LPKF Laser Aktie aktuell LPKF Laser: Charttechnisch perfekt, aber fundamental …

News: Aktuelle Analyse der LPKF Laser Aktie

von |
In diesem Artikel

LPKF Laser
ISIN: DE0006450000
|
Ticker: LPK --- %

---
EUR
---% (1D)
1 W ---
1 M ---
1 J ---
Zur LPKF Laser Aktie

Besser konnte es für die Bullen nicht laufen. Erst hat die Aktie des Laseranlagen-Spezialisten LPKF Laser die Widerstandszone 24,85/26,00 Euro kurz getestet, dann leicht zurückgesetzt, auf Höhe der nächstliegenden Unterstützung in Form der 20-Tage-Linie nach oben gedreht und diese Hürde dann am Dienstag mit Schwung genommen. Zuvor war LPKF kurz über diesen Widerstandsbereich gelaufen und erst einmal gestoppt worden, doch mit dem gestrigen Riesensatz von 10,2 Prozent war die Sache charttechnisch in trockenen Tüchern.

Damit hat diese seit 1999 börsennotierte Aktie den höchsten Stand seit August 2000 erreicht. Und die Bullen haben sich dadurch ein solide wirkendes Sprungtuch erarbeitet, denn die Zone 24,85/26,00 Euro dient jetzt als Supportzone. Und die wird in Kürze noch durch den doppelten Leitstrahl dieser Anfang November begonnenen Rallye in Form der steilen, kurzfristigen Aufwärtstrendlinie und der 20-Tage-Linie verstärkt. Was soll da noch schiefgehen?

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur LPKF Laser Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Solange der Optimismus der bullischen Akteure hoch bleibt, kann das gutgehen. Wenn dieser indes ins Wanken geriete, kann da allerhand schiefgehen. Diese so massiv wirkende Supportzone ist keine absolute Versicherung gegen einen Schwenk des Kurses nach unten. Denn ob dieser Ausbruch nach oben fundamental gerechtfertigt ist, darüber ließe es sich zumindest streiten.

LPKF Laser vermeldete vergangene Woche die Aufstockung eines Großauftrags, aber ob dieser insgesamt 28 Millionen Euro (20 Prozent des Umsatzes des Jahres 2019, das ist schon eine Hausnummer) umfassende Auftrag bereits 2021 voll in die Bücher kommt, ist offen. Und das jetzt endende Jahr 2020 war kein Grund für einen Ausbruch nach oben: Umsatz und Gewinn werden gegenüber 2019 spürbar niedriger liegen. Für 2021 schätzen die Analysten im Schnitt einen Gewinn von 0,65 Euro pro Aktie, damit würde der 2020 unterbrochene Gewinnanstieg fortgesetzt, der nach mehreren Verlustjahren 2017 mit der Rückkehr in die schwarzen Zahlen begonnen hatte. Das ist eine gute Perspektive, keine Frage. Aber nimmt man diesen 2021er-Gewinn (der ja nur eine Prognose ist) von 0,65 Euro pro Aktie und setzt ihn mit dem gestrigen Schlusskurs von 28,10 Euro in Relation, würde sich ein Kurs/Gewinn-Verhältnis (KGV) von 43 errechnen. Zum Ende der Jahre 2018 und 2019 lag das KGV der Aktie bei 17 bzw. 29. Ein KGV von 43, das wäre nur dann gerechtfertigt, wenn sich sicher absehen ließe, dass nicht nur 2021, sondern auch 2022 ein kräftiges Gewinnwachstum erreicht wird. Doch so weit kann man nicht voraussehen, erst recht nicht in einem instabilen wirtschaftlichen Umfeld wie momentan.

