Die besten Gold-Aktien | Online-Broker LYNX

Wie könnte sich der Goldpreis 2022 entwickeln?

Nach Zuwächsen von +18 % im Jahr 2019 und +27 % im Jahr 2020 legte der Goldpreis im Jahr 2021 eine Verschnaufpause ein. Im Jahresverlauf verlor das gelbe Edelmetall in USD gerechnet -5 % an Wert. In Euro gerechnet zeigte sich der Goldpreis stabiler und konnte annähernd +3 % zulegen. Der Goldpreis bewegte sich im Jahresverlauf 2021 in einer relativ engen Spanne zwischen 1.700 USD und 1.900 USD je Feinunze (31,1 Gramm). Die Marke von 2.000 USD, die im Jahr zuvor mit einem neuen Allzeithoch von 2.075 USD erstmals überschritten wurde, blieb unangetastet. Nach der Konsolidierung könnte sich die Aufwärtsbewegung des Goldpreises nun im Jahr 2022 fortsetzen.

Dafür sprechen mehrere Gründe. Zum einen treibt die Corona-Krise weiterhin viele Anleger in den „Sicheren Hafen“ der Gold-Investments. Die Milliarden an Wirtschaftshilfen und die damit einhergehende massive Ausweitung der Geldmenge wirkt ebenso preistreibend, wie Lieferengpässe und Knappheiten in den verschiedensten Industriezweigen. Die daraus resultierende hohe Inflationsrate führt zu negativen Realzinsen, die sich in der Vergangenheit oft als Goldpreis-Katalysator erwiesen haben. Denn je weniger Rendite Zinspapiere abwerfen bzw. umso mehr Geld Anleger damit real verlieren, desto attraktiver sind Gold-Investments. Und das dürfte sich auch bei moderat steigenden Zinsen nicht ändern. Die Chancen stehen also gut, dass Gold und damit auch Gold-Aktien im Jahr 2022 wieder Aufwind bekommen.

Goldkäufe der Zentralbanken ziehen stark an

Nach den historischen Rekordjahren 2018 und 2019, als die Zentralbank-Käufe netto 656 Tonnen beziehungsweise 650 Tonnen Gold erreichten, hatten sich die Nettokäufe im ersten Jahr der Corona-Krise deutlich auf 273 Tonnen verlangsamt. Im Jahr 2021 zogen die Zentralbank-Käufe nach Angaben des World Gold Council wieder deutlich an. Im Verlauf der ersten neun Monate 2021 hatten die Zentralbanken weltweit netto bereits 393 Tonnen Gold gekauft und damit die Käufe des Gesamtjahres 2020 in Höhe von 273 Tonnen bereits deutlich übertroffen. Zu den Käufern zählten beispielsweise die Zentralbanken von Indien, Usbekistan, Kasachstan, Brasilien und Russland. Falls sich der Trend auch im vierten Quartal 2021 fortgesetzt hat, dürften die Goldkäufe der Zentralbanken etwa doppelt so stark ausfallen wie im Vorjahr. Zentralbanken gehören mit einem Gesamtbestand von mehr als 34.000 Tonnen zu den größten Goldeigentümern der Welt. Goldexperten erwarten, dass vor allem die Zentralbanken der Schwellenländer ihre Goldbestände auch im Jahr 2022 weiter aufstocken werden.

Auch die Schmucknachfrage erholte sich im Jahresverlauf 2021 immer mehr. Zuvor konnten oder wollten sich viele Menschen aufgrund der Corona-Krise keinen Goldschmuck zulegen. Dazu kam, dass bedingt durch Lockdown-Maßnahmen weltweit viele Feierlichkeiten wie z.B. große Hochzeitsfeiern verschoben wurden. Die Nachfrage der Schmuckindustrie war daher im Vorjahr 2020 um fast ein Drittel auf ca. 1.327 USD eingebrochen. Auch die industrielle Nachfrage, die im Vorjahr stagnierte, erholte sich im Jahresverlauf 2020

