Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
RWE: Normalerweise wäre diese Aktie jetzt ein Mauerblümchen

Die Monats-Zahlen, die der Energiekonzern RWE in der vergangenen Woche präsentierte, waren nicht unbedingt ein Grund, hier vor Freude in die Knie zu gehen und/oder umgehend die Aktie einzusammeln. Der Umsatz lag unter dem des Vorjahreszeitraums, der Gewinn ebenso. Und letzterer recht deutlich.

Man könnte zwar argumentieren, dass es hätte schlimmer kommen können. Aber bei der derzeitigen Nachrichtenlage dürften sich manche die Frage stellen, ob es, wenn nicht jetzt, dann eben bald schlimmer kommt. Das Thema Braunkohle kann RWE noch lange zusetzen. Und medial ist RWE derzeit nicht gerade beliebt.

Die phantastische Sonderdividende wegen der Rückzahlung der Brennelemente-Steuer ist längst ausbezahlt. Und mit einer nur bestätigten Prognose für das Gesamtjahr suggeriert RWE auch nicht, dass die Gewinne ab sofort dynamisch anspringen würden. Trotzdem zeigt dieser langfristige Chart auf Wochenbasis, dass RWE in den letzten Wochen weitaus besser läuft als der DAX. Warum?

Expertenmeinung: Weil jetzt offenbar der „Defensiv-Bonus“ greift. In einem positiven Marktumfeld mit stabilem Wachstum bei den konjunktursensiblen Unternehmen wäre eine Aktie wie RWE angesichts der derzeit wenig beeindruckenden Umsatz- und Gewinnentwicklung bestenfalls ein Mauerblümchen. Aber derzeit dominiert Nervosität das Geschehen. Die Anzeichen mehren sich, dass die auf kurzfristige Wachstumseffekte ausgerichtete US-Wirtschaftspolitik nicht so lange funktioniert, wie die Mehrzahl der Investoren dachte.

Man war sich zwar darüber im Klaren, dass Trumps Pläne mittelfristig zu einem Waterloo werden würden, dachte aber, dass es zumindest zwei, drei Jahre dauern würde, bis sich das Bild ins Negative verkehren würde. Jetzt aber tauchen immer mehr Indizien dafür auf, dass der Bumerang-Effekt bereits deutlich früher auf die US-Wirtschaft wirken dürfte. Und es wird deutlich, dass das die anderen großen Wirtschaftsräume mindestens ebenso beeinträchtigen wird wie die USA selbst.

Konjunktursensible Aktien geraten immer mehr unter Druck – und die Investoren suchen nach Alternativen. Energieversorger wie RWE sind da die typischen Kandidaten. Aber auch, wenn eine Verschärfung der Gemengelage diese Ausweichkäufe in defensive Aktien intensivieren und die RWE-Aktie in den Widerstandsbereich 22,20/23,32 Euro tragen könnte:

Dadurch würde RWE natürlich, da man dort deswegen keinen Euro mehr verdient, von der Bewertung her immer teurer. Ein sicheres Ruhekissen, auf dem man gegen Verluste gefeit wäre, kann diese Aktie daher nicht sein, Long-trades sollten in jedem Fall relativ eng abgesichert werden.

Chart vom 19.11.2018, Kurs 19,30 Euro, Kürzel RWE

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