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Aktuelle Analyse:
Wirecard: Was ist denn jetzt los? Plus 40% sind nicht genug.

Wirecard ist einer der führenden Anbieter elektronischer Zahlungs- und Risikomanagementlösungen. Mit seinen 4.500 Mitarbeitern bedient das Unternehmen 34.000 Bestandskunden und dient hierbei als Schnittstelle von mehr als 200 internationalen Zahlungsnetzwerken.

Hier passt alles

Die Aktie gehörte in den letzten Jahren zu den Überfliegern an der deutschen Börse und das mit gutem Grund. Denn wie immer folgen die Kurse langfristig ausschließlich den Zahlen – und die waren hervorragend.

Seit 2010 konnte Wirecard den Umsatz von 0,27 auf 1,49 Mrd. Euro steigern. Gleichzeitig kletterte das Ergebnis von 0,53 auf 2,10 Euro je Aktie.

Bereits ein Blick auf die Zahlen offenbaren die positiven Eigenschaften des Unternehmens. Die operative Marge ist mit über 20% vergleichsweise hoch, vor allem in dieser Branche. Das Geschäftsmodell produziert einen hohen freien Cashflow, der zuletzt sogar noch über dem Gewinn lag.
Darüber hinaus scheinen nur geringe Investitionen notwendig zu sein, um das hohe Wachstum zu erzielen.

Es handelt sich hier ohne jeden Zweifel um ein Top-Unternehmen mit vielen wünschenswerten Eigenschaften. Doch wie immer muss auch der Preis stimmen. Im Jahresverlauf ging der Hype um Wirecard allerdings zu weit. Wir hatten richtigerweise gewarnt.

Darauf kommt es an

Was zählt, ist aber die aktuelle Lage und die Perspektive. Wirecard hat vor wenigen Stunden Quartalszahlen vorgelegt und konnte nahtlos an die positive Entwicklung anknüpfen.

Der Umsatz kletterte in den ersten neun Monaten von 1,02 auf 1,44 Mrd. Euro, ein Plus von 41%.

Das EBITDA stieg um 38% auf 395,4 Mio., das EBIT um 42% auf 318,6 Mio. und der freie Cashflow um 42% auf 257,3 Mio. Euro.

Das Ergebnis legte sprunghaft von 1,36 auf 2,02 Euro je Aktie zu, ein Plus von 48%.

Das derzeitige Wachstum könnte man also durchaus als atemberaubend bezeichnen. Doch damit nicht genug! Der Vorstand erwartet sowohl für das vierte Quartal 2018 als auch für das kommende Geschäftsjahr 2019 eine starke Beschleunigung.

Daher wurde die EBITDA-Prognose für das Gesamtjahr von 530-560 auf 550-570 Mio. Euro angehoben.

Fundamentale Bewertung

Doch wie so oft ist die Reaktion an der Börse kaum nachvollziehbar. Die Aktie notiert knapp 6% im Minus. Doch warum sollte die Aktie nach diesen Zahlen und einer Erhöhung der Prognose plötzlich weniger Wert sein?

Oder wird den Anlegern plötzlich bewusst, dass Wirecard trotz der guten Zahlen zu hoch bewertet sein könnte? Genau das war, wie bereits angesprochen, vor einigen Wochen noch das Problem.

2017 wurde ein Ergebnis von 2,10 Euro je Aktie erzielt.  Für das laufende Geschäftsjahr werden 3,06 Euro erwartet und 4,20 Euro je Aktie im Folgejahr.

Wirecard kommt dementsprechend auf ein KGV von 48. Dieser Wert könnte 2019 aber bereits auf 35 fallen.

Die Aktie geht also kaum als typisches Schnäppchen durch, allerdings kann man mit bei diesem Gewinnwachstum auch eine ungewöhnlich hohe Bewertung rechtfertigen. Das eigentliche Problem ist, dass dieses Tempo nicht unbegrenzt weiter gehen kann. Man bewegt sich bei Wirecard also durchaus in einem Spannungsfeld. Das Chance-Risiko-Verhältnis scheint an dieser Stelle eher positiv zu sein.

Charttechnik und Trading

Die Aufwärtstrends sind weiter intakt und nach einer größeren Korrektur ist Wirecard in eine bedeutende Unterstützungszone eingetaucht.

Zwischen 140 und 150 Euro sollte die Aktie auf vermehrtes Interesse stoßen. Gelingt eine Rückkehr über 150 Euro, hätten die Bären ihre Chance vertan und der Weg in Richtung 160 sowie 164 und 168 Euro wäre frei.

Fällt die Aktie hingegen unter 140 Euro, trübt sich das Chartbild weiter ein. In diesem Fall muss mit einer Ausdehnung der Korrektur gerechnet werden.  Erste Kursziele lägen in diesem Fall bei 125 und 130 Euro.

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