Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Google: Genau hier haben die letzten 3 Rallyes begonnen. Jetzt wieder +25%?

Alphabet, ehemals Google, ist der Betreiber der mit Abstand größten Suchmaschine der Welt. Die wichtigste Einkommensquelle sind die hierdurch erzielten Werbeeinnahmen und Youtube.

Über die zahlreichen Tochtergesellschaften bietet man jedoch auch eine ganze Reihe anderer Services an. Zu den bekanntesten zählen das Betriebssystem Android, der Browser Chrome, Google Maps, sowie Google Play. Darüber hinaus bietet Alphabet eigene Smartphones und Tabletcomputer mit dem Betriebssystem Android an.

Das Unternehmen gehört zudem zu den Marktführern Cloud-Bereich und ist in einer ganzen Reihe von Zukunftsfeldern stark positioniert. Darunter Virtual Reality, autonome Fahrzeuge, Künstliche Intelligenz und Machine Learning.

Aktie rutscht trotz starker Zahlen

Derzeit scheint das Sentiment an der Börse nicht gerade bullisch zu sein. Selbst bei guten Zahlen wird das Haar in der Suppe gesucht und die Aktie abverkauft.

Der Gewinn lag mit 13,06 weit über den Erwartungen von 10,55 USD je Aktie. Der Umsatz war mit 27,1 Mrd. USD im Rahmen.

Auf Jahressicht ist der Umsatz also um 21% gestiegen und der Gewinn um 36%.

In Anbetracht der Zahlen kann man die negative Kursreaktion also kaum nachvollziehen.

Erwartungen zu niedrig?

In den ersten neun Monaten beläuft sich der Gewinn bereits auf 30,95 USD je Aktie.

Der Konsens erwartet für das Gesamtjahr aber nur einen Gewinn von 42 USD je Aktie.
Traditionell ist das vierte Quartal aber das Stärkste. Darüber hinaus wurde das Ergebnis zuletzt durch Milliardenstrafen belastet, ohne diesen Umstand läge das Jahresergebnis an dieser Stelle bereits bei 34,74 USD.

Die Zahlen passen also nicht zusammen. Der Gewinn dürfte im Gesamtjahr wohl eher bei 44 USD liegen und somit knapp 5% über dem derzeitigen Konsens.
Es könnte also durchaus noch zu einer positiven Überraschung kommen.

Das Haar in der Suppe

Man sollte auch das Potenzial von Youtube nicht unterschätzen.
User verbringen auf Youtube immerhin mehr als doppelt so viel Zeit wie auf Netflix. Nachfrage und Wachstum sind nach wie vor gigantisch und der Umsatz könnte in diesem Jahr bereits bei über 15 Mrd. USD liegen.

Soweit so gut, doch es gibt auch zwei ernstzunehmende Probleme: Amazon und Amazon.

Jeff Bezos kleiner Buchhandel untergräbt zunehmend die Geschäftsgrundlage von Google im Bereich Produktsuche. Immer mehr User setzen einfach direkt bei Amazon an und überspringen die Suchmaschinen. Bisher schlägt sich das noch nicht in schlechten Zahlen nieder, könnte langfristig aber zu einem echten Problem werden, wenn auch nur in einem Teilbereich des Ad-Marktes.

Im Cloud-Bereich sieht es nicht besser aus. AWS ist zum klaren Platzhirsch geworden, wächst am schnellsten und dürfte wohl bald größer sein als die Cloud von Alphabet und Microsoft zusammen.

Auf Jahressicht konnte Google den Cloud-Umsatz zwar um 30% steigern, doch in den letzten Monaten hat das Momentum spürbar nachgelassen.

Fundamentale Bewertung

Google kommt für 2018 auf eine P/E von 23,5 und für 2019 auf eine forward P/E von 21,5.
In den letzten fünf Jahren lag der Wert durchschnittlich bei 24, der historische Normalwert aber eher bei 20-22.
Bei einem erwarteten Gewinnwachstum von 16% ist das eine vertretbare Bewertung.

Doch der Gewinn ist eben nicht alles und man sollte eine Sache im Hinterkopf behalten. Durch die US-Steuerreform ist der Gewinn zwar sprunghaft angestiegen, der freie Cashflow bleibt davon aber weitgehend unberührt.

Die Gesamtkonstellation ist aber weiterhin bullisch und hatte mich bereits vor einigen Monaten zu einer Kaufempfehlung bewogen – auf demselben Niveau. Anschließend ging es von 1.038 auf 1.273 USD aufwärts, mehr als 20%.

Charttechnik

Jetzt sind wir wieder am Ausgangspunkt angekommen und die aktuelle Wochenkerze liefert erste Hinweise darauf, dass die Unterstützung zwischen 988 und 1.000 USD erneut gehalten werden könnte.

Können die Bullen diesen Bereich verteidigen, stehen die Chancen auf eine Trendwende nicht schlecht. Prozyklische Kaufsignale ergeben sich oberhalb von 1.050 USD.

Wohingegen ein nachhaltiger Rückfall unter 988 USD, für eine Ausdehnung der Korrektur bis 900 USD sprechen würde.

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