Euro/US-Dollar-Prognose 2018

Die Relation des Euro in US-Dollar (Entwicklung Dollarkurs) ist das wichtigste aller Währungspaare. Hier sind die Umsätze am Forex-Markt (deutsch: am Devisenmarkt) mit Abstand am höchsten. Denn das Verhältnis dieser beiden Währungen ist nicht nur für den Welthandel immens wichtig. Es ist auch ein Hebel für die Exportperspektiven Europas und der USA und damit eine potenzielle „Waffe“ der Politik. Zugleich orientiert sich das Währungspaar auch am Niveau der Zinsen in Europa und den USA und an der Stabilität und den Perspektiven der jeweiligen Volkswirtschaft. Wie werden sich diese Faktoren im Jahr 2021 auswirken, wohin führt die Tendenz?

Ein Spiegel des Kampfes um mehr Wachstum: Wo wird der Wechselkurs Euro/US-Dollar Ende 2021 liegen?

Die geopolitischen und konjunkturellen Rahmenbedingungen sind entscheidende Elemente für den Forex-Markt. Das Jahr 2020 brachte in dieser Hinsicht einige Überraschungen, allen voran natürlich die Corona-Problematik. Dabei bedingen Veränderungen der Gemengelage immer auch Reaktionen in anderen Bereichen. Wäre es nicht zu dieser Pandemie gekommen, hätten Regierungen und Notenbanken anders agiert, hätte sich das Wirtschaftswachstum anders entwickelt. Eine Veränderung bedingt immer wieder andere – und erst deren Saldo formt den Trend der Königsklasse des Forex-Markts, der Euro/US-Dollar-Relation. Und es sind die Konsequenzen aus den Verwerfungen, die die Corona-Krise hinsichtlich der bisherigen Wirtschafts- und Fiskalpolitik weltweit erzeugte, die bislang auch das Jahr 2021 dominieren … und weiter dominieren werden.

Auf den massiven Einbruch der weltweiten Wirtschaftsleistung wurde mit einer in ihrer Dimension bislang einmaligen Geldflut reagiert. Doch das Wachstum ist noch keineswegs stabil, ist von diesen Billionen, die in die Wirtschaft gepumpt wurden, abhängig. Und es hat zu Verzerrungen geführt, die jetzt, im Sommer 2021, eine deutlich zu hohe Inflation ausgelöst haben. Bislang verweigern die Notenbanken in Europa ebenso wie in den USA aber Gegenmaßnahmen. Offiziell, weil die Inflation sich von alleine erledigen werde. De facto, weil man weiß, dass man den bis zum Anschlag geöffneten Geldhahn nicht einmal ein wenig zudrehen darf, will man dieses instabile, auf dem billigen Geld abhängige Wachstum nicht eliminieren.

In dieser Gemengelage geht es bei Euro/US-Dollar derzeit vor allem um die Frage: In welche Richtung laufen Zinsen und Wachstum in der Eurozone einerseits und in den USA andererseits?

Die Charttechnik spielt eine entscheidende Rolle!

Natürlich spielt auch die Charttechnik hinsichtlich des Trends eine Rolle, immerhin sind über 90 Prozent aller Transaktionen bei Euro/US-Dollar keine tatsächlichen Währungskäufe auf Basis des Warenflusses, sondern reines Trading. Aber die Trader werden den Vorgaben der Rahmenbedingungen dennoch grundsätzlich folgen, d.h. der Zinsentwicklung und Zinsperspektive einerseits und dem wirtschaftlichen und politischen Umfeld andererseits. Zudem bewegt sich das Trading vor allem auf einer kurzfristigen Zeitebene, so dass die Charttechnik zwar kurzfristig entscheidend sein mag, die vorherrschende Meinung am Devisenmarkt, welche der beiden Währungen die stärkere sein sollte, aber nicht auf den Kopf stellt. Auf die aktuelle charttechnische Situation gehen wir weiter unten noch genauer ein.

Sehen wir uns das mal genauer an, um ausloten zu können, in welche Richtung Euro/US-Dollar bis zum Jahresende 2021 tendieren könnte.

Dollarkurs Prognose: Je höher der Zins, desto stärker die Währung?

