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 Salesforce Aktie Prognose

Salesforce: Käufer am Widerstand – in welche Richtung könnte die Aktie kippen?

News: Aktuelle Analyse der Salesforce Aktie

18.03.2026 | 08:18 Uhr
In diesem Artikel
Salesforce
ISIN: US79466L3024
|
Ticker: CRM --- %

--- USD
---% (1D)
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Chart-Betrachtungszeitraum
6 Monate
Charttrend: Bärisch
Gültigkeit der Analyse
2 Wochen
Erwartung: Neutral
Zur Salesforce Aktie

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.

Hören Sie sich die Audioversion dieses Artikels an (KI-generiert).

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Besonders der Softwaresektor stand in den vergangenen Monaten deutlich unter Druck. Bekannte Branchengrößen wie Oracle, Microsoft oder Palantir gerieten ins Hintertreffen und mussten teils spürbare Kursverluste hinnehmen.

Auch die Salesforce-Aktie blieb von dieser Entwicklung nicht verschont. Seit Jahresbeginn verlor das Papier rund 30 Prozent an Wert, ehe sich die Kurse in den vergangenen Wochen allmählich stabilisieren konnten. Aktuell bewegt sich die Aktie in einer engen Handelsspanne zwischen etwa 190 und 204 USD. Auf der Oberseite rückt nun zusätzlich die fallende 50-Tage-Linie als technischer Widerstand in den Fokus. Für die Käufer dürfte es damit schwierig werden, kurzfristig neues Momentum aufzubauen. Der übergeordnete Trend zeigt weiterhin nach unten und befindet sich aktuell noch in einer bärischen Phase.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Salesforce Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Die Aktie befindet sich derzeit in einer klassischen Entscheidungsphase. Sollte es den Käufern gelingen, die Handelsspanne nach oben zu verlassen und auch den Bereich rund um die 50-Tage-Linie zurückzuerobern, könnte sich daraus eine technische Erholungsbewegung entwickeln.

Vorerst überwiegt jedoch die Vorsicht. Bleiben die Kurse unter Druck und rutschen erneut aus der aktuellen Seitwärtszone nach unten heraus, dürfte der bestehende Abwärtstrend weiter bestätigt werden. Die nächsten Handelstage könnten somit darüber entscheiden, ob sich hier eine tragfähige Stabilisierung bildet oder ob die Verkäufer erneut das Kommando übernehmen.

Aussicht: Neutral

Salesforce Aktie: Chart vom 17.03.2026, Kurs: 195.31 USD, Kürzel: CRM | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Salesforce Aktie: Chart vom 17.03.2026, Kurs: 195.31 USD, Kürzel: CRM | Quelle: TWS

Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 18.03.2026 um 8:00 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.


Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

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Vorherige Analysen der Salesforce Aktie

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 27.02.2026 um 11:38 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Social Media hat unsere Wahrnehmung der Realität verzerrt, KI hat sie zerstört. Vertrauen, Wahrheit und Fakten wurden durch Narrative und Schlagworte ersetzt.

Die Illusion der Wirklichkeit

Inzwischen dürfte jedem normal denkenden Menschen klar sein, dass Social Media erhebliche Probleme und Schattenseiten mit sich bringt.
Wir haben über die Jahre hinweg eine zunehmende Polarisierung und Fragmentierung der Öffentlichkeit erlebt.

Algorithmen sozialer Netzwerke sind darauf optimiert, Aufmerksamkeit zu maximieren. Empörung, Angst und moralische Entrüstung erzeugen nachweislich höhere Interaktionsraten als differenzierte Argumente. Das Resultat ist eine systematische Verstärkung extremer Positionen.

Hinzu kommen die psychischen Belastungen durch den Vergleich mit den Hochglanzbildern auf Social Media. Perfekte Körper, perfekte Karrieren, perfekte Leben – erzeugen ein verzerrtes Bild der Realität.
Nein, sie erzeugen kein verzerrtes Bild der Realität, sondern eine blanke Illusion.

