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Brent Crude Oil Prognose Brent Crude Oil: Diese Reaktion war auffällig

News: Aktuelle Analyse des Brent Crude Oil Futures

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Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Vorherige Analysen des Brent Crude Oil Futures

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 08.03.2026 um 22:22 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Brent Crude Oil war am Freitagabend 50 Prozent teurer als zu Jahresbeginn. Man könnte auf ein baldiges Ende der Kaufwelle hoffen, indem man darauf verweist, dass das Chartbild eine glasklare Fahnenstange ist … die brechen am Ende immer. Die Frage ist nur: wann und wo?

Eine wilde Spekulationswelle in einer Aktie, bei der extrem viele Akteure in kurzer Zeit glauben, zu egal welchem Preis dabei sein zu müssen, und dadurch eine markttechnisch massiv überkaufte Situation auslösen, die mit einer Überbewertung der Aktie einhergeht, das ist ein klassisches Beispiel für eine sogenannte „Fahnenstange“. Die Kurse steigen immer schneller… Und erfahrene Beobachter erkennen: Das wird am Ende dramatisch schiefgehen. Der Kuranstieg wird in dem Moment, in dem die Käufer nur kurzzeitig zu gering an Zahl sind und zu viele im selben Augenblick Kasse machen wollen, noch schneller in sich zusammenfallen, als es zuvor aufwärts ging.

Genauso sieht auch der Chart von Brent Crude Oil – und allen anderen Rohöl-Sorten – derzeit aus. Aber es gibt einen wichtigen Unterschied:

Expertenmeinung: Wir können im Fall dieser Rohöl-Hausse nicht abschätzen, wie groß der Anteil wilder Zockerei einerseits und der unmittelbaren Notwendigkeit andererseits ist. Wenn Letzteres überwiegt, weil viele große Abnehmer momentan Engpässe erwarten (oder schon real haben) und deswegen höchst unfreiwillig die immer höher laufenden Preise bezahlen, um sicherzustellen, dass sie in ausreichender Menge an den Rohstoff kommen, dann wäre die „Fallhöhe“ für Brent Crude entscheidend davon abhängig, ob die Lieferketten halten oder nicht.

Um das abschätzen zu können, müsste man wissen, ob eine sichere Passage durch die Straße von Hormus bald wieder möglich wäre oder das große Volumen, das normalerweise in Sachen Öl und Gas dort durch muss, längere Zeit über die längeren und damit zugleich teureren Ausweichrouten transportiert werden muss. Was man aber nicht weiß. Ebenso wichtig wären Antworten auf die Frage, ob andere Ölförderländer mit in den Konflikt hineingezogen werden und deren Förderung und/oder der Export von Rohöl dadurch beeinträchtigt würden. Und, natürlich, ob große Förderländer außerhalb der Region, wie die USA oder Norwegen, Ausfälle ihrerseits ausgleichen können bzw. wollen und welche Rolle jetzt russisches Öl spielen könnte.

Antworten gibt es bislang auf keine dieser Fragen, auch nicht für diejenigen, die zu diesen dramatisch gestiegenen Preisen tatsächlich ihren Rohölbedarf mit dem hier gezeigten Futures-Liefertermin Mai sichern müssen. Also?

Brent Crude Oil Future: Chart vom 06.03.2026, Kurs 92,40 US-Dollar, Kürzel: COIL | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Brent Crude Oil Future: Chart vom 06.03.2026, Kurs 92,40 US-Dollar, Kürzel: COIL | Quelle: TWS

Also haben wir hier zwar eine charttechnische „Fahnenstange“, die jederzeit brechen und dann in einen Selloff übergehen könnte. Aber es ist definitiv nicht abschätzbar, wie nahe wir jetzt bereits am Hochpunkt dran sind. Dies in Verbindung mit dem üblichen „Fahnenstangen-Problem“, dass die nächstgelegene Unterstützung, die ihren Namen wert ist, mittlerweile weit entfernt ist (in unserem Fall das Hoch vom vergangenen Juni bei 74,74 US-Dollar pro Barrel), kann hier nur in ein Fazit münden: Wer nicht Nerven wie Drahtseile hat, wirklich erfahren ist und auch intraday traden kann und will, sollte sich von diesem Bereich derzeit auf jeden Fall fernhalten!

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 02.03.2026 um 18:41 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Dass der Preis für Rohöl zum Wochenstart deutlich höher liegen würde als am Freitag, war klar. Was indes in keiner Weise klar ist: Wo wäre jetzt ein „korrekter“ Preis anzusiedeln? Denn niemand kann abschätzen, wie deutlich und wie lange sich die Angebotssituation verändert.

