Risk Navigator

Der Risk Navigator ist eine Echtzeit-basierte Marktrisikomanagement-Plattform, die Ihnen eine umfassende Bewertung von Risikopotenzialen über zahlreiche Asset-Klassen hinweg ermöglicht.

Den Risk Navigator können Sie in der Trader Workstation über die Menüpunkte Analysetools >> Risk Navigator >> „Mein Portfolio“ öffnen 1 aufrufen. Möglicherweise müssen Sie auf das kleine Dreieck 2 am unteren Rand des Menüs Analysetools klicken, um das Menü zu erweitern und die Auswahl „Risk Navigator“ anzuzeigen.

Klicken Sie auf "Mein Portfolio öffnen"

Nachdem Sie den Risk Navigator wie oben beschrieben geöffnet haben, erhalten Sie einen Überblick über Ihr aktuelles Portfolio. Hierzu stehen Ihnen verschiedene graphische und tabellarische Auswertungen zur Verfügung, die im Folgenden kurz erläutert werden.

Risk Navigator - Benutzeroberfläche

Das Risiko Dashboard 1 listet Ihnen wesentliche Depotkennwerte auf:

  • Nettoliquidierungswert – Aktueller Depotwert
  • Tagesgewinn und -verlust – Realisierte und unrealisierte Gewinne/Verluste des Tages
  • Maintenance Margin – Margin-Anforderungen zum Halten der gegenwärtigen Positionen
  • Initial Margin – Margin-Anforderungen zum Eröffnen einer neuen Position
  • Value at Risk – Potenzieller Verlust des Portfolios, der mit einer von Ihnen festgelegten Wahrscheinlichkeit innerhalb eines Tages nicht überschritten wird
  • Expected Shortfall – Erwarteter Verlust der Portfolios bei Überschreitung des Value at Risk Wertes

Ihre Portfoliobestände werden unter Punkt 2 in eine von sieben Anlageklassen sortiert und anschließend tabellarisch aufgelistet:

  • Aktien
  • Anleihen
  • Devisen
  • Roshstoffe/Terminkontrakte
  • Geldmarkt
  • Strukturierte Produkte
  • Volatilitätsprodukte

In der Standardauswahl werden Ihnen Aktien angezeigt. Bitte beachten Sie, dass hierzu auch sämtliche Optionen, Futures und Futuresoptionen zählen, die Aktien oder Aktienindizes als Basiswert verwenden.

Neben der tabellarischen Auflistung Ihres Portfolios können Sie einen zusätzlichen Bericht  3 erstellen. Die Berichtsart können Sie unter Punkt  5 (Bericht) festlegen. Insgesamt stehen Ihnen 11 Berichtsarten zur Verfügung. Hier wurde beispielsweise ein Kreisdiagramm der Gewinne und Verluste gewählt.

Unter Punkt 4 wird der Einfluss von hypothetischen Marktveränderungen auf Ihr Portfolio graphisch dargestellt. Hierbei können mehrere Zeitpunkte miteinander verglichen werden. In unserem Beispiel sehen wir auf der X-Achse eine theoretische prozentuale Veränderung aller Basiswerte um X Prozent. Auf der Y-Achse wird der korrespondierende Portfoliowert aller Aktien (inklusive Aktienoptionen und Futures auf Aktien) angezeigt.
Zum Anpassen der Y-Achse können Sie unter Punkt 5 die Graphische Darstellung ändern. Unter Basiswert können Sie eine Betrachtung einzelner Portfoliopositionen vornehmen.

Die rote Linie simuliert den „Portfoliowert Aktien“ zum aktuellen Tagesschlusskurs. Steigt der Kurs aller Basiswerte im Bereich Aktien bis zum Ende des Tages um 20 Prozent, werden diese einen voraussichtlichen Wert von ca. 35.000,00 EUR annehmen.
Die pinke Linie simuliert den entsprechenden „Portfoliowert Aktien“ zum 15.03.2019, der Tag an dem die im Portfolio befindlichen Optionen auslaufen. Steigt der Kurs aller Basiswerte im Bereich Aktien bis zum 15.03.2019 um 20 Prozent, werden diese einen voraussichtlichen Wert von ca. 41.000,00 EUR annehmen. 