Die Logik hinter der Regel „je höher der Zins, desto stärker die Währung“ ist grundsätzlich korrekt. Höhere Zinsen bedeuten, dass die Anleihen dieses Währungsraums mehr Rendite bringen als die anderer Währungsräume. Also werden auch internationale Investoren diese Anleihen vermehrt kaufen. Dazu müssen sie aber zuerst die entsprechende Währung erwerben – und diese höhere Nachfrage stärkt deren Kurs.

Euro-Dollar-Prognose: Vergleich Entwicklung 3-Monats Zins USA und Eurozone von 2014 bis 2021 | Online Broker LYNX

Der vorstehende Chart zeigt die Entwicklung der Zinsen in den USA und der Eurozone anhand des Drei-Monats-Zinses seit Mitte 2014. Sie sehen, dass die Zinsen in den USA und der Eurozone bis Mitte 2014 in etwa gleich, beide auf niedrigstem Niveau, lagen. Dann jedoch begann die Europäische Zentralbank EZB, ihre Anleihekäufe extrem zu forcieren. Der Drei-Monats-Zins in Europa rutschte in negatives Terrain. Und Ende 2015 zog der Drei-Monats-Zins in den USA deutlich an, weil die US-Notenbank deutlich machte, dass die Phase der Niedrigzinsen dort zu Ende geht.

Unter dem Druck nachlassenden Wachstums, das vor allem aufgrund Donald Trumps Handelskrieg mit China immer mehr ins Wanken geriet, begann die US-Notenbank die Leitzinsen zu senken. Und mit dem Ausbruch der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 kam es zu einer rasanten Absenkung des US-Leitzinses auf das Niveau der Niedrigzinsphase der Jahre 2010 bis 2015. Die zuvor große Schere zwischen den Zinsen in den USA und der Eurozone reduzierte sich dadurch rasant, denn in der Eurozone lag der kurzfristige Zins ohnehin bereits im Minus und kam durch die Corona-Krise weit weniger zurück. Diese Entwicklung rapide schwindender Zinsrenditen in den USA drückte 2020 auf den US-Dollar, wodurch der Euro zum US-Dollar deutlich an Stärke gewann.

US-Zinsen runter, Euro/ Dollar rauf – warum?

Aber die Zinsdifferenz ist nur einer von zahlreichen Aspekten, die den Trend der Euro/US-Dollar-Relation beeinflussen. Und wie der vorherige Chart zeigte, lagen die kurzfristigen Zinsen in den USA ja trotz alledem noch relativ deutlich über dem negativen Drei-Monats-Zins der Eurozone. Die Verkleinerung der Zinsschere hätte also keinen vergleichbaren Druck auf den US-Dollar ausüben müssen, wie das bei einer Umkehr der Zinsrelationen der Fall wäre. Und das sehen wir auch in der folgenden Grafik:

Euro-Dollar-Prognose: Entwicklung Dollar Euro Crossrate von 2016 bis 2020 | Online Broker LYNX

Hier sehen Sie das Verhältnis des Euro zum US-Dollar in der umgekehrten Sichtweise, d.h. hier wird abgebildet, wie viel Euro man für einen US-Dollar bezahlen muss. Und man sieht, dass der Wert des US-Dollars zum Euro auch nach der ersten Leitzinssenkung der US-Notenbank im Sommer 2019 noch stieg. Erst, als klar wurde, dass die Corona-Krise ein wirklich immenses Ausmaß annehmen würde, begann der US-Dollar zum Euro ab Mai 2020 markant an Boden zu verlieren. Und einer der entscheidenden Gründe hierfür war nicht die Zinsdifferenz, sondern ein anderer wichtiger Einflussfaktor: die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Politische Stärke zieht Kapital an und stärkt die Währung – wer gewinnt da 2021?

Der Abstieg des US-Dollars und damit die Stärkung des Euro zum US-Dollar hatten im Jahr 2020 vor allem politische Hintergründe. Dabei muss man zwischen gezielt hervorgerufenen und unfreiwilligen Effekten unterscheiden. Letztere dürften dieses Jahr überwogen haben.

Eine starke, wirtschaftsorientierte und konsequente politische Führung bietet den ausländischen Investoren ein ideales Maß an Investitionssicherheit. Gibt es klare Regeln, die das Investitionskapital absichern, investiert man gerne – was die Nachfrage nach der Währung des Investitionsziels natürlich vergrößert.

