15 Fragen an Profitrader Dr. Gregor Bauer

Ich brauche keine Aktien in meinem Depot, Optionen sind die deutlich bessere Alternative

Ausgewählte Trader beantworten unseren standardisierten Fragebogen. Die Vergleichbarkeit der Fragen und die Unterschiedlichkeit oder eben die Ähnlichkeit der Antworten zeichnen dieses Interviewkonzept aus. Heute antwortet uns der Berufstrader und Chefredakteur des GeVestor Börsendienstes „Optionen-Profi“ Dr. Gregor Bauer.

LYNX Interview - 15 Fragen an Profitrader Dr. Gregor Bauer

Guten Tag Herr Dr. Bauer, die LYNX Broker-Redaktion freut sich sehr, dass Sie sich Zeit für ein Interview mit uns nehmen. Vielleicht können Sie sich uns zu Beginn ein wenig vorstellen und uns erzählen wann und wie Sie auf die Börse gekommen sind?

Ich arbeite als unabhängiger Portfolio Manager für Firmen und Privatinvestoren und war lange Jahre Dozent für Technische Analyse und Portfolio Management an verschiedenen Business-Schulen und Berufsakademien. Als einer von deutschlandweit 300 Finanzexperten fließen meine Einschätzungen zur konjunkturellen Lage in das ZEW-Konjunkturbarometer ein. Ich wende aber darüber hinaus bei meinen Trades die Methode der Technischen Analyse an. Ich bin in diesem Bereich als Vorstandsvorsitzender der Vereinigung technischer Analysten Deutschlands, VTAD tätig, sowie auch Mitglied im Vorstand des Weltverbands der Technischen Analysten, IFTA.

Traden war für mich zunächst Leidenschaft, dann Hobby, dann auch Beruf. Ich habe gefühlt schon immer getradet. Angefangen habe ich während des Studiums, als die Computerisierung noch am Anfang war und noch über die Banken gehandelt wurde per Telefon. Mit kleinem Geld habe ich damals Aktien gehandelt, sowie auch schon und Optionen an der DTB, der Deutschen Terminbörse.

Jeder erfolgreiche Trader oder Anleger hat zu Beginn seiner Laufbahn als „Lehrgeld“ mindestens ein, wenn nicht gar mehrere Konten „platt“ gemacht, so hört man immer wieder. Können Sie auch auf schmerzhafte Niederlagen zurückblicken und was haben Sie daraus gelernt?

Ich habe am Anfang natürlich Lehrgeld bezahlt. Was ich an der Böse verloren hatte, musste ich durch Studentenjobs wieder einarbeiten. In den Crashjahren 2000 und 2001 habe ich etwa 30% meines zuvor ertradeten Handelskapitals wieder verloren.

Gab es außer Verlusten noch andere Schwierigkeiten (z.B. psychologisch, zu wenig Startkapital…) die Sie schließlich meistern konnten?

Anfangs hatte ich natürlich wenig Startkapital. Am Schlimmsten war aber, dass ich kein Trading-Konzept, keine Strategie hatte. Ich habe sozusagen drauflos gehandelt. Das führte mich schließlich in schlimme psychologische Fallen: Ich war nach Gewinn-Trades zu gierig, zu risikobereit, was sofort zu Verlusten führte. Und wurde dann wiederum zu ängstlich und ließ gute Gewinn-Chancen aus. Diese Kombination ist an der Börse absolut „tödlich“.

Was glauben Sie, warum sind Sie als Trader erfolgreich in diesem Geschäft geworden und haben letztendlich den Durchbruch geschafft, während viele andere letztlich scheitern?

Ich entwickelte über viele Jahre eine klare Handelsstrategie und lernte, diese mit Disziplin umzusetzen. Dazu gehörten insbesondere auch das Risiko- und Money-Management. Aber auch die Tatsache, dass ich immer schon Optionen gehandelt habe, hat wesentlich zu meinem Erfolg beigetragen.

Im Optionen-Handel kann ein Trader schon mit kleinem Kapital, also begrenztem Risiko, hohe Gewinne erzielen. Hat man dazu dann die richtige Trading-Strategie und setzt diese auch diszipliniert um, wird man erfolgreich. Wie bereits gesagt, dabei spielt auch die Psychologie eine entscheidende Rolle. Daran scheitern viele. Zu Beginn meines Handelns habe ich das an mir selbst erlebt. Zum Glück habe ich schließlich noch „die Kurve gekriegt“.

Haben Ihnen Vorbilder oder Mentoren geholfen ihren Weg zu finden?

Eigentlich nicht. Bei mir lief viel über „Learning by doing“. Sehr hilfreich war aber, dass ich 2000 in die VTAD eingetreten bin. Dort erst habe gelernt, die Methode der Technischen Analyse professionell einzusetzen. Beim Traden ein unschätzbarer Vorteil.

Mit welchem bekannten Trader oder Investmentlegende würden Sie denn gerne einmal einen Kaffee trinken?

Ich habe keinen persönlichen „Guru“, aber natürlich wäre es spannend sich mal mit Legenden wie George Soros oder Warren Buffett zu unterhalten.

Wie sieht Ihr Tagesablauf aus, halten Sie sich strikt an einen speziellen Tradingplan oder führen ein Trading-Tagebuch?

