Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Airbus: Neue Hochs wären kein Zynismus

Dass der große Konkurrent Boeing derzeit unter massivem Druck steht, weil es durchaus möglich ist, dass die Verantwortung für die beiden Unglücke mit dem Modell 737 Max 8 beim Unternehmen liegt, ist ein Grund, warum die Airbus-Aktie momentan gesucht ist.

Aber das ist kein Zynismus gegenüber den Opfern dieser Unglücke. Der Gedanke, den die Käufer hier hegen, ist einfach nur sachlich, emotionslos: Sollte Boeing stolpern, ist das für Airbus zum Vorteil.

Zweifel hinsichtlich der Sicherheit sind für einen Flugzeugbauer das Schlimmste, was passieren kann. Da würden viele Airlines ihre Bestellungen erst einmal auf Eis legen, bis die umfassenden, meist lange dauernden Ermittlungen zu diesen Unglücken abgeschlossen sind … und sie womöglich auch stornieren und bei Airbus ordern. Und Airbus steht ja auch ohne diesen Faktor gut da.

Die Mitte Februar veröffentlichte 2018er-Bilanz führte bei der schon zuvor kräftig anziehenden Aktie zu einem Kurssprung, stark genug war, um das vorherige Rekordhoch bei 111 Euro als Widerstand herauszunehmen. Und damit hat sich bei Airbus eine Unterstützung auf vormaligem Rekordniveau herausgebildet, die Sprungbrett zu neuen Hochs sein kann …

Expertenmeinung: … aber nicht sein muss. Positiv ist, dass die Aktie am vergangenen Freitag drohte, durch diese Supportlinie bei 111 Euro, die derzeit noch durch die 20-Tage-Linie verstärkt wird, durchzurutschen und genau dort abgefangen wurde. Dadurch haben wir hier einen erfolgreichen Pullback an den Ausbruchslevel, der durch die Käufe am Montag und Dienstag die Basis bilden kann, das jüngste Verlaufshoch von 114,90 Euro zu überwinden, während die Boeing-Aktie trotz der bullischen Gegenwehr des Montags am Dienstag erneut unter Druck geriet.

Aber das Boeing-Drama ist nicht der einzige derzeit kursrelevante Aspekt. Airbus produziert teilweise auch in Großbritannien. Und ein Abreißen der präzise getakteten Lieferketten und Produktionsprozesse kann Airbus nicht hinnehmen. Wenn es also zu einem „harten“ Ausstieg der Briten kommen würde, würde Airbus die Produktionsstätten aus Großbritannien heraus verlagern, das hat der Vorstand bereits angekündigt.

Noch ist das nicht der Fall. Aber kommt es dazu, wäre zu bezweifeln, dass es gelingt, diese Verlagerung schnell genug zu vollziehen, um nicht doch Produktions-Stillstände zu erleiden. Und diese Verlagerung würde Summen kosten, die in der bullischen Perspektive des Unternehmens für 2019 noch nicht enthalten sind.

Allzu sicher ist das Terrain für die Bullen also nicht. Es wäre unbedingt zu überlegen, Long-Trades um 109 Euro, knapp unter dem Tagestief des vergangenen Freitags und damit auch knapp unter der Kreuzunterstützung aus dem „alten“ Rekordhoch und der 20-Tage-Linie, abzusichern.

Chart vom 12.03.2019, Kurs 114,56 Euro, Kürzel AIR | LYNX Aktienempfehlungen

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