Risk-on: Investoren steigen aus Gold ETFs aus

Trotz des stark steigenden Preisniveaus bauten Anleger ihre Gold Investments im Jahresverlauf 2021 unterm Strich um knapp 185 Tonnen ab. Ein Großteil der Mittelabflüsse entfiel auf die USA. Das lag zum einen daran, dass sich die Nachfrage nach Gold-ETFs im Jahr zuvor krisenbedingt auf 1.200 Tonnen Gold verdreifacht hatte und ein Teil dieser Krisenvorsorge offensichtlich wieder abgebaut wurde. Zum anderen legte der Risiko-Appetit vieler Anleger im Jahresverlauf 2021 wieder deutlich zu, so dass große Kapitalmengen in große Tech-Aktien wie Apple, Microsoft oder Tesla flossen und diesen Werten zu Kursanstiegen verhalfen. Auch durch dieses sogenannte „Risk-On“ Verhalten der Anleger gerieten die börsengehandelten Gold ETFs ins Hintertreffen. Ganz anders jedoch sah die Situation beim Verkauf von Goldmünzen und Goldbarren aus. Bei US-Mint, der staatlichen Münzprägeanstalt der USA wurde bis zum Ende des dritten Quartals die zweithöchste Verkaufsmenge seit dem Jahr 1987 gemeldet. Und auch in Deutschland dürfte der Absatzrekord des Vorjahres in Höhe von 157 Tonnen im Jahr 2021 übertroffen worden sein. Zum Ende des dritten Quartals lagen die physischen Goldverkäufe bei rund 124 Tonnen.

Xetra-Gold Anleihe bei deutschen Anlegern immer beliebter

Auch in Deutschland horten die Anleger immer mehr Gold, so dass sich die für Anleger als „Xetra-Gold“ verwahrten Bestände des Edelmetalls bei der Deutschen Börse in Frankfurt per Ende Dezember 2021 auf einem Rekordhoch von 238 Tonnen befanden. Allein seit Jahresbeginn kamen mehr als 21 Tonnen Xetra-Gold hinzu. Damit belegte Xetra-Gold beim Ranking des World Gold Council für das Jahr 2021 den weltweit zweiten Platz bei den Zuflüssen in Goldfonds/ETCs mit physischer Besicherung. Die Deutsche Börse emittiert Xetra Gold Anleihen (ISIN: DE000A0S9GB0 – WKN: A0S9GB – Symbol: 4GLD – Währung: USD) an Anleger, für die jeweils ein Gramm Gold hinterlegt werden. Aktuell haben die Xetra-Gold Bestände einen Gesamtwert von rund 12 Mrd. Euro. Auch die Börse Stuttgart bietet mit dem „Euwax Gold“ (ISIN: DE000EWG0LD1 – WKN: EWG0LD Symbol: GOLD) ein Wertpapier auf Gold an.

Ein weiterer Faktor, der die Attraktivität von Gold erhöht, sind die Negativzinsen, die viele Banken auf der ganzen Welt weiterhin von Kunden mit großen Einlagen verlangen. Aufgrund der anhaltenden Corona-Krisenlage, der starken Anlegernachfrage nach physischem Gold, sowie der anhaltenden Zentralbankkäufe sollte die Preisentwicklung im Jahr 2022 wieder positiv ausfallen. So geht beispielsweise die Hamburger Privatbank Donner & Reuschel von einem inflationsbedingten Goldpreissprung auf bis zu 2.500 USD je Unze aus.

Goldpreis-Chart: Neue Allzeithochs bestätigen Aufwärtstrend

Werfen wir einen Blick auf den längerfristigen Gold-Chart. Nach der Finanzkrise im Jahr 2008 war der Preis einer Unze Feingold von etwas über 700 USD regelrecht auf ein Allzeithoch von 1.900 USD explodiert. Danach wurde jedoch ein guter Teil der Gewinne wieder abgegeben.

Die besten Gold Aktien: Entwicklung des Goldpreises von 2011 bis 2022 | Online Broker LYNX

Anschließend bewegte sich das gelbe Edelmetall ab 2013 in einer Seitwärtsspanne zwischen 1.050 USD und 1.400 USD. Mitte 2019 brach der Goldpreis nach oben aus der Seitwärts-Konsolidierung aus. Dadurch etablierte sich ein neuer Aufwärtstrend im Chart des Edelmetalls. Dieser sollte auch im Jahr 2022 intakt bleiben. Im besten Fall wird dabei das Hoch des Jahres 2008 nachhaltig überschritten und auch die 2.000 USD-Marke, die im Jahr 2020 mit einem neuen Allzeithoch von ca. 2.075 USD zwischenzeitlich bereits überschritten wurde, nachhaltig geknackt.

