Eine Spekulation auf das Währungspaar Euro/Schweizer Franken

Mit einem ETN auf einen stärkeren Euro gegenüber dem Schweizer Franken setzen

Investoren, die mit einem ETN auf eine kräftigere europäische Gemeinschaftswährung gegenüber dem Schweizer Franken setzen möchten, könnten möglicherweise den hier vorgestellten ETN in Erwägung ziehen. Der „ETFS Short CHF Long EUR“ nutzt den Referenzwert „MSFX Short Swiss Franc/Euro Index“ in der Variante eines Total-Return-Index. Die Replikation dieses Index verfolgt das Ziel, die Performance der täglich gerollten Terminkontrakte widerzuspiegeln. Steigt der Euro gegenüber dem Schweizer Franken, so gewinnt der Referenzindex und demnach auch der ETN an Wert.

Am global liquidesten Markt sind Investitionen mit vielen Finanzinstrumenten möglich

Wer als Anleger am Devisenmarkt von den Kursbewegungen der gängigsten Währungspaare profitieren möchte, der findet etliche Zugangswege und Produktvarianten wie z.B. ETNs. Oft wird natürlich der direkte Handel am weltweiten Devisenmarkt bevorzugt, doch der Handel mit Terminkontrakten oder der FX-Kassa-Handel ist nicht für jeden Anleger geeignet.

Informationen zum Referenzindex

Der vorgestellte ETN von ETF Securities nutzt den „MSFX Short Swiss Franc/Euro Index“ in der Variante eines Total Return Index (TR) als Referenzindex. Der Referenzindex bietet dem Investor ein sogenanntes Short-Exposure auf den Schweizer Franken (CHF) gegenüber dem Euro (EUR) und auf diese Weise kann der Investor an den Wechselkursbewegungen des Währungspaares EUR/CHF partizipieren. Von der Funktionsweise führt ein steigender Wert des Schweizer Frankens gegenüber dem Euro zu einem sinkenden „MSFX Short Swiss Franc/Euro Index und vice versa. Obendrein können zusätzliche Einnahmen mittels des Colleteral Returns erfolgen.

Produktdetails des ETN

Der ETN kann über den Handelsplatz Xetra gehandelt werden. Die jährliche Gesamtkostenquote beträgt 0,39 Prozent und die Basis- und Handelswährung ist der Euro. Der ETN wurde am 17. Februar 2010 aufgelegt und hat mit dem Stichtag des 14. Mai 2018 einen Nettoinventarwert in Höhe von 0,842 Mio. EUR.

Emittenten-Sicherheiten

Der Emittent des ETNs ETF Securities kann auf Sicherheiten in Höhe von rund 450 Mio. Euro verweisen. Dies stellt effektiv eine Übersicherung dar. Die Sicherheiten bestehen zu rund 38 Prozent aus Aktien und zu rund 62 Prozent aus Staatsanleihen der G10-Länder.

Rückblick – Euro-Bullen profitierten auf Jahressicht

Die Jahresperformance des ETNs kann sich sehen lassen. Im Mai 2017 notierte das Wertpapier bei rund 33,15 EUR und ein Jahr später wurde es mit rund 35,80 Euro taxiert, was einem Plus von 2,65 EUR bzw. einer Performance von rund 8 Prozent entspricht.

Im gleichen Zeitraum entwickelte sich natürlich auch das Währungspaar EUR/CHF enorm und konnte 1.050 Pips bzw. über 10 Cent zulegen. (Performancedaten in Bezug auf den ETN wurden am 11. Mai 2018 berechnet)

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Expertenmeinung – EZB möglichweise bald mit weniger expansivem Kurs

Die EZB hält bis dato unbeirrt an ihrer expansiven Geldpolitik fest. Die drei Zinssätze der EZB, der Leitzins von 0,00 Prozent, der Ausleihesatz von 0,25 Prozent und die Einlagefaszilität in Höhe von Minus 0,40 Prozent blieben auch bei der letzten Sitzung der EZB unverändert.

Auch die Ankaufprogramme werden vorerst bis September 2018 fortgesetzt. Zwar könnten die Programme auch noch bis zum Jahresende verlängert werden, doch die EZB gerät auch gegenüber einer US-Notenbank, die in 2018 möglicherweise noch zwei oder drei Zinsanhebungen vollzieht, zunehmend in Zugzwang.

Allein dies führte bereits am globalen Devisenmarkt zu der Annahme, dass auch die EZB ihren geldpolitischen Kurs bald neu justieren wird, das Anleihekaufprogramm weiter zurückfährt und etwaig sogar einstellt. Der Devisenmarkt preiste dies zumindest bereits ein.

