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adidas Aktie Prognose adidas: Das könnten genau die Zahlen sein, die die Bullen brauchen

News: Aktuelle Analyse der adidas Aktie

In diesem Artikel
adidas
ISIN: DE000A1EWWW0
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Ticker: ADS -,-- %
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Gültigkeit der Analyse
1 Woche
Erwartung: Neutral
Zur adidas Aktie

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

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Wird ein wichtiger, charttechnischer Widerstand überwunden, ohne dass dies zu einer nennenswerten Reaktion in Form von Anschlusskäufen führt, kann ein solches Signal leicht als Bullenfalle enden. Das drohte auch der adidas-Aktie … zumindest bis gestern Abend.

Zum Zeitpunkt unserer letzten Analyse der adidas-Aktie in der vergangenen Woche hatte diese es von unten kommend bis an die 200-Tage-Linie geschafft. Mittlerweile hat sie diese Charthürde zwar bezwungen, aber Anschlusskäufe blieben aus. Was umso problematischer war, weil die damit zugleich hauchdünn überbotene, im Juli etablierte Abwärtstrendlinie nicht signifikant überwunden wurde. Diese Käufe könnten indes jetzt nachgereicht werden, denn am Abend meldete das Unternehmen Zahlen, die dem bullischen Lager perfekt in die Karten spielen dürften.

adidas Aktie: Chart vom 20.10.2026, Kurs 158,10 Euro, Kürzel: ADS | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
adidas Aktie: Chart vom 20.10.2026, Kurs 158,10 Euro, Kürzel: ADS | Quelle: TWS

Der Sportartikelhersteller präsentierte für das Sommerquartal einen Rekordumsatz in Höhe von 7,25 Milliarden Euro und einen Anstieg des Betriebsergebnisses um 37 Prozent zum Vorjahreszeitraum auf 1,008 Milliarden – auch das war ein neuer Rekord.

Dieses starke Ergebnis mündete in die Anhebung der 2026er-Gewinnprognose: Hier sieht adidas jetzt statt bislang 2,3 Milliarden etwa 2,5 Milliarden Euro beim Betriebsergebnis. Und wenn man sich ansieht, dass das Unternehmen im ersten Halbjahr bereits ein Betriebsergebnis von 1,28 Milliarden erzielt hat, zu dem jetzt noch gut eine Milliarde hinzugekommen ist, fällt es nicht schwer, diese neue Prognose als höchst konservativ einzuschätzen.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur adidas Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Genau solche Zahlen sind es, die das bullische Lager wieder in Bewegung setzen könnten. Nach den drei Tagen des Wassertretens könnte heute als Reaktion auf diese Meldung vom Dienstagabend der Ruck in die Aktie kommen, der diese Aufwärtsbewegung aufrechterhält. Zumal dies Wasser auf die Mühlen der ohnehin mehrheitlich bullischen Analysten wäre, deren durchschnittliches Kursziel in den kommenden Tagen als Reaktion auf diese Ergebnisse von den derzeitigen 196 Euro noch ein wenig nach oben wandern könnte.

Im nachbörslichen Handel legte der Kurs respektabel zu und beendete den Abend bei 162,60 Euro, also mehr als drei Prozent über dem regulären Schlusskurs von 17:30 Uhr. Damit wäre die Aktie bereits an der Widerstandszone zwischen 165,00 und 167,90 Euro dran, die sich aus dem August-Hoch und dem unteren Ende der großen Abwärtskurslücke zusammensetzt, die Ende Juli als Reaktion auf die wenig erfreut aufgenommenen Halbjahreszahlen entstand. Gelingt es, diese Zone zu überwinden, wäre der Weg nach oben frei und die Sorge, dass der Sprung über die 200-Tage-Linie als Bullenfalle enden könnte, vom Tisch … der heutige Handel könnte da bereits entscheidend den Weg weisen.

Quellenangaben:
Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/ADS.DE/analyst-insights/
Meldung über vorläufige Ergebnisse des 3. Quartals, 20.10.2026: https://www.adidas-group.com/de/media/pressemitteilungen/adidas-erzielt-rekordergebnisse-und-hebt-gewinnprognose-fur-gesamtjahr-an

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Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 20.10.2026 um 23:58 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.