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Der Einfluss des Realzinses auf die Goldpreis-Entwicklung

Die Aussichten für das gelbe Edelmetall sind vor allem dann glänzend, wenn der Realzins negativ ist oder sich verringert. Denn wenn sich die Inflationsrate über das Zinsniveau bewegt, verlieren Festgeld-Anlagen gemessen in Kaufkraft an Wert. Gold hingegen rückt in einem solchen Umfeld als Sachwert und einzige Anlageklasse ohne Verzinsung verstärkt in den Anleger-Fokus. Umgekehrt erfährt der Goldmarkt vor allem dann Verkaufsdruck, wenn die Realzinsen in USD steigen und Goldbesitzern somit Opportunitätskosten in Form entgangener Zinseinnahmen entstehen. Auch wenn das Zinsniveau langsamer steigt als die Inflationsrate, gewinnt Gold aus Investorensicht zunehmend an Attraktivität. Da die Zinsen weiterhin extrem niedrig sind, während gleichzeitig die Inflationsdynamik erheblich zugenommen hat, ist Gold aus Anlegersicht derzeit ein sehr interessantes Investment.

Gold-Sentiment noch nicht übermäßig bullisch

Obwohl der Goldpreis seit Mitte 2019 steigt und auch Anleger verstärkt zugreifen, spielt das gelbe Edelmetall beim Anstieg der Asset-Preise bislang eher eine Mitläufer-Rolle und hinkte zuletzt sogar deutlich hinterher. Technologie-Aktien und andere Anlagetrends wie Bitcoin und Co. standen zuletzt wesentlich mehr im Rampenlicht und gaben für längere Zeit den Ton an. Viele Anleger sehen Gold, das physisch gelagert werden muss, als altmodisch an und setzen auf Aktien oder Kryptowährungen. Die allmähliche Entspannung der Corona-Krise sorgte bei Investoren 2021 für Erleichterung – und etwas schwächere Goldpreisnotierungen. Doch die laufende Goldpreis-Korrektur könnte Anlegern eine perfekte Einstiegsgelegenheit für 2022 bescheren.

Goldpreis-Ausblick 2022: Gibt es dieses Jahr neue Goldpreis-Rekorde

Alles in Allem sind die Aussichten und Rahmenbedingungen für einen weiteren Goldpreisanstieg äußerst gut. Im Umfeld einer nun (hoffentlich) abklingenden Corona-Krise ist einer der Hauptfaktoren für weitere Goldpreisanstiege die erheblich gestiegene Inflation bei geringen Realzinsen. Deshalb dürfte vor allem die Nachfrage seitens der Investoren stark bleiben. Aber auch seitens Zentralbanken und Schmuckindustrie dürfte im Jahresverlauf 2022 mit starker Nachfrage zu rechnen sein. Darüber hinaus könnten sich auch (geo)politische Risiken als Preistreiber herausstellen. Positiv könnte sich auch die Tatsache erweisen, dass die meisten Analysten derzeit nur ein geringes Aufwärtspotenzial für Gold sehen. So ermittelte beispielsweise die Euro am Sonntag aus 17 Analysten-Kurszielen von Banken einen relativ moderaten Durchschnittswert von 1.878 USD, was vom aktuellen Kursniveau 1.806 USD nur einem Zuwachs von gerade mal 4 % entsprechen würde. Die Tatsache, dass die wenigsten Experten Gold für das Jahr 2022 auf dem Zettel haben, könnte deutliche Anstiege begünstigen. Aus charttechnischer Sicht sind die Ampeln für den Goldpreis auf Grün. Wichtig ist allerdings, dass möglichst bald das alte Allzeithoch aus dem Jahr 2008 bei ca. 1.920 USD zurückerobert und nachhaltig gehalten wird. Dann dürfte auch das erneute und längerfristige Überschreiten der 2.000 USD-Marke nur noch eine Frage der Zeit sein.

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Die besten Gold Aktien 2022

Für Anleger gibt es zahlreiche Möglichkeiten, um von einem neuen Aufwärtstrend des wertvollen Rohstoffs zu profitieren: Physisch in Form von Goldbarren und Goldmünzen oder über Gold-Zertifikate, goldbesicherte Wertpapiere wie Xetra Gold oder Euwax Gold (siehe oben), Gold-Fonds und Gold ETFs. Am besten legen Sie sich jedoch zwei bis drei besonders starke Goldaktien ins Depot, denn diese versprechen bei steigenden Goldnotierungen aufgrund der meist relativ stabilen Produktionskosten einen Gewinnhebel. In der folgenden Tabelle finden Sie eine Aktien-Liste von zehn Gold-Aktien für 2022. Drei dieser Werte mit außergewöhnlichem Potenzial stellen wir Ihnen im Anschluss vor.

