Salesforce Aktie Prognose Salesforce: Jetzt ein neues Allzeithoch?

News: Aktuelle Analyse der Salesforce Aktie

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Salesforce ist im Höhenflug. Bei den geschäftlichen Erfolgen ist das kein Wunder. Bricht die Aktie jetzt auf ein neues Allzeithoch aus?

So gut lief das letzte Quartal

Salesforce ist im Höhenflug. Bei den geschäftlichen Erfolgen ist das kein Wunder. Das waren die ersten Worte der letzten Analyse (Salesforce: Die Bullen lassen es krachen. Mit gutem Grund) und sie sind heute genauso richtig wie damals.

Bei Salesforce läuft es blendend und es gibt keine Hinweise darauf, dass sich das zeitnah ändern wird.

Wie man am Mittwoch nachbörslich bekannt gab, lag der Gewinn in Q4 mit 2,29 je Aktie über den Erwartungen von 2,25 USD. Der Umsatz übertraf mit 9,29 Mrd. die Analystenschätzungen von 9,22 Mrd. USD ebenfalls.

Auf Jahressicht entspricht das einem Umsatzplus von 11 % und einem Gewinnsprung von 36 %.
Bei Abo-Modellen ist der freie Cashflow jedoch aussagekräftiger als der gemeldete Gewinn. Der freie Cashflow konnte um 27 % auf 3,26 Mrd. USD gesteigert werden.

Der Umsatz im abgeschlossenen Geschäftsjahr legte um 11 % auf 34,9 Mrd. USD zu und der freie Cashflow um 50 % auf 9,50 Mrd. USD.

Zukunftsaussichten: Salesforce auf dem Weg zu neuen Rekorden

Der Auftragsbestand konnte um 17 % auf 56,9 Mrd. USD gesteigert werden. Das neue Geschäftsjahr dürfte demnach genauso erfolgreich werden wie das letzte.

Salesforce stellt einen Anstieg des Umsatzes um 8-9 % auf 37,7 – 38,0 Mrd. USD in Aussicht, das Subskriptionsgeschäft soll um 10 % wachsen. Die operative Marge (non-GAAP) soll von 30,5 % auf 32,5 % steigen und die operative Marge nach GAAP von 14,4 % auf 20,4 %.
Der operative Cashflow soll um 21-24 % gesteigert werden, der freie Cashflow dürfte in ähnlichem Maße zulegen.

Sollte das der Fall sein, würde Salesforce im laufenden Geschäftsjahr einen freien Cashflow von mindestens 11,5 Mrd. USD erzielen.
Da Salesforce keine nennenswerten Schulden und Barmittel in Höhe von 8,47 Mrd. USD hat, wird dieses Kapital nicht benötigt und kann an die Aktionäre ausgeschüttet werden.

Daher hat man weitere Buybacks in Höhe von 10 Mrd. USD (rund 3 % des Börsenwerts) und erstmals eine Dividende beschlossen.
Vorerst will man 0,40 USD pro Aktie und Quartal ausschütten. Die Dividendenrendite liegt demnach bei 0,51 %, in den kommenden Jahren sind jedoch massive Steigerungen zu erwarten.

Ausblick und Bewertung

Die Aktie scheint trotz der massiven Rallye der vergangenen Monate, während der wir uns immer wieder positiv zum Unternehmen geäußert haben, nicht überbewertet zu sein.
Aktuell kommt Salesforce auf einen forward P/FCF von 26,1. Mit Blick auf die Charakteristiken des Geschäftsmodells sowie den vorliegenden Wachstumsraten könnte man wesentlich mehr rechtfertigen.
Daher war die Aktie in der Vergangenheit auch meistens teurer, wesentlich teurer.

In den fünf Jahren vor 2020 lag der P/FCF durchschnittlich bei 40,4. Das bedeutet nicht, dass die Bewertung wieder auf dieses Niveau steigen muss, doch auszuschließen ist es nicht.

Salesforce Aktie: Chart vom 01.03.2024, Kurs: 308,82 USD - Kürzel: CRM | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Salesforce Aktie: Chart vom 01.03.2024, Kurs: 308,82 – Kürzel: CRM | Quelle: TWS

Aus technischer Sicht ist die Aktie klar bullisch, es stellt sich nur die Frage, ob das bisherige Allzeithoch in einem ersten Anlauf überwunden werden kann.
Sollte das nicht der Fall sein, könnte es vorher nochmal zu einem Rücksetzer zur Unterstützungszone bei 284 – 290 USD kommen, vielleicht werden sogar 270 USD angesteuert.

