Silberpreis Prognose: Silber-Rallye oder Absturz? | Online Broker LYNX

2020 und 2021 waren Jahre, die die alte Börsenregel „erwarten Sie das Unerwartete“ wieder einmal bestätigten. Niemand hätte ahnen können, mit welchen Herausforderungen die Investoren konfrontiert würden … und damit ebenso wenig, wie die Börsen am Ende dieser so turbulenten Jahre dastehen würden. Für die Edelmetalle war 2020 ein starkes Jahr, Gold erreichte ein neues Rekordhoch, Silber beendete das Jahr 2020 mit der stärksten Performance seit zehn Jahren. 2021 hingegen stiegen zwar die Aktienmärkte trotz der noch nicht überwundenen Corona-Problematik weiter, Gold und Silber jedoch traten auf der Stelle. Wird dafür 2022 wieder ein Silber-Jahr?

Diese Möglichkeit besteht. Denn bislang hat das neue Jahr für die Aktien sehr schlecht begonnen. Die Inflation macht die Anleger nervös, die sich zuspitzenden geopolitischen Spannungen ebenfalls. Das fördert die Suche nach Anlagealternativen … und das wiederum ist oft ein außerordentlich guter Nährboden für die Edelmetalle … und unter ihnen vor allem für das sehr trendstarke Silber.

Silberpreis Prognose aktuell

Wir sehen uns das „Gold des kleinen Mannes“ einmal genauer an und loten aus, unter welchen Umständen das seit Anfang 2020 mittelfristig grundsätzlich bullische Szenario weitergehen würde und ebenso, was passieren müsste, damit Silber zu einer tadellosen Chance für Short-Gewinne wird.

Woran orientiert sich der Silber-Kurs?

Der Silberpreis wird am freien Markt gebildet. Die Angebots-/Nachfrage-Situation nach tatsächlichem Silber spielt dabei natürlich eine Rolle, aber oft sind die spekulativen, kurzfristigen Aktivitäten der Trader das deutlich wichtigere Element der Kursbildung.

Ob Silber weiter aufwärts tendiert, wird daher vor allem davon abhängen, ob die kurzfristigen Trader genug Chancen sehen, um nachhaltig und mit großem Volumen auf der Long-Seite aktiv zu werden. Gold ist dafür zwar der wichtigste Vorlagengeber, aber auch dort ist es vor allem die Spekulation, die die Richtung vorgibt. Und die wird dann auf Hausse setzen, wenn sich abzeichnet, dass die sicheren Häfen, wozu man neben defensiven Aktien und Anleihen vor allem die Edelmetalle Gold und Silber zählt, wieder in den Fokus der Investoren geraten. Gründe dafür können beispielsweise das gestiegene Risiko einer nicht rechtzeitig eingedämmten und dadurch nur noch schwer zu bremsenden Inflation sein, die Erwartung schnell steigender Leitzinsen oder die Risiken militärischer Konflikte.

Silber-Hausse 2022? Die Chancen wären gar nicht mal schlecht

Was wären die Voraussetzungen, um den Edelmetallen in diesem Jahr eine starke Performance zu ermöglichen? Die Antwort ist einfach: unliebsame Überraschungen. Das heißt, es müsste sich eine Gemengelage ergeben, in der viele Marktteilnehmer zu dem Schluss kommen, dass die massiven Käufe am Aktienmarkt seit März 2020 in eine Falle geführt haben und versuchen, ihr Kapital in andere Bereiche umzuschichten. Käme es so, hätte Silber reichlich Spielraum nach oben.

Aktuell wäre dafür vor allem die Inflation der Schlüssel. Die Investoren gehen seit Sommer 2020 davon aus, dass die Corona-Problematik bald keine entscheidende Rolle mehr spielen wird. Daher haben sie starkes Wachstum in die Aktienmärkte eingepreist, das mit einer deutlich ruhigeren geopolitischen Lage einhergeht. Damit liegt man bislang aber falsch, denn:

Das Wachstum war zwar zeitweise, angeschoben durch die gewaltigen Summen, die von Regierungen und Notenbanken aus dem Hut gezaubert wurden, in der Tat immens. Aber schon zum Ende des ersten Halbjahres 2021 mehrten sich die Signale, dass das Wachstum verflacht. Und hinsichtlich der Geopolitik hat sich die Lage nicht befriedet, sondern zugespitzt: Die Gefahr, dass Russland militärisch gegen die Ukraine vorgeht und/oder China Taiwan attackieren könnte, ist gestiegen. Hinzu kommt etwas, das die Investoren zuvor in keiner Weise auf dem Zettel hatten: die Inflation.