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Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

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Vorherige Analysen der adidas Aktie

15.10.2026
08:25 Uhr

adidas: Auf dem Sprung … aber springt man da auf festen Boden? — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 14.10.2026 um 21:20 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Die adidas-Aktie ist am Mittwoch von unten an die vor zwei Monaten durchbrochene 200-Tage-Linie gelaufen. Eine Chartmarke, deren Überwinden einiges an weiterem Kurspotenzial offerieren würde. Wie stehen die Chancen, dass dieser Ausbruch gelingt … und stabil ist?

Das kommt zwar auch stark auf das Marktumfeld und darauf an, ob sich eine Tendenz etabliert, in diesem Umfeld, in dem sich der Hightech-Sektor gerade sehr wacklig präsentiert, wieder stärker in „klassische“ Branchen zu investieren. Aber rein von den Rahmendaten des Unternehmens her könnte diese Aktie durchaus höher notieren, ohne dass man die Hände über dem Kopf zusammenschlagen müsste.

Richtig ist zwar, dass das Konsumumfeld derzeit miserabel ist … und das nicht nur in Europa. Aber dafür schlägt sich der Sportartikelhersteller auffallend respektabel. Im Zuge der Ende Juli vorgelegten Halbjahresergebnisse hob adidas die Umsatzprognose an und plant jetzt mit einem Umsatzplus zwischen neun und zehn Prozent im laufenden Jahr.

Hinzu kommt, dass die Aktie aktuell so niedrig bewertet ist wie seit Jahren nicht mehr. Momentan käme das Kurs-/Gewinn-Verhältnis für das laufende Jahr auf knapp 17. Entsprechend positiv sind die Analysten gestimmt: 23 von 31 Experten haben hier eine „Kaufen“-Empfehlung, der Rest sieht die Aktie als Halteposition, zum Ausstieg rät niemand. Und das durchschnittliche Kursziel? Mit gut 196 Euro so weit über dem aktuellen Kurs, dass es als Zugpferd fungieren könnte … falls die Aktie denn den Sprung über die aktuelle Hürde schafft.

Expertenmeinung: Ein Grund, warum die Akteure auf die Ende Juli vorgelegten Ergebnisse nebst Prognose-Anhebung so negativ reagierten … Sie sehen diesen kurzzeitigen Selloff Ende Juli im Chart … war, dass der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) unter den Erwartungen hereinkam. Was an höheren Marketingausgaben lag. Und da könnte man, wenn man es denn wollte, konstatieren: Wer in einem schwierigen Umfeld wachsen will, muss eben Geld in die Hand nehmen … aber es könnte Geld sein, das sich mittelfristig auszahlt.

adidas Aktie: Chart vom 14.10.2026, Kurs 154,40 Euro, Kürzel: ADS | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
adidas Aktie: Chart vom 14.10.2026, Kurs 154,40 Euro, Kürzel: ADS | Quelle: TWS

Solange die Aktie im Abwärtstrend lief, fiel es natürlich schwer, von zwei möglichen Sichtweisen die optimistische zu wählen, immerhin sprach der Aktienkurs eine andere Sprache. Aber jetzt zieht der Kurs seit Anfang des vierten Quartals an, hat dadurch bereits einen kleinen Boden vollendet und wäre jetzt auf dem Sprung, die nächste Hürde zu nehmen. Ob das gelingt, sollte man zwar auf jeden Fall abwarten, aber die Chance, dass ein Anstieg über diese 200-Tage-Linie bei aktuell 155 Euro nicht als Bullenfalle endet, ist hoch genug, um die Sache im Auge zu behalten, zumal:

Man sollte nicht vergessen, dass die Anleger diese Aktie zwischen Ende 2022 und Anfang 2025 von unter 100 auf über 260 Euro nach oben gekauft hatten, obwohl die Bewertung da die ganze Zeit über eigentlich zu hoch war und man ein Wachstum einpreiste, das in dieser Dimension kaum zu erreichen gewesen wäre. Ob genug Akteure eine Aktie als lukrativ ansehen, ist eine emotionale Frage. Und um da optimistisch zu sein, sind überwundene Charthürden das beste Rezept. So gesehen:

Ob der Sprung über diesen gleitenden Durchschnitt gelingt, wird sich zeigen. Aber wenn es so kommen sollte, hätte diese Aktie durchaus eine Chance, nicht sofort in eine Bullenfalle zu laufen, sofern nicht ein wegbrechender Gesamtmarkt den Bullen den Teppich unter den Hufen wegziehen sollte.

