Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Airbus: Der Mut zur Konsequenz wird honoriert, aber …

Die Reaktion auf die am Donnerstagmorgen präsentierte Airbus-Bilanz des Jahres 2018 und die mit ihr einhergehende 2019er-Perspektive fiel bemerkenswert aus. Die einen stiegen massiv ein, andere nutzen diese Käufe dazu, um Gewinne mitzunehmen. Wer wird am Ende die bessere Entscheidung getroffen haben? Das Ergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres war mehrheitlich überzeugend, hatte aber auch ein paar Makel. Der Umsatz und der Gewinn, gerechnet vor Steuern und Zinsen, übertrafen die Prognosen deutlich und lagen weit über dem Vorjahr.

Netto gerechnet verfehlte der Gewinn indes die Prognose. Und auch die Dividende soll mit 1,65 Euro nach 1,50 im Vorjahr weniger deutlich angehoben werden, als dies die Analysten im Vorfeld vermutet hatten (Konsensprognose 1,79 Euro). Aber zwei andere Aspekte machten diese Kratzer im Lack wieder wett: Zum einen, dass man sich bei Airbus eine recht konkrete Gewinnprognose für 2019 zutraut und diese mit einer erwarteten Steigerung des bereinigten Gewinns vor Steuern und Zinsen (EBIT) von 15 Prozent zufriedenstellend ausfiel, immerhin bewegt man sich da auf einem sehr hohen Niveau. Noch positiver war, dass man bei Airbus den Mut hat, unangenehme Konsequenzen zu ziehen:

Expertenmeinung: Der Konzern wird die Produktion des Riesenfliegers A380 einstellen. So hoch die Entwicklungskosten auch waren, der Riese wurde zum Flop – weil, das hatte man im Vorfeld nicht vermutet, Flugzeuge ab einem gewissen Punkt auch zu groß für die Airlines sein können. Dieser Schritt bedeutet zwar wiederum erst einmal Kosten, spart aber in letzter Konsequenz Geld und setzt Ressourcen für andere Projekte wie den sehr begehrten A320 frei. Die Marktteilnehmer honorierten Ergebnis, Prognose und die Bereitschaft zum konsequenten Kappen vertrockneter Triebe mit einem stattlichen Plus von 3,35 Prozent.

Aber im Chart fällt auf, dass dieser Zugewinn zeitweise weitaus größer ausgefallen war. Am Tageshoch lag die Aktie 6,8 Prozent vorne, notierte mit 111,00 Euro unmittelbar unter dem bisherigen Rekord-Verlaufshoch von 111,12 Euro, welches die Aktie im Juli letzten Jahres erreicht hatte. Wir sehen damit einerseits einen „Gravestone Doji“, weil die Aktie wieder auf den Level der Eröffnungs-Kurslücke zurückfiel, dessen Spitze den markanten Widerstand in Form des Rekordhochs touchierte, andererseits einen stattlichen Kursgewinn. Das ist eine offene Konstellation, die so nicht stehen bleiben dürfte, d.h. die Trader werden in den kommenden Tagen zeigen, ob der Optimismus hinsichtlich weiter steigender Gewinne überwiegt … oder aber die Skepsis, die sich in den Gewinnmitnahmen manifestierte, die Oberhand behält.

Wenn die Aktie die Kurslücke zum Mittwochs-Schlusskurs (103,94 Euro) schließt und womöglich sogar die Rallye mit dem Bruch der Kreuzunterstützung aus 20-Tage- und 200-Tage-Linie bei 99 Euro beendet und einen Abwärts-Impuls startet, würde es schnell brenzlig. Long-Trades knapp unterhalb dieser Kreuzunterstützung abzusichern, wäre aktuell sicherlich kein Fehler!

Chart vom 14.02.2019, Kurs 107,42 Euro, Kürzel AIR | LYNX Online-Broker

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