Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Leoni: Kann man diesem Braten trauen?

Der Automobilzulieferer Leoni verlängerte am Montagmorgen die Reihe der Gewinnwarnungen in der Branche … und beendete den Handelstag mit einem Plus von 2,17 Prozent. Und das, nachdem die Aktie anfangs als Reaktion auf die Reduzierung der Prognose über sechs Prozent weggebrochen war.

Das wirkt wie ein Signal der Stärke. Aber kann man diesem Braten wirklich trauen? Leoni meldete für das dritte Quartal vorläufige Zahlen. Der Umsatz lag mit 1,2 Milliarden Euro auf dem Niveau des Vorjahresquartals, der Gewinn aber mit 38 Millionen sehr deutlich unter den 45 Millionen, die im dritten Quartal 2017 erzielt wurden. Das zeugt von Druck auf die Gewinnmarge – ein Problem, das sich intensivieren könnte.

Für das Gesamtjahr wurde die Umsatzprognose leicht von 5,1 auf 5,0 Milliarden zurückgenommen, aber es ist auch für 2018 insgesamt der Gewinn, der das Problem darstellt. Hatte man zuvor noch ein Ergebnis am unteren Ende des Zielkorridors von 215 bis 235 Millionen Euro avisiert, wird jetzt mit einem bereinigten Gewinn auf EBIT-Basis auf Vorjahreshöhe gerechnet. Der Kurs würde dazu passen, er liegt in etwa dort, wo er auch vor einem Jahr lag … bevor der Höhenflug begann, der die Autobauer und die Zulieferer bis Anfang 2018 immer höher trug und jetzt zur Bruchlandung wurde.

Expertenmeinung: Vorsicht wäre angesichts des Plus, mit dem die Aktie am Montag aus dem Handel ging, schon angebracht. Denn jetzt sehen wir hier nicht nur bei der Aktie selbst, sondern auch bei der Gewinnentwicklung eine gewisse Abwärtsdynamik. Und welchen Hintergrund diese Käufe hatten, erschließt sich aus dem Chartbild nicht.

Wenn Leerverkäufer die Chance, die ein neues Jahrestief bot, beim Schopf ergriffen und eingedeckt haben, nachdem sich der Kurs gegenüber Jahresbeginn bereits mehr als halbiert hatte, zieht das die Aktie genauso, als würden überzeugte Schnäppchenjäger mit mittel- und langfristigem Zeithorizont zugreifen. Denn wer den Gewinn leer verkaufter Aktien sichern will, muss die Aktie kaufen, um sich so neutral zu stellen.

Das kann also eine recht kurzfristige Reaktion gewesen sein, eine von eindeckenden Leerverkäufern initiierte Gegenbewegung auf das neue Jahrestief, die in diesem Fall schon am selben Tag einsetzte, deswegen aber nicht höher zu werten wäre als eine Gegenbewegung, die erst ein, zwei Tage später startet.

Dieser Chart auf Wochenbasis zeigt, dass Wochenschlusskurse über 33 Euro eine sehr steile Abwärtstrendlinie brechen und den Weg Richtung 39 Euro freigeben würden. Aber in diesem von großer Verunsicherung geprägten Umfeld sollte man sich besser nicht darauf verlassen, dass Leoni es so weit nach oben schafft … während das Tief des Jahres 2016 bei 23 Euro durchaus eine Perspektive wäre, an der sich das Bären-Lager zumindest versuchen könnte.

Chart vom 22.10.2018, Kurs 30,62 Euro, Kürzel LEO

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