Ich halte mich strikt an meine Trading-Strategien. Ich führe aber kein Trading-Tagebuch. Ich bin zudem kein „Intraday-Trader“, muss also nicht den ganzen Tag vor dem Bildschirm sitzen.

Seit Juli 2017 bin ich als Chefanalyst und seit Januar 2018 als Chefredakteur des Optionen-Profi tätig. Jetzt setze ich zusammen mit meinen Lesern meine Options-Strategien erfolgreich um. Für seine Leser erfolgreich zu sein ist eine viel größere Verantwortung als nur sein eigenes Kapital zu traden.

Das soziale Umfeld von Arbeitskollegen oder Kunden fehlt bei den meisten Berufs-Tradern. Viele sind deshalb auch in sozialen Netzwerken unterwegs um sich mit Trader-Kollegen auszutauschen. Sehen Sie sich als beruflichen „Lone Wolf“ bzw. wie gehen Sie mit diesem Thema um?

Ich sozialen Netzwerken bin ich nicht unterwegs. Da ich kein Day-Trader bin, gibt es auch Tage, da handle ich gar nicht.

Ich halte aber beispielsweise Vorträge auf Börsentagen und gebe Trading-Seminare. Besonders freue ich mich immer auf den persönlichen Kontakt mit meinen Lesern des Optionen-Profi, die ich bei verschiedenen Lesertreffen in ganz Deutschland treffe. In Kontakt mit meinen Lesern bin ich auch während meiner regelmäßigen Live-Webinare. Sie sehen, ich bin weit davon entfernt ein „Lone Wolf“ zu sein.

Was bedeute Ihnen Trading bzw. eigenständiges Anlegen und was ist für Sie das schönste daran?

Ich bin selbst für meinen Erfolg und Misserfolg verantwortlich. Und ich nehme mir die Freiheit, auch mal tagsüber in meinem Garten zu sitzen, oder an einen See zu fahren, wenn mir danach ist. Im Winter gehe ich dann auch schon mal spontan für 1 bis 2 Tage Ski fahren

Was würden Sie denn beruflich machen, wenn das mit dem Trading nicht geklappt hätte?

Bevor ich mich selbstständig gemacht habe und schließlich nur noch an der Börse aktiv war, habe ich bei einer US-Firma gearbeitet. Vermutlich wäre ich da heute noch.

Ist Ihnen mal ein außergewöhnlicher Trade gelungen an den Sie gerne zurückdenken?

Ich habe in den letzten Monaten für meine Leser und mich im Optionen-Profi viele Trades mit hohen Gewinnen realisiert. Beispielsweise mit einer Call Option auf die US-Biotechfirma Gilead Sciences. Da haben wir +251% Gewinn in wenigen Wochen realisiert. Dazu kommen mehrere +100% Gewinne, ebenfalls immer im Zeitraum weniger Wochen, beispielsweise mit Calls auf die Deutsche Post, PayPal oder die High-Tech-Konzerne United Technologie oder ASML.

Jeder Trader oder Anleger braucht einen individuell passenden Handels-Stil basierend auf Techniken, Märkten und Zeitrahmen. Wie sieht Ihr Stil aus, nach welchen Gesichtspunkten wählen Sie Ihre Trades aus?

Ich habe eine ganz konkrete Strategie: Diese basiert auf der Analyse konjunktureller Faktoren und Unternehmens spezifischer fundamentaler Daten. Zum genauen Timen eines Trades ist die Technische Analyse ein unentbehrliches Hilfsmittel. Ich setze auch konsequent meine Zweitkauf-Strategie um: Einstieg zunächst nur mit der Hälfte des Trading-Kapitals. Der Zweitkauf folgt im Falle des Kursrückgangs und anschließender Erholung. Gewinne realisiere ich gerne nach wenigen Tagen. Ich habe aber auch die Geduld, ein paar Wochen oder Monate zu warten. So konnte ich schon einige Verlust-Trades am Ende wieder in den Gewinn bringen.

Welche Wünsche und Ziele haben Sie als Trader/Anleger und im privaten Bereich?

Als Trader wünsche ich mir natürlich möglichst viele Gewinn-Trades. Privat ist alles gut. Wenn ich jetzt noch gesund bleibe und lange traden kann, ist alles optimal.

Welche Hobbies begeistern Sie, d.h. wie verbringen Sie tradingfreie Tage am liebsten?

Ich treibe gern Sport .Ich laufe mehre Marathons und Ultra-Marathons im Jahr und gehe gern ins Fitnessstudio. Im bin begeisterter Skifahrer und segle gerne Sport-Katamarane. Diesen beiden Hobbies kann ich natürlich nur im Urlaub nachgehen.

Welche Tipps geben Sie unerfahreneren Kollegen oder Lesern mit auf den Weg?

Starten Sie mit kleinem Geld und handeln Sie am besten Optionen. Und das Wichtigste: Sie müssen eine Strategie haben, die Sie konsequent umsetzen.

Abonnieren Sie einen professionellen Börsen-Dienst mit einer erfolgreichen Strategie. Ein guter Börsendienst muss viele erfolgreiche Jahre nachweisen können und er muss mindestens einen Crash (idealerweise mit Gewinn) gemeistert haben. Derartige Börsen-Dienste sind nicht ganz billig, aber das Geld ist gut angelegt und erspart hohe Anfangsverluste.

Herr Dr. Bauer, herzlichen Dank für das interessante Gespräch.

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