Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
LEONI: acht … neun … zehn … knockout!

Ein erbarmungsloses Minus von 31,22 Prozent am Freitag sorgte dafür, dass bei der Aktie des Automobilindustrie-Zulieferers LEONI nicht nur die Erholung mehrerer Wochen zunichte gemacht wurde, sondern auch eine mittel- und langfristig äußerst wichtige Unterstützungslinie durchschlagen wurde.

Das war ein echter k.o. für die Anleger. Wer hier ohne Stop Loss unterwegs war, steht jetzt vor einem Scherbenhaufen, dessen Auslöser die vorläufigen Bilanzzahlen zum vierten Quartal 2018 sowie zum Gesamtjahr waren, die das Unternehmen am Donnerstagabend nach Handelsende auf den Tisch legte.

Der Umsatz war mit 5,2 Milliarden Euro sogar im Rahmen der Erwartungen ausgefallen. Aber gerade das machte das Problem unübersehbar. Denn der Gewinn, gerechnet als EBIT (Gewinn vor Steuern und Zinsen) lag mit 144 Millionen Euro sehr deutlich unter der durchschnittlichen Analystenprognose von 195 Millionen und noch viel deutlicher unter dem Gewinn des Vorjahres, als noch 227 Millionen Euro in der Kasse bleiben. Was bedeutet:

Expertenmeinung: LEONI hat ein dramatisches Margenproblem, der Preisdruck ist sehr hoch. Womit das Unternehmen keineswegs der einzige Automobilzulieferer ist, dem es so ergeht, aber hier sieht es schon sehr dramatisch aus.

Die Aussagen des CEO beruhigten da niemanden, denn der räumte ein, dass man größere Probleme habe als vorhergesehen. Und LEONI hatte ohnehin schon im vergangenen Jahr Stück um Stück kleinere Brötchen backen müssen, was sich in einem kräftigen Abstieg der Aktie von Anfang bis Ende 2018 niederschlug. Aber jetzt wird es eben richtig unschön.

LEONI musste seine mittelfristigen Ziele bis einschließlich 2020 annullieren und sieht für 2019 aktuell einen EBIT-Gewinn in der Range zwischen 100 bis 130 Millionen, noch einmal weniger als 2018. Bisher lagen die Erwartungen der Analysten da bei 200 Millionen.

In der Relation der gesunkenen Gewinne mag der Crash der Aktie überzogen wirken, immerhin hatte LEONI im Januar 2018 noch 66 Euro erreicht. Aber damals war man zu optimistisch, heute regiert die Angst, dass es womöglich noch schlimmer kommen könnte. Und das ist als Möglichkeit auch nicht von der Hand zu weisen.

Der Chart auf Wochenbasis zeigt, dass LEONI dadurch durch die bis Ende 2011 zurück reichende Unterstützungslinie im Bereich 23,00/23,40 Euro gebrochen ist. Solange die nicht zurückerobert wäre, dürften sich hier nicht einmal spekulative Trader auf der Long-Seite an die Aktie herantrauen. Jetzt noch Short zu gehen, wäre zwar verwegen. Aber dass man, wenn man nicht mehr Short gehen sollte, im Umkehrschluss auf der Long-Seite richtig ist, dürfte hier unterhalb 23,00/23,40 Euro nicht zutreffen!

Chart vom 08.02.2019, Kurs 20,59 Euro, Kürzel LEO | LYNX Online Broker

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