Die Chancen stehen nicht schlecht, dass es anschließend zu einem Ausbruch auf ein neues Allzeithoch kommt, wenn es nicht schon vorher passiert.
Es wäre gut möglich, dass ein direkter Ausbruch gelingt. In beiden Szenarien ergäben sich dann extrapolierte Kursziele bei 335 und 350 USD.

Geschäftsmodell

Salesforce ist der weltweit führende Anbieter von CRM-Systemen (Kundenbeziehungsmanagement). Salesforce hat also ein Produkt, dass jedes Unternehmen ab einer gewissen Größe benötigt und nutzt man die Systeme erst, ist ein Wechsel der Kunden zur Konkurrenz kaum mehr möglich.

Gleichzeitig baut der CRM-Konzern seine Angebotspalette stetig aus und wächst somit nicht nur durch die Gewinnung von Neukunden, sondern auch in erheblichem Maß dadurch, dass man das Geschäft mit den Bestandskunden immer weiter steigert.

Und je stärker und vielfältiger die Integration von Salesforce-Systemen bei den Kunden ist, desto aufwändiger wird der Wechsel.
Das führt zu einer außerordentlich hohen Kundenbindung. Hat man einen Kunden erstmal gewonnen, bleibt er in der Regel für lange Zeit einer.

Darüber hat Salesforce nach vielen Jahren endlich Preiserhöhungen durchgeführt. Dieser Faktor, gepaart mit den laufenden Effizienzmaßnahmen, führen zu überproportionalen Gewinnsteigerungen.

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Vorherige Analysen der Salesforce Aktie

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Ende November wartete das US-Softwareunternehmen mit soliden Quartalsergebnissen auf. Vor allem die Aussichten auf das laufende Quartal stimmten Marktteilnehmer überaus positiv. Die Folge war ein Kurssprung von mehr als +13% innerhalb von zwei Handelstagen.

Die Salesforce-Aktie beendete damit eine mehrmonatige bärische Phase und katapultierte sich auf ein neues Jahreshoch. Auch das Handelsvolumen war überaus beeindruckend. Hier scheinen auch zahlreiche institutionelle Anleger zugeschlagen zu haben, was die Wahrscheinlichkeit auf weitere Kursgewinne deutlich erhöht.

Expertenmeinung: Wo befinden sich mögliche Kursziele und welche Unterstützungen dürfen nun nicht mehr gebrochen werden? Das Tief des Gaps bei 243.65 USD sollte möglichst gehalten werden. Schlusskurse unter dieser Marke wären alles andere als positiv zu sehen.

Nach oben hin gibt es bis hin zur Marke von 311.75 USD keine markanten Widerstände im Chart. Somit bleibt ein Potenzial von mehr als +20% und die Bullen scheinen die Rallye noch eine Zeit lang aufrecht halten zu wollen.

Aussicht: BULLISCH

Salesforce Aktie: 12.12.2023, Kurs: 257.26 USD, Kürzel: CRM | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Salesforce Aktie: 12.12.2023, Kurs: 257.26 USD, Kürzel: CRM | Quelle: TWS

Salesforce ist im Höhenflug. Bei den geschäftlichen Erfolgen ist das kein Wunder. Die Margen legen massiv zu und dürften noch weiter steigen.

100% Korrelation

Es gibt Börsenweisheiten, die werden nie alt. Dazu gehört auch das folgende Zitat von Peter Lynch:

„I don’t think people understand there’s 100% correlation with what happens to a company’s earnings over several years and what happens to the stock.“

Die kurzfristige Kursentwicklung ist kaum vorhersehbar. Tendenziell setzt sich ein Aufwärts- oder Abwärtstrend zwar fort, aber das Blatt kann sich auch von einer Sekunde auf die andere wenden.

Langfristig gehen die Fundamentaldaten und der Kurs jedoch Hand in Hand. Der Aktienkurs von Salesforce hat sich über die Jahre hinweg nicht aus Zufall vervielfacht, sondern, weil sich das Geschäft entsprechend entwickelt hat.

All die Rallyes und Crashs, die in dieser Zeit geschehen sind, sind nicht mehr als Hintergrundrauschen.

Unsere Aufgabe als Investor ist daher einfach:
Wir müssen uns ein Bild davon machen, wo das Unternehmen in fünf oder zehn Jahren ungefähr stehen wird.