Normalerweise sind die USA der bisweilen als „Debattierklub“ bezeichneten Eurozone in dieser Hinsicht überlegen. Aber 2020 wankte das Image der USA als starke Wirtschaftsmacht vor allem aufgrund der Unfähigkeit der Trump-Administration, konsequent gegen die Pandemie und ihre wirtschaftlichen Folgen vorzugehen. In Kombination mit der Unberechenbarkeit politischer Entscheidungen (oder deren Ausbleiben) führte dies dazu, dass große, ausländische Investoren ihre Jahrzehnte währende Präferenz zu Gunsten der USA und des US-Dollars hinterfragten. Was mithalf, den Euro zu stärken.

Der vorstehende Chart, der den Wert des US-Dollars zum Euro abbildet, zeigt, dass der Abstieg des „Greenback“ (wie der US-Dollar unter Devisentradern gerne genannt wird) mit der neuen US-Regierung zwar gestoppt wurde. Aber bislang ist das nur eine potenzielle Bodenbildung und kein neuer Aufwärtstrend. Auch, wenn man weltweit der Ansicht ist, dass die USA sich politisch stabilisiert haben, spielt womöglich ein anderer Aspekt eine wichtige Rolle dabei, dass der US-Dollar im Vergleich zu den vergangenen Jahren relativ gedrückt bleibt: die Exportperspektiven.

Jede Regierung wünscht sich eine schwache Währung

Nach außen hin wollen alle Regierungen, dass ihre eigene Währung stark ist. Denn eine beliebte Währung suggeriert: „Wir sind stark, stabil und wachsen, weshalb alle bei uns investieren wollen.“ Was zwar nicht verkehrt ist. Aber wenn es darum geht, stärker zu wachsen als konkurrierende Wirtschaftsräume, muss die Währung schwach sein, gegenüber den Konkurrenzwährungen sinken. Der Grund:

Je schwächer die Währung, desto billiger können die eigenen Unternehmen ihre Waren im Ausland anbieten, was den Umsatz steigert. Oder sie steigern dadurch, wenn sie die Preise konstant lassen, ihren Gewinn. Denn ist die eigene Währung schwach, ist der Erlös in der ausländischen Währung höher, weil die im Wert zur eigenen Währung gestiegen ist.

Zugleich hat die schwache Währung den Vorteil, dass die Waren der „Konkurrenz“ im Ausland tendenziell teurer werden … und im Inland ebenso. Eine schwache Währung stützt den Export und damit das Wachstum und behindert zugleich ausländische Importeure, weil deren Währung teurer wird, im eigenen Land. Konkret hieße das in Bezug auf Euro/US-Dollar:

Wenn der Euro teurer wird, werden auch die aus der Eurozone in die USA importierten Waren teurer – oder aber die Eurozone-Unternehmen halten die Preise, müssen dann aber geringere Gewinnspannen hinnehmen, weil der US-Dollar, den sie beim Verkauf in den USA einnehmen, im Vergleich zum Euro ja billiger, sprich weniger wert wurde. Wir sehen den Effekt in der folgenden Grafik:

Euro-Dollar-Prognose: Vergleich Entwicklung US-Exporte und Währungspaar Euro Dollar von 2009 bis 2021 | Online Broker LYNX

Hier sehen Sie neben der Veränderung der US-Exporte in Milliarden US-Dollar den Wert des US-Dollars im Verhältnis zum Euro (grün), d.h. wenn der Dollar weniger wert wird, fällt die grüne Kurve. Der Zusammenhang zwischen einem schwachen US-Dollar und kräftigem Exportwachstum in den USA ist auffällig. Phasen mit einem stark steigenden US-Dollar wie z.B. im Jahr 2015 hingegen bremsen die US-Exporte aus.

Natürlich hat das Auf und Ab der Exporte noch zahlreiche andere Gründe, aber die eigene Währung zu schwächen, ist definitiv ein wichtiger Vorteil. Was bedeutet: Die Politik kann diesen Aspekt durchaus als „Waffe“ einsetzen! Tut sie das auch?

Währungskriege – offiziell gibt es sie nicht, aber …

Selbstverständlich. Solche Versuche, mit dem Instrument der Währung Konkurrenten in die Knie zu zwingen, gab es schon oft. Unvergessen ist da der jahrelange Währungskrieg der USA gegen Japan in den Neunzigerjahren. Natürlich wird regelmäßig geleugnet, dass man die Währung als politische Waffe missbraucht. Alle wollen schließlich angeblich eine „starke“ Währung, um der eigenen Bevölkerung dadurch zu demonstrieren, dass die eigene Politik erfolgreich ist, und das Land wirtschaftlich prosperiert und alle Welt deswegen dort investieren will.

