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Von Profi-Tradern ist oft zu hören, dass Trading im Prinzip sehr einfach sei. Eine Trading-Strategie mit einigermaßen positivem Chance-Risiko-Profil zu finden fällt einem Trader in der Regel nicht allzu schwer. Um Gewinne zu erzielen muss er dem Tradingsystem dann „nur“ noch konsequent folgen d.h. die Trades diszipliniert umsetzen. Doch genau hier beginnen offenbar die Probleme für die meisten Trader und Anleger. Warum also schaffen es die meisten einfach nicht, nachhaltig profitabel an der Börse zu handeln?

Den meisten Tradern mangelt es in erster Linie an Beständigkeit

Offenbar machen sie nicht das Richtige! Erfolgreiches Trading hat vor allem mit Logik und Wahrscheinlichkeiten zu tun. Dennoch passieren die meisten Fehler auf der emotionalen und psychologischen Ebene z.B. durch unbewusste Prägungen, Ängste und wenig hilfreiche Verhaltens- und Denkmuster. Diese Faktoren sorgen dafür, dass sich die meisten Trader vor allem am Thema „Beständigkeit“ die Zähne ausbeißen.

Börsenpsychologie: Ängste und Emotionen verhindern konstanten Tradingerfolg

Psychologisch und emotional bedingte Fallstricke sorgen dafür, dass es immer wieder zu kleineren und größeren Plan-Abweichungen kommt. So sabotieren z.B. Ängste einen konstanten Trading-Erfolg. Durch die daraus resultierenden Fehler wird selbst das Chance-Risiko-Verhältnis eines sehr vorteilhaften Trading-System zu den eigenen Ungunsten verschoben.

Die drei häufigsten Trading-Ängste

1. Die Angst falsch zu liegen (und Geld zu verlieren)

Wer Angst vor Verlusten hat, der zögert oft bereits beim Einstieg in einen Trade und überlässt es seinen Emotionen zu filtern, welcher Trade eingegangen wird und welcher nicht. Vor allem bei technischen Ansätzen ist dies ein absolutes No-go.

Ein Trader der kein Geld verlieren will, versucht außerdem oft unvermeidliche Verlust-Trades durch eine massive Erhöhung des Risikos (z.B. Nachkaufen im Verlust, Veränderung der Stoppkurse) doch noch herumzubiegen. Das geht früher oder später komplett schief und führt unweigerlich zu horrenden Verlusten.

2. Die Angst eine Kursbewegung zu verpassen

Kein Trader möchte gerne einen potenziellen Gewinn-Trade verpassen. Trotzdem heißt es diszipliniert zu bleiben und Trades weder zu früh noch zu spät einzugehen. Wird eine Position in Antizipation eines Einstiegssignals zu früh eingegangen, so sind die Gewinnchancen meist nicht annähernd so gut, als wenn tatsächlich ein Signal vorliegt. Ebenso ist das Chance-Risiko-Verhältnis verzerrt, wenn zu spät auf einen bereits fahrenden Zug aufgesprungen wird.

3. Die Angst erzielte Gewinne wieder zu verlieren

Die Angst davor, dass Gewinne wieder dahinschmelzen ist besonders tückisch. Da der Unterschied zwischen einer profitablen und einer unprofitablen Handelsstrategie oft sehr gering ist fallen auch kaum merkliche Eingriffe ins Gewicht. Ein häufiges vorzeitiges Mitnehmen von Profiten führt deshalb bei vielen Tradern dazu, dass das Chance-Risiko-Verhältnis quasi im letzten Moment unnötigerweise zu Ungunsten des Traders verschoben wird.

Grundregeln jeder Trading-Strategie

Klare Regeln und Strukturen helfen Ihnen Trading-Ängsten vorzubeugen. Ihr Ziel sollte es daher sein, die bestmöglichen Rahmenbedingungen zu schaffen, um eine profitable und professionelle Trader-Routine aufzubauen. Um an den Finanzmärkten langfristig Erfolg zu haben gibt es vier wichtige Grundregeln, die ein Trader unbedingt verstehen und beachten muss.

Die vier wichtigsten Grundregeln für systematisch profitables Trading

1. Tradeausführung

Erfolgreiche Trader müssen in der Lage sein neu identifizierte Trades ohne Wenn und Aber einzugehen. Liegt eine gültige Trademöglichkeit (Setup) vor, so sollte dieser Trade ohne Zweifel und Zögern ausgeführt werden. Wichtig ist vor allem, dass nicht Emotionen wie Angst oder Zweifel filtern, welcher Trade eingegangen wird und welcher nicht. Denn gerade Trades die psychologisch schwerfallen und etwas Überwindung kosten haben oft besonders gute Erfolgsaussichten.

2. Verlustbereitschaft und -begrenzung

Profitable Trader akzeptieren unvermeidbare Verluste zu 100%. Verluste durch regelkonformes Handeln sind als „Kosten des Tradings“ bedingungslos zu akzeptieren. Ein Profitrader „erlaubt“ jedem neuen Trade ggf. zu einem Verlust zu werden, im Übrigen auch unabhängig vom Ergebnis der vorangegangenen Trades.

Durch einen vorher festgelegten Stopp wird das Risiko begrenzt. Der Betrag zum Stopp stellt dabei den Einsatz dar, der gebracht werden muss, um am Trading teilzunehmen. Ein Trader investiert diesen Betrag ähnlich wie z.B. ein Händler, der Ware einkauft, um diese mit Gewinn weiter zu veräußern. Gelingt dies nicht, so müssen die Produkte entweder mit hohen Preisnachlässen und Verlusten verkauft werden oder (z.B. bei verderblicher Ware) abgeschrieben werden.

3. Keine außerplanmäßigen Eingriffe in laufende Trades

Erfolgreiche Trader greifen niemals außerplanmäßig in laufende Trades ein.  Das bedeutet, dass im Nachhinein Positionsgrößen nicht erhöht und Stopps nicht willkürlich verändert werden. Der Nachkauf im Verlust sowie das Ausweiten der Stopp-Loss-Spanne sind die häufigsten Fehler, die zu besonders hohen Verlusten führen.

Die einzigen zulässigen Eingriffe sind tatsächliche Fehlerkorrekturen und mögliche planmäßige Anpassungen von Ausstiegs-Levels an den Kursverlauf.

4. Gewinnrealisation

Gewinne laufen zu lassen, bis das definierte Gewinnlevel erreicht wurde, ist für ein positives Chance-/Risikoprofil von entscheidender Bedeutung. Profitable Trader wissen, dass sie ihre langfristige Gewinnwahrscheinlichkeit nur dann voll ausschöpfen können, wenn Profite nicht vorzeitig realisiert werden. Selbst wenn es zum Erreichen des Kursziels nicht mehr weit ist, beschneidet sich der Trader dadurch unnötigerweise auf der Gewinnseite.

Verinnerlichen Sie die vier Grundregeln

Durch die Beachtung dieser vier Faktoren gelingt es den bestehenden Vorteil einer Trading-Methode gegenüber dem Markt auszuspielen und das positive Chance-Risiko-Verhältnis konstant aufrecht zu erhalten. Je besser es Ihnen gelingt, diese Grundregeln zu verinnerlichen, desto einfacher wird es Ihnen zukünftig fallen Trade für Trade korrekt ausführen.

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