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Aktienanalyse:
RWE: Warmer Regen und neue Hochs?

Aktuelle Analyse der RWE Aktie

Am Freitagmorgen meldete die „Rheinische Post“, dass der Energiekonzern RWE für den Ausstieg aus der Kohlenergie eine Entschädigung von bis zu zwei Milliarden Euro vom Bund erhalten könnte, darauf hätten sich RWE und der Bundeswirtschaftsminister „weitgehend verständigt“. Das war keine definitive Aussage. Und weder das Ministerium noch der Energiekonzern wollten diese Meldung am Freitagmittag bestätigen. Andererseits ist das kein Wunder, denn es hieß ja nicht, dass diese Einigung bereits fix wäre. Dennoch reagierten die Anleger prompt:

Die Aktie sauste mit einem beeindruckenden Aufwärts-Gap davon und überbot das 2019er-Jahreshoch bei 28,81 Euro. Ein Kurssprung, der charttechnisch perfekt daherkommt, wie der Chart auf Tagesbasis zeigt. Die Aktie hatte sich bereits im Dezember aus dem vorherigen, drei Monate währenden Abwärtstrendkanal befreit, danach einen perfekten Pullback hingelegt, indem ein Rücksetzer genau auf Höhe des alten Abwärtstrendkanals und der 20-Tage-Linie wieder in steigende Kurse überging und diese bullische Vorlage mit diesem fulminanten Kurssprung zum Wochenschluss gekrönt. Ist der Weg nach oben damit frei?

Expertenmeinung: Aus rein charttechnischer Sicht wäre das grundsätzlich der Fall. Das letzte Mal, dass die Aktie dieses Kursniveau sah, war im Herbst 2014. Dort finden sich dann zwar zwischen 30 und 33 Euro mehrere obere Wendepunkte, die potenziell als Widerstand fungieren könnten. Aber diese Marken liegen so weit auf der Zeitachse zurück, dass sie keine zwingende Funktion als Widerstand haben müssen. Eher wäre Skepsis aus der Warte der Fundamentals angebracht, denn:

Dass RWE mit einer Entschädigung rechnen konnte, war vorher bereits klar. Goldman Sachs kommentierte die Meldung zwar mit der Aussage, dass diese zwei Milliarden höher liegen würden als man im Vorfeld vermutete. Aber letztlich dürfte dieser warme Regen eben doch, wenngleich nicht in dieser Höhe, von den Investoren bereits in den Kurs „eingearbeitet“ worden sein. Mit diesem kräftigen Anstieg um 6,4 Prozent des Freitags ist die Entschädigung, obgleich noch nicht wirklich entschieden, auch in der höheren Summe im Kurs enthalten, denkbar wäre also allemal, dass Gewinnmitnahmen nicht fern sind. Den jetzt erfreulich höheren Gewinn bei Long-Trades konsequent abzusichern wäre damit angeraten. Derzeit wäre eine denkbare Orientierung für einen Stop Loss ein Niveau um 27,20 Euro, denn würde die Aktie dorthin zurücklaufen, wäre der Anstieg des Freitags und auch noch das Tagestief des Donnerstags unterboten: Das wäre ein starker Hinweis darauf, dass diese Rallye vorerst vorbei ist.

Chart vom 10.01.2020, Kurs 29,26 Euro, Kürzel RWE | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

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