Brent Crude Oil als die für Europa wichtigste Rohöl-Sorte, startete mit über 80 US-Dollar pro Barrel in die Woche, kam dann erst einmal in die Region um 76 US-Dollar zurück, stieg dann aber wieder an und ging in ein hektisches Auf und Ab über. Ausgelöst wurde dieser Veitstanz der Kurse durch die erneuten militärischen Aktionen Israels, der USA und des Irans, soweit besteht Klarheit. Aber damit erschöpft sich der Bereich dessen, den man einschätzen kann, bereits.

Was sich auch daran erkennen lässt, dass einige Großbanken zwar schon am Wochenende mit Einschätzungen aufwarteten, dabei aber mehrere Szenarien präsentierten. Die Frage ist, ob die Straße von Hormus als immens wichtige Transportroute für Rohöl nur kurzfristig nicht zu nutzen ist oder ob sie durch den Iran blockiert wird und längere Zeit als Route ausfällt. Die Frage ist zudem, wie schnell ein dadurch ausgelöstes, zu geringes Angebot an Rohöl durch andere Förderländer ausgeglichen werden kann bzw. ob diese das auch wollen. Denn eines sollte man natürlich im Hinterkopf haben:

Expertenmeinung: Deutlich höhere Ölpreise bedeuten für die Förderländer deutlich höhere Gewinnmargen. Und die Nachfrage sinkt ja nicht. Warum also sollten z. B. die OPEC-Länder allzu sehr darauf bedacht sein, den Preis schnell zu drücken, indem sie den Hahn massiv aufdrehen? Dass man seitens der OPEC am Wochenende mitteilte, man werde die Fördermenge ab April um 206.000 Barrel pro Tag anheben, macht das schon deutlich. Denn angesichts einer derzeitigen, weltweiten Fördermenge von um die 100 Millionen Barrel pro Tag ist diese Größenordnung nicht einmal ein Tropfen auf den heißen Stein.

Hinzu kommt, dass man einen solchen höheren Output ja auch erst einmal zu den Abnehmern bringen müsste, wodurch die Straße von Hormus als aktuell brandgefährliches Nadelöhr erneut ins Spiel kommt.

Grundsätzlich muss man davon ausgehen, dass es in Bezug auf die Veränderung der Angebot-/Nachfrage-Relation vorerst keine klaren Fakten geben wird. Die weitere Entwicklung dieses Konflikts ist offen, der Ölpreis damit unberechenbar … und sollte mit immenser Vorsicht oder, wenn man nicht explizit ein erfahrener Trader mit hoher Risikobereitschaft ist, sogar gar nicht angegangen werden, denn:

Der (Stand am frühen Montagabend) gelungene Sprung über die beiden markantesten Hochs des Vorjahres bei 72,73 und 74,74 US-Dollar, bezogen auf den hier abgebildeten, aktuellsten Futures-Liefertermin Mai, ist zwar aus charttechnischer Sicht ein eindeutig bullisches Signal. Aber je nachdem, welche Nachrichten in den kommenden Tagen und Wochen kommen, kann die Charttechnik da ganz schnell ins zweite Glied zurücktreten und eine im Normalfall solide Unterstützung wie dieser Bereich 72,73 bis 74,74 US-Dollar problemlos brechen. Man kann es nicht vorhersagen, daher ist hier derzeit größte Vorsicht geboten!

Brent Crude Oil Future: Chart vom 02.03.2026, Kurs 77,05 US-Dollar, Kürzel: COIL | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Brent Crude Oil Future: Chart vom 02.03.2026, Kurs 77,05 US-Dollar, Kürzel: COIL | Quelle: TWS
Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 18.02.2026 um 22:41 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Brent Crude Oil hat die Handelsspanne der letzten Wochen noch nicht nach oben verlassen, schloss aber genau an deren oberem Ende – was so noch nicht gelungen war. Das bullische Lager steht bereit für den Ausbruch – und alles steht und fällt dabei mit der Iran-Thematik.

Die Zwischenhochs vom September dienten in den vergangenen drei Wochen als effektiver Support. Es gab zu keinem Zeitpunkt den ernsthaften Versuch einer Korrektur, die den Ölpreis (hier die für Europa wichtigste Sorte Brent Crude) an die mittelfristig zwischen bullisch und bärisch trennende Scheidemarke in Form der gleitenden Durchschnitte der letzten 50, 100 und 200 Börsentage hätte drücken können. Der Grund:

Man setzt zum einen darauf, dass das Ende vergangenen Jahres von mehreren Institutionen für 2026 vermutete Überangebot nicht zum Tragen kommen wird, weil das Wirtschaftswachstum weltweit höher ausfallen könnte, da größere, negative Folgen der US-Einfuhrzölle bislang ausgeblieben sind. Und zum anderen, weil die Situation im Nahen Osten weit von einer nachhaltigen, vertrauenerweckenden Beruhigung entfernt ist. Wofür derzeit nicht zuletzt die USA sorgen, denn:

Expertenmeinung: Weiterhin wartet man auf klare Aussagen zum Stand der Dinge bei den Atomverhandlungen mit dem Iran. Und je länger es dauert, desto größer wird in den Augen der Trader die Wahrscheinlichkeit einer militärischen Intervention durch die USA. Gerade erst sagte US-Vizepräsident Vance, dass die bisherigen Gespräche zwar teilweise gut verlaufen seien, der Iran aber die „roten Linien“ des US-Präsidenten weiterhin nicht anerkennen. Das ist „Futter“ für das bullische Lager am Rohöl-Markt.

Und man bringt sich schon mal in Position … ein Signal dafür, dass ein neuer Impuls unmittelbar vor der Tür steht und die Bullen diejenigen sind, die die Sache für sich entscheiden wollen. Wir sehen im Chartbild, dass Brent Crude Oil zwar am Mittwochabend „nur“ am oberen Ende der aktuellen Handelsspanne geschlossen hat. Aber erstmals gelang es, über der Widerstandslinie in Form des Ende Juli entstandenen Peaks bei 69,77 US-Dollar zu schließen. Bei den beiden vorangegangenen Anläufen wurde Brent Crude in beiden Fällen zum Handelsende wieder unter diese Linie gedrückt – diesmal nicht. Aber:

Damit ist die Wahrscheinlichkeit eines Ausbruchs nach oben mit nächstem Kursziel bei 75,15 US-Dollar (das Jahres-Verlaufshoch 2025) zwar höher als die eines Wassertretens an dieser charttechnischen Entscheidungsmarke oder als eines Abdrehens nach unten.

Aber unmöglich sind diese beiden alternativen Szenarien keineswegs – es wird schlicht davon abhängen, wie sich die Lage in den kommenden Tagen darstellt. Ohne entsprechenden Rückhalt auf der Nachrichtenseite einem Ausbruch nach oben vorzugreifen, wäre daher ein unkalkulierbar hohes Risiko. Besser wäre, diese sich anbahnende Richtungsentscheidung abzuwarten, um dann abwägen zu können, ob einem das charttechnische Potenzial nach einer ersten, meist ja binnen Minuten vollzogenen Reaktion noch ausreichend erscheint, um selbst aktiv zu werden. Da könnte, wenn einem die Sache eher vage vorkommt, ein gezieltes Wegbleiben durchaus die beste Lösung sein.

Aussicht: neutral

Brent Crude Oil Future: Chart vom 18.02.2026, Kurs 70,19 US-Dollar, Kürzel: COIL | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Brent Crude Oil Future: Chart vom 18.02.2026, Kurs 70,19 US-Dollar, Kürzel: COIL | Quelle: TWS
Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

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Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 11.02.2026 um 21:11 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Momentan hat das bullische Lager starke Argumente für einen steigenden Ölpreis. Und das Chartbild von Brent Crude Oil zeigt, dass man auch vorhat, das umzusetzen. Aktuell ringt man um eine Widerstandslinie, deren Bruch den Weg in Richtung 75 US-Dollar freigeben würde.

Eigentlich rechnete man in den vergangenen Wochen damit, dass es 2026 ein letztlich auf den Preis drückendes Überangebot an Rohöl geben würde. Doch die Nachrichtenlage dieser Woche wirkt, als könnte man mit dieser Einschätzung danebenliegen.

So hob die US-Energiebehörde EIA die Öl-Verbrauchsprognose für die USA für 2026 leicht an. Die OPEC beließ die bisherige Prognose für den Bedarf an OPEC-Öl unverändert bei 42,6 Millionen Barrel pro Tag, lag aber bei der Produktion im Januar mit 42,45 Millionen Barrel leicht darunter. Und, wichtiger noch, der US-Präsident scheint den Gedanken, erneut in Bezug auf den Iran militärisch aktiv zu werden, wieder aufgegriffen zu haben.

