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Wird ein wichtiger, charttechnischer Widerstand überwunden, ohne dass dies zu einer nennenswerten Reaktion in Form von Anschlusskäufen führt, kann ein solches Signal leicht als Bullenfalle enden. Das drohte auch der adidas-Aktie … zumindest bis gestern Abend.
Zum Zeitpunkt unserer letzten Analyse der adidas-Aktie in der vergangenen Woche hatte diese es von unten kommend bis an die 200-Tage-Linie geschafft. Mittlerweile hat sie diese Charthürde zwar bezwungen, aber Anschlusskäufe blieben aus. Was umso problematischer war, weil die damit zugleich hauchdünn überbotene, im Juli etablierte Abwärtstrendlinie nicht signifikant überwunden wurde. Diese Käufe könnten indes jetzt nachgereicht werden, denn am Abend meldete das Unternehmen Zahlen, die dem bullischen Lager perfekt in die Karten spielen dürften.

Der Sportartikelhersteller präsentierte für das Sommerquartal einen Rekordumsatz in Höhe von 7,25 Milliarden Euro und einen Anstieg des Betriebsergebnisses um 37 Prozent zum Vorjahreszeitraum auf 1,008 Milliarden – auch das war ein neuer Rekord.
Dieses starke Ergebnis mündete in die Anhebung der 2026er-Gewinnprognose: Hier sieht adidas jetzt statt bislang 2,3 Milliarden etwa 2,5 Milliarden Euro beim Betriebsergebnis. Und wenn man sich ansieht, dass das Unternehmen im ersten Halbjahr bereits ein Betriebsergebnis von 1,28 Milliarden erzielt hat, zu dem jetzt noch gut eine Milliarde hinzugekommen ist, fällt es nicht schwer, diese neue Prognose als höchst konservativ einzuschätzen.
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Expertenmeinung: Genau solche Zahlen sind es, die das bullische Lager wieder in Bewegung setzen könnten. Nach den drei Tagen des Wassertretens könnte heute als Reaktion auf diese Meldung vom Dienstagabend der Ruck in die Aktie kommen, der diese Aufwärtsbewegung aufrechterhält. Zumal dies Wasser auf die Mühlen der ohnehin mehrheitlich bullischen Analysten wäre, deren durchschnittliches Kursziel in den kommenden Tagen als Reaktion auf diese Ergebnisse von den derzeitigen 196 Euro noch ein wenig nach oben wandern könnte.
Im nachbörslichen Handel legte der Kurs respektabel zu und beendete den Abend bei 162,60 Euro, also mehr als drei Prozent über dem regulären Schlusskurs von 17:30 Uhr. Damit wäre die Aktie bereits an der Widerstandszone zwischen 165,00 und 167,90 Euro dran, die sich aus dem August-Hoch und dem unteren Ende der großen Abwärtskurslücke zusammensetzt, die Ende Juli als Reaktion auf die wenig erfreut aufgenommenen Halbjahreszahlen entstand. Gelingt es, diese Zone zu überwinden, wäre der Weg nach oben frei und die Sorge, dass der Sprung über die 200-Tage-Linie als Bullenfalle enden könnte, vom Tisch … der heutige Handel könnte da bereits entscheidend den Weg weisen.
Quellenangaben:
Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/ADS.DE/analyst-insights/
Meldung über vorläufige Ergebnisse des 3. Quartals, 20.10.2026: https://www.adidas-group.com/de/media/pressemitteilungen/adidas-erzielt-rekordergebnisse-und-hebt-gewinnprognose-fur-gesamtjahr-an
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Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 20.10.2026 um 23:58 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
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