Quellenangaben:
Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/ADS.DE/analyst-insights/

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

08.10.2026
08:28 Uhr

adidas mit Anzeichen einer möglichen Trendwende — Achim Mautz

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Bärisch
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 08.10.2026 um 7:50 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Bereits zu Beginn der Woche haben wir uns die aktuell angeschlagene Gesamtsituation der Puma-Aktie genauer angesehen. Doch auch die adidas-Aktie konnte sich dem negativen Branchentrend der vergangenen Monate nicht entziehen.

Die Kursgewinne der im Mai gestarteten Rallye wurden mittlerweile beinahe vollständig zunichtegemacht. Zumindest konnte das Papier in den letzten Handelstagen wieder erste positive Tendenzen zeigen, nachdem das wichtige Pivot-Tief vom September verteidigt wurde. Dies könnte ein erster Hinweis auf eine mögliche Stabilisierung sein. Der übergeordnete Trend befindet sich allerdings weiterhin in einer bärischen Phase. Der Fokus liegt nun auf der 50-Tage-Linie sowie dem nächsten Widerstand bei 148.76 EUR.

Expertenmeinung: Mit der erfolgreichen Verteidigung des September-Tiefs könnten sich für die Bullen zumindest vorübergehend wieder etwas günstigere Voraussetzungen ergeben. Entscheidend dürfte nun sein, ob es der adidas-Aktie gelingt, die 50-Tage-Linie zurückzuerobern und den Widerstand bei 148.76 EUR nachhaltig zu überwinden.

Ein solcher Ausbruch könnte das Interesse weiterer Käufer wecken und eine größere Erholungsbewegung begünstigen. Sollte hingegen das September-Tief erneut unterschritten werden, wäre das jüngste Stabilisierungssignal infrage gestellt und eine Fortsetzung der Abwärtsbewegung denkbar.

Aussicht: Neutral

adidas, Aktie: Chart vom 07.10.2026, Kurs: 147.00 EUR, Kürzel: ADS | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
adidas, Aktie: Chart vom 07.10.2026, Kurs: 147.00 EUR, Kürzel: ADS | Quelle: TWS
Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.

19.08.2026
08:43 Uhr

adidas: Das sieht nicht gut aus — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 18.08.2026 um 20:42 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Die Ende Juli vorgelegten Bilanzdaten wurden äußerst negativ aufgenommen, die adidas-Aktie sackte durch, der seit April bestehende Aufwärtstrend war dahin. Einige aber hielten in den Kurseinbruch hinein die Hand auf. Aktuell scheint es, als sei das keine gute Idee gewesen.

Der Sportartikelhersteller meldete für das zweite Quartal zwar ordentlich gestiegene Umsätze und hob daraufhin auch den Umsatzausblick für das Gesamtjahr an. Aber der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) blieb trotz der positiven Überraschung hinter den Prognosen zurück, daher ließ man bei adidas den Ausblick für 2026 in diesem Bereich auch unverändert. Höhere Marketingkosten führten zu einer gedrückten Marge … und das am Markt angeführte Argument, dass höhere Umsätze, die durch höheren Kapitaleinsatz erzielt werden, unter dem Strich eben nichts bringen, ist nicht von der Hand zu weisen.

Allerdings dürften sich diejenigen, die am 30. Juli in die als Reaktion auf das Zahlenwerk kräftig eingebrochenen Kurse hinein gekauft hatten, gesagt haben: Der höhere Umsatz wird bleiben, die höheren Aufwendungen im Marketing aber auf Dauer nicht. Zumal der Gewinn pro Aktie bereits seit dem schwachen Jahr 2023 wieder zulegt … und dass es auch 2026 zu einem höheren Gewinn pro Aktie kommen wird als im Vorjahr, steht auch nach der Quartalsbilanz bislang nicht in Zweifel. Und während man vor zwei Jahren in Bezug auf die Bewertung eine Augenbraue heben musste, ist die jetzt ein Aspekt, der den Bullen in die Karten spielen müsste.