Rücksetzer sollte man daher einkalkulieren und den Gedanken, jetzt noch auf diesen dahin rasenden Hausse-Zug aufzuspringen, in dessen Verlauf sich der Kurs in weniger als zwei Monaten fast verdoppelt hat, zumindest mit einem großen Fragezeichen versehen. Zudem wäre für diejenigen, die bereits investiert sind, eine konsequente Absicherung sinnvoll, die momentan knapp unter der aktuell bei 23,60 Euro verlaufenden Aufwärtstrendlinie sinnvoll platziert wäre.

Chart vom 22.12.2020, Kurs 28,10 Euro, Kürzel LPK | Online Broker LYNX

Sie möchten an der Börse handeln?

Nutzen Sie für Ihre Börsengeschäfte ein Depot über den Online-Broker LYNX. Alles aus einer Hand: Aktien kaufen, Optionen handeln, Futures traden oder in ETFs investieren.

Informieren Sie sich hier über den Online-Broker LYNX.

--- ---

--- (---%)
Mkt Cap
Vol
Tageshoch
Tagestief
---
---
---
---

Displaying the --- chart

Heutigen Chart anzeigen


Ronald Gehrt, Chart- & Fundamentalanalyst | LYNX Börsenexperten
Nachricht schicken an Ronald Gehrt
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.

Vorherige Analysen der LPKF Laser Aktie

Heut beginnen wir entgegen meiner Gewohnheiten mit der Charttechnik. LPKF ist aus einer monatelangen Seitwärtsbewegung ausgebrochen und hat dadurch ein massives Kaufsignal ausgelöst.
Extrapolierte Kursziele liegen bei 30 und 33 Euro.

Die Frage ist nur, ob der Anstieg nachhaltig ist.

Der Auslöser

Der Auslöser für den Ausbruch und die starke Kursentwicklung der letzten Tage ist ein Großauftrag.

Demnach hat LPKF erstmals einen Auftrag für die Ausstattung von Produktionsstätten erhalten, die Dünnschicht-Solarmodule auf CIGS-Basis (Kupfer-Indium-Gallium-Diselenid) produzieren werden.

Der Auftrag hat wohl ein Volumen von rund 10 Mio. Euro, der Rahmenvertrag mit dem Kunden rund 28 Mio. Euro.

Im Vorjahr verzeichnete LPKF einen Umsatz von 140 Mio. Euro. Für die Verhältnisse von LPKF handelt sich also um einen großen Brocken.

Auf der anderen Seite muss man aber auch ganz klar konstatieren, dass ein einzelner Auftrag nur kurzfristig hilft.

Ist das gerechtfertigt?

Vorerst dürfte die Rallye trotzdem weitergehen. Allzu oft geht die Party sehr viel länger, als rational zu begründen wäre.

Anleger hoffen auf Folgeaufträge und darauf, dass man in diesem Bereich weitere Kunden gewinnen kann.
Das muss mit Blick auf die Bewertung von LPKF aber auch gelingen, denn seit dem Vorjahrestief hat sich die Aktie vervielfacht.

Dabei lief es in diesem Jahr eher bescheiden.

Auf dem aktuellen Niveau liegt das KGV immerhin bei 50 und das KGVe knapp unter 100.
In der Vergangenheit wurde das Unternehmen regelmäßig für ein KGV von unter 15 gehandelt.

Eine derartig hohe Bewertung ist ziemlich schwer zu rechtfertigen. Vor allem, wenn man die eher durchwachsene Geschäftsentwicklung von LPKF berücksichtigt.

Man hat seit jeher Probleme mit der Profitabilität und das Ergebnis ist heute niedriger als in den vier Geschäftsjahren von 2010 bis 2013.

Der Umsatz stieg phasenweise, sank dann über Jahre hinweg und erst zuletzt ging es wieder aufwärts. Wirklich überzeugend ist das nicht.

Der große Durchbruch

LPKF hilft also nur ein großer Durchbruch, der Umsatz und Gewinn endlich nachhaltig befeuert.
Es wäre durchaus möglich, dass Lasersysteme für die Solarindustrie diesen Durchbruch bringen könnten.

