Die besten Gold Aktien + Goldpreisprognose 2019 | LYNX Online Broker

Wie könnte sich der Goldpreis 2020 entwickeln?

Rund +21% legte der Goldpreis im Jahr 2019 auf USD-Basis zu und konnte damit nach einer längeren Durststrecke endlich wieder einmal glänzen. Die erfreuliche Performance hatte mehrere Gründe. Zum einen vergrößerten sich durch den Handelsstreit zwischen den USA und China wirtschaftliche und politische Unsicherheiten und zum anderen nahmen die Spannungen im Nahen Osten, vor allem im Iran stark zu. Auch die physische Nachfrage nach Goldmünzen und Goldbarren zog wieder an. Das hatte sicher auch mit dem zunehmenden Druck auf die US-Zinsen zu tun, denn je niedriger der Realzins, desto lukrativer sind Goldinvestments.

Zentralbankkäufe ziehen enorm an

Ab dem Jahr 2018 gab es bei den Zentralbanken einen Stimmungswandel. In dem Jahr sind die Netto-Goldkäufe der Zentralbanken laut World Gold Council (WGC) um +74% auf 651 Tonnen gestiegen und haben somit den stärksten Zuwachs seit 2015 verzeichnet. Auch 2019 hielten die Käufe der Notenbanken weiter an. Vor allem die türkische und die russische Zentralbank deckten sich massiv mit Gold ein, aber auch aus Polen, China, Kasachstan und Indien wurden hohe Zukäufe vermeldet. Zentralbanken gehören mit einem Gesamtbestand von mehr als 34.000 Tonnen zu den größten Goldeigentümern der Welt. Goldexperten erwarten, dass vor allem die Zentralbanken der Schwellenländer ihre Goldbestände weiterhin massiv aufstocken werden.

Das steigende Preisniveau verleitete aber auch wieder mehr Anleger zu Goldkäufen. Denn auch die Nachfrage nach Anlagegold wuchs 2019 deutlich. Ende 2019 wurde beispielsweise in Deutschland ein regelrechter Ansturm auf Gold verzeichnet, vor Goldläden bildeten sich lange Schlangen. Dies war jedoch auch auf eine Geldwäschegesetz Verschärfung zurückzuführen. Zum 1.1.2020 wurde die Obergrenze für anonymen Goldkauf hierzulande von 10.000 Euro auf 2.000 Euro herabgesetzt. Ein weiterer Faktor, der die Attraktivität von Gold erhöht, sind die Negativzinsen, die immer mehr Banken von Kunden mit großen Einlagen verlangen. Anfang 2020 kam die Coronavirus-Krise als weiterer wirtschaftlicher Unsicherheitsfaktor hinzu. Aufgrund der Krisenlage, der wieder anziehenden Anlegernachfrage, sowie der massiven Zentralbankkäufe sollte die Preisentwicklung 2020 in Summe positiv ausfallen.

Goldpreis-Chart: Neuer Aufwärtstrend gestartet

Werfen wir einen Blick auf den längerfristigen Gold-Chart. Nach der Finanzkrise im Jahr 2008 war der Preis einer Unze Feingold von etwas über 700 USD regelrecht auf ein Allzeithoch von 1.900 USD explodiert. Danach wurde jedoch ein Großteil der Gewinne wieder abgegeben.

Die besten Gold Aktien: Entwicklung des Goldpreises seit Mai 2010 | Online Broker LYNXSeit Mitte 2013 bewegte sich das gelbe Edelmetall in einer Seitwärtsspanne zwischen 1.050 USD und 1.400 USD. Ein wichtiges Widerstandslevel lag im Bereich 1.350 USD bis 1.375 USD, wo sich die Hochpunkte der letzten fünf Jahre befanden. Mitte 2019 brach der Goldpreis nach oben aus der Seitwärts-Konsolidierung aus. Dadurch etablierte sich ein neuer mittelfristiger Aufwärtstrend im Chart des Edelmetalls. Dieser sollte auch im Jahr 2020 intakt bleiben. Ein nochmaliger Test der Ausbruchsmarke bei 1.375 USD ist dabei jedoch nicht ausgeschlossen.