Die hat im Verlauf des Jahres 2021 immer weiter zugelegt. Und erst jetzt haben sich erste Notenbanken wie die US-Notenbank und die Bank of England entschieden, einzugreifen, die EZB wird wohl zwangsläufig im Verlauf des Jahres 2022 nachziehen müssen. Doch das Problem, das die Aktienmärkte bedroht und damit sogenannte „sichere Häfen“ wie Silber ins Spiel bringt, ist damit nicht gelöst, denn:

Man fürchtet zu Recht, dass die immer weiter gestiegene Verschuldung höhere Zinsen nicht aushalten kann und Inflations-Eindämmung deshalb zwangsläufig das Wachstum abwürgen, womöglich sogar die Rezession zurückbringen wird. Doch tut man nichts, kann sich die Inflation verselbständigen und das in die Aktien längst eingepreiste Bild eines soliden, starken Wachstums torpedieren. Das ist eine sehr kritische Ausgangslage für das Jahr 2022 … und damit ein idealer Nährboden für eine Silber-Hausse. Aber:

Was derzeit, Stand Februar 2022, für einen erneuten Aufwärtsimpuls bei Silber noch fehlt ist, dass die Marktteilnehmer auch tatsächlich erkennen, mit ihren immer größer gewordenen Investments am Aktienmarkt auf Sand gebaut zu haben. Da das Ausblenden der Risiken eine rein emotionale Handlung ist, kann man nicht vorhersagen, wann es zu einer solchen Ernüchterung kommen wird. Aber wenn sie kommt, schlägt erneut die Stunde des Silbers.

Exkurs: Warum soll Silber ein „sicherer Hafen“ sein?

Ein kurzer Gedanke zu der Frage, wieso Edelmetalle eigentlich „sichere Häfen“ sein sollen. Dass Gold und Silber in Phasen zunehmender Verunsicherung vermehrt gekauft werden, ist nicht zwingend logisch begründbar. Schließlich gälte für die Preisbildung hier genauso wie für alles, das an der Börse gehandelt wird, das Prinzip von Angebot und Nachfrage. Würde auf einmal kein Interesse mehr für Silber vorhanden sein, könnte der Kurs ins Bodenlose fallen und die scheinbare Beständigkeit löst sich in Luft auf. Das ist richtig, aber:

Hier geht es um subjektive Aspekte. Natürlich ist Silber ein relativ seltenes Element. Aber das sind andere auch, ohne, dass sie dieses Attribut der Sicherheit tragen würden. Es liegt einfach daran, dass die Menschen Silber seit Jahrtausenden als wertvoll erachten, dass Silber und „Geld“ früher begrifflich eng verwoben waren, weil Silber ein Zahlungsmittel war. Das verbinden viele mit dem Gedanken, dass „früher“ solche Gefahren wie große Rezessionen, platzende Blasen und der Verlust des letztlich nur an ein Versprechen von Regierungen gebundenen Geldwerts nicht existierten. Was ganz und gar nicht stimmt, aber wie gesagt: Das Empfinden, dass Silber ebenso wie Gold ein „sicherer Hafen“ sei, ist emotional geprägt und damit subjektiv.

Aber zurück zu der Frage, ob Silber in den kommenden Monaten einen erneuten Aufwärtsimpuls sehen wird oder nicht. Wir wagen eine Silberpreis Prognose:

Bleiben Sie flexibel – vorgefasste Meinungen sind Gift für die Gewinne

Angenommen, die oben erwähnten Voraussetzungen für eine erneute Flucht aus dem Aktienmarkt bleiben erhalten oder intensivieren sich noch: Kann man dann fest davon ausgehen, dass es zu einer Silber-Hausse im Jahr 2022 kommt?

Nein, denn „sicher“ ist, was die Zukunft angeht, nun einmal gar nichts. Daher ist es absolut zwingend, sich nicht stur vorab auf ein Szenario festzulegen. Denn dann läuft ein Anleger Gefahr, eine sich auftuende Chance, die in die Gegenrichtung der eigenen Erwartung entsteht, nicht wahrzunehmen oder, schlimmer noch, eisern auf der falschen Seite des Trends zu bleiben und Verluste zu erleiden, wo Gewinne hätten entstehen können bzw. müssen.

