Oracle – Aktienkurs von SAPs größtem Konkurrent trudelt

Fundamentalbetrachtung Oracle Corporation

Das Unternehmen Oracle Corporation ist eines der weltweit führenden Software- und Hardwareunternehmen. Oracle entwickelt, produziert und vertreibt unter anderem Datenbanksoftwarelösungen, Applikationssoftware, Computerhardware und Server- und Speichersysteme. Der Konzern wurde am 16. Juni 1977 von Larry Ellison, Bob Miner und Ed Oates gegründet.

Heute bietet Oracle rund 430.000 Kunden in 175 Ländern seine Produkte und Dienstleistungen an. Dabei reicht die Kundschaft von Privatpersonen bis zu multinationalen Großkonzernen, Regierungen, Regierungsbehörden und mehr. Die Oracle Corporation wird von den CEOs Mark Hurd und Safra A. Catz geleitet, Lawrence J. Ellison ist Executive Chairman und CTO. Das Unternehmen hat seinen Sitz im US-Bundesstaat Kalifornien in Redwood City.

Konzernstruktur

Die Konzernstruktur umfasst die Bereiche Software as a Service (SAAS), Platform as a Service (PAAS), Infrastructure as a Service (IaaS) und Data as a Service (DaaS). Oracle hat im Geschäftsjahr 2017 37,728 Mrd. US-Dollar Umsatz generiert.

Umsatzregionen und Geschäftsbereiche

Die wichtigste Umsatzregion mit 21,038 Mrd. US-Dollar beziehungsweise 56 Prozent ist die Region Americas, 10,630 Mrd. US-Dollar Umsatz beziehungsweise 28 Prozent sind dem Bereich EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika) zuzuordnen und 6,060 Mrd. US-Dollar beziehungsweise 16 Prozent werden in der Region Asia-Pacific erwirtschaftet.

Oracle erzielte 80 Prozent der Umsätze mit dem Geschäftsbereich Cloud and on-premise Software , 11 Prozent mit Hardware und 9 Prozent mit Services.

Wettbewerber von Oracle

Der Blick auf den gesamten Wettbewerb von Oracle zeigt, dass in allen Produkt- und Dienstleistungsbereichen zahlreiche Firmen um Marktanteile kämpfen; darunter Adobe Systems, Activision Blizzard, Autodesk, Check Point Software Technologies, Dassault Systems, Electronic Arts, Intuit, Microsoft, Salesforce.com, ServiceNOW, Shopify, Splunk, Square, VMware und der deutsche Konzern SAP. Um in diesem Feld in möglichst vielen Bereichen die Nase vorn zu haben, muss vor allem im Bereich Forschung und Entwicklung investiert werden. Oracle steigerte seine F&E-Investitionen im Geschäftsjahr 2017 auf 5,389 Mrd. US-Dollar.

Details zur Oracle-Aktie

Die Wertpapiere der Oracle Corporation können mit dem Symbol „ORCL“ an der Heimatbörse NYSE gehandelt werden. Das Unternehmen feierte am 12. März 1986 seinen erstmaligen Börsengang. Insgesamt wurden an diesem Tag 2.100.000 Aktien zu einem Preis von 15,00 US-Dollar je Anteilsschein angeboten. Heute sind 4,217 Mrd. Aktien auf vollverwässerter Basis ausstehend. Die Wertpapiere sind unter anderem in den S&P 100 und in den S&P 500 einbezogen.

Zu den wichtigsten Ankeraktionären gehört mit einem Anteil von rund 28 Prozent Lawrence J. „Larry“ Ellison. Die größten institutionellen Positionen belegen mit 5,27 Prozent Vanguard, mit 5,07 Prozent BlackRock und mit 2,80 Prozent State Street.

In den letzten fünf Jahren konnte das Wertpapier knapp 41 Prozent an Wert zulegen, während der S&P 500 rund 70 Prozent hinzugewinnen konnte. Oracle-Aktien sind also ein Underperformer.

Der Markt bewertet den Konzern zum Zeitpunkt dieser Analyse mit 189,89 Mrd. USD. Die Aktie kostete in den letzten 52 Wochen 53,48 USD im Hoch und 44,04 USD im Tief. Auch die Oracle-Insider glauben wohl an eine sich erholende Aktie, denn auf 52-Wochen-Basis erwarben sie rund 19,265 Mio. Aktien. Im Gegenzug wurden nur 11,773 Mio. Aktien verkauft.

Langfrist-Performance überzeugt – S&P500 dennoch besser

Wer am 13. Juni 2008 Oracle-Aktien im Wert von 10.000 US-Dollar erwarb, der blickt exakt zehn Jahre später auf einen Depotstand von 23.793,75 US-Dollar. In dieser Berechnung wurden die Dividenden bereits reinvestiert. Hätte man den S&P 500 mit der gleichen Summe in Form eines ETFs erworben, läge der Depotstand sogar bei 25.044,95 US-Dollar. Somit hat der S&P 500 das Oracle-Wertpapier langfristig sogar „outperformed“. Ohne reinvestierte Dividenden hätte allerdings die Oracle-Aktie die Nase leicht vorne.