Etliche Studien haben gezeigt, dass die Nutzung von Social Media das gefühlte Glücksniveau senkt. Trotzdem hängen viele Menschen endlos am Smartphone. Das sogenannte Doom-Scrolling, bei dem man sich selbst endlos mit irgendwelchen Kursvideos das Hirn herausbrennt.
Dabei spielt es keine Rolle, ob das auf TikTok, mit Reels oder YouTube Shorts geschieht.

Es handelt sich um Suchtverhalten, das bewusst erzeugt wird. Plattformen sind so gestaltet, dass sie die Nutzungszeit maximieren. Aufmerksamkeit wird zur Ware – und Nutzer werden zum Produkt.

Vertrauen, Wahrheit, Fakten: Alles verhandelbar

All das wäre schon schlimm genug. Gleichzeitig findet aber auch eine Erosion von Vertrauen und Wahrheit statt.

Der Vertrauensverlust betrifft nicht nur Medien, sondern auch Wissenschaft, Politik und öffentliche Institutionen. Wenn jede Meinung als gleichwertig erscheint, verliert Expertise an Gewicht. Wahrheit wird relativiert.

Was ist die Wahrheit überhaupt noch? Vor allem in einer Welt, die dank KI geradezu mit Inhalten überschwemmt wird. Noch nie war es so einfach, Texte, Bilder oder Videos zu erzeugen. Das führt zu einer Flut von Informationen und Inhalten – leider ist der überwiegende Teil davon inhaltsleer.
Was ist real, was nicht? Was ist von einer KI erstellt und komplett an den Haaren herbeigezogen?

Was früher Meinungsvielfalt war, wird heute zur Überforderung. Die Folge ist Zynismus oder Resignation: Wenn alles gleich laut ist, glaubt man am Ende nichts mehr.
All das wird noch dadurch verstärkt, dass KI aktiv zur Manipulation genutzt wird.

300 Milliarden durch einen Blogpost?

Warum erzähle ich Ihnen das alles und was hat das mit Salesforce zu tun? Aus meiner Sicht sehr viel.
Denn die kollektive Abkopplung von der Realität scheint durch KI nochmal massiv zugenommen zu haben – anders kann ich mir so manche Kursbewegung an der Börse nicht mehr erklären.

In einem Umfeld, in dem Aufmerksamkeit die knappste Ressource ist, gewinnen Narrative an Bedeutung.
Aktien werden in Schubladen gesteckt und Kurse werden auf der Basis von Schlagworten und medialen Ereignissen gemacht und nicht mehr auf der Basis der Realität.

Wie wäre es sonst erklärbar, dass ein Blogpost über eine fiktive Zukunft im Jahr 2028 an der Börse Kursverluste von rund 300 Milliarden Dollar auslöst?

Die Börse im Bann der Narrative

Und da wären wir bei Salesforce. Wie das Unternehmen Geld verdient und all die anderen Dinge, die in der Realität geschehen, spielen keine Rolle.
Viel wichtiger sind die Schublade und das Narrativ, in der sich das Unternehmen befindet: Salesforce ist ein KI-Verlierer und nur das zählt.

Wen interessieren schon die Quartalszahlen oder das Geschäft selbst? Es spielt keine Rolle, dass der Gewinn im vierten Quartal mit 3,81 USD je Aktie weit über den Erwartungen von 3,04 USD lag. Ebenso wenig, dass der Umsatz von 11,2 Mrd. USD die Analystenschätzungen von 11,1 Mrd. USD ebenfalls übertroffen hat.

Auf Jahressicht entspricht das einem Umsatzplus von 12 % und einem Gewinnsprung von 37 %.

Unter dem Strich konnte der Umsatz im gerade abgeschlossenen Geschäftsjahr um 10 % auf 41,5 Mrd. USD gesteigert werden.
Das Ergebnis verbesserte sich von 9,93 auf 11,97 Mrd. USD, oder von 10,20 auf 12,52 USD je Aktie.
Der freie Cashflow konnte um 16 % auf 14,4 Mrd. USD gesteigert werden.