Um das abzuschätzen, muss man sich mit der Branche auseinandersetzen und grundlegende Fragen beantworten:
Wie groß ist der CIGS-Markt, wie schnell soll er wachsen, wie viele Konkurrenten gibt es und wie hoch sind deren Marktanteile? Wie gut ist LPKF positioniert?

Nur dann lässt sich halbwegs abschätzen, ob LPKF sich in dem Sektor behaupten kann.
Um das zu tun habe ich stellvertretend für Sie mehrere Sektorstudien zu CIGS-Solarmodulen zu Gemüte geführt.

CIGS Markt und die Stellung von LPKF

Das Ergebnis der Recherche ist leider ernüchternd. LPKF taucht in den Studien nicht mal auf. Bisher spielt man keine Rolle.

Im CIGS-Markt werden bereits jetzt erhebliche Umsätze generiert und keiner der führenden Hersteller der Dünnschicht-Solarmodule scheint auf die Technologie von LPKF zurückzugreifen.

Gleiches gilt für Unternehmen wie Manz, die in der Wertschöpfungskette eine Stufe weiter oben stehen. Das Unternehmen kann sogar schlüsselfertige Produktionslinien zur Herstellung von CIGS-Dünnschicht-Solarmodulen liefern.

Führend im Sektor sind zum Beispiel SoloPower, Manz, Hanergy, Stion, Miasole, Solar Frontier, Avancis (CNBM), Global Solar, Siva Power, Solibro, Global Solar, ISET, Flisom HelioVolt und Dow Solar.
Das Unternehmen LPKF aus Garbsen ist also bestenfalls ein Nischenplayer in diesem Markt und benötigt einen echten Gamechanger um das zu ändern.

Für die freudig kaufenden Anleger hoffe ich, dass sich die Lasertechnologie von LPKF als das herausstellt.
Man wird sich CIGS-Markt gegen eine Vielzahl von Konkurrenten durchsetzen müssen, um nachhaltig steigende Umsätze zu generieren.

Falls das nicht gelingt, hat man glücklicherweise auch noch andere Möglichkeiten. Die LIDE-Technologie hat eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten.

Um die derzeitige Bewertung zu rechtfertigen, muss sich die Geschäftslage von LPKF nachhaltig und dauerhaft verbessern.

Chart vom 22.12.2020 Kurs: 28,65 Kürzel: LPK - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 22.12.2020 Kurs: 28,65 Kürzel: LPK – Wochenkerzen

Ende September hatte LPKF Laser einen Großauftrag aus der Solarbranche im Volumen von mindestens 18 Millionen Euro gemeldet. Eine überaus gute Nachricht für ein Unternehmen, dessen 2019er-Jahresumsatz gerade einmal 140 Millionen Euro betrug. In einer Phase, in der viele Aufträge aufgrund der unsicheren Gesamtsituation aufgeschoben werden, obendrein. Gestern meldete LPKF Laser dann die vorläufigen Ergebnisse des dritten Quartals. Und auch das hätte eigentlich eine gute Nachricht sein müssen. Denn mit einem Umsatz von 25,2 Millionen Euro lag man im Rahmen der eigenen Prognose (24 bis 27 Millionen), mit einem Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) von 4 Millionen Euro sogar darüber (Prognose 1 bis 3 Millionen). Doch dieses Ergebnis quittierten die Anleger mit Verkäufen, die der Aktie ein Minus von 5,66 Prozent einbrachten.

