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Was ist eine Dividende?

Wenn Sie Aktien halten und damit an einem Unternehmen beteiligt sind, so ist die Dividende Ihr Anteil am Gewinn der Aktiengesellschaft.  Denn als Aktionär haben Sie in Deutschland den Anspruch auf eine Beteiligung am Bilanzgewinn. Dieser Anspruch entfällt nur dann, wenn in der Satzung oder in einem Hauptversammlungsbeschluss eine andere Art der Gewinnverwendung vorgesehen wird. Die Höhe der Dividende schlägt der Vorstand der Aktiengesellschaft vor der Hauptversammlung vor. Die Ausschüttung wird auf der Hauptversammlung durch eine einfache Mehrheit abgesegnet und beschlossen.

Die Dividendenausschüttung

Als Aktionär haben Sie jedoch nur dann Anspruch auf die Dividende, wenn Sie die Aktie mindestens einen Tag vor dem Ex-Tag (meistens der Tag nach der Hauptversammlung) erworben haben. Wenn ein Unternehmen beispielsweise eine Dividende von 1,50 Euro festlegt und Sie 100 Aktien dieses Unternehmens besitzen, so wird Ihrem Konto eine Zahlung von 150 Euro gutgeschrieben. Gleichzeitig verringert sich der Aktienkurs um die Höhe der Dividende, man spricht vom Dividendenabschlag. Der Wert des Unternehmens verringert sich so um den ausgezahlten Betrag.

Die Dividendensaison: Einzigartig in Deutschland:

Die Jahreshauptversammlung, auf der die Jahresdividende beschlossen wird, findet in Deutschland meist nach Vorlage der Vorjahresbilanz im Frühjahr oder Frühsommer statt. Direkt danach, meist am nächsten Tag, erfolgt die Gewinnausschüttung für das vergangene Geschäftsjahr. Deshalb gilt die Zeit von März bis Juni in Deutschland als Dividendensaison. Nur wenige Aktiengesellschaften haben ihre Hauptversammlung außerhalb dieses Zeitraumes. Dann jedoch meist aufgrund eines vom Kalenderjahr abweichenden Geschäftsjahres.

International üblich: Quartals- oder Halbjahresdividenden

International, z.B. in den USA, ist vor allem die Quartalsdividende (oder in Großbritannien die Halbjahresdividende) sehr verbreitet. Der Vorteil für die Anleger ist, dass sie nie lange warten müssen, bis die nächste Zahlung auf dem Konto eingeht. Und auch Anleger, die während des Jahres nur eine Zeitlang investiert sind, kommen in den Genuss einer Dividende.

Wie Sie die Dividendenrendite berechnen können

Die Kennzahl Dividendenrendite stellt das prozentuale Verhältnis der Dividendenhöhe zum Aktienkurs an und besagt wieviel Prozent des aktuellen Kurswerts an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Die Dividendenrendite können Sie berechnen, indem Sie die Dividende einer Aktie durch den Aktienkurs teilen. Die Kennzahl ermöglicht es Ihnen, die Rendite einer Aktie besser mit den Erträgen anderer Aktien zu vergleichen. Je nach Ertragskraft des Unternehmens kann die Dividendenrendite beispielsweise 0,5 % oder 8 % betragen. In Anlegerkreisen werden Aktien mit vergleichsweise hohen Dividendenrenditen als sogenannte Dividendenwerte bezeichnet.

Wie attraktiv eine Dividende für Anleger ist, hängt aber unter anderem auch vom aktuellen Zinsniveau ab. In Niedrigzinszeiten sind selbst geringe Dividendenrenditen interessant, während in Hochzinsphasen nur Werte mit hoher Dividende mit festverzinslichen Papieren konkurrieren können. Die Dividendenrenditen der meisten DAX-Werte liegen normalerweise zwischen 2 % und 4 %. In einigen Fällen liegt die Kennziffer meist darüber, in anderen darunter.

Dividendenrendite = (Dividende / Aktienkurs) × 100 %

Nicht alle Unternehmen zahlen eine Dividende

Nicht alle Unternehmen zahlen eine Dividende. Wachstumsstarke Technologie-Aktien und Biotech-Unternehmen verzichten häufig auf Auszahlungen an Aktionäre und investieren stattdessen in Forschung und Entwicklung. Andere Aktiengesellschaften schütten „pro forma“ nur einen relativ kleinen Anteil des Jahresgewinns an die Anteilseigner aus. Mit den einbehaltenen Gewinnen werden dann z.B. Produkte weiter- oder neuentwickelt um zusätzliche Umsatzpotenziale zu erschließen. Das kann für die Aktionäre durchaus positiv sein, denn für viele Wachstumsunternehmen ist es essentiell, einen bestehenden Wettbewerbsvorteil zu erhalten oder auszubauen bzw. sich mit einem neuen Produkt zu positionieren und möglichst rasch Marktanteile zu gewinnen. Mit voranschreitendem Lebenszyklus des Unternehmens geht meist auch eine steigende Dividende einher, so dass aus Wachstumsunternehmen „Substanzunternehmen“ werden.

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