Salesforce kommt demnach auf einen P/FCF von 13. Sollte der FCF im laufenden Geschäftsjahr wie erwartet um 11 % steigen, würde der P/FCF dadurch auf 11,9 sinken.

Wie Agentforce und Data 360 zum Wachstumsmotor werden.

Vermutlich sind die Erwartungen ohnehin zu niedrig. Die Wachstumsdynamik hat zuletzt zugenommen.
Darüber hinaus ist der Auftragsbestand noch stärker angezogen – die current remaining performance obligations kletterten zuletzt um 16 % auf 35,1 Mrd. USD. Der Gesamtwert aller ausstehenden Aufträge stieg um 14 % auf 72,4 Mrd. USD.  

Für den „KI-Verlierer“ Salesforce wird das hauseigene KI-Geschäft immer mehr zum Wachstumsmotor. Der annualisierte Umsatz mit Agentforce und Data 360 ist zuletzt um mehr als 200 % auf 2,9 Mrd. USD gestiegen.

Salesforce Aktie: Chart vom 27.02.2026, Kurs: 199,47 USD – Kürzel: CRM | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Salesforce Aktie: Chart vom 27.02.2026, Kurs: 199,47 USD – Kürzel: CRM | Quelle: TWS

Schade nur, dass das in einer postfaktischen Welt überhaupt keine Rolle spielt. Oder wie ist es zu erklären, dass es haufenweise Downgrades regnet, nachdem ein Unternehmen die Erwartungen übertroffen und eine überraschend starke Prognose vorgelegt hat?

Salesforce begegnet diesem Problem auf eine simple Art und Weise: Es wurde ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von 50 Milliarden Dollar beschlossen, was mehr als einem Viertel des Börsenwerts entspricht.

Über den Autor

Tobias Krieg ist Chefanalyst bei LYNX Broker und Gründer von LongTerm-Value.
Er ist seit mehr als fünfzehn Jahren an der Börse aktiv, davon mehr als eine Dekade als leidenschaftlicher Vollzeit-Investor. Geprägt durch Vorbilder wie Charlie Munger, Peter Lynch und Bill Miller ist Value Investing der Grundsatz und Growth at a reasonable Price der Wahlspruch.
Denn auch gute Unternehmen können schlechte Investments sein. Ein attraktiver Einstiegskurs zum richtigen Zeitpunkt ist absolut entscheidend.

Analysemethode

Die Aktienanalysen von Tobias Krieg basieren auf einer Kombination aus Charttechnik und Fundamentalanalyse. Dabei liegt der Fokus auf der Bewertung von Unternehmen anhand ihrer finanziellen Kennzahlen, wie z. B. KGV, Cashflow oder Eigenkapitalrendite, sowie auf der Identifikation von überdurchschnittlichen Wachstumspotenzialen zu einem attraktiven Einstiegskurs.

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Der Markt behandelt Salesforce derzeit wie einen KI-Verlierer, obwohl die neuen KI-Produkte zu den größten Wachstumstreibern zählen. Was könnte das für Anleger bedeuten?

Erfolgreiche Investoren müssen diese Muster erkennen

Die Börse ist weit davon entfernt, ein rationaler Mechanismus zur Bewertung von Aktien zu sein.
Kurse werden stattdessen von einer komplexen Mischung aus menschlicher Psychologie, kurzfristigen Emotionen, Narrativen und Herdenverhalten angetrieben, was regelmäßig zu Phasen extremer Irrationalität führt.

Das gilt für die Börse als Ganzes und umso mehr für Einzelaktien.

Jeden Tag erreicht irgendeine Aktie oder ein ganzer Sektor eine absurd hohe Bewertung. Diese Blasen werden oft durch eine überzeugende Geschichte, einen Hype um eine neue Technologie getragen, die Investoren dazu bringt das Vielfache des intrinsischen Werts auf den Tisch zu legen.