Damit sieht das Chartbild jetzt bärisch aus. Sie sehen im Chart, dass die Aktie bereits Ende vergangener Woche die Nackenlinie einer Toppbildung (im Chart grün) sowie die 200-Tage-Linie (schwarz) im Bereich 20/20,50 Euro durchbrochen hatte. Das hatte in den vergangenen Tagen noch nicht zu Anschlussverkäufen geführt, aber das wurde am Mittwoch nachgeholt. Damit bliebe aus rein charttechnischer Sicht nur noch ein seidener Faden, der die Aktie vor einem weiteren Abstieg retten könnte: Das Zwischentief vom Mai bei 17,70 Euro, das die Basis der leicht aufwärts weisenden Nackenlinie des Topps bildet. Wenn die Aktie dort dreht, wäre noch eine Chance gegeben, dass es gelingt, die Zone 20/21 Euro, d.h. die gerade gebrochenen Supportlinien nebst der bei 21 Euro als weiterer Widerstand fungierenden 20-Tage-Linie, zeitnah zurückzuerobern und damit wieder den Weg nach oben freizugeben.

Expertenmeinung: Die Frage stellt sich: Wieso steht die LPKF-Aktie überhaupt so sehr unter Druck? Die vorläufigen Zahlen waren nicht schlecht, die Ende September erfolgte Meldung über den Großauftrag sollte eigentlich Optimismus verbreiten. Und die Analysten teilen die negative Meinung, die sich im Kursverlauf widerspiegelt, nicht. Da LPKF Laser ein relativ kleines Unternehmen ist, beobachten derzeit zwar nur fünf Experten die Aktie. Von denen haben aber vier eine „Kaufen“-Einstufung, einer plädiert für „Halten“. Und der Kurs ist am Mittwoch sogar unter das niedrigste der Analysten-Kursziele gerutscht, das bei 19 Euro liegt. Und das durchschnittliche Experten-Kursziel liegt mit 31 Euro weit über dem letzten Kurs.

Solche Diskrepanzen zwischen Expertenmeinungen und Kursverlauf beobachtet man vor allem bei relativ marktengen Aktien, LPKF ist kein Einzelfall. Je kleiner der Kreis aktiv agierender Marktteilnehmer ist, desto eher ist eine Abweichung von einer objektiven Einschätzung möglich. Das gilt vor allem dann, wenn eine solche Aktie wie in diesem Fall eine charttechnische Konstellation aufweist, die rein technisch orientierte Trader animiert, auf kurzfristiger Ebene mitzumischen. Manche Aktien können so auch längere Zeit entgegen einer eigentlich besseren Nachrichtenlage laufen, bis irgendwann der Knoten platzt. Aktien wie Nordex oder Dialog Semiconductor sind da bekannte Beispiele der vergangenen Jahre. Daher lohnt es sich sicherlich, die LPKF-Aktie mit Blick auf ihr Aufwärtspotenzial auf die Watchlist zu setzen. Aber solange sie unter 20/21 Euro bärisch einzustufen ist, würde man gegen Windmühlen kämpfen, wollte man einfach darauf wetten, dass dieser seidene Faden bei 17,70 Euro hält.

LPKF Laser Aktie: Chart vom 21.10.2020, Kurs 18,34 Euro, Kürzel LPK | Online Broker LYNX

Nach zwei sehr schlechten Jahren geht es für LPKF Laser, einen Spezialmaschinenbauer mit Schwerpunkt Lasersysteme, seit 2017 wieder aufwärts. Gewinn und Umsatz legen zu; im Sommer 2019 ist auch die Aktie von jahrelangem Siechtum erlöst worden und tendierte wieder aufwärts, was LPKF Laser unlängst zur Rückkehr in den TecDAX verhalf. Am Montag meldete das Unternehmen, dass es gelungen sei, einen Großauftrag aus der Solarsparte an Land zu ziehen, der ein Volumen von mindestens 18 Millionen Euro habe. Was im ersten Moment nach „Peanuts“ klingt, aber nicht alle börsennotierten Unternehmen sind große Konzerne. LPKF machte 2019 einen Umsatz von gut 140 Millionen Euro – dieser Auftrag ist also alles andere als nebensächlich.