Gold-Aktien-Liste:

Gold AktieISINSymbolWährung
Agnico-Eagle MinesCA0084741085AEMUSD
AngloGold AshantiUS0351282068AUUSD
Barrick GoldCA0679011084GOLDUSD
Franco NevadaCA3518581051FNVUSD
Gold FieldsUS38059T1060GFIUSD
Kinross GoldCA4969024047KGCUSD
NewmontUS6516391066NEMUSD
Royal GoldUS7802871084RGLDUSD
SSR MiningCA7847301032SSRMUSD
Wheaton Precious MetalsCA9628791027WPMUSD

Gold Aktien kaufen: Mit diesen Gold Aktien können Sie vom Aufwärtstrend des Rohstoffs Gold profitieren.

Royal Gold: Geniales Geschäftsmodell

Statt selbst kostenintensiv Exploration zu betreiben, vergibt der an der NASDAQ notierte US-Edelmetallkonzern Royal Gold (ISIN: US7802871084 – Symbol: RGLD – Währung: USD) als „Streaming & Royalty Company“ Bergbau-Konzessionen an Minenbetreiber und unterstützt diese zudem bei der Finanzierung ihrer Projekte.

Beteiligungen an 44 produzierenden Minen

Im Gegenzug partizipiert Royal Gold direkt am Erfolg der Minenbetreiber. Das Unternehmen wird entweder in einem festen Verhältnis an den Einnahmen beteiligt (sog. Royalities) oder darf das geförderte Edelmetall später zu besonders günstigen Preisen kaufen (sog. Streaming). Royal Gold bezahlt bei einem seiner größten Projekte, dem Berg Milligan in Kanada beispielsweise nur 435 USD pro Unze Gold. Der aktuelle Gold-Preis liegt mit ungefähr 1.800 USD mehr als viermal so hoch. Royal Gold verdient mit diesem Geschäftsmodell also prächtig. Das Geschäft von Royal Gold teilt sich zu 69 % in Streams und zu 31 % in Royalties auf. Interessant an dieser smarten Strategie ist auch, dass das Unternehmen nicht vom Erfolg einer oder weniger Minen abhängig ist. Vielmehr erzielt Royal Gold mittlerweile Einnahmen aus bereits 44 produzierenden Goldminen weltweit. Weitere 16 Minen befinden sich in der Entwicklungsphase und darüber hinaus ist Royal Gold an über 130 weiteren Rohstoffprojekten auf sechs Kontinenten beteiligt, die sich in den Stadien Exploration und Evaluierung befinden. Rund 79 % der Produktion entfallen auf Gold, der Rest auf Silber und Kupfer.

Ein weiterer klarer Vorteil des cleveren Geschäftsmodells ist es, dass im Vergleich zu Goldproduzenten kaum Mitarbeiter benötigt werden. So beschäftigt das Unternehmen gerade mal etwas mehr als 28 hochqualifizierte Mitarbeiter, die sich in insgesamt nur vier Büros um die Beteiligungen kümmern. Der Goldproduzent Newmont Mining beispielsweise kommt hingegen auf knapp 40.000 Mitarbeiter.

Seit 2001 jährliche Dividendenerhöhungen

Besonders hervorzuheben ist, dass Royal Gold die Dividende trotz der heftigen Preisschwankungen auf dem Rohstoffmarkt seit mittlerweile 21 Jahren in Folge (!) angehoben hat. Zuletzt wurde die Jahresdividende von 1,20 USD auf 1,40 USD erhöht. Das durchschnittliche jährliche Dividendenwachstum seit dem Jahr 2001 beträgt beachtliche 15 %. Ausgezahlt werden die Dividenden, wie in den USA üblich, quartalsweise, entsprechend gibt es für die Aktionäre derzeit alle drei Monate 0,35 USD. Die stetigen Dividendenanhebungen sind nur deshalb möglich, weil in Zeiten niedriger Edelmetallpreise besonders lukrative Royality & Streaming-Deals mit den Bergbau-Unternehmen abgeschlossen werden können. Royal Gold profitiert daher auch von Zeiten mit fallenden Edelmetallpreisen.