Denn auf Basis der derzeitigen, durchschnittlichen Gewinnschätzung der Analysten kommt die Aktie aktuell auf ein Kurs-/Gewinn-Verhältnis von 17. So günstig war sie seit vielen Jahren nicht mehr. Und das zugleich mit der Perspektive, dass sich der Gewinn in den kommenden Jahren weiter steigern lässt … zumindest, wenn die Analysten Recht behalten.

adidas Aktie: Chart vom 18.08.2026, Kurs 154,70 Euro, Kürzel: ADS | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
adidas Aktie: Chart vom 18.08.2026, Kurs 154,70 Euro, Kürzel: ADS | Quelle: TWS

Expertenmeinung: Doch das Chartbild spiegelt den aufgrund dieser Aspekte durchaus zu vertretenden Optimismus der Experten nicht wider. Während 22 der 30 eine Einschätzung abgebenden Analysten für „Kaufen“ plädieren und das Kursziel mit momentan 202 Euro sehr weit über dem aktuellen Kurs liegt, hat die Aktie nach den Käufen derer, die in die negative Reaktion auf die Bilanzzahlen eingestiegen sind, wieder abgedreht und rutscht auf das Tief des Bilanztages zu. Aber hat denn ein solcher, erneuter Abwärtsimpuls eine taugliche Argumentation im Rücken?

Zumindest nichts, das zwingend wäre. Natürlich kann man argumentieren, dass das Konsumumfeld rund um den Globus schwierig ist und adidas womöglich eher über kurz als über lang mehr rabattieren muss, was dann auf die Margen drückt. Das wären zwar nur Vermutungen. Aber wenn das Chartbild solchen Spekulationen entspricht, werden sie durchaus von vielen übernommen, denn an der Börse pflegen die Kurse öfter die Nachrichten zu beeinflussen als umgekehrt. Was hieße:

Das bärische Lager hat hier derzeit die klar besseren Karten. Vor allem, weil die Gegenbewegung nach der Bilanz eingangs zwar gut aussah, immerhin gelang am Bilanztag ein bullischer „Hammer“ im Candlestick-Chart, zugleich wurde dadurch die 200-Tage-Linie auf Schlusskursbasis gehalten. Aber dann drehte die Aktie dort ab, wo sie für eine Aufwärtswende hätte weiterlaufen müssen:

Bereits am Zwischentief vom 24. Juli bei 166,65 Euro war Schluss mit dem Aufwärtsimpuls. Dadurch drehte adidas noch unterhalb der 20-Tage-Linie ab und hat mittlerweile auch die 200-Tage-Linie wieder unterschritten. Da ist jetzt wieder Abwärts-Momentum im Kurs, so dass es fraglich ist, ob das Tagestief des Bilanztags bei 147,00 Euro die Verkäufer aufhalten würde.

Die adidas-Aktie müsste mit Schlusskursen über 168 Euro das letzte Zwischenhoch überwinden und dadurch 200-Tage- und 20-Tage-Linie zurückerobern, um das bullische Signal zu erzeugen, das die Gegenreaktion nach den Quartalszahlen nicht generieren konnte. Solange das nicht gelingt, bliebe der Weg nach unten der leichtere.

Quellenangaben:
Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/ADS.DE/

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

10.07.2026
11:15 Uhr

Adidas: Rückkehr zu alter Stärke? — Tobias Krieg

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 10.07.2026 um 11:04 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Adidas galt lange als unantastbar, doch ausgerechnet der größte Erfolg wurde zur größten Schwäche. Läuft gerade das große Comeback?

Vom Branchenprimus zum Krisenfall

Adidas zählt seit Jahrzehnten zu den bekanntesten Sportartikelherstellern der Welt. Gemeinsam mit Nike und Puma prägte der Konzern den globalen Markt und galt lange als nahezu unangreifbar. Doch die Branche hat sich grundlegend verändert.