Vielleicht erinnern Sie sich noch an Marihuana-Aktien wie Aurora Cannabis, 3D-Drucker wie 3D Systems oder Meme-Stocks wie AMC Entertainment.
Sie alle wurden irgendwann von der Schwerkraft eingeholt. Der Realität kann man nicht entfliehen.

Dasselbe gilt umgekehrt. Teilweise treten Aktien jahrelang auf der Stelle oder die Kurse sinken sogar, obwohl das Geschäft blendend läuft.
Falls Sie ein langjähriger Leser sind, erinnern Sie sich vielleicht noch an Quanta Services. Als ich 2020 auf die Aktie hingewiesen hatte, hatte das Unternehmen vier Jahre mit Gewinnsprüngen zwischen 10 und 43 % hinter sich – der Kurs kam trotzdem nicht von der Stelle. Der Rest ist Geschichte.

KI-Angst trifft Rekordzahlen

Ähnlich sinnbefreit ist aus meiner Sicht das Kursgeschehen von Salesforce. Die Aktie notiert heute auf demselben Niveau wie 2020, obwohl sich Gewinn und Cashflow seitdem mehr als verdoppelt haben.
Das Unternehmen übertrifft nahezu jedes Quartal die Erwartungen und eilt von Rekord zu Rekord.

In den letzten Monaten ist die Aktie dennoch unter die Räder gekommen, da die Aktie den Stempel als KI-Verlierer verpasst bekommen hat.

Die Realität ist jedoch, dass sich an den Zahlen keinerlei Probleme ablesen lassen – ganz im Gegenteil. Vergangene Woche hat Salesforce die Ergebnisse des dritten Quartals vorgelegt.

Der Gewinn lag mit 3,25 USD je Aktie weit über den Erwartungen von 2,85 USD. Mit einem Umsatz von 10,3 Mrd. USD wurden die Analystenschätzungen erfüllt.
Auf Jahressicht entspricht das einem Umsatzplus von 10 % und einem Gewinnsprung von 35 %.

Der freie Cashflow, die für Salesforce relevanteste Kennzahl, konnte um 22 % auf 2,18 Mrd. USD gesteigert werden.

Kunden setzen auf Salesforce-KI

Der Auftragsbestand (RPO, remaining performance obligations) kletterte um 12 % auf 60 Mrd. USD. Der kurzfristige Auftragsbestand verbesserte sich um 11 % auf 29,4 Mrd. USD.
Das deutet auf eine zunehmende Wachstumsdynamik hin und zeigt eindeutig, dass die Kunden Salesforce nicht durch irgendeine magische und obendrein nicht existente KI ersetzen.

Stattdessen setzen die Kunden auf KI-Produkte von Salesforce. Agentforce und Data 360 sind die Wachstumstreiber im Konzern. Der annualisierte Umsatz dieser Produktlinien konnte auf Jahressicht um 114 % auf 1,4 Mrd. USD gesteigert werden. Der Umsatz (ARR) von Agentforce hat sich auf 540 Mio. USD sogar mehr als vervierfacht.

Doch nicht nur die Bestandskunden setzen auf diese Produkte, die Hälfte des Wachstums wurde durch Neukunden erzielt. Salesforce baut mit Agentforce und Data 360 nicht nur das Geschäft mit Bestandskunden aus, sondern es gelingt auch, damit im großen Stil neue Kunden in das Ökosystem zu ziehen.

Historisch niedrig

Daher wurde die Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr von 41,1 – 41,3 Mrd. auf 41,5 – 41,6 Mrd. USD erhöht und für das FCF-Wachstum von 12 – 13 % auf 13 – 14 % erhöht.
Die Resultate der ersten neun Monate sprechen dafür, dass die Prognose zu niedrig ist.

Hinzu kommen die laufenden Aktienrückkäufe. In den letzten 12 Monaten wurde die Zahl der ausstehenden Papiere von 965 auf 952 Millionen Stück reduziert.