Beeindruckend: 15 % Umsatzwachstum p.a. über 14 Jahre

In den letzten 14 Jahren lag die durchschnittliche Wachstumsrate beim Umsatz bei beeindruckenden 15 %. Im vergangenen Geschäftsjahr 2020/21 wurde bei einem Umsatzanstieg von +23,5 % von 499 Mio. USD auf 616 Mio. USD ein (verwässertes) Ergebnis je Aktie von 4,60 USD erzielt. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahresergebnis in Höhe von 3,03 USD je Aktie einer Steigerung um satte +52 %. Im laufenden Geschäftsjahr 2021/22 werden von Analysten bei einem Umsatz in Höhe von 702 Mio. USD (+14 %)  ca. 4,19 USD Gewinn je Aktie erwartet. Eventuell weiter steigende Goldpreise sind hierbei jedoch noch nicht einberechnet und würden sich als Gewinnhebel überproportional positiv auswirken.

Rücksetzer kann für Einstiege genutzt werden

Die besten Gold Aktien: Kursentwicklung der Royal Gold Inc Aktie von Januar 2019 bis Januar 2022 | Online Broker LYNX

Royal Gold ist bei einem Aktienkurs von 103 USD mit ca. 6,8 Mrd. USD Marktkapitalisierung ein noch relativ kleines Edelmetall-Unternehmen, das mit einem hervorragenden Management und einem einzigartigen Geschäftsmodell fast jedes Jahr Gewinnsteigerungen erzielt. Besonders hervorzuheben ist die große Diversifizierung mit Beteiligungen an rund 44 produzierenden Minen weltweit. Dies macht die Aktie auch für etwas konservativere Anleger interessant.

Der Goldpreisanstieg im Sommer 2020 hatte den Aktienkurs von Royal Gold auf neue Höchstkurse von mehr als 147 USD getrieben. Danach folgte parallel zur Goldpreis-Korrektur eine Korrekturbewegung. Dass diese etwas stärker ausfiel als bei anderen Goldaktien liegt sicherlich auch daran, dass die Goldproduktion im Jahr 2020 – nicht zuletzt bedingt durch Corona-Lockdowns – in der Summe aller Projekte hinter den Erwartungen zurückblieb. Mit aktuell 103 USD notiert die Aktie wieder sehr deutlich unter dem Allzeithoch. Langfristig orientierte Anleger können den Rücksetzer zum Einstieg nutzen. Ein Investment in die Royal Gold Aktie im Bereich von 95 bis 105 USD könnte sich durchaus bezahlt machen.

Franco Nevada: Beeindruckende Erfolgsgeschichte

Der Rohstoffkonzern Franco Nevada (ISIN: CA3518581051 – Symbol: FNV – Währung: USD), der im Jahr 2007 aus einer Abspaltung von Newmont Mining entstand, hat ein ähnliches Geschäftsmodell wie Royal Gold. Als „Streaming & Royalty Company“ finanziert Franco Nevada in erster Linie Goldminenbetreiber, aber auch Silber-, Öl- und Gasprojekte in Nord-, Mittel- und Südamerika. Im Gegenzug für frühzeitige Investments erhält das Unternehmen – genau wie Royal Gold – entweder eine langfristige Umsatzbeteiligung (Royalities) oder eine bestimmte Menge des geförderten Rohstoffs zu besonders günstigen Preisen (Streaming).

Große Vorteile des Streaming & Royalty Geschäftsmodells

Als Streaming & Royalty Unternehmen beteiligt sich Franco Nevada frühzeitig an etlichen Bergbauprojekten und minimiert so das Gesamtrisiko. „Normale“ Bergbau-Unternehmen hingegen, investieren in einzelne Minen von der Erschließung bis zur Produktion oft etliche hundert Mio. USD und tragen dabei enorme finanzielle Risiken. Nicht selten entstehen dabei hohe ungeplante Kosten, so dass allein deswegen viele Projekte auf halbem Weg zur Produktion scheitern. All das spielt für Franco Nevada kaum eine Rolle und auch die tatsächlichen Produktionskosten interessieren wenig, denn man wird am Umsatz beteiligt und nicht an den Erträgen. Ein weiterer Vorteil des Geschäftsmodells: Da keine eigenen Minen betrieben werden, sind die eigenen Personalkosten äußerst gering. Die Zahl der Mitarbeiter beschränkt sich bei Franco Nevada auf ein überschaubares, eingespieltes Team von insgesamt ca. 34 Bergbauexperten, Verwaltungskräften und Managern.