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Der Einfluss des Realzinses auf die Goldpreis-Entwicklung

Die Aussichten für das gelbe Edelmetall sind vor allem dann glänzend, wenn der Realzins negativ ist oder sich zumindest verringert. Denn wenn sich die Inflationsrate über das Zinsniveau bewegt, verlieren Festgeld-Anlagen gemessen in Kaufkraft an Wert. Gold hingegen rückt in einem solchen Umfeld als Sachwert und einzige Anlageklasse ohne Verzinsung verstärkt in den Anleger-Fokus. Umgekehrt erfährt der Goldmarkt vor allem dann Verkaufsdruck, wenn die Realzinsen in USD steigen und Goldbesitzern somit Opportunitätskosten in Form entgangener Zinseinnahmen bescheren. Auch wenn das Zinsniveau langsamer steigt als die Inflationsrate, gewinnt Gold aus Investorensicht zunehmend an Attraktivität. Da die Zinsen im Zuge der Coronavirus-Krise weltweit abermals unter Druck gerieten und auch in den USA auf die Null-Prozent-Marke gesenkt wurden, ist Gold aus Anlegersicht derzeit relativ interessant.

Gold-Sentiment relativ negativ

Bis Mitte 2019 standen beispielsweise Aktien wesentlich mehr im Rampenlicht. An der Börse wurden die Anlagetrends eher von Themen wie Blockchain, Lithium, Marihuana, Computerchips und künstlicher Intelligenz bestimmt, als von Edelmetallen. Mit Ausnahme von eingefleischten Goldfans, sog. „Goldbugs“, wurde Gold vom Anlegervolk für einige Jahre links liegen gelassen. Doch das zuvor negative Sentiment änderte sich schrittweise und Gold-Investments erwiesen sich für smarte Investoren im Jahr 2019 als gewinnbringende Spekulation. Diese Entwicklung könnte auch 2020 weiter anhalten.

Goldpreis-Ausblick 2020: Wird das Allzeithoch des Jahrs 2008 anvisiert?

Alles in Allem sind die Aussichten für einen weiteren Goldpreisanstieg sehr gut. Aus fundamentaler Sicht haben sich die Rahmenbedingungen für die Anlageklasse Gold bereits im Jahr 2019 deutlich aufgehellt: Neben den wieder anziehenden Zentralbankkäufen sorgen Faktoren wie steigende Inflationsraten und (geo)politische Risiken (Stichwort Handelskrieg, Spannungen im Nahen Osten) für eine positive Goldpreis-Prognose. Dazu kam kürzlich auch die Corona-Virus-Krise, welche sich wie ein Meteoriteneinschlag auf die Weltwirtschaft auswirkte. Aus charttechnischer Sicht sind die Ampeln seit dem Überschreiten der Marke von 1.375 USD auf Grün. Diese Marke könnte zwar durchaus nochmal getestet werden, längerfristig betrachtet könnte der Goldpreis aber durchaus das Allzeithoch aus dem Jahr 2008 bei ca. 1.920 USD anvisieren.

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Die besten Gold Aktien 2020

Für Anleger gibt es zahlreiche Möglichkeiten, um von einem neuen Aufwärtstrend des wertvollen Rohstoffs zu profitieren: Physisch in Form von Goldbarren und Goldmünzen oder über Gold-Zertifikate, Gold-Fonds und Gold ETFs. Am besten legen Sie sich jedoch zwei bis drei besonders starke Goldaktien ins Depot, denn diese versprechen bei steigenden Goldnotierungen aufgrund der meist relativ stabilen Produktionskosten einen Gewinnhebel. Die drei nachfolgend ausgewählten Gold-Unternehmen haben das Potential zu den Gewinneraktien des Jahres 2019 zu gehören.

Royal Gold: Geniales Geschäftsmodell

Statt selbst kostenintensiv Exploration zu betreiben, vergibt der an der NASDAQ notierte US-Edelmetallkonzern Royal Gold (ISIN: US7802871084 – Symbol: RGLD – Währung: USD) als „Streaming & Royalty Company“ Bergbau-Konzessionen an Minenbetreiber und unterstützt diese zudem bei der Finanzierung ihrer Projekte.