Diese Flexibilität, die Offenheit gegenüber dem Unerwarteten, ist bei Silber noch wichtiger als bei Gold, denn der Silberpreis zeigt sich deutlich volatiler, wie der nachfolgende, langfristige Chartvergleich deutlich macht:

Silberpreis Prognose: Entwicklung Silberpreis und Goldpreis im Vergleich von 2000 bis 2022 | Online Broker LYNX

In starken Aufwärtstrends am Edelmetall-Markt steigt Silber meist stärker, in Baissen fällt es weiter als Gold. Und bisweilen zeigt der Silberpreis auch eine Zeit lang ein von Gold abgekoppeltes Eigenleben. Flexibilität ist hier also unbedingt ratsam. Was heißt:

Am besten fährt, wer im Kopf flexibel bleibt und Gelegenheiten nutzt, statt stur nach einer vorgefassten Meinung eine Position zu halten. An der Börse gilt ohnehin der Leitspruch: „Alles kann, nichts muss“.

Und das gilt für die Frage, ob Silber steigen muss, wenn am Aktienmarkt die Hoffnungen platzen, ebenso. Allerdings gälte das auch für die Frage, ob Silber nicht womöglich zulegen kann, obwohl der Aktienmarkt weiter zulegt. Möglich ist das allemal, wenngleich es nicht unbedingt ein typisches Szenario wäre. Aber wie geht man damit um, dass man heute nicht sicher voraussagen kann, was in drei, sechs oder zwölf Monaten sein wird?

Indem man den Kursen folgt und nicht den Meinungen. Wer klare Signale der Charttechnik zu identifizieren versteht, ist grundsätzlich in der richtigen Richtung dabei. Daher klopfen wir Silber gleich nach den Aspekten der Charttechnik ab. Vorab ein anderer Aspekt, der deutlich macht, wie tückisch Meinungen sein können:

Silberpreis-Entwicklung: Auch die Experten haben keine Glaskugel

Der folgende Chart liefert ein weiteres Argument, warum es nicht sinnvoll ist, sich im Vorfeld auf ein Szenario des Silberpreises festzulegen. Die Grafik zeigt Silber über gut 15 Jahre zusammen mit dem Anteil bullisch eingestellter Experten. Sie sehen, dass es hier einen Gleichlauf gibt: Steigt der Silberpreis, steigt der Anteil der Bullen unter den Experten. Nur, was bringt Ihnen das? Die Experten werden nicht Wochen oder Monate vorher bullisch, sondern deren Stimmung bewegt sich mit dem Kurs mit.

Silberpreis Prognose: Vergleich der Entwicklung des Silberpreis mit dem Anteil bullisch gestimmter Experten von 2005 bis 2022 | Online Broker LYNX

Wenn selbst die ausgewiesenen Experten nicht imstande sind, die Bewegungen des Edelmetalls vorauszusagen, warum sollte man das als Anleger überhaupt versuchen? Achten Sie auf die Signale, die Ihnen die chart- und markttechnische Analyse liefern. Vorher noch ein Aspekt, den man immer im Hinterkopf behalten sollte: den Währungsfaktor.

Der Währungsaspekt ist nicht zu unterschätzen!

Silber wird wie alle Rohstoffe in US-Dollar gerechnet. Der Kurs einer Feinunze Silber in US-Dollar ist das Maß der Dinge. Was die Feinunze in Euro kostet, ist damit davon abhängig, wie der Euro/US-Dollar-Kurs aktuell steht. Und damit ist es für uns als europäische Anleger nicht alleine wichtig, wie sich der Silberpreis selbst bewegt, sondern auch, ob der US-Dollar zum Euro an Wert verliert, was bei Long-Trades auf Silber negativ wäre … oder aber, ob der US-Dollar zum Euro teurer, wertvoller wird. Ist Letzteres der Fall, gäbe es diesen Währungsgewinn noch als Zubrot. Unsere folgende Grafik zeigt, dass das einiges ausmachen kann:

Silberpreis Prognose: Entwicklung des Silberpreises in Dollar und Euro im Vergleich von 2013 bis 2022 | Online Broker LYNX

Über die letzten Jahre hat der Euro tendenziell nachgegeben, d.h. der US-Dollar wurde aus Sicht europäischer Investoren mehr wert. Besonders 2015/2016, aber auch in den letzten Monaten, ging es mit dem US-Dollar aufwärts (der Euro/US-Dollar-Kurs fiel). Das sorgte für einen großen Vorsprung bei denjenigen europäischen Anlegern, die bereits damals bei Silber Long investiert waren. Über die vergangenen gut acht Jahre hat Silber in US-Dollar nur ca. 7 Prozent zugelegt, in Euro aber um die 27 Prozent Gewinn gebracht!