Die einzig wichtige Frage

Im Fall von Salesforce ist das vergleichsweise einfach. Das Unternehmen hat eines der besten, wenn nicht das beste CRM-System, dass es auf dem Markt gibt.
Wenige Kunden springen wieder ab, die meisten bleiben an Board und bauen ihr Geschäft mit Salesforce im Laufe der Zeit immer weiter aus.

Die meisten Verträge laufen über Jahre hinweg und werden dann immer wieder verlängert.
Darüber hinaus ist das Geschäft hochprofitabel (im Fall von Salesforce zählt der FCF, der gemeldete Gewinn ist nicht aussagekräftig) und von wiederkehrenden Einnahmen geprägt.

Damit könnte man die Analyse zu Salesforce auch schon wieder beenden. Es gibt wenig, was ich noch zu sagen hätte und nicht schon in etlichen Analysen zu Salesforce geschrieben habe.
In den letzten 12 Monaten habe ich mich ein halbes Dutzendmal positiv zum Unternehmen geäußert. Die Analysen finden Sie bei LYNX.

Darin werden eine Vielzahl von Themen behandelt, die für das Unternehmen sprechen. Eine der Thesen war, dass Salesforce ein „Underearner“ ist und viel profitabler sein könnte.

(„Jetzt macht Salesforce endlich von der starken Kundenbindung Gebrauch und erhöht die Preise durchschnittlich um 9 %. Eigentlich sollte es Standard sein, die Preise regelmäßig und in kleinen Schritten zu erhöhen, doch Salesforce hat das seit mehr als sieben Jahren nicht getan.“)

Margen ziehen massiv an

So langsam zahlt sich das aus. Mit jedem neuen Vertrag und jedem, der verlängert wird, steigen die Margen von Salesforce.
Gleichzeitig läuft ein Effizienzprogramm, das diesen Effekt noch weiter verstärkt.

In Summe hat man den Umsatz im laufenden Geschäftsjahr um 2,6 Mrd. USD gesteigert.
Das Bruttoergebnis hat um 2,5 Mrd. USD zugelegt. Das bedeutet, dass die Umsatzkosten nur marginal gestiegen sind. Obendrein hat man die operativen Kosten um 250 Mio. USD gesenkt.

Das dürfte selbst bullische Anleger beeindrucken. Für die armen Seelen, die für über 2 Mrd. USD Leerverkaufspositionen handeln, sieht es sehr schlecht aus.

Im letzten Quartal hat man den Umsatz um 11% auf 8,72 Mrd. USD gesteigert. Gleichzeitig kletterte die operative Marge von 22,7% auf 31,2%.
Das Ergebnis legte sprunghaft von 1,40 auf 2,11 USD je Aktie zu.

Als Reaktion darauf schoss die Aktie gestern um 9,36% in die Höhe. Salesforce ist auf dem besten Weg, ein neues Allzeithoch zu markieren.

Ausblick und Bewertung

Für das laufende Geschäftsjahr stellt man einen Anstieg des operativen Cashflows von 30-33% in Aussicht. Da man die Kursschwäche der letzten Monate für nennenswerte Aktienrückkäufe genutzt hat, dürfte der FCF sogar um 39% auf 8,78 USD je Aktie steigen.

In den beiden Folgejahren werden jeweils FCF-Steigerungen um 20% erwartet. Und damit schließt sich der Kreis:

„I don’t think people understand there’s 100% correlation with what happens to a company’s earnings over several years and what happens to the stock.“ – Peter Lynch

Es gibt nur zwei weitere Faktoren: Die Bewertung und ob die Prognosen richtig sind. Gehen wir davon aus, dass die Prognosen halbwegs richtig sind, lassen sich daraus simple Szenarien ableiten.

Wird Salesforce in zwei Jahren auf einen P/FCF von 20 kommen, wird der Kurs nicht steigen.
Liegt der P/FCF dann bei 40, was dem Durchschnitt der letzten 10 Jahre entspricht, muss der Kurs auf 505,60 USD steigen.

Salesforce Aktie: Chart vom 01.12.2023, Kurs: 473 - Kürzel: CRM | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Salesforce Aktie: Chart vom 01.12.2023, Kurs: 473 – Kürzel: CRM | Quelle: TWS

Mit dem Ausbruch über 230 USD, wurde ein Kaufsignal ausgelöst. Schließt Salesforce per Wochenschluss über 250 USD, wird direkt das nächste Kaufsignal ausgelöst. Mögliche Kursziele liegen bei 270-280 USD.
Über 285 USD wäre der Weg in Richtung Allzeithoch frei.