Beteiligungen an 40 produzierenden Minen

Im Gegenzug partizipiert Royal Gold direkt am Erfolg der Minenbetreiber. Das Unternehmen wird entweder in einem festen Verhältnis an den Einnahmen beteiligt (sog. Royalities) oder darf das geförderte Edelmetall später zu besonders günstigen Preisen kaufen (sog. Streaming). Royal Gold bezahlt bei einem seiner größten Projekte, dem Berg Milligan in Kanada beispielsweise nur 435 USD pro Unze Gold. Der aktuelle Gold-Preis liegt mit ungefähr 1.600 USD fast viermal so hoch. Royal Gold verdient mit diesem Geschäftsmodell also prächtig. Interessant an dieser smarten Strategie ist auch, dass das Unternehmen nicht vom Erfolg einer oder weniger Minen abhängig ist. Vielmehr erzielt Royal Gold mittlerweile Einnahmen aus bereits 40 produzierenden Goldminen weltweit. Weitere 18 Minen befinden sich in der Entwicklungsphase und darüber hinaus ist Royal Gold an über 130 weiteren Rohstoffprojekten auf sechs Kontinenten beteiligt, die sich in den Stadien Exploration und Evaluierung befinden.

Ein weiterer klarer Vorteil ist es, dass im Vergleich zu Goldproduzenten kaum Mitarbeiter benötigt werden. So beschäftigt das Unternehmen gerade mal 23 Mitarbeiter, die sich um die Beteiligungen kümmern. Der Produzent Newmont Mining kommt hingegen auf knapp 40.000 Mitarbeiter.

Seit 2001 jährliche Dividendenerhöhungen

Besonders hervorzuheben ist, dass Royal Gold die Dividende trotz der heftigen Preisschwankungen auf dem Rohstoffmarkt seit mittlerweile 19 Jahren in Folge (!) angehoben hat. Zuletzt wurde die Jahresdividende von 1,06 USD auf 1,12 USD erhöht. Ausgezahlt werden die Dividenden, wie in den USA üblich, quartalsweise. Die stetigen Dividendenanhebungen sind nur deshalb möglich, weil in Zeiten niedriger Edelmetallpreise besonders lukrative Royality & Streaming-Deals mit den Bergbau-Unternehmen abgeschlossen werden können. Royal Gold profitiert daher auch von Zeiten mit fallenden Edelmetallpreisen.

Beeindruckend: 25% Umsatzwachstum über 10 Jahre

In den letzten 10 Jahren lag die durchschnittliche Wachstumsrate beim Umsatz bei 25% und der operative Cashflow legte im Schnitt um 27% zu. Im vergangenen Geschäftsjahr 2018/19 wurde ein Ergebnis je Aktie von 1,43 USD erzielt. Im laufenden Geschäftsjahr 2019/20 werden von Analysten bereits +83% mehr, genauer gesagt 2,61 USD Gewinn je Aktie erwartet. Im kommenden Jahr 2020/21 sollen es dann 2,89 USD pro Anteilsschein sein. Eventuell weiter steigende Goldpreise sind hierbei jedoch noch nicht einberechnet und würden sich als Gewinnhebel überproportional positiv auswirken.

Rücksetzer kann für Einstiege genutzt werden

Royal Gold ist bei einem Aktienkurs von 93 USD mit ca. 6 Mrd. USD Marktkapitalisierung ein mittelgroßes Edelmetall-Unternehmen, das mit einem hervorragenden Management und einem einzigartigen Geschäftsmodell fast jedes Jahr Gewinnsteigerungen erzielt. Besonders hervorzuheben ist die große Diversifizierung mit Beteiligungen an rund 40 produzierenden Minen weltweit. Dies macht die Aktie auch für etwas konservativere Anleger interessant.

