Duerr treibt Diversifizierung voran – Zukauf im Umwelttechnikgeschäft in den USA

Fundamentalbetrachtung Dürr AG

Die Dürr AG zählt eigenen Angaben nach zu den weltweit führenden Maschinen- und Anlagenbauern. Der Konzern erzielte in 2017 rund 55 Prozent des Umsatzes mit Automobilherstellern und deren Zuliefererindustrie. Das Unternehmen bedient aber auch noch andere Branchen, wie zum Beispiel die Maschinenbau-, Chemie-, Pharma- und auch holzverarbeitende Industrie. Letzterer Bereich kam mit der Übernahme der HOMAG Group AG im Oktober 2014 hinzu. Mit dem neuesten Zukauf des US-Unternehmens Babcock & Wilcox diversifiziert sich der Dürr-Konzern weiter, denn 55 Prozent Umsatz mit der Automobil- und Zuliefererindustrie sind mehr als nur ein „Klumpenrisiko“.

Der Dürr-Konzern weist fünf Segmente auf. Diese Bereiche sind „Paint and Final Assembly Systems“ (z.B. Lackieranlagen und Endmontagesysteme), „Application Technology“ (z.B. Klebetechnik und Nahtabdichtungstechnik) „Clean Technology Systems“ (z.B. Abluftreinigungsanlagen und Energieeffizienztechnik), „Measuring and Process Systems“ (Auswucht-, Befüll-, Montage- und Prüftechnik) und „Woodworking Machinery and Systems“ (Maschinen und Anlagen für die Holzverarbeitung). Der Konzern verfügt über 92 Standorte in 31 Ländern. Die Dürr AG wird von CEO Dr. Ralf W. Dieter geleitet und hat ihren Sitz im baden-württembergischen Bietigheim-Bissingen.

Details zur Aktie

Dürr-Aktie hatte am 04. Januar 1990 ihren ersten Handelstag. Das Grundkapital beträgt rund 88,6 Mio. EUR und insgesamt sind 34.601.040 Aktien ausstehend. Die Wertpapiere sind unter anderem in den MDAX und in den Stoxx600 mit einbezogen. Die Inhaber-Stammaktien haben das Handelssymbol „DUE“. Die Nachhaltigkeit eines Investments in Dürr-Wertpapiere könnte fundamental optimal zu begründen sein.

Der langfristige Blick in die Dividendenhistorie zeigt nämlich die enorme Steigerung in den letzten Jahren nach der Finanzkrise. Im Jahr 2009 fiel die Dividende aus, in 2010 lag sie dann bei 0,15 EUR und bereits in 2014 hatte sie sich mehr als verzehnfacht. Die Aktionäre freut es sicherlich. Zu den wichtigsten Ankeraktionären gehört die Hein Dürr GmbH mit 25,3 Prozent und die Heinz und Heide Dürr Stiftung mit 3,5 Prozent. Die restlichen 71,2 Prozent verteilen sich auf institutionelle und auch private Investoren.

Die wichtigsten institutionellen Anleger sind AXA mit 5,1 Prozent, Goldman Sachs mit 4,7 Prozent, Deutsche Bank mit 4,7 Prozent, MainFirst mit 4,7 Prozent, Morgan Stanley mit 4,0 Prozent, Alecta Pensionsförsäkring mit 3,2 Prozent und BlackRock mit 3,09 Prozent. Die Vorstände der Dürr AG halten derzeit 0,2 Prozent der Aktien, die Aufsichtsratsmitglieder 0,1 Prozent der Aktien.

In den letzten fünf Jahren konnte das Wertpapier knapp 80 Prozent an Wert zulegen, während der MDAX rund 94 Prozent hinzugewinnen konnte. Trotz der respektablen Performance sind die Dürr-Papiere also ein Underperformer. Der Markt bewertet den Konzern zum Zeitpunkt dieser Analyse mit 3,22 Mrd. EUR. Die Aktie kostete in den letzten 52 Wochen 120,55 EUR im Hoch und 80,82 EUR im Tief.

