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Aktienanalyse:
Wirecard: Es ist ein Witz

Aktuelle Analyse der Wirecard Aktie

Wirecard ist einer der führenden Anbieter elektronischer Zahlungs- und Risikomanagementlösungen.

Das müssen Sie unbedingt wissen

Vor einigen Tagen ist Wirecard wieder massiv unter Druck gekommen. Die Aktie brach nach einem Artikel der FT innerhalb weniger Stunden von 140 auf 108 Euro ein.

Doch es ist nicht der erste Angriff von des FT-Autors DanMcCrum, es ist vielmehr der dritte Akt. Das müssen Sie unbedingt wissen, um die Lage objektiv einschätzen zu können.

Man sollte sich auch ganz grundsätzlich die Frage stellen, warum ein einzelner Autor seit Jahren immer wieder schwerwiegende Vorwürfe gegen dasselbe Unternehmen vorbringt.

Der erste Akt

Dan McCrum hatte bereits 2016 für einen Kursverfall bei Wirecard gesorgt, als er auf dem FT-Blog Alphaville eine negative Studie von Zatarra Research aufgriff.

Die Website von Zatarra ging kurz danach offline und ist auch heute nicht mehr auffindbar. Die Anschuldigungen stellten sich als haltlos heraus.

Bafin und Staatsanwaltschaft ermittelten und am Ende wurde gegen den Zatarra-Herausgeber ein Strafbefehl wegen Marktmanipulation erlassen.

Der zweite Akt

Zum zweiten Angriff kam es Anfang dieses Jahres. Abermals erhob DanMcCrum schwerwiegende Vorwürfe gegen Wirecard.
Betroffen waren demnach die Geschäfte in Singapur, den Philippinen und Indien. Doch gleich mehrere unabhängige Wirtschaftsprüfer bestätigten Wirecard eine weiße Weste, darunter auch Ernst & Young.

Auch zu diesen Vorgängen laufen Ermittlungen, wohlgemerkt gegen den FT-Autor und sein Umfeld – nicht gegen Wirecard.

Die BaFin schaltete sich ebenfalls ein und erstatte gegen ein Dutzend Beteiligte Strafanzeige.

Besonders pikant ist die Tatsache, dass der Staatsanwaltschaft München Aussagen eines Bankers vorliegen. Demnach kannte der Banker bereits zuvor den Inhalt und Zeitpunkt der Veröffentlichung des ersten FT-Artikels.

Der absolute Tiefschlag für die FT waren aber die Vorgänge auf den Philippinen. Dort läuft ebenfalls ein Verfahren gegen die FT-Autoren Dan McCrum und Stefania Palma.

Die Klageschrift ist explosiv.
Demnach hat der FT-Informant eingeräumt, dass er bewusst falsche Angaben gemacht hat. Man habe ihn dafür bezahlt. Die belastenden Unterlagen habe man ihm zugespielt, damit er sie dann weiterreichen könne.

Der dritte Akt

Doch Dan McCrum scheint das nicht abzuhalten. Anfang der Woche erhob er abermals schwere Vorwürfe gegen Wirecard und löste einen Kurssturz aus.

Nachdem die Anschuldigungen an anderer Stelle im Sand verlaufen sind, nimmt er dieses Mal eben die Geschäfte in Dubai und Irland ins Visier.
Herr McCrum wird wohl weitermachen, bis ihm die Länder ausgehen, in denen Wirecard tätig ist.

Die Vorwürfe und das Verhalten des Autors sind mehr als dubios und die Vermutung liegt nahe, dass es sich wieder um einen Fall von Marktmanipulation handelt.

An der Realität ändert das nichts

Man kann gerne Vorwürfe erheben, Staatsanwaltschaft und Bafin werden sie klären.
An der Realität ändert das aber nichts.

Tatsächlich arbeitet Wirecard mit unzähligen namhaften Partnern zusammen. Nehmen wir als Beispiel Deutschland.

Einem Bericht der Wirtschaftswoche zufolge sind 5 der 28 größten Online-Händler Kunden des Zahlungsdienstleisters. Unter den 100 umsatzstärksten Shops findet man 18 Kunden von Wirecard.

Lässt man Amazon außen vor, wickelt Wirecard rund 8-9% aller Zahlungen der deutschen Online-Händler ab. Es geht um Milliardensummen.

In den Datenschutzbestimmungen und Website-Angaben von Lidl, QVC oder Medion wurde ich ebenfalls fündig. Auch hier scheint man auf Wirecard zu setzen.

Möchte McCrum diese Geschäfte ebenfalls in Frage stellen?

…gar nichts

Im ersten Halbjahr 2019 konnte Wirecard den Umsatz um 36,7% auf 1,21 Mrd. Euro steigern. Im zweiten Quartal lag das Plus bei 37,4%.

Gleichzeitig legte das EBITDA im ersten Halbjahr um 35,8% auf 342,1 Mio. Euro. Der freie Cashflow kletterte um 48,5% auf 239,6 Mio. Euro.
Das Ergebnis stieg von 1,27 auf 1,92 Euro je Aktie, ein Plus von mehr als 50%.

Für das Gesamtjahr wird ein Gewinn von 4,35 Euro je Aktie erwartet. Wirecard kommt dementsprechend auf ein KGVe von 26,7.
In den letzten fünf Jahren lag der Wert durchschnittlich bei 41. Auch im Verhältnis zum Wachstum ist die Bewertung absolut vertretbar.

Dementsprechend kommt ich zum selben positiven Resultat wie Anfang des Jahres oder 2016, als wir die Aktie nach ähnlichen Vorwürfen zu 37,90 Euro in das Guidants -Musterdepot aufgenommen haben.
Selbst nach dem jüngsten Kurssturz freuen wir uns noch über Kursgewinne von 211%.

Charttechnik

Die Angriffe haben ihre Spuren hinterlassen und üben weiterhin Druck aus. Es ist durchaus auch möglich, dass Herr McCrum nachlegen wird.

Dementsprechend sollten gewillte Investoren schrittweise einsteigen. Die antizyklischen Kaufmarken liegen bei 110 sowie 100 und 90 Euro.

Bei 90 Euro läge das KGV unter 20. So günstig war die Aktie seit 2010 nicht mehr, als sie noch unter 10 Euro gehandelt wurde.

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Chart vom 17.10.2019 Kurs: 116 Kürzel: WDI - Tageskerzen | LYNX Online BrokerChart vom 17.10.2019 Kurs: 116 Kürzel: WDI - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

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