Die besten Gold Aktien: Entwicklung der Royal Gold Inc Aktie | Online Broker LYNXNach neuen Allzeithochs Mitte 2019 kam der Aktienkurs seit Sommer 2019 deutlich unter Druck und auch der Coronavirus-Crash verschonte die Aktie nicht. Zwischenzeitlich fiel der Wert von knapp 139 USD bis auf ca. 60 USD, bevor eine starke Gegenbewegung einsetzte. Mit aktuell 93 USD ist die Aktie jedoch weiterhin deutlich unter dem Allzeithoch. Langfristig orientierte Anleger können den Rücksetzer zum Einstieg nutzen. Ein Investment in die Royal Gold Aktie im Bereich von 80 bis 90 USD könnte sich bezahlt machen.

Kirkland Lake Gold: Klein aber fein

Der Goldproduzent Kirkland Lake Gold (ISIN: CA49741E1007 – Symbol: KL – Währung: USD) ist im Jahr 2016 aus dem Zusammenschluss dreier kleinerer Goldunternehmen hervorgegangen: Kirkland Lake Gold, St Andrew Goldfields und Newmarket Gold. Das Unternehmen, in dessen Aufsichtsrat der Milliardär und weltweit anerkannte Rohstoffinvestor Eric Sprott sitzt, verfügt über mehrere sehr lukrative Goldminenprojekte in Kanada und Australien. Seit der Erstempfehlung im Januar 2018 bei 15,50 USD konnte die Aktie im Hoch bereits um +229% auf 51 USD zulegen.

Zwei hochprofitable Goldminen bilden das Rückgrat des Goldkonzerns

Die Goldproduktion des mit rund 6,6 Mrd. USD Marktkapitalisierung bereits mittelgroßen Goldminen-Unternehmens stammt bislang vor allem aus zwei hochgradigen und gleichzeitig extrem kostengünstig operierenden Goldabbau-Projekten: Die Macassa Mine im Nordosten von Ontario und die Fosterville Mine im Bundesstaat Victoria in Australien. Diese beiden qualitativ hochwertigen Goldminen sind die Cashcows des Konzerns, die zu durchschnittlichen Cash Kosten von 284 USD und Gesamtkosten von 564 USD je Unze operieren. In der Branche absolute Spitzenwerte. Daneben verfügt der Konzern in Ontario noch über zwei weitere produzierende Minen. Die Minen Taylor und Holt steuern zusammen knapp ein Fünftel der Produktion bei. Darüber hinaus verfügt Kirkland Lake Gold über etliche weitere aussichtsreiche Goldprojekte in der Erschließungsphase.

Übernahme von Detour Gold für 3 Mrd. USD

Mit der Ende 2019 abgeschlossenen Übernahme von Dertour Gold wurde eine dritte produzierende Mine erworben, die jährlich rund 600.000 Unzen Gold zur Gesamtproduktion beisteuern soll. Der Kaufpreis in eigenen Aktien lag bei 3 Mrd. USD und erfolgte mit einer Prämie von 24% auf den Börsenkurs des kleineren kanadischen Rivalen. Dertour-Aktionäre erhielten 0,43 Kirkland-Aktien für eine Dertour Aktie. An der Börse kam dies erst einmal nicht so gut an, der Aktienkurs von Kirkland verlor nach der Übernahmemeldung zweistellig. Die Übernahme soll aber immerhin Kosteneinsparungen von 75 bis 100 CAD im Jahr bringen.

Produktions- und Dividendensteigerung im Jahr 2019

Für das Jahr 2019 meldete das kanadische Unternehmen eine Goldproduktion von 975.000 Goldunzen. Damit lag Kirkland Lake Gold im selbst gesteckten Förderziel-Korridor von 950.000 bis 1.000.000 Unzen. Im Jahresvergleich konnte die Produktion damit um hervorragende +35% gesteigert werden.