Den Konsensschätzungen zufolge dürfte der freie Cashflow in diesem Jahr um 16 % auf 14,85 USD je Aktie steigen. Salesforce kommt demnach auf einen P/FCF von 17,6.
Die Bewertung von Salesforce ist auf dem niedrigsten Niveau der letzten beiden Jahrzehnte angekommen – länger reichen meine Daten nicht zurück.

Sollte der FCF im kommenden Jahr wie erwartet um 10 % auf 16,34 USD je Aktie steigen, würde der P/FCF auf 15,9 sinken.
In den letzten fünf Jahren lag der P/FCF durchschnittlich bei 35.

Die Sachlage ist simpel: Entweder wird Salesforce durch KI disruptiert, oder die Aktie könnte unterbewertet sein.

Salesforce Aktie: Chart vom 08.12.2025, Kurs: 260,50 USD - Kürzel: CRM | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Salesforce Aktie: Chart vom 08.12.2025, Kurs: 260,50 USD – Kürzel: CRM | Quelle: TWS

Das gilt umso mehr, wenn Salesforce die langfristigen Ziele erreicht: Der Umsatz soll bis 2030 auf 60 Mrd. USD steigen.
Gleichzeitig dürfte die Profitabilität zunehmen und die Aktienzahl sinken.

Gelingt jetzt ein Ausbruch über 261 USD, kommt es zu einem prozyklischen Kaufsignal mit möglichen Kurszielen bei 275 und 284 – 290 USD. Darüber wäre der Weg in Richtung 310 – 315 USD frei.

Fällt die Aktie hingegen wieder unter 250 USD zurück, haben die Bullen ihre Chance vorerst vertan.

Über den Autor

Tobias Krieg ist Chefanalyst bei LYNX Broker und Gründer von LongTerm-Value.
Er ist seit mehr als fünfzehn Jahren an der Börse aktiv, davon mehr als eine Dekade als leidenschaftlicher Vollzeit-Investor. Geprägt durch Vorbilder wie Charlie Munger, Peter Lynch und Bill Miller ist Value Investing der Grundsatz und Growth at a reasonable Price der Wahlspruch.
Denn auch gute Unternehmen können schlechte Investments sein. Ein attraktiver Einstiegskurs zum richtigen Zeitpunkt ist absolut entscheidend.

Analysemethode

Die Aktienanalysen von Tobias Krieg basieren auf einer Kombination aus Charttechnik und Fundamentalanalyse. Dabei liegt der Fokus auf der Bewertung von Unternehmen anhand ihrer finanziellen Kennzahlen, wie z. B. KGV, Cashflow oder Eigenkapitalrendite, sowie auf der Identifikation von überdurchschnittlichen Wachstumspotenzialen zu einem attraktiven Einstiegskurs.

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Salesforce hat wieder die Erwartungen übertroffen und die Prognose erhöht. Leitet die Übernahme von Informatica eine neue Wachstumsphase ein?

Salesforce unter Strom

Seit der letzten Analyse zu Salesforce (Nach den Quartalszahlen: Droht Salesforce jetzt der Absturz?) ist nicht viel Zeit vergangen, doch es ist viel passiert.

Die Aktie hat wie erwartet an Wert verloren, es gab Quartalszahlen und man hat eine Milliarden-Übernahme durchgeführt – doch eins nach dem anderen.

Salesforce Aktie: Chart vom 04.06.2025, Kurs: 264,47 USD - Kürzel: CRM | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Salesforce Aktie: Chart vom 04.06.2025, Kurs: 264,47 USD – Kürzel: CRM | Quelle: TWS

Die Aktie hatte damals ein Doppeltop bei 367 USD ausgebildet und daher war es wahrscheinlich, dass es ein, zwei Etagen tiefergehen würde.

Dazu ist es dann auch gekommen, doch seitdem hat sich die charttechnische Lage gewandelt. Die wichtige Unterstützung bei 230 USD hat gehalten, womit ein mehrfacher Boden ausgebildet wurde.
Damit haben die Bullen wieder deutlich bessere Karten.

