Erfolgreich handeln? Trades nachverfolgen!

Man könnte meinen, es sei doch ganz einfach: Wenn man einen Gewinn realisiert hat, hat man alles richtig gemacht. Also muss man sich auch nicht hinterfragen. Aber gar so leicht sollte man es sich nicht machen, wenn man nachhaltigen Erfolg als Trader haben will. Erfolgreiche Trader wissen eines: Der größte Narr an der Börse sind nie die anderen, das ist man immer selbst. Denn niemand beeinflusst das eigene Trading mehr als die eigenen Emotionen. Und Selbstüberschätzung gehört da zu den größten Risiken.

Vor allem, wenn einem als Trader drei, vier Gewinntrades in Folge gelingen, kommt unweigerlich das Gefühl auf: „Ich habe den Markt im Griff. Ich spüre förmlich, wo es langgeht“. Erfolgreiche Trader wissen, dass sie sich da vor sich selbst schützen müssen. Denn Leichtsinn und Selbstüberschätzung tauchen, das ist die Tücke an dieser Sache, immer auf, ohne dass es einem selbst auffällt. Und die wenigsten Trader agieren in Teams, wo einer den anderen auf den Teppich zurückholt und an die eigene Fehlbarkeit erinnert.

Die Folge einer solchen Selbstüberschätzung ist, dass man viel zu leichtfertig an die nächsten Trades herangeht, im Vorfeld weit weniger sorgfältig die Chancen und Risiken abwägt und meist auch noch aggressiver, mit höherem Risiko agiert. Da kann dann ein leichtfertiger Trade die Gewinne von vier, fünf vorherigen Trades eliminieren. Und ein Trader, dem die nötige Selbstkritik abhandengekommen ist, neigt dann auch noch dazu, der Börse die Schuld zu geben statt sie bei sich zu suchen … und deshalb mit dem nächsten Trade in einer „Jetzt erst recht-Aktion“ noch mehr Verlust zu machen. Und schon ist man in der Tat auf einmal nicht der, der alles im Griff hat, sondern der größte Narr auf dem Parkett!

Wie kommt man dieser Gefahr bei? Indem man Buch führt und auf diese Weise dafür sorgt, dass man vor UND nach einem Trade nachvollzieht, ob man wirklich alles richtig gemacht hat … statt einfach nur Glück gehabt zu haben, den Erfolg aber, emotional verständlich, fälschlicherweise der eigenen Cleverness zuschreibt.

Das „kleine Büchlein“ birgt die Geheimnisse

Früher gab es sie öfter, aber auch heute noch sieht man viele Sporttrainer, die immer ein kleines Notizbüchlein bei sich tragen und darin Anmerkungen machen. Gute, nachhaltig erfolgreiche Trainer notieren sich dort nicht nur Beobachtungen über ihre Athleten, sondern vermerken dort auch ihre eigenen Entscheidungen und deren Effekt, um im Nachhinein eine Basis zu haben, die eigene Strategie überdenken zu können. Denn viele Entscheidungen werden aus der Situation des Augenblicks heraus getroffen und geraten schnell in Vergessenheit, wenn man sie nicht festhält.

Erfolgreiche Trader tun genau das: Sie halten fest, was sie wann und warum getan haben. Ein klassisches Beispiel ist das Urgestein der Floor-Trader an der New York Stock Exchange Arthur Cashin, der immer, bevor er zu einem Statement für den US-Börsensender CNBC vor der Kamera ansetzte, noch schnell etwas in sein kleines Notizbuch schrieb.

Ob man nun mit einem solchen kleinen Büchlein arbeiten möchte und damit die „klassische“ Variante wählt oder seine Aktivitäten auf der Festplatte seines Computers konserviert: Entscheidend ist, dass man eine solche Vor- und Nachsorge betreibt, denn:

Nur wer weiß, was er falsch gemacht hat, kann es danach richtig machen

Basis einer solchen Nachverfolgung der Trades wäre festzuhalten, unter welchen Umständen ein Trade begonnen wurde. Ideal wäre es also, der Aufzeichnung einen entsprechenden Chart hinzuzufügen. Eine Möglichkeit wäre die Folgende:

Hier sehen wir zwei Trades in der IBM-Aktie nach einem relativ einfachen System. Der Trader geht Short, wenn drei verschiedene gleitende Durchschnitte unterboten sind und der gleitende Durchschnitt mit der kürzesten Dauer unter dem mittleren und der wiederum unter dem mit der höchsten Dauer liegt, in diesem Fall der 20-Tage- unter dem 50-Tage-Durchschnitt und der wiederum unter dem 100-Tage-Durchschnitt. Dazu könnte man z.B. eine ganz einfache Checkliste erstellen und bei jedem Trade ein solches „Registerblatt“ ausfüllen, um die Effektivität dieses Vorgehens zu prüfen und es mit anderen zu vergleichen.