Die Gewinnsteigerung lag im vergangenen Jahr 2019 bei beeindruckenden +111%, pro Aktie wurden 2,74 USD verdient. Der frei verfügbare Cashflow lag bei 463 Mio. USD, so dass genügend Kapital für neue Projekte in die Kasse gespült wird. Nicht zuletzt aufgrund dieser positiven Entwicklung wurde die Quartalsdividende kürzlich von 0,06 CAD auf 0,125 USD verdoppelt, annualisiert beträgt die Dividende damit 0,50 USD. Außerdem läuft ein Aktienrückkaufprogramm in dessen Rahmen bereits 10 Mio. eigene Aktien aufgekauft wurden. Weitere 10 Mio. Aktien sollen in den kommenden 12 bis 24 Monaten zurückgekauft werden. Auch für 2020 sind die Aussichten sehr positiv. Das Unternehmen stellte für das Jahr 2020 kürzlich eine erneute Produktionssteigerung auf bis zu 1,5 Mio. Unzen Gold in Aussicht.  Die Steigerung beruht allerdings im Wesentlichen auf die Dertour-Übernahme.

Weiterhin etwas spekulativere Wette auf steigende Goldpreise

Die Aktie, die erst seit August 2017 an der New Yorker Börse notiert ist, hat nicht ohne Grund die höchste Gewichtung im Best of Gold Miners Index. Der Kirkland-Aktienkurs hat seinen mehrjährigen Aufwärtstrend Ende 2019 verlassen und fiel im Zuge des Corona-Crashs bis auf 18 USD. Von dort erfolgte eine Erholung auf aktuell 31 USD.

Die besten Gold Aktien: Entwicklung der Kirkland Lake Gold Ltd Aktie | Online Broker LYNXDie Aktie steht als Branchenprimus aber weiterhin stark im Fokus von Großanlegern. Der Anteil, der von Großanlegern wie Fonds und Investmentgesellschaften gehalten wird, stieg in den vergangenen acht Quartalen kontinuierlich an. Bei einem aktuellen Aktienkurs von 31 USD mit 6,6 Mrd. USD Marktkapitalisierung ist Kirkland Lake Gold mittlerweile nicht mehr unter den kleinen Playern. Dennoch ist die Aktie im Vergleich zu den anderen beiden vorgestellten Goldwerten möglicherweise ein etwas spekulativeres Investment. Dafür winken im Erfolgsfall jedoch auch weiterhin höhere Gewinnaussichten. Neben steigenden Goldnotierungen könnten auch weitere positiv überraschende Unternehmensmeldungen zu stattlichen Kursgewinnen und einer weiteren Fortsetzung des Aufwärtstrends führen.

Agnico Eagle Mines

Genau wie Kirkland Lake Gold hat auch Agnico Eagle Mines (ISIN: CA0084741085 – Symbol: AEM – Währung: USD) seinen Hauptsitz im kanadischen Toronto. Der Name des bereits im Jahr 1957 gegründeten Unternehmens Agnico ist ein Akronym und besteht aus den Elementsymbolen für Silber (Ag), Nickel (Ni) und Cobalt (Co). Heute ist Agnico Eagle jedoch ein Goldproduzent mit bereits acht produzierenden Minen in Kanada, Finnland und Mexiko. In diesen Ländern, sowie in den USA und Schweden befinden sich weitere spannende Goldprojekte in der Explorations- und Entwicklungsphase. Agnico Eagle steht eigenen Angaben zufolge für kostengünstigen, sicheren und verantwortungsbewussten Bergbau.

Erwartete Produktionssteigerung auf 2 Mio. Unzen im Jahr 2021

Mit insgesamt acht relativ kostengünstig produzierenden Goldminen ist Agnico Eagle im Vergleich zu ähnlich großen Goldproduzenten relativ breit aufgestellt. Durch Produktionssteigerungen, sowie die bevorstehende Produktionsaufnahme von mindestens drei weiteren Minen, soll das Produktionsvolumen von 1,78 Mio. Unzen im Jahr 2019 auf 1,88 Mio. Unzen (+/- 0,04 Mio. Unzen) im Jahr 2020 und 2,05 Mio. Unzen im Jahr 2021 gesteigert werden. Der durchschnittliche Goldgehalt liegt bei den Förderprojekten des Konzerns mit 2,4 Gramm je Tonne doppelt so hoch wie der Branchenschnitt von 1,2 Gramm je Tonne. Unter anderem deshalb kann das Unternehmen Gold zu vergleichsweise niedrigen Kosten abbauen.