Aktuelle Analysen

Die Analysten von Baader Bank, Bankhaus Lampe, Bank of America Merrill Lynch, Berenberg, Commerzbank, Deutsche Bank, DZ Bank, Equinet, Goldman Sachs, Hauck & Aufhäuser, HSBC, Kepler Cheuvreux, LBBW, MainFirst, M.M.Warburg, Metzler, NordLB, Oddo BHF, Société Générale und UBS haben seit Jahresbeginn Analysen zur Aktie von Duerr angefertigt.

Von den 20 Analysen lag das höchste Kursziel bei 130,00 EUR (Berenberg vom 06. Februar 2018) und das niedrigste Kursziel bei 75,00 EUR (Deutsche Bank vom 23. Januar 2018). Das Durchschnittskursziel der 20 Analysen liegt bei 108,10 EUR. Die Aktie ging zum Zeitpunkt dieser Analyse mit einem Schlusskurs von 93,18 EUR aus dem Xetra-Handel.

Fundamentaldaten 2017

Bei der Duerr AG wird jeweils zum 31.12. gemäß IFRS in Euro (EUR) bilanziert. Der Umsatz lag für das Geschäftsjahr 2017 bei 3,7154 Mrd. EUR, das EBIT bei 289,6 Mio. EUR und das EBT bei 269,9 Mio. EUR. Der Jahresüberschuss wurde mit 194,4 Mio. EUR testiert. Der Gewinn je Aktie lag bei 5,62 EUR. Der Konzern kehrte eine Dividende in Höhe von 2,20 EUR aus. Die Ausschüttungssumme lag somit bei 80,70 Mio. EUR.

Die Gesellschaft wies für 2017 liquide Mittel in Höhe von 659,9 Mio. EUR aus. Die Verbindlichkeiten wurden mit 2,5081 Mrd. EUR angegeben. Das gezeichnete Kapital lag bei 88,6 Mio. EUR und die Eigenkapitalquote wurde mit 26,5 Prozent ausgewiesen. Das Eigenkapital lag bei 889,1 Mio. EUR. Die Bilanzsumme lag bei 3,4 Mrd. EUR. Das Unternehmen beschäftigte im Geschäftsjahr 2017 14.974 Mitarbeiter.

Bilanzprognosen für 2018 und 2019

Die Umsätze könnten in 2018 3,82 Mrd. EUR und in 2019 3,97 Mrd. EUR betragen. Das EBITDA könnte in 2018 bei 370,48 Mio. EUR und in 2019 bei 404,55 Mio. EUR eintreffen, das EBIT wird für 2018 mit 289,03 Mio. EUR und für 2019 mit 324,0 Mio. EUR prognostiziert. Der Gewinn je Aktie käme gemäß der Schätzung in 2018 auf 5,57 EUR und in 2019 auf 6,21 EUR. Die Dividende könnte sich in 2018 bei 2,20 EUR und in 2019 bei 2,40 EUR befinden.

Für das Jahr 2018 könnte ein Cashflow je Aktie von 7,09 EUR und in 2019 von 9,18 EUR testiert werden. Das Nettovermögen je Aktie könnte in 2018 bei 29,45 EUR und in 2019 bei 33,38 EUR liegen. Der Nettogeldbestand in Höhe von 154,01 Mio. EUR in 2018 könnte sich in 2019 auf rund 298,06 Mio. EUR ausweiten (Übernahme von Babcock & Wilcox noch nicht mit einbezogen).

Aktuelle Konsensschätzungen für 2018

Die Konsensschätzungen vom 24. April 2018 für das Geschäftsjahr 2018 prognostizieren einen Gesamtumsatz von 3,820 Mrd. (3,981 Mrd.) EUR. Das EBIT wird bei 298,0 Mio. (327,0 Mio.) EUR, das Ergebnis vor Steuern bei 190,0 Mio. (215,0 Mio.) EUR, das Ergebnis je Aktie bei 5,68 (6,22) EUR und die Dividende bei 2,27 (2,40) EUR gesehen. (Werte in Klammern für 2019)

Termine

Die Duerr AG präsentiert am 09. August 2018 den Halbjahresfinanzbericht des Geschäftsjahres 2018 und am 08. November 2018 die Zwischenmitteilung über die ersten neun Monate des Jahres 2018.

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