Erträge aus 112 produzierenden Bergbau- & Rohstoff-Projekten

Das Unternehmen mit Sitz in Toronto ist mittlerweile an 57 produzierenden Edelmetall-Minen, die etwa 83 % des Umsatzes generierten und an 55 Ölproduzenten mit einem Anteil von ca. 17 % am Gesamtumsatz beteiligt. Darüber hinaus hält Franco Nevada Beteiligungen an 42 Bergbauprojekten in fortgeschrittenem Stadium sowie 226 Minen- und 27 Energieprojekten, die sich in der Explorationsphase befinden und zukünftig ebenfalls Einnahmen generieren könnten, sobald die Minenproduktion angelaufen ist. Mittel- bis langfristig plant das Management, rund 80 % der Einnahmen durch Edelmetalle zu generieren und somit den Fokus auf Gold und Silber beizubehalten.

Das Flaggschiff-Projekt des Konzerns: Das Cobre Panama Projekt

Das größte Projekt ist das Cobre Panama Projekt, ein auf 40 Jahre angelegtes Bergbauprojekt in Panama mit einem Investitionsvolumen von 1,4 Mrd. USD. Die Produktion ist bereits erfolgreich angelaufen und spült Einnahmen in die Kasse. Aufgrund des hohen Investments erhält Franco Nevada die geförderten Edelmetalle zu einem äußerst niedrigen Preis von 418 USD je Unze Gold (Goldpreis aktuell ca. 1.800 USD / Unze) und Silber ähnlich billig für 6,27 USD je Unze (Silberpreis aktuell ca. 23 USD / Unze). Für die Minenbetreiber ist dies trotzdem sehr lukrativ, da deren Interesse dem Kupfer als Hauptprodukt aus dem Projekt gilt und Edelmetalle nur als Nebenprodukte anfallen. Neben dem Cobre Panama Projekt hat Franco Nevada mit Anatamina und Antapaccay in Peru, sowie mit Candelaria in Chile noch drei weitere Projekte mit einem Investitionsvolumen von mehr als 0,5 Mrd. USD. Alle diese Projekte produzieren bereits Einnahmen und haben erwartete Laufzeiten von 25 bis 35 Jahren.

Gewinnverdopplung im Jahr 2021 und vierzehn Dividendenerhöhungen in Folge

Der Streaming & Royalty Konzern kann durch das skalierbare Geschäftsmodell aus dem Cashflow heraus in immer neue aussichtsreiche Bergbauprojekte in der Frühphase investieren und an der späteren Minenproduktion partizipieren. Natürlich stellt sich auch das ein oder andere der vielen Projekte als Fehlinvestment heraus, aber das ist einkalkuliert. Die Verluste halten sich jeweils in engen Grenzen, so dass die Rechnung für Franco Nevada unterm Strich immer aufgeht. Im Optimalfall steigen die Vermögenswerte und Einnahmen von Franco Nevada von Jahr zu Jahr an. Genau das ist auch der Fall und so konnte die Dividende seit dem Börsengang im Jahr 2007 vierzehn Mal in Folge von Jahr zu Jahr erhöht werden. Aktuell schüttet das Unternehmen pro Quartal 0,30 USD aus, so dass die Jahresdividende bei 1,20 USD liegt.

Von 2018 bis 2020 steigerte das Unternehmen die Umsätze von 0,65 Mrd. USD auf 1,02 Mrd. USD und verzeichnete dabei ein Gewinnwachstum von 0,75 USD auf 1,71 USD je Aktie. Fürs abgelaufene Geschäftsjahr 2021 rechnen Analysten bei einem Umsatz in Höhe von 1,3 Mrd. USD (+26 %) mit einem Ergebnis von 3,50 USD je Aktie (+105 %). Im Jahr 2022 wird bei stabilen Umsätzen mit einem minimal verbesserten Ergebnis in Höhe von 3,52 USD je Aktie gerechnet.