Gelingt jetzt ein Anstieg über 270 USD, muss mit einem erneuten Anstieg in Richtung 284 oder 296 USD gerechnet werden. Darüber wäre der Weg in Richtung 310 USD frei.

Fällt die Aktie hingegen unter 250 USD, muss mit weiteren Kursverlusten bis 230 USD gerechnet werden. Darunter würde sich das Chartbild nachhaltig eintrüben.

Doch das alles sind nur kurzfristige Überlegungen. Wohin es mit dem Kurs langfristig gehen wird, entscheidet sich an ganz anderer Stelle – an der fundamentalen Front.

Geschäftsmodell

Salesforce ist der weltweit führende Anbieter von CRM-Systemen (Kundenbeziehungsmanagement). Salesforce hat also ein Produkt, das jedes Unternehmen ab einer gewissen Größe benötigt, und nutzt man die Systeme erst, ist ein Wechsel der Kunden zur Konkurrenz kaum mehr möglich.

Gleichzeitig baut der CRM-Konzern seine Angebotspalette stetig aus und wächst somit nicht nur durch die Gewinnung von Neukunden, sondern auch in erheblichem Maß dadurch, dass man das Geschäft mit den Bestandskunden immer weiter steigert.

Und je stärker und vielfältiger die Integration von Salesforce-Systemen bei den Kunden ist, desto aufwändiger wird der Wechsel.
Das führt zu einer außerordentlich hohen Kundenbindung. Hat man einen Kunden erstmal gewonnen, bleibt er es in der Regel für eine lange Zeit.

Darüber hat Salesforce nach vielen Jahren endlich Preiserhöhungen durchgeführt. Dieser Faktor, gepaart mit den laufenden Effizienzmaßnahmen, führt zu überproportionalen Gewinnsteigerungen.

Quartalszahlen

Im ersten Quartal lag der Gewinn mit 2,58 USD je Aktie weit über den Erwartungen von 2,54 USD. Mit einem Umsatz von 9,80 Mrd. USD hat man die Analystenschätzungen von 9,78 Mrd. USD ebenfalls übertroffen.
Auf Jahressicht entspricht das einem Umsatzplus von 8% und einem Gewinnsprung von 6%.

Die relevanteste Kennzahl ist bei dem vorliegenden Geschäftsmodell jedoch der freie Cashflow, der um 4% auf 6,3 Mrd. USD gesteigert werden konnte.
Davon hat man 2,7 Mrd. USD für Aktienrückkäufe und 402 Mio. USD für die Zahlung einer Dividende aufgewendet.

Der große Wachstumstreiber im Konzern ist Data Cloud and AI. Man könnte auch sagen, dass viele Kunden auf die neuen Systeme umstellen, was kurzfristig zu Reibung führt.
Auf Jahressicht ist der ARR in diesem Segment um 120% auf mehr als eine Milliarde US-Dollar gestiegen.

Ausblick und Bewertung

Wohin die Richtung geht, lässt sich am einfachsten am Auftragsbestand (current remaining performance obligation) ablesen, der um 12% auf 29,6 Mrd. USD gesteigert werden konnte.
Die Wachstumsdynamik dürfte also zeitnah wieder zunehmen.

Daher hat man die Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr von 40,5 – 40,9 auf 41,0 – 41,3 Mrd. USD und für den Gewinn von 11,09 – 11,17 auf 11,27 – 11,33 USD je Aktie erhöht.

Der freie Cashflow soll um 9 bis 10 % zulegen. Da die Zahl der ausstehenden Aktien rückläufig ist, sind die Konsensschätzungen, wonach der FCF je Aktie um 11% auf 11,31 USD je Aktie steigen soll, plausibel.

Salesforce kommt demnach auf einen forward P/FCF von 23,4. Das ist in Anbetracht aller vorliegenden Fakten vertretbar.

Milliarden-Übernahme: Gamechanger oder Strohfeuer?

