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Aktuelle Analyse:
CenturyLink: Mit über 12% Dividende der Spitzenreiter im S&P500

CenturyLink ist ein hauptsächlich in den USA tätiges Telekommunikationsunternehmen. Der Konzern bietet Privat- und Businesskunden High-speed Internet, TV und Voice-Services an. Darüber hinaus wird das Portfolio durch Angebote in den Bereichen Cloud-Infrastruktur und Hosted IT-Lösungen für Unternehmen abgerundet.

Der Preis ist heiß

Die meisten Unternehmen in der Telekom-Branche sind blutleere Giganten, mit strukturellen Problemen und geringem Wachstum.
Wenn man sich ein wenig Gedanken macht, wird auch schnell klar, warum das so ist. Der Markt ist gesättigt. Nahezu jeder Bürger oder Haushalt hat bereits einen Telefonanschluss, Smartphones, Internet und die Preise sind rückläufig.

Wachstum ist also eine echte Herausforderung und nur über Verdrängung zu bewerkstelligen. Auch das geschieht meist über den Preis. Den meisten Kunden ist es vollkommen egal, bei welchem Anbieter er ist, also setzt sich der günstigste durch. Das bedeutet im Umkehrschluss aber auch geringe Margen – für alle Unternehmen der Branche.

Nicht gerade ein „tolles“ Umfeld für Investitionen und genau aus diesem Grund laufen die meisten Aktien aus der Telekom-Branche auch nicht. Man sollte es sich also besonders gut überlegen, ob man hier investieren möchte. Doch es gibt natürlich auch Ausnahmen.

Massives Wachstum & Übernahmen

Centurylink verfolgt eine aggressive Expansionsstrategie und hat den Umsatz in den letzten zehn Jahren von 2,6 auf 17,66 Mrd. USD gesteigert.

Wie bereits angedeutet ist ein Großteil des Wachstums auf Übernahmen zurückzuführen, was man an der Zahl der ausstehenden Papiere leicht erkennt. Sie hat sich in den letzten zehn Jahren ungefähr versechsfacht.
Dadurch wurde das Ergebnis je Aktie natürlich stark verwässert. Es ist tendenziell rückläufig und alle freien Mittel werden für die Dividende verwendet.

Die Liste der Zukäufe ist sehr lange. Die Wichtigsten der letzten zehn Jahre sind aber sicherlich Embarg für 6 Mrd. (2008), Qwest für 12 Mrd. USD (2011), Savvis für 2,0 Mrd. (2012) und die gerade erst abgeschlossene Übernahme von Level 3 für 25 Mrd. USD.

Daraus ergibt sich eine recht interessante Rechnung. Der Gesamtwert der Übernahmen seit 2008, liegt bei 45 Mrd. USD. CenturyLink wird inklusive Schulden mit knapp 54 Mrd. USD bewertet.
Hinzu kommen aber Appfog, Tier 3, DataGardens, cognilytics, netAura und Seal Consulting, hier wurde der Kaufpreis nicht. Die Lücke ist nicht gerade groß, es gab zuvor auch ein operatives Geschäft und natürlich sollten in all den Jahren auch Fortschritte erzielt wurden sein.

Die Kernfrage: Ist die Dividende sicher?

Bei über 12% Dividendenrendite ist das die zentrale Frage. Ist die Ausschüttung gut finanziert und kann aufrechterhalten bleiben?

Wagen wir zunächst einen Blick in die Vergangenheit. Von 2008 bis 2010 wurde die Dividende deutlich erhöht und blieb dann bis 2012 bei 2,90 USD je Aktie. Im Folgejahr wurde sie auf 2,16 USD gesenkt und ist seitdem stabil.
Die Ausschüttungen werden also nicht ständig gekürzt, das ist ein erstes positives Zeichen.

Doch die Mittel für Auszahlungen fallen nicht vom Himmel und müssen finanziert werden.
In den kommenden Jahren wird ein operativer Cashflow von durchweg über 6,00 USD und ein freier Cashflow von über 3,00 USD je Aktie erwartet. Der Konzern scheint also durchaus in der Lage zu sein, die Dividende von 2,16 USD je Aktie dauerhaft zu finanzieren.

Ein Blick in die Bilanz scheint diese Annahme zu bestätigen. Durch die Übernahme von Level 3 ist die Verschuldung sprunghaft angestiegen. In den drei Quartalen seit Abschluss wurden aber bereits 1,5 Mrd. USD abgetragen und weitere 1,7 Mrd. USD an Dividenden ausgeschüttet.

Ausblick und fundamentale Bewertung

Dass die Dividende von 12,5% weiterhin finanziert werden kann ist das mit Abstand größte Argument für Centurylink.
Eine realistische P/E zu nennen ist hingegen gar nicht so einfach. Nimmt man die zuvor genannten Bewegungen in der Bilanz zur Grundlage, dürfte die echte P/E inklusive Schulden irgendwo zwischen 8 und 12 liegen.

Einige Großinvestoren scheinen die Lage ebenfalls positiv zu bewerten und sind in den letzten Monaten eingestiegen. Fairfax sowie Miller Value sind investiert. Longleaf Partners gewichtet CenturyLink sogar mit mehr als 13%, was es zur größten Position des Fonds macht.

Die Gesamtkonstellation ist also durchaus interessant und hatte mich bereits vor einigen Monaten zu einer Kaufempfehlung bewogen. Anschließend legte die Aktie um mehr als ein Drittel zu. Man hätte also durchaus 20-30% an Kursgewinnen Plus Dividende mitnehmen können. Gelingt das noch einmal?

Charttechnik

Die Aktie hat zuletzt wieder scharf korrigiert und wir sind wieder da angekommen, wo der letzte Trade gestartet wurde.
Der langfristige Abwärtstrend wurde durch die letzte Rallye überwunden und somit ergeben sich nach einer langen Durststrecke erste positive Signale. Gelingt ein nachhaltiger Anstieg über 17,30 USD ergibt sich daraus bis 18,30 USD.
Darüber würde sich das Gesamtbild zunehmend aufhellen und weitere Kursgewinne in Richtung 19 sowie 19,70 und 20 USD ermöglichen.

Fällt die Aktie hingegen nachhaltig unter 16,50 USD, drohen erneute Verluste bis 15,50 und 15 USD.

Chart vom 13.12.2018 Kurs: 17,23 Kürzel: CTL - Tageskerzen | LYNX Online BrokerChart vom 13.12.2018 Kurs: 17,23 Kürzel: CTL - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

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