Attraktive Goldaktie

Die besten Gold Aktien: Kursentwicklung der Franco Nevada Aktie von Januar 2019 bis Januar 2022 | Online Broker LYNX

Ein Gewinnhebel bietet sich bei Franco Nevada dann, wenn sich der Goldpreis im Aufwind befindet. Doch auch fallende Rohstoffpreise bieten Vorteile: In Zeiten, in denen Minenbetreiber knapp bei Kasse sind, kann das Unternehmen ganz besonders günstig Beteiligungen ergattern. Aus diesem Grund dürfte die Erfolgsgeschichte von Franco Nevada noch längst nicht zu Ende sein. Die Aktie des Unternehmens, das bei einem aktuellen Aktienkurs von 136 USD auf eine Bewertung von 26 Mrd. USD kommt, eignet sich für alle Anleger, die in den kommenden Jahren steigende Goldpreise erwarten. Das Allzeithoch aus dem Jahr 2020 bei 166 USD dürfte früher oder später überschritten werden.

Agnico Eagle Mines

Agnico Eagle Mines (ISIN: CA0084741085 – Symbol: AEM – Währung: USD) hat seinen Hauptsitz im kanadischen Toronto. Der Name des bereits im Jahr 1957 gegründeten Unternehmens Agnico ist ein Akronym und besteht aus den Elementsymbolen für Silber (Ag), Nickel (Ni) und Cobalt (Co). Heute ist Agnico Eagle jedoch ein Goldproduzent mit bereits neun produzierenden Minen in Kanada, Finnland und Mexiko. In diesen Ländern, sowie in den USA und Schweden befinden sich weitere spannende Goldprojekte in der Explorations- und Entwicklungsphase. Agnico Eagle steht eigenen Angaben zufolge für kostengünstigen, sicheren und verantwortungsbewussten Bergbau.

Zusammenschluss mit Kirkland Lake Gold: Gesamtproduktion steigt auf 3,5 Mio. Unzen

Durch den kürzlich beschlossenen Zusammenschluss mit dem ebenfalls in Toronto ansässigen Goldproduzenten Kirkland Lake Gold kommen zukünftig drei weitere Goldminen dazu, so dass sich dann insgesamt zwölf relativ kostengünstig produzierende Goldminen im Portfolio des Unternehmens befinden. Damit ist Agnico Eagle im Vergleich zu ähnlich großen Goldproduzenten relativ breit aufgestellt. Die geschätzten Goldreserven des neuen Konzerns belaufen sich auf 48 Mio. Unzen, wovon 32 Mio. Unzen als bestätigt gelten. Um neue Projekte zu finanzieren hat das fusionierte Unternehmen, das den Namen Agnico Eagle Mines beibehält, rund 2,3 Mrd. USD an Barmitteln zur Verfügung. Aktionäre von Kirkland Lake Gold erhalten pro Aktie 0,79 Agnico Eagle Aktien, so dass es sich faktisch eher um eine Übernahme als um eine Fusion handelt. Die Transaktion soll im ersten Quartal 2022 abgeschlossen sein.

Durch die Übernahme von Kirkland Lake Gold, Produktionssteigerungen, sowie die bevorstehende Produktionsaufnahme von weiteren Minen, soll das Produktionsvolumen von 2,05 Mio. Unzen im Jahr 2021 auf knapp 3,5 Mio. Unzen im Jahr 2022 gesteigert werden.

Niedrige Produktionskosten pro Unze sorgen für Gewinnpuffer

Die profitabelste Mine des Unternehmens ist die bereits seit 1988 in Betrieb befindliche LaRonde Mine in Quebec, eine der größten Goldlagerstätten in Kanada. Die Mine steuerte bei reinen Produktionskosten je Unze von gerade mal 498 USD pro Jahr rund 400.000 Unzen zur Gesamtproduktion bei. Werden alle Minen betrachtet, so kostet Agnico die Goldförderung pro Unze (ASIC) nach der Kirkland-Übernahme schätzungsweise 905 USD und liegt damit auch weiterhin in einem vergleichsweise niedrigen Bereich. Dies verschafft dem Unternehmen bei aktuellen Goldpreisen von über 1.800 USD einen komfortablen Gewinnpuffer. Agnico Eagle kann es sich daher im Gegensatz zu vielen Wettbewerbern auch erlauben, grundsätzlich kein Gold vorab d.h. auf Termin zu verkaufen. Goldpreissteigerungen schlagen sich so vollständig und mit entsprechender Hebelwirkung im Gewinn nieder.