Zumal sich das Unternehmen in bisherigen Jahresverlauf wacker geschlagen hat, aber diese Rezession ging dennoch nicht spurlos an LPKF Laser vorbei. Verzögerte Aufträge führten dazu, dass die Kurzarbeit nach aktueller Planung bis zum Jahresende beibehalten wird und Lagerbestände reduziert werden, um den Sparkurs zu intensivieren. Wenngleich LPKF im ersten Halbjahr trotz des Drucks der wankenden Gesamtwirtschaft profitabel blieb, ist ein Auftrag wie der am Montag gemeldete daher immens hilfreich. Dass die Marktteilnehmer diese Nachricht entsprechend positiv honorierten, war somit nachvollziehbar. Aber reicht das, um dem Aktienkurs über den Tag hinaus neuen Schwung zu verleihen?

Expertenmeinung: Die positive Reaktion auf den Neuauftrag führte zur erneuten Verteidigung mittelfristig entscheidender Unterstützungen, ein Befreiungsschlag wurde daraus aber, zumindest noch, nicht. Sie sehen im Chart, dass der Kurs am Donnerstag und Freitag wie schon im August auf der Kreuzunterstützung aus 200-Tage-Linie und Mai-Aufwärtstrendlinie aufgesetzt hatte. Von dort aus federte die Aktie jetzt nach oben. Aber um die Möglichkeit einer Toppbildung vom Tisch zu bekommen, müsste LPKF Laser über die bisherigen Topps des laufenden Jahres hinaus, die zwischen 24,85 und 26,00 Euro ausgebildet wurden.

Das wäre grundsätzlich natürlich jederzeit möglich, aber wirklich realistisch und mit der Chance auf Nachhaltigkeit versehen wäre ein solcher Befreiungsschlag wohl erst, wenn das Unternehmen im Zuge der in genau einem Monat erwarteten Bilanz zum dritten Quartal einen Ausblick mitliefern würde, der deutlich macht, dass die Krise tatsächlich unmittelbar vor dem Ende stünde und neues, dynamisches Wachstum greifbar wäre. In der derzeitigen Situation wäre diese Aktie keineswegs etwas für Leerverkäufe, dazu müsste diese jetzt erst einmal sauber verteidigte Kreuzunterstützung im Bereich 19,65/20,10 Euro erst klar gebrochen werden. Aber es bleibt dennoch bei diesem Ringen um neue Dynamik. Solange LPKF Laser dieses Ringen nicht durch Schlusskurse über 26,00 Euro gewonnen hat, bleibt die Aktie volatil und eher etwas für kurzfristige, risikofreudige Trader.

LPKF Laser Aktie: Chart vom 28.09.2020, Kurs 22,50 Euro, Kürzel LPK | Online Broker LYNX

LPKF ist ein führender Anbieter von laserbasierten Lösungen für die Technologieindustrie.

High Tech aus Deutschland

Laser sind vom Gimmick zu echten Werkzeugen geworden und bei der Herstellung von elektronischen Systemen unabdingbar.

Lasersysteme sind bei der Produktion von Leiterplatten, Mikrochips, Automobilteilen, Solarmodulen und vielen anderen Komponenten von entscheidender Bedeutung.

LPKF stellt das notwendige Handwerkszeug her, also die Maschinen, die zur Materialbearbeitung mit Lasern notwendig sind.

Da es sich um einen klaren Wachstumsmarkt und Themen mit großer Bedeutung handelt, sollte die Geschäftsentwicklung überzeugend sein. Vor allem, da sich LPKF als Technologie- und Innovationsführer in diesem Segment ansieht

Das müssen Sie wissen

Heute steht die Aktie jedenfalls ganz oben auf der Kaufliste der Anleger. Mit einem Plus von 5,71% steht man an der Spitze des TecDax.

Betrachten wir zunächst das große Bild. Der Kurs von LPKF hat sich im vergangenen Jahr vervielfacht, die Rallye erstreckte sich bis in den Februar dieses Jahres.
Zuvor war die Performance bestenfalls mittelprächtig, im Endeffekt notierte die Aktie kaum höher, als 16 Jahre zuvor.