Aber beispielsweise Anfang 2018 und später während der Corona-Krise im Jahr 2020 wurde sehr deutlich, dass die US-Regierung einen schwachen US-Dollar zum Euro „wünscht“, das ging aus Aussagen von US-Regierungsmitgliedern klar hervor. Und wenn wir uns das ganz langfristige Bild von Euro/US-Dollar auf Monatsbasis ansehen, stellen wir fest:

Euro-Dollar-Prognose: Langfristiger Trend im Währungspaar Euro Dollar von 2008 bis 2021 | Online Broker LYNX

Zwischen dem Amtsantritt von Donald Trump im Januar 2017 und Anfang 2018 war der Euro markant gestiegen, während der US-Dollar immer schwächer wurde. Und das, obwohl die Zinsen in den USA zu dieser Zeit immer höher stiegen und die in der Eurozone nicht. Die vorher jahrelang der Zinsdifferenz folgende Abwärtstendenz des Euro war plötzlich verschwunden.

Kein Zufall, denn die USA wollten ihr Wachstum mit dem schwachen US-Dollar zusätzlich vorantreiben und zugleich die Eurozone als wirtschaftlichen Konkurrenten schwächen. Was nicht nur die Grundidee der von Donald Trump jahrelang vorangetriebenen Handelskonflikte ist. Diese Politik eines nach Möglichkeit schwachen US-Dollars gibt es schon lange. Und auch die Regierung Biden wird das nicht ändern wollen.

Das sehen wir auch in dem vorstehenden, ganz langfristigen Chart ab dem Jahr 2008: Der Euro ist im Vergleich zu den vergangenen Jahren relativ stark, der US-Dollar also eher schwach. Kein Vergleich zu den Levels vor 2014, aber bedenkt man die immensen Differenzen beim Wachstum und dem Zinsniveau, müsste der US-Dollar eigentlich stärker sein.

Aber geht das auch so weiter? Oder wird der US-Dollar seine Bodenbildung vollenden und einen Aufwärtstrend etablieren, sprich die Euro/US-Dollar-Relation wieder fallen? Die bisherigen Fakten haben wir, aber was bringen die kommenden Monate?

Aufwärtswende des Euro zum US-Dollar: Pro und Contra

Sehen wir uns einmal an, welche Aspekte für und welche gegen einen weiteren Anstieg des Euro zum US-Dollar, sprich einen Ausbruch der Euro/US-Dollar-Relation nach oben sprechen würden:

Pro Euro/US-Dollar-Anstieg:

Auch die neue US-Regierung dürfte mittelfristig die Praxis fortsetzen, den Dollar „schwach zu reden“, um der US-Wirtschaft Exportvorteile gegenüber der Eurozone zu ermöglichen.

Die US-Notenbank verweigert trotz einer viel zu hohen Inflationsrate (die aktuellsten Daten zum Juni weisen 5,4 Prozent aus) jegliche Gegenmaßnahmen. Das gibt den Devisentradern eine gewisse Sicherheit, dass mit nennenswert steigenden kurzfristigen Zinsen und einer Beschneidung des auf der massiven Geldflut und Niedrigzinsen basierenden Wachstums vorerst nicht zu rechnen ist.

Contra Euro/US-Dollar-Anstieg

Die neue US-Regierung wird, insbesondere durch die ruhige Art der Politik als Kontrastprogramm zwischen der Wahl im November 2020 und der Vereidigung Bidens im Januar 2021, international als glaubwürdiger angesehen. Das hat das Vertrauen der Investoren in den Dollar-Raum im Jahr 2021 gesteigert und könnte weiterhin positiv für den Greenback und damit negativ für den Euro wirken.

Unter normalen Umständen werden die USA nicht nur als der stärkere Wirtschaftsraum betrachtet, sondern auch als der politisch stabilste Wirtschaftsraum. Bislang bremst dieser Aspekt den US-Dollar noch, denn eher wenige hatten vermutet, dass die Biden-Regierung gegenüber Europa (z.B. in Sachen Nord Stream 2) und vor allem gegenüber China den harten Kurs, den Donald Trump eingeschlagen hatte, fortsetzen würde. Sollte sich die geopolitisch angeschlagene Situation indes beruhigen, könnte das die US-Währung weiter stärken.