Neue Wettbewerber haben profitable Nischen erobert, die großen Absatzmärkte sind weitgehend gesättigt und Modetrends wechseln schneller denn je.

Tatsächlich steckt die gesamte Sportartikelbranche in einem strukturellen Wandel. In Europa und Nordamerika besitzen viele Verbraucher bereits mehrere Paar Sportschuhe und umfangreiche Sportbekleidung.
Zusätzliche Nachfrage entsteht deshalb immer häufiger nur durch Innovationen, neue Modetrends oder höherpreisige Produkte.

Gleichzeitig greifen spezialisierte Marken gezielt einzelne Segmente an. Lululemon dominiert den Yogabereich, On Running wächst im Laufsport rasant und Unternehmen wie Skechers, New Balance oder Asics gewinnen ebenfalls Marktanteile. In China haben sich mit Anta Sports und Li Ning zudem starke heimische Konkurrenten etabliert, die den internationalen Marken zunehmend das Leben schwer machen.

Warum die Erfolgsstrategie plötzlich gescheitert ist

Unter dem früheren Vorstandschef Kasper Rorsted setzte Adidas daher auf eine stark vereinfachte Produktpalette, konzentrierte sich auf wenige globale Bestseller und forcierte den Direktvertrieb über eigene Kanäle.
Gleichzeitig wurden Großhändler zurückgedrängt und der Fokus immer stärker auf Lifestyle-Produkte und modische Kooperationen gelegt. Solange Modelle wie Yeezy oder Superstar gefragt waren, funktionierte diese Strategie hervorragend.

Nachdem die Kooperation mit Kanye West und damit auch Yeezy vor dem Ende standen, zeigten sich jedoch die Schwächen dieses Ansatzes. Hinzu kam, dass die Lebenszyklen der wichtigsten Modelle ausliefen, während neue Innovationen fehlten.

Weil Adidas seine Produktvielfalt deutlich reduziert hatte, konnte das Unternehmen den Rückgang einzelner Bestseller kaum ausgleichen. Hinzu kamen das abrupte Ende der Yeezy-Partnerschaft sowie erhebliche Probleme im chinesischen Markt, wo Adidas in großem Tempo Marktanteile verloren hatte.

Im Fall von Adidas hat das dazu beigetragen, dass der Konzern kurzzeitig rote Zahlen geschrieben hat – nachdem zuvor Milliardengewinne die Regel waren.

Bjørn.

Der Wendepunkt kam Anfang 2023 mit dem Amtsantritt von Bjørn Gulden. Der Norweger hatte zuvor bereits Puma erfolgreich saniert und brachte umfangreiche Erfahrung aus früheren Jahren bei Adidas mit.

Sein Führungsstil unterscheidet sich deutlich von dem seines Vorgänger. Statt komplizierter Kennzahlensysteme und zentraler Steuerung setzt Gulden auf einfache Strukturen, schnelle Entscheidungen und mehr Verantwortung für die regionalen Teams. Unterstützt wird dieser Kurs vom Aufsichtsratsvorsitzenden Nassef Sawiris, der selbst zu den größten Aktionären gehört und damit ein starkes Eigeninteresse am langfristigen Erfolg besitzt.

Gerade in China entwickelt Adidas inzwischen zahlreiche Produkte speziell für lokale Kunden. Rund die Hälfte der dort verkauften Artikel entsteht inzwischen mit regionalem Fokus. Auch in Nordamerika sitzen die verantwortlichen Teams näher am Markt und arbeiten enger mit Händlern, Universitäten und Sportorganisationen zusammen.

Die neue Strategie orientiert sich wieder stärker an den traditionellen Stärken der Marke. Adidas soll nicht länger primär als Modeunternehmen wahrgenommen werden, sondern wieder als Sportmarke mit hoher technischer Kompetenz.

Klassiker statt kurzlebige Modetrends

Gleichzeitig setzt der Konzern auf erfolgreiche Klassiker, die sich modern interpretieren und neu auflegen lassen.
Selbst neue Trends lassen sich häufig mit vorhandenen Designs bedienen, anstatt ständig völlig neue Produktlinien entwickeln zu müssen.