Scheitert der Ausbruch, könnte es zu einem Rücksetzer in Richtung 230 USD führen. Spätestens dort dürften erhöhtes Kaufinteresse aufkommen.

Salesforce hat die Erwartungen übertroffen, die Prognose massiv erhöht, doch die US-Großinvestoren steigen massenhaft aus. Kursziel Allzeithoch oder Rallye zu Ende?

Futter für die Bullen

In den letzten Monaten, auch mitten im Crash des vergangenen Jahres, hatte ich mich immer wieder positiv zu Salesforce geäußert.
Die älteste noch auf LYNX verfügbare Analyse ist vom Dezember, als die Aktie noch bei 146 USD notierte.

Die Gründe dafür waren und sind vielfältig. Darunter beispielsweise der starke Trackrecord, das anhaltend hohe Wachstum, die Planbarkeit des Cashflows, die hohe Kundenbindung und die aus meiner Sicht vergleichsweise niedrige Bewertung.

Im Laufe der Zeit kamen dann einige weitere Argumente hinzu, denn Salesforce übertraf ein ums andere Mal die Erwartungen, beschloss massive Aktienrückkäufe und erhöhte die Preise.

(„Jetzt macht Salesforce endlich von der starken Kundenbindung Gebrauch und erhöht die Preise durchschnittlich um 9 %.
Eigentlich sollte es Standard sein, die Preise regelmäßig und in kleinen Schritten zu erhöhen, doch Salesforce hat das seit mehr als sieben Jahren nicht getan.“)

Großinvestoren vollziehen totale Kehrtwende

Mit meiner positiven Einschätzung der Lage war ich auch alles andere als allein. Ab dem dritten Quartal 2022 kam es zu massiven Käufen durch eine Vielzahl von mir beachteter Großinvestoren.
Darauf hatten wir in mehreren Analysen hingewiesen, hier sehr explizit: Elliott schnappt sich „Multi-Milliarden-Beteiligung“ und Großinvestoren setzen auf Salesforce: Aktie auf Erfolgskurs.

Doch im zweiten Quartal 2023 kam es zu einer kompletten Kehrwende der Großinvestoren.
Daniel Loeb (Third Point), David Tepper (Apaloosa) und Josh Tarasoff (Greenlea Lane) liquidierten ihre Salesforce-Positionen, die zuvor 2, 6% sowie 3,1 % und 9,5 % ihres Portfolios ausgemacht hatten.

Darüber hinaus halbierte Lee Ainslee von Maverick seine Beteiligung und ein halbes Dutzend anderer Großinvestoren verkleinerte die Position ebenfalls.
Dem standen unter den von mir beobachteten Großinvestoren keinerlei Käufe entgegen.

Das ist ein Votum, wie man es in seiner Deutlichkeit selten sieht und obendrein ein totaler Richtungswechsel.

Wissen sie etwas, was wir nicht wissen?

Bisher lässt sich anhand der Zahlen kein greifbarer Grund dafür finden, warum in diesem Stil verkauft wurde.

Im Fall von Loeb, Tepper und Tarasoff handelt es sich nicht um Gewinnmitnahmen, denn sie haben die Position komplett liquidiert und auch das Ausmaß, in dem viele andere verkauft haben, ist kaum mehr mit Gewinnmitnahmen zu erklären.

Entweder wissen die großen Player in den USA etwas, was wir nicht wissen, oder man hat aufgrund der Bewertung verkauft.

Doch auch das ist nicht schlüssig. Der freie Cashflow von Salesforce dürfte in diesem Jahr um 15 % auf 8,07 USD je Aktie steigen.
Salesforce kommt demnach auf einen forward P/FCF von 27,4. Das ist sicherlich nicht wenig, in Anbetracht der Wettbewerbsstellung sowie den Wachstumsraten nicht viel.
Abgesehen von den letzten Monaten war die Aktie so gut wie nie günstiger und meistens exorbitant teurer.

Erwartungen übertroffen, Prognose erhöht

All das führt für diejenigen, die investiert sind, zu einer äußerst unerfreulichen Gemengelage.
Folgt man den US-Großinvestoren, die sicherlich nicht grundlos substanzielle Aktienpakete abgestoßen haben, oder dem Trend sowie den Zahlen.