Diese von den Devisenmarkteilnehmern antizipierte Weitung der Zinsschere zwischen dem Euro und dem Schweizer Franken brachte dem Währungspaar EUR/CHF auf Sicht eines Jahres respektable Kursgewinne von deutlich über 10 Cent ein. Aktuell liegt das SNB-Zielband bei einem Negativzins von 1,25 bis 0,25 Prozent, der Medianwert somit bei einem Minus von 0,75 Prozent.

Zehnjahres-Läufer bei den deutschen Bundesanleihen rentieren mit 0,55 Prozent per annum, während die Schweizer Zehnjahres-Läufer mit 0,02 Prozent rentieren. Mit der Annahme einer sich nun zugunsten des Euro tatsächlich weitenden Zinsschere könnte zunehmende Schwäche des Schweizer Franken möglich werden. Wer hier der Auffassung ist, wir steuern in eine neue Finanzkrise noch größeren Ausmaßes, der bleibt allerdings im Schweizer Franken investiert oder deckt sich mit ebendiesem ein.

Mögliches Setup

Eine Spekulation auf das Währungspaar Euro/Schweizer Franken | LYNX - ETF der WocheAm Devisenmarkt kann es immer mal wieder zu starken Tagen einer Währung, wie dem Schweizer Franken kommen, denn dieser gilt nämlich nach wie vor als Krisenwährung bzw. „sicherer Hafen“. Wertet der Schweizer Franken gegenüber dem Euro an einem oder mehreren Tagen folglich stärker auf, so könnte antizyklisch über einen Kauf des hier präsentierten Produktes nachgedacht werden. Käufe könnten bei 35,50 Euro getätigt werden und das Kursziel läge dann bei 37,00 Euro. Die Position sollte mit einem Stoploss bei 35,10 Euro eng abgesichert werden, um etwaige Verluste zu begrenzen. Das Chance-Risiko-Verhältnis (CRV) bei diesem rein indikativen Setup liegt bei 3.75. (Dieses Setup ist rein indikativ)

Parallel zur Beobachtung von Tagesspitzen des Schweizer Frankens könnten zusätzlich noch ein paar charttechnische Marken des Währungspaares EUR/CHF von Nutzen sein, um das Timing für eine Neupositionierung mittels des hier präsentierten ETNs besser abzustimmen. So könnte die Unterstützung von 1,1900 mit einer ersten Tranche gekauft werden. Ziele ergäben sich von Seiten der Charttechnik zunächst bei 1,1970/1,2010 und der runden Marke von 1,2100. Letztere Marke zu erreichen könnte sich jedoch länger zeitlich ziehen, als einem lieb ist. Am Devisenmarkt können solche Bewegungen leicht mehrere Monate dauern, nachdem es ja bereits einen heftigen Schub von rund 1,09 auf knapp unter 1,20 bereits gegeben hat. Geduld ist hier definitiv von Nöten.

Exkurs – Schweizer Franken und der schwarze Donnerstag

Viele Marktteilnehmer erinnern sich noch gut an Donnerstag, den 15. Januar 2015 und haben diesen Tag als einen „schwarzen Donnerstag“ im Gedächtnis. Die Schweizer Notenbank SNB hatte an diesem Tag den Wechselkurs des Schweizer Franken zum Euro freigegeben. Zu sehr hatten sich Spekulanten an die Verteidigung der Untergrenze von 1,20 CHF für einen Euro gewöhnt und wohl irgendwie gehofft, die Schweizer Nationalbank könne diese Marke für eine lange Zeit halten.

Der Schweizer Franken wertete nach der Bekanntgabe der Aufgabe des Mindestkurses sehr abrupt und massiv auf und sorgte nicht nur bei Kleinanlegern, sondern auch bei Brokern, Vermögensverwaltungen und weiteren Akteuren an den Finanzmärkten für herbe Verluste. Kleinanleger gingen bankrott, auch Brokerhäuser fegte es in den Ruin. Gewinner waren hingegen Anleger und Sparer, die ohnehin im Schweizer Franken investiert waren oder Schweizer Wertpapiere besaßen.

Die Kursverluste von Schweizer Wertpapieren, die unter der Erstarkung des Franken litten, waren im Vergleich zu den Währungsgewinnen der Anleger aus dem Euroland geringer ausgefallen. Zeitweise sank der Kurs des Schweizer Franken unter die Parität und markierte bei beinahe 0,84 Rappen für einen Euro ein Rekordtief.

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