Niedrige Produktionskosten pro Unze sorgen für Gewinnpuffer

Die profitabelste Mine des Unternehmens ist die bereits seit 1988 in Betrieb befindliche LaRonde Mine in Quebec, eine der größten Goldlagerstätten in Kanada. Die Mine steuerte bei reinen Produktionskosten je Unze von gerade mal 502 USD im Jahr 2019 rund 403.000 Unzen zur Gesamtproduktion von 1,88 Mio. Goldunzen bei. Werden alle Minen betrachtet, so kostet Agnico die reine Goldförderung pro Unze aktuell ca. 673 USD. Auch die Gesamtkosten bewegen sich bei Agnico mit 975 bis 1.025 USD in einem vergleichsweise niedrigen Bereich. Dies verschafft dem Unternehmen bei aktuellen Goldpreisen von über 1.600 USD einen komfortablen Gewinnpuffer. Agnico Eagle kann es sich daher im Gegensatz zu vielen Wettbewerbern auch erlauben, grundsätzlich kein Gold vorab d.h. auf Termin zu verkaufen. Goldpreissteigerungen schlagen sich so vollständig und mit entsprechender Hebelwirkung im Gewinn nieder.

Dividende um +14% angehoben

Im Jahr 2019 verzeichnete das Unternehmen einen deutlichen Gewinnanstieg von 0,19 USD pro Aktie auf 0,96 USD. Die hohe Steigerung von +437% beruht allerdings in erster Linie auf nicht cashwirksamen Abschreibungen in Höhe von knapp 400 Mio. USD im Jahr 2018. Aufgrund der insgesamt guten Geschäftsergebnisse wurde beschlossen, die Quartalsdividende um +14% von 0,175 USD je Aktie auf 0,20 USD je Aktie zu erhöhen. Agnico Eagle Mines zahlt seit 1983 durchgehend eine Dividende.

Im Jahr 2019 sorgte die Inbetriebnahme der neuen Minen Meliadine und Amaruq für einen deutlichen Wachstumsschub. Auf der Ergebnisseite erwarten Analysten für dieses Jahr eine Steigerung um +34% auf 1,29 USD Gewinn je Aktie und für 2021 dann nochmal ein deutliches Gewinnwachstum auf 1,73 USD je Aktie.

Erstklassige Goldaktie für mittel- bis langfristig orientierte Goldanleger

Das Unternehmen ist an der NYSE notiert und kommt bei einem aktuellen Aktienkurs von 43 USD auf eine Marktkapitalisierung von etwa 10,5 Mrd. USD. Im vergangenen August war ein Mehrjahres-Hoch von knapp 65 USD erzielt worden, bevor die Aktie in eine Korrektur überging. Im Coronavirus-Crash fiel die Aktie kurzzeitig auf 31 USD, ehe eine deutliche Erholung einsetzte. Der Bergbaukonzern schüttet seit mittlerweile 37 Jahren durchgehend eine Bardividende aus und gehört damit zu den zuverlässigsten Dividendenzahlern. Seit 1998 wurde sowohl der Goldpreis, als auch der Gold- und Silberminen-Index XAU mit einem durchschnittlichen Wertzuwachs der Aktie von ca. +14% pro Jahr deutlich geschlagen.

Die besten Gold Aktien: Entwicklung der Agnico Eagle Mines Ltd Aktie | Online Broker LYNXAgnico Eagle ist auch deshalb beliebt bei den Investoren, weil der Konzern in der Vergangenheit im Gegensatz zu den meisten Konkurrenten, auch bei einem schwächeren Goldpreis nur einen sehr geringen Margenrückgang zu verbuchen hatte. Aufgrund der günstigen Produktionskosten, der geplanten Produktionsausweitung sowie der sehr aktionärsfreundlichen Unternehmenspolitik, könnte Agnico Eagle ein ideales, mittel- bis langfristiges Investment sein, um sich für einen weiteren Goldpreisanstieg im Jahr 2020 zu positionieren.

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Wendelin Probst, Fundamentalanalyst | LYNX Börsenexperten
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