Denn die jüngsten Quartalsergebnisse sprechen klar dagegen, dass es irgendwelche Probleme geben würde.

Der Gewinn lag in Q2 mit 2,12 je Aktie weit über den Erwartungen von 1,90 USD. Der Umsatz übertraf mit 8,60 Mrd. die Analystenschätzungen von 8,52 Mrd. USD ebenfalls.

Auf Jahressicht entspricht das einem Umsatzplus von 11 % und einem Gewinnsprung um 78 %.

Die wichtigste Kennzahl bei Abo-Geschäftsmodellen wie Salesforce ist jedoch der freie Cashflow. Im ersten Halbjahr konnte man den FCF um 34 % auf 4,88 Mrd. USD steigern.

Großinvestoren vs. Kursziele

Es läuft blendend und das soll auch so bleiben. Salesforce hat den Ausblick für alle relevanten Kennzahlen erhöht.
Die Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr wurde von 34,5 – 34,7 auf 34,7 – 34,8 Mrd. USD angehoben, die operative Marge soll bei 30 % statt 28 % liegen und die Gewinnerwartungen von 7,42 auf 8,05 USD je Aktie erhöht.

Der operative Cashflow soll um 22-23 % zulegen, bisher hatte man ein Plus von 16-17 % in Aussicht gestellt.

Daraus lässt sich unmittelbar ein zusätzliches Kurspotenzial von 6 % ableiten, nimmt man die bisherigen Konsensschätzungen als Grundlage, sind es sogar 8 %.

Das sind aber natürlich nur die zusätzlichen Potenziale, die sich aus der neuen Prognose ergeben.
Die eigentliche Frage ist, welcher P/FCF fair wäre. Nimmt man die durchschnittliche Bewertung der letzten fünf Jahre als Grundlage, ergibt sich daraus ein Kursziel von 325,91 USD.
Demnach wäre ein Anstieg in Richtung Allzeithoch denkbar.

Salesforce Aktie: Chart vom 01.09.2023, Kurs: 221,46 - Kürzel: CRM | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Salesforce Aktie: Chart vom 01.09.2023, Kurs: 221,46 – Kürzel: CRM | Quelle: TWS

Gelingt jetzt ein nachhaltiger Ausbruch über den Widerstandsbereich bei 230-235 USD, kommt es zu einem prozyklischen Kaufsignal mit möglichen Kurszielen bei 250-255 und 270 USD.

Rutscht die Aktie hingegen wieder unter 220 USD, könnte das einen erneuten Rücksetzer in Richtung 208 USD auslösen.
Darunter ergibt sich weiteres Korrekturpotenzial bis in den Bereich 195-200 USD.

Die Aktie könnte unmittelbar vor einem Ausbruch stehen. Bei Salesforce läuft es ohnehin schon blendend, jetzt erhöht man auch noch die Preise.

Ohne geht es nicht

Salesforce ist der weltweit führende Anbieter von CRM-Systemen (Kundenbeziehungsmanagement). Salesforce hat also ein Produkt, dass jedes Unternehmen ab einer gewissen Größe benötigt und nutzt man die Systeme erst, ist ein Wechsel der Kunden zur Konkurrenz kaum mehr möglich.

Gleichzeitig baut der CRM-Konzern seine Angebotspalette stetig aus und wächst somit nicht nur durch die Gewinnung von Neukunden, sondern auch in erheblichem Maß dadurch, dass man das Geschäft mit den Bestandskunden immer weiter steigert.

Und je stärker und vielfältiger die Integration von Salesforce-Systemen bei den Kunden ist, desto aufwändiger wird der Wechsel.
Das führt zu einer außerordentlich hohen Kundebindung. Hat man einen Kunden erstmal gewonnen, bleibt er in der Regel für lange Zeit einer.

Cash ist King

Salesforce verzeichnet seit jeher ein enormes Wachstum und ist eine Cashflow-Maschine.
Vertragslaufzeiten zwischen 12 und 24 Monaten sind die Regel, 3-5 Jahre sind aber auch nicht unüblich und meistens wird vorab bezahlt.

Dadurch hat Salesforce immer ausreichend Kapital, um die Expansion voranzutreiben.
In den letzten zehn Jahren konnte man den Umsatz von 5,37 auf 31,35 Mrd. USD steigern.
Der freie Cashflow kletterte in derselben Zeit von 0,96 auf 7,03 USD je Aktie, die FCF-Marge ist mit über 20 % komfortabel.