Das reduziert auch das Moderisiko. Zwar bleibt rund die Hälfte des Sortiments von wechselnden Trends abhängig, doch ein Großteil dieser Produkte basiert auf bewährten Klassikern, die bereits seit vielen Jahren erfolgreich verkauft werden.

Parallel investiert Adidas wieder deutlich stärker in den Leistungs- und Profisport. Vor allem im Laufsport erzielt der Konzern mit modernen Wettkampfschuhen wieder beachtliche Erfolge.
Gesponserte Athleten gewinnen internationale Marathons und stärken damit die Glaubwürdigkeit der Marke.

Auch im Basketball baut Adidas seine Präsenz konsequent aus und konnte prominente Spieler wie Anthony Edwards verpflichten.
Solche Investitionen schaffen Aufmerksamkeit für die Marke und fördern gleichzeitig den Verkauf von Bekleidung, die in den vergangenen Jahren gegenüber dem Schuhgeschäft deutlich an Bedeutung verloren hatte.

Gleichzeitig normalisiert Adidas das Verhältnis zu seinen Handelspartnern. Während der frühere Vorstand den Direktvertrieb bevorzugte, verfolgt Gulden einen ausgewogeneren Ansatz. Auch künftig dürfte der Großhandel mit mehr als 60 Prozent den größten Umsatzanteil ausmachen, während der Direktvertrieb unter 40 Prozent bleibt.

Läuft der Turnaround längst?

Operativ zeigt der Turnaround bereits deutliche Fortschritte. Nach dem Verlustjahr 2023 kehrte Adidas schnell in die Gewinnzone zurück. Im Geschäftsjahr 2024 erzielte das Unternehmen bereits einen Gewinn von 4,28 Euro je Aktie. Im darauffolgenden Jahr stieg der Gewinn sogar auf 7,51 Euro je Aktie. Gleichzeitig verbesserten sich Umsatz und Profitabilität in den meisten Regionen deutlich, obwohl das plötzliche Yeezy-Aus das Geschäft noch belastete.

Auf den laufenden Turnaround hatte ich bereits vor einiger Zeit hingewiesen:
Adidas: Endlich wieder in der Erfolgsspur?

Im laufenden Geschäftsjahr hat sich die positive Entwicklung fortgesetzt. Im ersten Quartal konnte der Umsatz währungsbereinigt um 14 % auf 6,6 Mrd. Euro gesteigert werden.

Gleichzeitig hat sich die operative Marge von 9,9 auf 10,7 % verbessert. Das Betriebsergebnis kletterte um 16 % auf 705 Mio. Euro und der Gewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen um 11 % auf 484 Mio. Euro.

Derzeit wird erwartet, dass der Gewinn um 27 % auf 9,50 Euro je Aktie steigen wird. Damit würde man das bisherige Rekordergebnis von 10,00 Euro je Aktie nur knapp verfehlen – doch es stehen noch drei Quartale aus, in denen Adidas wieder überraschen kann.
Die Halbjahreszahlen werden voraussichtlich am 30. Juli vorgelegt.

Adidas Aktie: Chart vom 10.07.2026, Kurs: 181,15 EUR – Kürzel: ADS | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Adidas Aktie: Chart vom 10.07.2026, Kurs: 181,15 EUR – Kürzel: ADS | Quelle: TWS

Sollten die Erwartungen erfüllt werden, entspricht das einem KGVe von 19,1. Im langjährigen Durchschnitt lag das KGV bei 25,9.

Gelingt jetzt ein Ausbruch über 185 Euro, kommt es zu einem prozyklischen Kaufsignal mit möglichen Kurszielen bei 196–200 und 214–220 Euro.

Kurzfristig ist die Aktie jedoch korrekturgefährdet. Ein mögliches Kursziel auf der Unterseite liegt bei 169 Euro. Darunter kommt es zu einem Verkaufssignal mit möglichen Kurszielen bei 160 und 150 Euro.