Sie können auch Linien mit anderen Zeitpunkten definieren und für Ihre Betrachtung verwenden. Klicken Sie hierzu unter Punkt 5 auf Datum.
Mit einem Rechtklick auf den Chart 4 können außerdem viele weitere Informationen abgerufen werden. So lassen sich beispielsweise Volatilitätsszenarien hinzufügen oder Konfidenzintervalle anzeigen.

Mit einem „Was-wäre-wenn-Portfolio“ auf Basis Ihres aktuellen Depots können Sie simulieren, wie sich Änderungen an Ihrem Portfolio, beispielsweise durch das Hinzufügen, Schließen, Verringern oder Erhöhen von Positionen, auf Ihr Risikoprofil auswirken würden.

Ein neues „Was-wäre-wenn-Portfolio“ können Sie in der Handelsplattform direkt in der Menüleiste über Analysetools >> Risk Navigator >> Neues „Was-Wäre-Wenn-Portfolio“ öffnen starten. Wenn Sie den Risk Navigator bereits geöffnet haben können Sie in dessen Menüleiste einfach  Portfolio >> Neu wählen.

Sie können Ihre bestehenden Positionen nun für die Risikoanalyse verändern oder entfernen. Auch neue Positionen können hinzugefügt werden.

  • Bestehende Position anpassen:
    Klicken Sie auf das Plus-Symbol in der gewünschten Positionszeile. Es öffnet sich eine zusätzliche Zeile, in der Sie nun den Wert unter Position händisch anpassen können.
  • Bestehende Position ausblenden:
    Hierzu müssen Sie lediglich das Häkchen in der Wertpapierzeile abwählen, die Sie für Ihre weitere Risikoanalyse nicht mehr betrachten möchten.
  • Neue Position hinzufügen:
    In der letzten Zeile finden Sie die Zelle NEU. Hier können Sie Ihrer Analyse ein neues Wertpapier hinzufügen. Die Eingabe funktioniert, TWS-typisch, mit Kürzel oder ISIN.

Beispiel zur Verdeutlichung:

Sie halten in Ihrem Portfolio derzeit 300 Lufthansa Aktien (LHA).

Sie möchten nun simulieren welche Auswirkungen die Halbierung Ihrer LHA-Position hat. Zusätzlich möchten Sie eine Short-Position auf Deutsche Post (DPW) über 150 Aktien eröffnen. Ihr ursprüngliches Depot wird wie folgt dargestellt:

Das ursprüngliche Portfolio

Klicken Sie nun auf die Anzahl der LHA-Position 1. Sie können diese über Ihre Tastatur auf 150 ändern und mit Enter bestätigen.

Anschließend können Sie die neue DPW-Position über die Zeile NEU 2  hinzufügen. Geben Sie hierzu das Kürzel DPW ein. Bestätigen Sie diese mit Enter und wählen Sie die Deutsche Post in EUR aus. Unter Position können Sie hier nun -150 eintragen und erneut mit Enter bestätigen.

Sie sehen nun wie sich die Risikokennzahlen sowie die graphische Darstellung Ihrer Auswahl anpassen. Bei Bedarf kann eine Ihrer Positionen für Ihre Betrachtung auch komplett ausgeblendet werden. Klicken Sie hierzu einfach auf das Häkchen in der entsprechenden Zeile.

Das angepasste Was-wäre-wenn-Portfolio

Bitte beachten Sie, dass die Cash-Bestände durch diese Transformationen nicht automatisch angepasst werden. Das Schließen der LHA-Position oder Eröffnen der Short-DPW-Position führt Ihrem Was-wäre-wenn-Portfolio keine Barmittel zu. Unsere Simulation stellt also einen verzerrten Nettoliquidierungswert dar. Bei Bedarf können Sie den EUR-Bestand im Reiter Devisen händisch korrigieren.

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Silke Puhlemann
Silke Puhlemann
Leiterin Neukundenabteilung