Bereits im vergangenen Jahr hatten Salesforce und Informatica Übernahmegespräche geführt.
Das Unternehmen ist einer der führenden Anbieter von Datenmanagement- und Integrationslösungen und wäre daher eine gute Ergänzung für Salesforce.

Presseberichten zufolge stand damals ein Kaufpreis von etwa 35 USD im Raum. Schlussendlich scheiterte die Übernahme jedoch, da sich die beiden Parteien nicht auf die finanziellen und strategischen Bedingungen einigen konnten.

Anschließend ging es mit dem Kurs von Informatica jedoch stetig abwärts, obwohl die operativen Ergebnisse solide waren.

Das scheint die Bereitschaft für einen Deal auf Seiten von Informatica deutlich gesteigert zu haben. Denn erstaunlicherweise hat man sich nun auf einen Übernahmepreis von 25 USD geeinigt.

Die Aktionäre von Informatica dürften sich darüber sicherlich nicht gefreut haben, denn das entspricht lediglich einem P/FCF von etwa 18.
Für Salesforce ist das ein äußerst attraktiver Preis und daher dürfte es eine der wenigen großen Übernahmen sein, die für Anleger wirklich einen Mehrwert schafft – zumindest für die Anleger von Salesforce.

Die Übernahme von Informatica für etwas mehr als 8 Milliarden US-Dollar bringt mehrere strategische Vorteile, insbesondere im Hinblick auf die Stärkung der KI- und Datenmanagement-Fähigkeiten von Salesforce.

Die Vorteile liegen auf der Hand

Durch die Integration von Informaticas Technologien (z. B. der CLAIRE-KI) in die Salesforce-Plattform, soll eine nahtlose Verbindung, Verwaltung und Analyse von Daten aus verschiedenen Quellen in Cloud-, Hybrid- oder Multi-Cloud-Umgebungen möglich werden.

Die Übernahme unterstützt auch die Ambitionen von Salesforce im Bereich der generativen Künstlichen Intelligenz. In diesem Bereich ist Informatica stark aufgestellt, vor allem in regulierten Branchen wie Finanzdienstleistungen, Gesundheitswesen und im öffentlichen Sektor.

In diesen Bereichen sind die Anforderungen an Datenqualität und -konformität, Transparenz besonders hoch. Teilweise müssen sogar Herkunftsnachweise (Data Lineage) für Daten erfasst werden. All das ist mit den Systemen von Informatica möglich.

Informatica ergänzt also die bestehenden Salesforce-Produkte wie MuleSoft (Datenintegration) und Tableau (Datenanalyse) und erweitert sie.

Hinzu kommen die üblichen Synergieeffekte und Vorteile durch Cross-Selling usw.
Salesforce kann sich die Übernahme auch problemlos leisten, zuletzt hatte man Barmittelreserven in Höhe von 10,9 Mrd. USD.

Über den Autor

Tobias Krieg ist Chefanalyst bei LYNX Broker und Gründer von LongTerm-Value.
Er ist seit mehr als fünfzehn Jahren an der Börse aktiv, davon mehr als eine Dekade als leidenschaftlicher Vollzeit-Investor. Geprägt durch Vorbilder wie Charlie Munger, Peter Lynch und Bill Miller ist Value Investing der Grundsatz und Growth at a reasonable Price der Wahlspruch.
Denn auch gute Unternehmen können schlechte Investments sein. Ein attraktiver Einstiegskurs zum richtigen Zeitpunkt ist absolut entscheidend.

Analysemethode

Die Aktienanalysen von Tobias Krieg basieren auf einer Kombination aus Charttechnik und Fundamentalanalyse. Dabei liegt der Fokus auf der Bewertung von Unternehmen anhand ihrer finanziellen Kennzahlen, wie z. B. KGV, Cashflow oder Eigenkapitalrendite, sowie auf der Identifikation von überdurchschnittlichen Wachstumspotenzialen zu einem attraktiven Einstiegskurs.