Vor allem dann würde ein solches Szenario wieder greifbar, falls die Gespräche über ein Atomabkommen nicht in seinem Sinne laufen sollten. Gemäß dem „Wall Street Journal“ soll ein zweiter Flugzeugträger-Verband bereits auslaufbereit bereitstehen, um in die Region verlegt zu werden. Die Konsequenz bei Brent Crude Oil, der für Europa wichtigsten Rohöl-Sorte, ist im Chartbild unübersehbar:

Expertenmeinung: Die Bullen machen Druck. Es geht um die Linie bei 69,76 US-Dollar, das Hoch aus dem vergangenen August im Liefertermin April des Brent Crude-Futures. Wir sehen, dass man dort bereits zweimal versuchte, durchzukommen. Und auch der gestrige, dritte Anlauf ist erst einmal nicht gelungen, Brent Crude fiel zum Handelsende unter diese Linie zurück. Aber daran, dass das bullische Lager derzeit klar das Geschehen dominiert, ändert das nichts:

Brent Crude Oil Future: Chart vom 11.02.2026, Kurs 69,40 US-Dollar, Kürzel: COIL | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Brent Crude Oil Future: Chart vom 11.02.2026, Kurs 69,40 US-Dollar, Kürzel: COIL | Quelle: TWS

Die Rücksetzer nach den ersten beiden Anläufen an diese bei knapp 70 US-Dollar verlaufende Charthürde trafen schnell wieder auf Käufe, wobei die kleinen Zwischentiefs zuletzt sukzessiv über den jeweils vorherigen lagen. Es wirkt wie eine Belagerung, bei der versucht wird, die Mauern der Verteidiger marode zu schießen … und sollte es in Sachen Iran zu neuen militärischen Aktionen kommen, dürfte das genau die Bresche sein, durch die die Bullen hindurchmarschieren.

Das unmittelbar nächste charttechnische Kursziel wäre dann das 2025er-Verlaufshoch bei 75,15 US-Dollar. Ein Hoch, das entstand, als im vergangenen Juni zwischen Iran und Israel gekämpft wurde und sich die USA einmischten. Sollte sich Ähnliches wiederholen, wäre ein schneller Anstieg in diesen Kursbereich daher nicht überraschend … es wird hier also in den kommenden Tagen spannend werden, wobei es definitiv die Politik sein wird, die diesmal die Kurse „macht“.

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 02.02.2026 um 23:30 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Der Rohölpreis ging mit einem potenziell sehr bullischen Chartbild ins Wochenende, doch zum Start in die neue Handelswoche waren die Argumente, die Brent Crude Oil zuvor rasant höher gezogen hatten, vom Tisch. Die Frage ist: endgültig … oder nur vorübergehend vom Tisch?

Genau diese Antwort ist noch nicht greifbar. Werden die USA auch weiterhin nicht unmittelbar militärisch im Iran aktiv? Was wird Israel tun oder nicht tun? Und, vor allem, wie geht die Entwicklung im Iran selbst weiter? Man weiß es nicht. Das Einzige, womit man zum Wochenstart aufwarten konnte, war die Erkenntnis, dass die Gerüchte, Donald Trump könnte an eben diesem Wochenende neue Militärschläge gegen den Iran anordnen, nicht Realität wurden. Aber ist die Sache damit aufgehoben oder nur aufgeschoben?

Expertenmeinung: Das ist noch völlig ungewiss. Und damit sind auch alle Reaktionen auf die Nachrichtenlage bei Brent Crude Oil – in beide Richtungen – keine verlässlichen Wegweiser für die kommenden Tage und Wochen. Erst einmal mussten die Bullen zwar mit dem kräftigen Minus des Montags einen Rückschlag hinnehmen, aber die aus charttechnischer Sicht besseren Karten haben sie bislang trotzdem.

Brent Crude Oil Future: Chart vom 02.02.2026, Kurs 66,42 US-Dollar, Kürzel: COIL | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Brent Crude Oil Future: Chart vom 02.02.2026, Kurs 66,42 US-Dollar, Kürzel: COIL | Quelle: TWS

Wir sehen im Chart, dass Brent Crude Oil die „Grenzzone“ zwischen bullischem und bärischem Terrain in Form der gleitenden Durchschnitte der letzten 50, 100 und 200 Handelstage im Januar überwand. Danach gelang ein erfolgreicher Pullback an diesen, da dann als Support dienenden Bereich. Von dort aus lief Brent Crude an das nächste Kursziel in Form des Juli-Hochs bei 69,77 US-Dollar … und blieb hängen, nachdem ein Militärschlag gegen den Iran ausblieb und auch in Teheran versucht wurde, die Wogen (etwas) zu glätten.

Aber solange diese entscheidende Unterstützungszone in Form der zwischen 62,20 und 63,00 US-Dollar verlaufenden, gleitenden Durchschnitte nicht unterboten ist, bleibt das übergeordnete Bild bullisch, was hieße: Ein Ausbruch über diese bei knapp 70 US-Dollar wartende nächste Charthürde wäre aus aktueller Sicht nicht aufgehoben, sondern tatsächlich erst einmal nur aufgeschoben.

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.