Brenntag Aktie aktuell „Project Brenntag“: Startschuss zur Rallye?

News: Aktuelle Analyse der Brenntag Aktie

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Brenntag
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Zur Brenntag Aktie

Brenntag ist der Weltmarktführer im Bereich Chemiehandel. Die Produktpalette umfasst mehr als 10.000 Industrie- und Spezialchemikalien.

An der Spitze

Heute steht Brenntag mit einem Plus von 5% an der Spitze des MDax. Der Konzern hat nach eigenem Bekunden ein weitreichendes Transformationsprogramm beschlossen, wodurch die Profitabilität gesteigert werden soll.

Ab 2023 soll das EBITDA durch die Restrukturierung um 220 Mio. Euro pro Jahr steigen. Das wäre eine erhebliche Verbesserung und würde einem Plus von rund 40% entsprechen.

Kein Wunder also, dass das bei den Anlegern gut ankommt. Ob man diese hochgesteckten Ziele erreichen kann, wird sich aber erst noch zeigen müssen.

Sicher sind aber die damit einhergehenden Restrukturierungskosten, die sich auf 370 Mio. Euro belaufen dürften. Es wird also eine ganze Zeit dauern, bis sich die Transformation amortisiert – selbst im Erfolgsfall.

Zwischenzeitlich werden 1.300 der 17.500 Stellen wegfallen und 100 Standorte geschlossen.

Der richtige Zeitpunkt

Die anfallenden Einmalkosten dürften das Ergebnis in den kommenden beiden Geschäftsjahren belasten.
Deutliche steigende Gewinne sollte man in diesem Zeitraum also nicht erwarten.

Daraus ergibt sich unweigerlich die Frage, ob man sich mit dem Kauf der Aktie daher nicht Zeit lassen sollte.

Da das Programm bis 2023 laufen soll, wäre es womöglich besser die Lage im Jahr 2022 zu sondieren, bevor die Effekte dann 2023 auch wirklich zutage treten.

Man könnte dann einsteigen, wenn sich bereits gezeigt hat, dass die beschlossenen Maßnahmen auch erfolgreich sind.

Bewertung und Ausblick

Grundsätzlich sollte ein Unternehmen aber auch ohne Restrukturierung attraktiv sein. Bei Brenntag ist das Bild überwiegend positiv.

Es handelt sich um einen Weltmarktführer mit einer entsprechend starken Stellung und langjährigen Kundenbeziehungen.

Der Umsatz konnte in den letzten zehn Jahren von 7,65 auf 12,82 Mrd. Euro gesteigert werden. Die Margen sind stabil aber branchentypisch niedrig.
Das Ergebnis kletterte im selben Zeitraum von 0,98 auf 3,02 Euro je Aktie.

Brenntag kommt somit auf ein KGV von 18,8. Das ist bei den gegebenen Charakteristiken vertretbar, das Unternehmen war aber auch schon deutlich günstiger zu haben.
Konservative Anleger sollten ein KGV von 15 oder weniger bezahlen.

Das gilt vor allem in dem derzeitigen Umfeld. Die wirtschaftliche Unsicherheit ist außerordentlich groß.

Brenntag bleibt davon nicht vollkommen verschont, auch wenn man das Ergebnis bisher trotz sinkender Umsätze stabil halten konnte.

Chart

Brenntag notiert heute noch auf dem Niveau von 2015, seit dem Corona-Crash im März hat die Aktie jedoch relative Stärke gezeigt.

Solange das Papier über 54,30 Euro notiert, sind die Bullen im Vorteil. Über 57,50 Euro käme es zu einem prozyklischen Kaufsignal.
Das Kursziel ist mit 59-60 Euro allerdings nicht weit entfernt.
Darüber wäre Platz bis 65 Euro.

Fällt Brenntag hingegen unter 54 Euro, muss mit einer Rückkehr in die Range gerechnet werden. Die ersten Unterstützungen lägen dann bei 50 und 47,50 Euro.

Chart vom 27.10.2020 Kurs: 57,02 Kürzel: BNR - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 27.10.2020 Kurs: 57,02 Kürzel: BNR – Wochenkerzen
Chart vom 27.10.2020 Kurs: 57,02 Kürzel: BNR - Tageskerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 27.10.2020 Kurs: 57,02 Kürzel: BNR – Tageskerzen

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Tobias Krieg, Technischer Analyst | LYNX Börsenexperten
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