Würde es US-Regierung und US-Notenbank gelingen, die Inflationsproblematik in den Griff zu bekommen und das Wachstum zugleich hoch zu halten, wäre das ein entscheidender Pluspunkt für den US-Dollar. Vor allem, wenn zugleich Europa weiterhin ein deutlich zu niedriges Wachstum vorweisen und in Sachen Corona-Problematik nicht überzeugen würde, so dass sich Investoren vom Euro abwenden.

Die charttechnische Situation im Euro Dollar per Ende Juli 2021

Wie eingangs dargelegt, spielt die Charttechnik bei den Trends am Devisenmarkt eine besonders große Rolle, weil der Großteil der Transaktionen auf kurzfristiger Ebene abläuft und rein charttechnisch motiviert ist. Die übergeordnete Tendenz, d.h. die fundamentale Grundlage für eine Richtung, die das Währungspaar Euro/US-Dollar einschlägt, wird dadurch aber nie nachhaltig ausgehebelt. Charttechnische Aspekte können einen solchen Trend nur kurzfristig beschleunigen oder bremsen, nicht aber komplett auf den Kopf stellen. Wie stellt sich die Lage kurz nach der „Halbzeit“ des Jahres 2021 dar?

Euro-Dollar-Prognose: Kurzfristiger Trend im Währungspaar Euro Dollar von April 2020 bis Juli 2021 | Online Broker LYNX

Nach dem starken Aufwärtsimpuls des Euro zwischen März 2020 und Januar 2021 ist die Euro/US-Dollar-Relation jetzt in eine breite, konsolidierende Seitwärtsbewegung übergegangen. Diese stellt ein potenzielles Topp dar und könnte in eine Abwärtswende einmünden, die aber erst dann wirklich als signifikant anzusehen wäre, wenn Euro/US-Dollar den Level von 1,14 US-Dollar pro Euro nach unten durchbrechen sollte.

„Entkommt“ der Euro dieser Toppbildung indes, indem der Kurs über das bisherige Jahreshoch bei 1,2350 US-Dollar steigt, würde die nächste, langfristig bedeutsame Widerstandmarke zwar schon bei 1,2555 US-Dollar warten (siehe der obere, langfristige Chart), aber immerhin wäre das dann die momentan überraschendere Variante, denn ein derart deutlich schwächerer US-Dollar wäre in der aktuellen Gesamtsituation die weniger wahrscheinliche Entwicklung. Aber:

Die Argumente, die für oder gegen einen stärkeren Euro zum US-Dollar sprechen, sind „beweglich“, es kann sich immer wieder eine neue Gemengelage ergeben, so dass kein Szenario wirklich in Stein gemeißelt wäre.

Fazit Dollarkurs Prognose 2020: Folgen Sie konsequent dem Trend!

Derzeit hätte ein stärkerer Euro zwar leichte, argumentative Vorteile, so dass ein Erreichen der ersten, langfristigen charttechnischen Zielzone von 1,2555 US-Dollar pro Euro bis Ende 2021 möglich erscheint. Aber ob es so kommt, ist von so vielen nicht vorhersehbaren Faktoren abhängig, dass man sich darauf keinesfalls festlegen sollte. Sicher ist:

Der Rest des Jahres 2021 wird für die Königsklasse des Devisenmarkts, die Relation des Euro zum US-Dollar, definitiv Hochspannung bieten. Politik, Wirtschaft, Zinsen, die Inflation und auch noch der Faktor des Corona-Virus werden auf dieses Währungspaar einwirken. Aber da keiner dieser Faktoren im Voraus eingrenzbar ist, sollte man sich auch nicht auf eine Prognose versteifen, wo der Kurs von Euro/US-Dollar wohl an Silvester 2021 ankommen wird. Wir meinen:

Folgen Sie konsequent den Trends und achten Sie vor allem derzeit darauf, Ihre Trades der gestiegenen Volatilität, die auch den Forex-Markt erfasst hat, Rechnung zu tragen. Letzten Endes ist es der Kurs allein, der die Quintessenz aus Erwartungen, Vermutungen und Handlungen der Devisentrader ausmacht und somit die unbestechlichste Aussage liefert, in welche Richtung es in diesen kommenden, an Überraschungen und Unvorhersehbarem zweifellos reichen Monaten gehen wird!

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