Das ist kein gutes Zeichen. Denn das bedeutet, dass es beim Unternehmen über einen langen Zeitraum nicht gut gelaufen ist. Dementsprechend ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die jüngste Rallye überzogen ist.

Um die erste These zu belegen, reicht ein kurzer Blick in das Zahlenwerk von LPKF. Seit mehr als einem Jahrzehnt steigen die Umsätze beim Unternehmen nicht nachhaltig.
2013 wurden beispielsweise 130 Mio. Euro an Umsatz erzielt, dann ging es abwärts auf 87 Mio und erst 2019 konnte der sechs Jahre alte Umsatzrekord übertroffen werden.

Das Ergebnis je Aktie war aber trotzdem niedriger, als damals.
Auch an anderer Stelle sieht es nicht besser aus. LPKF hat Probleme mit der Profitabilität, erzielte mehrfach Verluste, die Marge ist niedrig, der Cashflow schwach.

Damit erfüllt das Unternehmen aus meiner Sicht die Grundvoraussetzungen für ein Investment nicht.

Aktuelle Lage und fundamentale Bewertung

Die übergeordneten Trends sind also klar, dass sich Covid-19 zusätzlich negativ auswirkt, spielt für Investoren kaum eine Rolle.

Im ersten Halbjahr ist der Umsatz um 30% auf 50,0 Mio. Euro eingebrochen. Im zweiten Quartal lag das Minus aber „nur“ noch bei 16%.
Mit einem EBIT von 2,8 Mio. Euro war man in den ersten sechs Monaten immerhin profitabel, das ist erfreulich.

Ebenso, dass sich die Umsatzzahlen wieder verbessert haben. Ob die positive Tendenz allerdings anhält, ist bei dem schwachen Auftragseingang und einem Auftragsbestand von 21,9 Mio. Euro fraglich.

Selbst der Vorstand erwartet wieder sinkende Umsätze. Im dritten Quartal sollen es 24-27 Mio. Euro werden und ein EBIT von 1-3 Mio. Euro erreicht werden.

Man findet also Licht und Schatten, so richtig erfreulich ist es nicht.
Die eigentliche Frage ist aber, welchen Preis man für die Aktie zahlt. Bei einem KGV von 5 würden die Chancen sicher dennoch überwiegen, bei extrem hohen Bewertungen natürlich nicht.

Selbst wenn wir das starke Vorjahr als Grundlage nehmen – in dem ein Umsatzrekord und das beste Ergebnis seit Jahren erzielt wurde – kommt man auf ein KGV von 39,4.
Das ist zu viel und wäre nur zu rechtfertigen, wenn es sich um ein absolutes Top-Unternehmen handeln würde. Wir haben aber bereits gesehen, dass das keineswegs der Fall ist.

Daher überwiegen die Kursrisiken bei weitem. Selbst wenn sich der Kurs halbieren würde, käme ein Investment für mich nicht infrage.

Auf der Suche nach dem optimalen Broker? Ich empfehle LYNX.

Chart

Aus technischer Sicht ist die Lage mindestens angespannt. Die Aktie ist mehrfach in der Widerstandszone um 25 Euro gescheitert.
Ein erneuter Anstieg in diesen Bereich erscheint derzeit möglich, dann wird man weitersehen müssen.

Wird der kurzfristige Aufwärtstrend verlassen, wird es langsam brenzlig. Unter 19,40 und 18,00 Euro käme es jeweils zu prozyklischen Verkaufssignalen.

Mehr als 10.800 Investoren & Trader folgen mir und meinen täglichen Ausführungen auf Guidants.