Das wurde aber auch Zeit

Doch das sind nur einige der vielen Gründe, warum wir uns über die Jahre hinweg und vor allem in den letzten Monaten immer wieder positiv zum Unternehmen geäußert haben.

Jetzt macht Salesforce endlich von der starken Kundenbindung Gebrauch und erhöht die Preise durchschnittlich um 9 %.

Eigentlich sollte es Standard sein, die Preise regelmäßig und in kleinen Schritten zu erhöhen, doch Salesforce hat das seit mehr als sieben Jahren nicht getan.
Von Investorenseite wurde das immer wieder kritisiert, jetzt hat man Einsicht.

In dieser Zeit wurden mehr als 20 neue Versionen der eigenen Produkte auf den Markt gebracht und tausende neue Features vorgestellt.

Das Erstaunliche daran ist, dass Salesforce auch ohne Preiserhöhungen und trotz der steigenden (Lohn-) Kosten dazu in der Lage war, in dieser Zeit die Margen zu steigern.

Durch die Preiserhöhung dürfte der Umsatz stärker steigen als bisher angenommen. Die größten Auswirkungen wird dieser Schritt jedoch auf die Profitabilität haben, die Margen sollten überproportional zulegen.

Was ist jetzt drin?

Für die Aktionäre von Salesforce ist das eine hervorragende Nachricht.

Die bisherigen Schätzungen dürften damit hinfällig sein. Bislang war man davon ausgegangen, dass der FCF in diesem Jahr nur um 9 % auf 7,64 USD je Aktie steigen wird.
Jetzt könnte deutlich mehr drin sein.

Nehmen wir an, dass der FCF am Ende bei 8 USD je Aktie liegen wird, kommt Salesforce derzeit auf einen forward FCF von 27,6.
Im Verhältnis zu den Charakteristiken des Unternehmens sowie dem anhaltend hohen Wachstum ist das wenig.

In den letzten fünf Jahren lag der P/FCF durchschnittlich bei 38 und vor dem Aktienhype von 2020/2021 bei 43.
Die Bewertung von Salesforce ist im historischen Kontext selbst jetzt noch niedrig.

Salesforce Aktie: Chart vom 12.07.2023, Kurs: 221,17 - Kürzel: CRM | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Salesforce Aktie: Chart vom 12.07.2023, Kurs: 221,17 – Kürzel: CRM | Quelle: TWS

Gelingt jetzt ein Ausbruch über 220 USD, kommt es zu einem prozyklischen Kaufsignal mit möglichen Kurszielen bei 235 sowie 248-250 USD.

Antizyklische Einstiegsmöglichkeiten ergäben sich hingegen bei 209 sowie 200 und 194 USD. Nach Korrektur sieht es derzeit aber nicht aus.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Zuletzt konnte das US-Softwareunternehmen Anfang März mit positiven Quartalsergebnissen überraschen. Seither ist das Vertrauen der Anleger nahezu ungebremst und die Kurse der Salesforce-Aktie konnten sich stetig weiter in Richtung Norden entwickeln. Nach dem Erreichen der psychologisch wichtigen Marke bei 200 USD ging das Papier in eine Konsolidierung über, welche mehrere Wochen über anhielt. Erst vorige Woche gelang der Breakout über diese Marke und erneute zeigten die Bullen Stärke. Der Aufwärtstrend geht somit unvermindert weiter und somit infolgedessen die Serie von höheren Hochs und höheren Tiefs.

Expertenmeinung: Welche Kursziele liegen als nächstes vor uns und wie hoch könnte der Aktienkurs noch steigen? Gegenwärtig sehe ich im langfristigen Chart keine bedeutenden Widerstände bis etwa 222 USD. Es ist durchaus möglich, dass wir dieses Niveau bis Ende Mai erreichen werden. Dann wird es wieder spannend, da das Unternehmen am 31. Mai seine Quartalsergebnisse vorlegen wird. Analysten prognostizieren einen Gewinn von 1,61 USD pro Aktie und einen Umsatz von rund 8,17 Milliarden USD. Bis zu diesem Zeitpunkt bleiben die Aussichten weiterhin “bullisch”.

Aussicht: BULLISCH

Salesforce Aktie: Chart vom 18.05.2023, Kurs: 213.32 USD, Kürzel: CRM | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Salesforce Aktie: Chart vom 18.05.2023, Kurs: 213.32 USD, Kürzel: CRM | Quelle: TWS