Aktuelle Analysen

Die Analysten von Argus Research, Bank of America Merrill Lynch, Barclays, BMO Capital, Cleveland Research, Credit Suisse, Drexel Hamilton, Instinet, JPMorgan, KeyBanc, Monness Crespi Hardt, Morgan Stanley, MUFG Securities Americas, Nomura, Oppenheimer, OTR Global, Piper Jaffray, Raymond James, Edward Jones, Royal Bank of Canada, Stifel Nicolaus, UBS, Wedbush und William Blair haben seit Jahresbeginn Analysen zur Aktie von Oracle angefertigt. Von den 24 Analysen finden sich in 18 Analysen Kurszielangaben. Das höchste Kursziel lag bei 64,00 USD (Nomura vom 23. Januar 2018) und das niedrigste Kursziel bei 51,00 USD (Royal Bank of Canada vom 22. Januar 2018). Das Durchschnittskursziel der 18 Analysen liegt bei 56,34 USD. Die Aktie ging zum Zeitpunkt dieser Analyse mit einem Schlusskurs von 45,90 USD aus dem Handel an der New York Stock Exchange (NYSE).

Fundamentaldaten 201 7

Bei Oracle wird jeweils zum 31.05. gemäß US-GAAP in US-Dollar (USD) bilanziert. Der Umsatz lag für das Geschäftsjahr 2017 bei 37,728 Mrd. USD, das EBIT bei 11,517 Mrd. USD und das Zinsergebnis bei einem Minus von 1,798 Mrd. USD. Der Jahresüberschuss wurde mit 9,335 Mrd. USD testiert. Das EPS lag bei 2,27 USD (vollverwässert bei 2,21 USD). Der Konzern zahlte eine Dividende in Höhe von 0,64 USD je Aktie aus. Die Ausschüttungssumme lag somit bei 2,631 Mrd. USD. Die Gesellschaft wies für 2017 liquide Mittel in Höhe von 21,784 Mrd. USD aus. Die Verbindlichkeiten wurden mit 80,745 Mrd. USD angegeben. Die Eigenkapitalquote wurde mit 40,2 Prozent ausgewiesen. Das wirtschaftliche Eigenkapital lag bei 53,860 Mrd. USD und die Bilanzsumme bei 134,991 Mrd. USD. Das Unternehmen beschäftigte im Geschäftsjahr 2017 138.000 Mitarbeiter.

Bilanzprognosen für 2018 und 2019

Die Umsätze könnten 2018 41,05 Mrd. USD und 2019 42,49 Mrd. USD betragen. Das EBITDA könnte 2018 bei 19,42 Mrd. USD und 2019 bei 20,40 Mrd. USD liegen, das EBIT wird für 2018 mit 18,26 Mrd. USD und für 2019 mit 19,18 Mrd. USD prognostiziert. Der Gewinn je Aktie käme gemäß der Schätzung 2018 auf 3,34 USD und 2019 auf 3,60 USD. Die Dividende könnte sich 2018 bei 0,76 USD und 2019 ebenso bei 0,76 USD befinden. Für das Jahr 2018 könnte ein Cashflow je Aktie von 3,74 USD und 2019 von 4,10 USD testiert werden. Das Nettovermögen je Aktie könnte 2018 bei 12,84 USD und 2019 bei 14,70 USD liegen. Der Nettogeldbestand von 14,08 Mrd. USD 2018 könnte sich 2019 auf 16,06 Mrd. USD ausweiten.
Termine

Die „Oracle Corporation“ präsentiert am 19. Juni 2018 die Quartalszahlen für das vierte Quartal 2018 (man beachte das Geschäftsjahr von Oracle).

Langfristige Chartanalyse der Oracle Aktie

In den vergangenen fünf Handelsjahren kannte die Aktie von Oracle mehrheitlich nur eine Richtung: aufwärts. Von Oktober 2013 bis Juli 2015 wanderte der Wert aus dem Kursbereich von rund 32,00 USD bis auf knapp 47,00 USD und konsolidierte folgend wieder auf 33,00 USD hinab. Von dort startete im Januar 2016 eine erneute Rallye, die im Oktober 2017 und im April dieses Jahres in einem Doppeltop an der 54,00 USD-Marke ein vorläufiges Ende fand. Im Anschluss musste der Wert Federn lassen und rangiert derzeit knapp oberhalb von 46,00 USD. Alles in allem konnten die sauberen Aufwärtsbewegungen jedoch mit einer trendfolgenden Herangehensweise gut gehandelt werden.

Die Unterstützung von 45,00 USD sollte aus aktueller Sicht die richtungsentscheidende Marke darstellen. Ein erneuter Bruch könnte eine zweite Abwärtswelle zu Folge haben, die schnell bis auf 42,00 USD hinab führen könnte. Käufe sollten somit idealerweise nur oberhalb von 45,00 USD umgesetzt werden. Etwas eindeutiger spräche das Chartbild für Käufe, wenn der aktuelle Widerstand von 48,00 USD überschritten würde. Von dort aus könnte es mit einem eventuellen Momentum bis auf 51,00 USD beziehungsweise 53,00 USD gehen. Auch neue Bewegungshochs wären durchaus realistisch.

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