Chart vom 07.09.2020 Kurs: 21,30 Kürzel: LPK - Tageskerzen
Chart vom 07.09.2020 Kurs: 21,30 Kürzel: LPK – Tageskerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 07.09.2020 Kurs: 21,30 Kürzel: LPK - Wochenkerzen
Chart vom 07.09.2020 Kurs: 21,30 Kürzel: LPK – Wochenkerzen | Online Broker LYNX

Nach einigen äußerst schwierigen Jahren hatten Umsatz und Gewinn beim Lasersysteme-Spezialisten LPKF Laser wieder Fahrt aufgenommen. Vor ziemlich genau einem Jahr begann sich die Aktie des Unternehmens wie ein Phönix aus der Asche zu erheben, haussierte von unter sieben auf in der Spitze 25,70 Euro. Danach kam es erst einmal zu einer volatilen, aber durchaus im normalen Rahmen ablaufenden Konsolidierung, die dann jedoch durch die allgemeine Verkaufspanik im Zuge des Corona-Crashs in einen kurzen, aber heftigen Ausverkauf überging, der den Kurs am 19. März auf 10,20 Euro drückte und damit den Großteil der vorherigen Hausse eliminierte. Doch die Käufer waren zügig wieder zur Stelle:

Der Kurseinbruch wurde rasant aufgeholt, Anfang Mai hatte die LPKF-Aktie schon fast wieder den Level der Februar-Hochs erreicht. Mehr war indes bislang nicht drin, seither schwankt die Aktie in einer breiten Range zwischen grob 18 und 25 Euro seitwärts. Das sieht recht robust aus, zumal mit der Bilanz des zweiten Quartals bereits ein kritischer Punkt absolviert wurde, der die Aktie zwar drückte, aber nicht aus der Bahn warf. Die Bullen halten sich also wacker. Aber halten sie das auch durch?

Expertenmeinung: Grundsätzlich ist es zwar positiv, dass die Aktie nach Vorlage der Bilanzzahlen nicht nach unten durchgereicht wurde, sondern nur einen Rücksetzer vollzog, der an wichtigen Unterstützungen aufgefangen wurde. Aber allzu überzeugend wirkt die Perspektive, die sich aus dem Zahlenwerk ergibt, nicht. Der Umsatz fiel gegenüber dem zweiten Quartal 2019 um 16 Prozent, der Auftragseingang sackte um 26 Prozent durch. Das EBIT, d.h. der Gewinn vor Steuern und Zinsen, stieg zwar um 30 Prozent, zudem unterstrich LPKF Laser, dass man das Quartal besser als gedacht absolviert habe. Aber für das laufende Quartal erwartet das Unternehmen einen Umsatz zwischen 24 und 27 Millionen Euro (zweites Quartal: 30,5 Millionen) und ein EBIT zwischen einer und drei Millionen Euro (zweites Quartal 5,2 Millionen). Es wird also erst einmal schlechter, bevor es besser wird, wie es scheint.

Dementsprechend zogen einige Akteure unmittelbar mit Vorlage dieser Ergebnisse am 5. August die Reißleine, obgleich Vorab-Ergebnisse bereits am 24. Juli vorgelegt worden waren und diese bereits Abgaben auslösten, die verhinderten, dass die Aktie das Februar-Hoch überwinden konnte. Daher kann man vermuten, dass die Verteidigung der wichtigen Kreuzunterstützung aus der unter die vorherigen beiden Zwischentiefs zu ziehenden Unterstützungslinie und der im Chart dick schwarz markierten 200-Tage-Linie erst einmal nur eine Defensiv-Aktion des bullischen Lagers war. Sollte es gelingen, die am Dienstag angesteuerte, derzeit bei ca. 21,45 Euro notierende 20-Tage-Linie als nächstgelegenen Widerstand zu überwinden, würde sich die Lage schon besser darstellen. Aber solange das nicht vollzogen ist, bleibt die 200-Tage-Linie als mittelfristig bedeutsame Supportlinie gefährdet. Sollte LPKF Laser diese momentan bei 19,20 Euro verlaufende Linie eindeutig und auf Schlusskursbasis unterbieten, würde sich das Gesamtbild deutlich zu Gunsten der Bären wandeln.

Chart vom 17.08.2020, Kurs 21,20 Euro, Kürzel LPK | Online Broker LYNX