Über den Autor

Tobias Krieg ist Chefanalyst bei LYNX Broker und Gründer von LongTerm-Value.
Er ist seit mehr als fünfzehn Jahren an der Börse aktiv, davon mehr als eine Dekade als leidenschaftlicher Vollzeit-Investor. Geprägt durch Vorbilder wie Charlie Munger, Peter Lynch und Bill Miller ist Value Investing der Grundsatz und Growth at a reasonable Price der Wahlspruch.
Denn auch gute Unternehmen können schlechte Investments sein. Ein attraktiver Einstiegskurs zum richtigen Zeitpunkt ist absolut entscheidend.

Analysemethode

Die Aktienanalysen von Tobias Krieg basieren auf einer Kombination aus Charttechnik und Fundamentalanalyse. Dabei liegt der Fokus auf der Bewertung von Unternehmen anhand ihrer finanziellen Kennzahlen, wie z. B. KGV, Cashflow oder Eigenkapitalrendite, sowie auf der Identifikation von überdurchschnittlichen Wachstumspotenzialen zu einem attraktiven Einstiegskurs.

06.07.2026
08:12 Uhr

adidas: Aufwärtsbewegung setzt sich vorerst fort — Achim Mautz

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Bullisch
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Erwartung: Bullisch
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 06.07.2026 um 7:47 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Dem deutschen Sportartikelhersteller habe ich zuletzt Anfang Juni positive Aussichten mit auf den Weg gegeben. Damals konnte die adidas-Aktie gerade den Sprung über die 200-Tage-Linie verteidigen.

Auch der Halt der 20-Tage-Linie zeigte, dass die Bullen das Momentum weiterhin aufrechterhalten konnten. In der Folge ging es mit den Kursen weiter dynamisch in Richtung Norden. Selbst die zweite Zwischenkorrektur von Ende Juni wurde erneut am kurzfristigen gleitenden Durchschnitt aufgefangen. Zudem konnte das Papier vorige Woche ein weiteres Hoch generieren. Der Aufwärtstrend bleibt damit intakt und die Käufer scheinen weiterhin im Vorteil zu sein.

Expertenmeinung: Die Bullen dürften vorerst weiter die besseren Karten haben. Solange die Aktie oberhalb des kurzfristigen gleitenden Durchschnitts notiert, könnte eine Fortsetzung der laufenden Aufwärtsbewegung möglich bleiben. Kleinere Rücksetzer könnten weiterhin als normale Zwischenkorrekturen gewertet werden.

Entscheidend wäre jedoch, dass die Serie von höheren Hochs und höheren Tiefs nicht verletzt wird. Sollte adidas erneut unter die 20-Tage-Linie rutschen, könnte kurzfristig etwas Vorsicht angebracht sein. Der übergeordnete Trend bleibt derzeit bullisch. Das letzte höhere Tief befindet sich bei 169.50 EUR.

Aussicht: Bullisch

adidas Chart vom 03.07.2026, Kurs: 184.85 EUR, Kürzel: ADS | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
adidas Chart vom 03.07.2026, Kurs: 184.85 EUR, Kürzel: ADS | Quelle: TWS
Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.

11.06.2026
08:16 Uhr

adidas dreht auf – Trendwende scheint geglückt — Achim Mautz

19.05.2026
08:14 Uhr

adidas: Jetzt wird die Sache spannend! — Ronald Gehrt

29.04.2026
15:00 Uhr

Adidas: Endlich wieder in der Erfolgsspur? — Tobias Krieg

20.04.2026
08:28 Uhr

Adidas: Kleiner Boden gelungen … gut, aber noch nicht genug — Ronald Gehrt

05.03.2026
08:37 Uhr

adidas: „the trend is your friend“ – diese Aktie belegt das — Ronald Gehrt

28.01.2026
08:21 Uhr

Adidas unter Druck — Achim Mautz

23.01.2026
08:32 Uhr

adidas: Diese Reaktion schien verdächtig mager — Ronald Gehrt

07.01.2026
08:30 Uhr

adidas: Ein Abwärtstrend wie aus dem Lehrbuch — Ronald Gehrt

30.10.2025
08:25 Uhr

adidas: Falsche Richtung? — Ronald Gehrt

23.10.2025
08:12 Uhr

adidas nach der Trendwende – wie stabil ist die Erholung? — Achim Mautz