Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Antizyklische Aktien für den Crash: Der Aristokrat Brown-Forman

Vielleicht ist die Zeit gekommen, sich bei antizyklischen Unternehmen umzuschauen. Healthcare & Pharma, Lebensmittel, Discounter, Versorger und eine Reihe anderer Branchen überstehen Krisen am ehesten unbeschadet. Niemand kann auf die grundlegenden Bedürfnisse oder Medikamente verzichten. Man streicht notfalls in allen anderen Lebensbereichen, doch hier ist es schlichtweg nicht möglich.

Salopp könnte man es so formulieren: „Gegessen wird immer.“

Wie geht man an so ein Investment heran?

Und wenn man schon in den Bereich der antizyklischen Branchen vorstößt, warum dann nicht gleich den Sektor mit den geringsten Ausfallraten wählen: Alkohol.

Ihnen ist sicherlich schon aufgefallen, dass Brauereien, Whisky-Distillen & Co oft Jahrhunderte alt sind. Das hat gute Gründe: Läuft der Betrieb erstmal, kann man kaum mehr Bankrott gehen. In dieser Branche werden oft auch die schwersten Stürme überstanden. Die Margen sind teilweise enorm und getrunken wird immer. Ist die Laune gut, wird gefeiert. Ist sie schlecht, wird der Frust ertränkt und ist die Lage katastrophal, wird Alkohol plötzlich zu einem begehrten Tauschgut.

Die ersten Namen, die den Meisten einfallen dürften sind Anheuser Busch, Heineken, Diageo, Pernod Ricard oder Carlsberg. In Asien wären da noch Kirin und Asahi zu nennen.

Und wen wundert es, dass man auch einen Dividenden-Aristokraten in dieser Riege findet: Brown-Forman.

Der Ansatz sollte recht einfach nachvollziehbar sein:

Wir möchten gerne etwas Antizyklisches kaufen, aber wie immer bitte das „full package“. Warum sich mit weniger zufriedengeben? Wir wählen die Branche mit den geringsten Ausfallquoten und dazu noch einen Aristokraten. Ein Unternehmen, welches über Jahrzehnte konstant gewachsen ist, stets überschüssiges Kapital produziert und die Dividende erhöht hat.

Während andere zittern, lacht man hier

Brown-Forman produziert, importiert, exportiert, vermarktet und verkauft weltweit alkoholische Getränke.
Zum Angebotsspektrum gehören zahlreiche Spirituosen, Weine, trinkfertige Cocktails, Whiskys, Wodkas, Tequilas, Champagner, Schnaps und Liköre.

An der langfristigen Entwicklung kann man kaum zweifeln, es handelt sich schließlich um einen Aristokraten. Die Dividende wurde mehr als 25 Jahre infolge erhöht. Darüber hinaus schüttet man öfter auch noch eine Sonderdividende aus, in diesem Jahr waren es 1,00 USD je Aktie. Beim aktuellen Kurs wären das über 2% Rendite – ohne die reguläre Dividende.

Die Finanzkrise ging an Brown-Forman nahezu spurlos vorbei. 2008 stieg der Gewinn um 15% und erreichte ein Rekordhoch, 2009 war das Ergebnis unverändert und 2010 folgte der nächste Rekordgewinn. Stößchen.

Wir haben also die Eigenschaften gefunden, die wir uns gewünscht haben. Jetzt müssen wir nur noch feststellen, ob die aktuelle Bewertung stimmt.

Fundamentale Bewertung

In den letzten zehn Jahren kletterte der Umsatz von 2,48 auf 3,25 Mrd. USD. Gleichzeitig hat sich die Marge verbessert und es wurden konstant eigene Aktien zurückgekauft. Der Gewinn kletterte dementsprechend überproportional von 0,77 auf 1,67 USD je Aktie.

Zuletzt haben die Papiere scharf korrigiert, dadurch ist die P/E entsprechend gesunken.
Günstig sind derlei Aktien so gut wie nie, doch aktuell ist die Bewertung zumindest wieder vertretbar und nieder als am Tief im Jahr 2016. Anschließend legte die Aktie binnen weniger Monate um knapp 70% zu.

Das muss jetzt nicht wieder der Fall sein, doch man sollte Brown-Forman wohl zumindest in die Watchliste aufnehmen. Die Dividendenrendite beträgt rund 1,4%, darüber hinaus werden stetig eigene Aktien gekauft.

Derzeit liegt die P/E bei 27,4 und die forward P/E bei 25,1.

In den letzten fünf Jahren lag dieser Wert durchschnittlich bei 27,6. Bei einem Gewinnwachstum von 9-10% ist das dennoch ambitioniert.

Knallt es an der Börse, kann man hier aber gut Geld parken. Brown-Forman wird auch in der Rezession weiter profitabel sein und den Gewinn, aller Wahrscheinlichkeit nach, weiter steigern.

Der langfristige Aufwärtstrend ist offensichtlich intakt und ein Rücksetzer an diese Linie wäre durchaus eine interessante Einstiegsgelegenheit. Fällt Brown-Forman per Wochenschluss unter 46,50 USD, wäre der Weg in Richtung 43,50 USD frei.
Wie im Chart zu erkennen, reihen sich ab hier langfristig bedeutende Unterstützungen auf.
In einem Krisenszenario bietet sich daher ein schrittweiser Einstieg an. Kurse unterhalb von 35 USD sind unwahrscheinlich.

Chart vom 05.12.2018 Kurs: 46,66 Kürzel: BF.B – Wochenkerzen | LYNX Online BrokerChart vom 05.12.2018 Kurs: 46,66 Kürzel: BF.B – Wochenkerzen | LYNX Online Broker

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