, Goldman Sachs, HSBC, Independent Research, Jefferies, JPMorgan, Kepler Cheuvreux, Morgan Stanley, NordLB, Société Générale, UBS und Warburg Research haben seit Jahresbeginn Analysen zur Aktie von BMW angefertigt.

Von den 21 Analysen liegt das höchste Kursziel bei 129,00 EUR (Credit Suisse vom 15. Juni 2018) und das niedrigste Kursziel bei 73,00 EUR (Citigroup vom 22. März 2018). Das Durchschnittskursziel der 21 Analysen liegt bei 95,00 EUR. Die Aktie ging zum Zeitpunkt dieser Analyse mit einem Schlusskurs von 77,56 EUR aus dem Xetra-Handel. Potenzial wäre demnach noch vorhanden.

Fundamentaldaten 2017

Bei BMW wird jeweils zum 31.12. gemäß IFRS in Euro (EUR) bilanziert. Der Umsatz für das Geschäftsjahr 2017 lag bei 98,678 Mrd. EUR, das EBT bei 10,655 Mrd. EUR, das EBIT bei 9,880 Mrd. EUR und das Zinsergebnis bei einem Minus von 211,00 Mio. EUR. Der Jahresüberschuss wurde mit 8,706 Mrd. EUR testiert. Das Ergebnis je Aktie betrug 13,12 EUR. Der Konzern kehrte eine Dividende in Höhe von 4,00 EUR aus (Vorzugsaktionäre erhielten 4,02 EUR je Anteilsschein). Die Ausschüttungssumme lag somit bei 2,6 Mrd. EUR.

Die Gesellschaft wies für 2017 liquide Mittel in Höhe von 9,0 Mrd. EUR aus. Die Verbindlichkeiten wurden mit 138,9 Mrd. EUR angegeben. Die Eigenkapitalquote wurde mit 28,4 Prozent ausgewiesen. Das wirtschaftliche Eigenkapital lag bei 54,112 Mrd. EUR, das gezeichnete Kapital bei 658 ,0 Mio. EUR. Die Bilanzsumme lag bei 193,483 Mrd. EUR. Das Unternehmen beschäftigte im Geschäftsjahr 2017 129.932 Mitarbeiter.

Bilanzprognosen für 2018 und 2019

Die Umsätze könnten 2018 99,88 Mrd. EUR und 2019 104,26 Mrd. EUR betragen. Das EBITDA könnte 2018 bei 14,9 Mrd. EUR und 2019 bei 15,48 Mrd. EUR liegen , das EBIT wird für 2018 mit 9,94 Mrd. EUR und für 2019 mit 10,32 Mrd. EUR prognostiziert. Der Gewinn je Aktie käme gemäß der Schätzung 2018 auf 11,53 EUR und 2019 auf 11,72 EUR. Die Dividende könnte sich 2018 bei 4,00 EUR und 2019 bei 4,12 EUR befinden.

Für das Jahr 2018 könnte ein Cashflow je Aktie von 17,25 EUR und für 2019 von 18,24 EUR testiert werden. Das Nettovermögen je Aktie könnte 2018 bei 89,50 EUR und 2019 bei 97,49 EUR liegen. Der Nettogeldbestand in Höhe von 19,28 Mrd. EUR 2018 könnte sich 2019 auf 19,42 Mrd. EUR noch etwas erhöhen. Harald Krüger, der CEO von BMW, bestätigte den Ausblick für das Geschäftsjahr 2018 am 04. Mai 2018. Zuvor wurden am 13. April 2014 die Quartalzahlen für das erste Quartal publiziert und ein Rekordabsatz bekanntgegeben.

Termine

Die „BMW AG“ präsentiert am 02. August 2018 den Quartalsbericht zum Stichtag des 30. Juni 2018 und am 07. November den Quartalsbericht zum 30. September 2018.

Langfristige Chartanalyse der BMW Aktie

Ein Blick auf die letzten 13 Jahre der Handelsbewegungen der BMW-Aktie zeigt, dass sich der Wert grundsätzlich positiv entwickeln konnte. Ausgehend von einem Tief Ende 2008 und Anfang 2009 um den Kurs von rund 16,00 Euro wurde bis 2015 ein Hoch knapp vor der Marke von 125,00 Euro erreicht, was einer Steigerung von mehreren hundert Prozentpunkten entspricht. Seit diesem Hoch kämpfte der Wert jedoch deutlich. Schärfere Abwärtsbewegungen, teilweise bis an die Unterstützung von 85,00 Euro, mussten verkraftet werden. Seit Mitte 2016 ist im Chart eine schleppende Erholungsphase mit steigenden Hochs und steigenden Tiefs zu erkennen , die allerdings mit dem Schlusskurs der vergangenen Handelswoche im Kursbereich um die Marke von 77,00 Euro gebrochen zu sein scheint.

Der Unterstützungsbereich um die Marke von 75,00 Euro sollte jetzt richtungsentscheidend sein. Gewinnt der Wert an dieser Stelle Boden und schafft erneut den Anstieg über das Widerstandslevel von 85,00 Euro, käme aus trendfolgender Sicht die Longseite erneut für Handlungen in Betracht. Als etwas aggressiver zu werten wären eventuelle Käufe direkt an der 75,00-Euro-Unterstützung. Sollte der Wert jedoch nachhaltig durch 75,00 Euro hindurchrutschen, bildet sich höchstwahrscheinlich eine Sequenz fallender Hochs und fallender Tiefs, womit Käufe sehr uninteressant erscheinen. Verkäufe könnten somit durchaus ein gewisses Potenzial in Richtung 55,00 Euro innehaben.

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