Es ist daher ratsam, bei Silber Long-Trades vorzugsweise dann mitzuziehen, wenn Euro/ US-Dollar abwärts tendiert, was hieße, der US-Dollar legt an Wert zu. Anders bei Silber Short-Positionen: Da bietet ein schwacher US-Dollar zusätzlichen Rückenwind, denn dann verlieren der Silberkurs in US-Dollar und der US-Dollar selbst zum Euro auch noch!

Silberpreis-Prognose aus Sicht der Charttechnik: Die Bullen hätten ihre Chance

Sehen wir uns jetzt an, was außerhalb des emotionalen Elements, das die Kurse bewegt, im Februar 2022 an charttechnischen Fakten greifbar ist. Wie stehen die Chancen für die Silber-Bullen in diesem noch jungen Jahr 2022?

Silberpreis Prognose: Mittelfristige Entwicklung des Silberpreises von 2016 bis 2022 | Online Broker LYNX

Der vorstehende Chart zeigt Silber über eine Zeitspanne von sechs Jahren auf Wochenbasis, d.h. eine Kerze steht für eine Handelswoche. Wir sehen, wie volatil es im Jahr 2020 zuging. Dabei sticht eines besonders ins Auge: Bevor der Silberpreis nahezu senkrecht emporschoss, ging es im Februar und März 2020 erst einmal kräftig abwärts.

Das ist ein Phänomen, das nicht selten auftritt und das man als Investor bei Edelmetallen immer im Hinterkopf haben sollte. Wenn es an den Börsen insgesamt sehr hektisch und volatil zugeht, wenn die Investoren auf überraschende Entwicklungen treffen, welche die Perspektiven in Nebel hüllen, kommt es oft vor, dass erst einmal alles querbeet verkauft wird: Aktien, Edelmetalle, andere Rohstoffe und sogar Anleihen. Es wird „Cash“ aufgebaut um sich die Möglichkeit zu erhalten, bei einer Beruhigung der Märkte neu disponieren zu können. Solche Abwärtsschübe können Investoren in angeblich „sichere Häfen“ auf dem falschen Fuß erwischen, wenn sie sich der Möglichkeit, dass so etwas passiert, nicht gewärtig sind. Sich da sicherheitshalber mit Stoppkursen abzusichern, im Fall eines Turnarounds nach oben aber schnell wieder einzusteigen, wäre ein probater Weg, um damit umzugehen.

Nachdem diese erste Schockphase und das panische „Cash Rising“ überwunden waren, führte der Weg für Silber steil aufwärts. Dabei fällt auf, dass Silber, wenn man sich der Entwicklung am Aktienmarkt entsinnt, nicht bei fallenden, sondern bei steigenden Aktienmärkten stieg. Auch das sollte deutlich machen, dass die angebliche Funktion der Edelmetalle als „sicherer Hafen“ nicht zwingend gilt, da viele Akteure auch rein charttechnisch agieren und man daher zwar besonders gute Chancen auf die Fortsetzung des Aufwärtstrends bei Silber hätte, wenn die oben erwähnten Hauptrisiken Inflation und verflachendes Wachstum greifen sollten. Aber auch, wenn sich alles zum Besten wendet, müssen die Bären bei Silber nicht zwingend gewinnen. Die Charttechnik ist am Ende der entscheidende Wegweiser!

Seit diesem immensen Rallye-Impuls des Jahres 2020 bewegt sich der Silberpreis in einer breiten Handelsspanne volatil seitwärts. Nachdem es Anfang 2021 nicht gelang, das Hoch des Jahres 2020 zu überwinden, fiel der Kurs zurück, verteidigte seither aber mehrfach die wichtige Unterstützungszone zwischen 21,15 und 21,40 US-Dollar. Der nachfolgende, ganz langfristige Chart auf Monatsbasis zeigt, wo wir da im übergeordneten Kontext stehen:

Silberpreis Prognose: Langfristige Entwicklung des Silberpreises von 2011 bis 2022 | Online Broker LYNX

Noch hat sich der Silberpreis nicht von dieser langfristig wichtigen Unterstützungszone nach oben absetzen können. Aber sollte das Umfeld für „sichere Häfen“ weiterhin passen und der Kurs den Widerstandsbereich um 30 US-Dollar nach oben durchbrechen, wäre die Chance, dass sich das Edelmetall zügig in Richtung der nächsten, charttechnischen Zielzone im Bereich 35,50/37,50 US-Dollar orientiert, greifbar.