Gewinnausschüttung um +75 % angehoben: 2,7 % Dividendenrendite

Das zuletzt nochmals bestätigte Produktionsziel von 2,05 bis 2,10 Mio. Unzen dürfte im Jahr 2021 erreicht worden sein. Im Jahr 2020 wurde ein deutlicher Gewinnanstieg von 0,96 USD pro Aktie auf 1,86 USD erzielt. Die hohe Steigerung von +94 % ist vor allem dem deutlichen Goldpreisanstieg zu verdanken. Aufgrund der insgesamt guten Geschäftsergebnisse wurde die Quartalsdividende zuletzt um +75 % von 0,20 USD je Aktie auf 0,35 USD je Aktie erhöht. Das entspricht einer Jahresdividende von 1,40 USD und auf dem aktuellen Aktienkursniveau von 52 USD einer Dividendenrendite von ca. 2,7 %. Das ist für einen Goldwert ein vergleichsweise hoher Wert. Neben einem um +23 % höheren Umsatz von 3,9 Mrd. USD, erwarten Analysten auf der Ergebnisseite für 2021 eine Steigerung des Gewinns um +29 % auf 2,74 USD je Aktie. Im laufenden Jahr 2022 soll bei 5,3 Mrd. USD Umsatz ein Gewinn von 3,12 USD je Aktie erzielt werden.

Einstiegsgelegenheit: Erstklassige Goldaktie für mittel- bis langfristig orientierte Goldanleger

Die besten Gold Aktien: Kursentwicklung der Agnico Eagle Mines Ltd Aktie von Januar 2019 bis Januar 2022 | Online Broker LYNX

Das Unternehmen ist an der NYSE notiert und kommt bei einem aktuellen Aktienkurs von 52 USD auf eine Marktkapitalisierung von etwa 13 Mrd. USD.  Damit ist die Aktie wieder ein gutes Stück von dem im September 2020 erzielten Allzeithoch von 89,23 USD entfernt. Anschließend gab die Aktie parallel zum Goldpreisrückgang erheblich nach. Der Bergbaukonzern schüttet seit 1983, also mittlerweile seit 39 Jahren durchgehend eine Bardividende aus und gehört damit zu den zuverlässigsten Dividendenzahlern. Seit 1998 wurde sowohl der Goldpreis, als auch der Gold- und Silberminen-Index XAU mit einem durchschnittlichen Wertzuwachs der Aktie von ca. +12 % pro Jahr deutlich geschlagen.

Agnico Eagle war in der Vergangenheit bei den Investoren auch deshalb recht beliebt, weil der Konzern in der Vergangenheit im Gegensatz zu den meisten Konkurrenten, auch bei einem schwächeren Goldpreis nur einen sehr geringen Margenrückgang zu verbuchen hatte. Durch die Fusion mit Kirkland Lake Gold entsteht einer der weltgrößten Goldkonzerne mit vergleichsweise günstigen Produktionskosten. Die deutliche Korrektur des Aktienkurses bietet aus unserer Sicht im Bereich von 50 USD eine hervorragende mittel- bis langfristige Einstiegsgelegenheit, um sich für einen Goldpreisanstieg im Jahr 2022 zu positionieren.

Besten Gold Aktien: Liste nach Performance

Fazit: Gold vor neuen Preisanstiegen im Jahr 2022

Aufgrund der Corona-Krise wurden weltweit immense Milliardensummen in die Wirtschaft gepumpt, um eine gewaltige Pleitewelle zu vermeiden. Die damit verbundene Ausweitung der Geldmenge führte in Kombination mit Lieferengpässen für verschiedenste Wirtschaftsgüter bei fast allen Sachwerten zu deutlichen Preisanstiegen. Die Preise für Aktien, Immobilien oder auch Edelmetalle zogen seit Anfang 2020 stark an. Ab Herbst 2020 setzte bei Gold und Silber jedoch eine Korrekturbewegung ein, die bis heute anhält. Aus dieser gesund wirkenden Konsolidierung heraus könnte sich – unterstützt von inflationären Tendenzen – bald schon ein neuer Aufwärtsschub für das gelbe Edelmetall ergeben. Der längerfristige Aufwärtstrend beim Goldpreis dürfte intakt bleiben und die Wahrscheinlichkeit neuer Höchststände beim Goldpreis ist im Jahr 2022 insgesamt betrachtet recht hoch.

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