Da sind der Gestaltung keine Grenzen gesetzt, entscheidend ist nur, dass man es tut – und sich nicht darauf reduziert, dergleichen im Kopf zu behalten. Denn auch da kommt wieder der Fallstrick der eigenen Emotionen ins Spiel:

Man erinnert sich nur zu gerne an die eigenen Erfolge und blendet Fehler aus. Was sich zum Beispiel darin manifestiert, dass viele fest davon überzeugt sind, dass „Früher“ alles besser war. Nein, man kommt um anständige Buchführung nicht herum! Und damit zu einem alles entscheidenden Punkt:

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Nur wer weiß, warum etwas funktioniert, kann es auch wiederholen!

Es wäre der eindeutig falsche Weg, die eigene Nachverfolgung der Trades zu einer permanenten Selbstgeißelung zu machen, indem man nur seine Fehler auflistet. Natürlich ist es erforderlich herauszubekommen, warum etwas schief lief. Es ist ganz entscheidend zu erkennen, ob man da selbst einen Fehler gemacht hat, wobei eines ganz klar hervorgehoben werden muss:

Keineswegs alle Trades, die im Minus enden, basieren auf eigenen Fehlern!

Wenn man an der Börse tradet, agiert man immer in einem Umfeld der Ungewissheit. Es ist schlicht unmöglich, dass jeder Trade im Gewinn endet. Aber es ist entscheidend zu wissen, woran es wirklich lag. Vieles kann man nicht beeinflussen, weil man Impulse, die auf die Kurse einwirken, nicht vorhersagen kann. Und die Reaktion anderer Marktteilnehmer, die oft emotional und damit unberechenbar reagieren, erst recht nicht. Doch es gilt zu erreichen, dass man selbst seinen Teil dazu beigetragen hat, um die Wahrscheinlichkeit eines Erfolgs so hoch wie möglich zu halten. Was bedeutet:

Mit der Nachverfolgung erreichen Sie eine klare Struktur bei Ihrem Trading

Sie müssen wissen, was Sie falsch gemacht haben, Sie müssen aber ebenso festhalten, was Sie RICHTIG gemacht haben. Nur so ist es möglich, ein eigenes Regelwerk aus „Do‘s“ und „Don‘ts“ zu erschaffen. So gelingt es Ihnen zu erkennen, welche Vorgehensweise sich besser bewährt als andere, Sie können planvoll ausprobieren und zu einem gut funktionierenden Rahmen für Ihr Trading finden.

Ein Beispiel für eine solche Nachsorge der sich bewährenden Methoden wäre beispielsweise, beim Einsatz mehrerer markttechnischer Indikatoren Buch zu führen, welche Indikatoren sich bei Ihren Tradings als zuverlässig erwiesen haben, was es da zu beachten gilt (das wir einem oft erst klar, wenn man es niederschreibt) und in welchem Zeitraster oder in welchem Markt sich ein Indikator besonders bewährt.

Eine ausführlichere Nachverfolgung wäre zum Beispiel bei diesem Vorgehen sinnvoll. Ein Trader versucht, aus der Kombination mehrerer Indikatoren ein gut funktionierendes System zu entwickeln. Hier hätten wir die Generierung eines Long-Signals dann, wenn ein kurzer einen längeren gleitenden Durchschnitt nach oben überkreuzt und zugleich zwei markttechnische Indikatoren, der MACD und der Stochastik-Oszillator, zu diesem Zeitpunkt bullisch sind. Vice versa würde ein Short-Signal gelten, wenn die beiden gleitenden Durchschnitte sich nach unten überkreuzen und die beiden Indikatoren in diesem Moment bärische Signale ausweisen.

Da wäre es sinnvoll, nicht nur genau festzuhalten, ob man sich an die eigenen Vorgaben gehalten hat und ob die Trades nach dieser Systematik mehrheitlich gelingen oder nicht.

Speziell in diesem Fall wäre es opportun, mit den begleitenden Indikatoren und deren Parametern sowie mit der Länge der gleitenden Durchschnitte zu experimentieren, um die beste Kombination zu erreichen, die dann auch nicht nur bei einer einzigen Aktie funktioniert, sondern dem Trader als generelles Trading-System dienen könnte.

Wer festhält, was er da an richtigen Schritten vorgenommen hat, kommt deutlich schneller und planvoller zum Ziel. Aber das funktioniert nur, wenn Sie Ihre Trades genau nachverfolgen!

Fazit: Die Börse ist zu komplex, um immer alles im Kopf zu haben – schreiben Sie mit!

Aus diesen Erkenntnissen des „kleinen Büchleins“ lässt sich mit der Zeit ein klarer Weg isolieren, wie Sie am besten vorgehen, mit welchen „Tools“ man am besten arbeitet, welche Märkte man damit gut, welche nicht gut traden kann, welche Handelsphasen man ggf. meiden, welche man bevorzugen sollte und vieles mehr. Und um es noch einmal zu betonen, auch, wenn es jeder eigentlich weiß:

Was man aufschreibt, bleibt besser im Gedächtnis und ist zudem jederzeit wieder abrufbar.

Daher: Führen Sie über Ihre Trades Buch, verfolgen Sie diese nach, Ihr Trading-Konto wird es Ihnen danken!

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