Doch wie vorstehend schon betont, handeln die meisten Investoren oft emotional, beurteilen die Rahmenbedingungen sehr subjektiv. Silber hat alle Chancen, in diesem Jahr 2022 massiv durchzustarten, aber so ideal diese Faktoren Inflation, steigende Zinsen, instabiles Wachstum und kritische geopolitische Lage dafür auch sind: Die Investoren müssten darauf eben auch zu Gunsten einer Umschichtung in Silber reagieren. Es wäre daher unbedingt ratsam, ein bullisches Szenario erst umzusetzen, wenn es sich im Chart auch wirklich widerspiegelt!

Wie ließe sich Silber am besten traden?

Betrachtet man sich im folgenden Chart den Kursverlauf auf Tagesbasis, so stellt man fest, dass man da mit klassischen Trendlinien oder Widerstands- und Unterstützungslinien nicht allzu weit kommt. Mit diesen typischen charttechnischen Instrumenten lässt sich Silber auf mittelfristiger Ebene gut, auf kurzfristiger Ebene aber weniger gut greifen. Die Lösung?

Silberpreis Prognose: Kurzfristige Entwicklung des Silberpreises von November 2020 bis Februar 2022 | Online Broker LYNX

Dafür ließe sich ein Blick auf die gleitenden Durchschnitte werfen. Sie glätten Trends und sind oft ebenso „Trigger“ für Käufe und Verkäufe von Tradern wie klassische Wendepunkte im Kursverlauf. Hier ein allgemeines Beispiel im Chart, wie sich z.B. Überkreuzungen (Crossover) für Long- und Short-Trades nutzen ließen. Da lohnt sich das Ausprobieren, wichtig ist, dass man als Trader eine Vorgehensweise erarbeitet, die dem eigenen Trading-Stil entspricht.

Silber-Aktien: Für erfahrene Trader hochinteressant!

Ebenso wie bei Gold und anderen Edelmetallen sind Aktien der Unternehmen, die das Edelmetall fördern und/oder weiterverarbeiten eine hochinteressante Investment-Idee für risikofreudige Anleger. Risikofreudig und erfahren sollte man da aber schon sein, denn diese Aktien sind oft noch volatiler als der Silberpreis selbst. Der Grund:

Hier schlagen auch kleinere Veränderungen im Preis pro Feinunze stark auf die Gewinne durch, weil man da die Förderkosten abziehen muss. Angenommen, eine Silbermine hätte Förderkosten von 12 US-Dollar pro Feinunze, würde ein Kursanstieg des Silbers von 15 auf 18 US-Dollar die Gewinnspanne glatt verdoppeln, während dieser Anstieg im Silberkurs selbst nur 20 Prozent ausmacht.

Interessante Silber-Aktien und weitere Informationen zum Thema finden Sie in diesem Artikel: „Die besten Silber-Aktien 2022“.

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Fazit: „Augen auf“ schlägt jede langfristige Silberpreis-Prognose

Silber ist nach Jahren eines trüben Daseins als Mauerblümchen wieder im Rampenlicht angekommen. Ob dieses Comeback bald dazu führen wird, dass der Kurs in eine Super-Hausse übergeht, wie wir sie in den Jahren 2009 bis 2011 erlebt haben?

Unsere Silber-Analyse hat dargelegt, dass das von einer ganzen Reihe für sich genommen nicht sicher absehbarer Faktoren abhängen wird. Die Geopolitik, die Zinspolitik der Notenbanken, die Inflation und die Auswirkungen dieser drei Faktoren auf das weltweite Wachstum: All diese Aspekte spielen eine Rolle, werden von den Investoren (meist subjektiv) bewertet und werden dann, zusammen mit der charttechnischen Entwicklung des Silberpreises, in neue, lukrative Trends münden.

Dem Kurspotenzial wären, wenn Emotionen, Charttechnik und Rahmenbedingungen einheitlich in eine Richtung weisen, weder nach oben noch nach unten Grenzen gesetzt, das hat der Silberpreis in den vergangenen Jahren bewiesen. Wir raten daher dazu, das Geschehen immer mit einem Auge zu verfolgen, um konsequent anhand charttechnischer Signale Chancen zu nutzen, von denen Silber auch in den kommenden Jahren zweifellos eine ganze Reihe zu bieten haben wird!

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