Carl Zeiss Meditec Aktie aktuell Carl Zeiss Meditec: Vorsicht, das kann eine Fahnenstange sein

News: Aktuelle Analyse der Carl Zeiss Meditec Aktie

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Carl Zeiss Meditec
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Zur Carl Zeiss Meditec Aktie

Erst passierte monatelang gar nichts. Der Gesamtmarkt legte zu, aber die im MDAX ebenso wie im TecDAX notierte Aktie des Medizintechnik-Unternehmens Carl Zeiss lief müde seitwärts. Doch auf einmal, Mitte September, zog der Kurs an und legte seither fast jeden Tag zu. Mit dem gestrigen Anstieg, der den Kurs bereits auf Tuchfühlung zum am 20. Januar bei 122,20 Euro markierten Verlaufsrekord getragen hat, wirkt diese Rallye langsam wie eine Fahnenstange. So bezeichnet man in der Technischen Analyse Rallyes, die an Dynamik zulegen und das Risiko bergen, dass der Kurs an einem vorher nicht absehbaren Punkt plötzlich in sich zusammenfällt. Was impliziert, dass da kein Sprungtuch existiert, das die Aktie auffangen würde, weil der fundamentale Unterbau fehlt. Ist das hier der Fall?

Vorausgesetzt, die Käufer wüssten nicht mehr als normale Anleger, wäre das in der Tat so. Und zu unterstellen, dass diejenigen, die derzeit wie wild kaufen, bereits die Ergebnisse des dritten Kalenderquartals (für Carl Zeiss Meditec das vierte Quartal des immer am 30.9. endenden Geschäftsjahrs) kennen, wäre verwegen. So etwas gibt es in extrem seltenen Einzelfällen, aber das ist nicht die Regel. Was hieße: Diese Rallye nährt sich nur aus sich selbst heraus, indem Trader auf das hohe Momentum aufspringen. Das wäre daher allemal eine Fahnenstange, die jederzeit enden könnte. Zumal das, was bislang an Bilanzdaten vorliegt, keine Basis für diese dynamische Rallye wäre:

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Carl Zeiss Meditec Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Die letzten Zahlen kamen am 5. August und beleuchteten die ersten neun Monate des Geschäftsjahres. Da lag der Gewinn pro Aktie bei 0,77 Euro gegenüber 1,22 Euro, die in den ersten neun Monaten 2019 erreicht wurden. Dünn. Und selbst, wenn das Zahlenwerk besser gewesen wäre: Die Rallye begann ja erst über einen Monat nach der Bilanzvorlage und ohne neue Nachrichten. Und die Analysten-Kursziele geben da auch keine taugliche Orientierung, warum der Kurs jetzt auf einmal an … und aus bullischer Sicht dann natürlich auch über … den bisherigen Verlaufsrekord laufen müsste.

Zwar gab es zuletzt zwei deutliche Kursziel-Anhebungen. Das Bankhaus Metzler nahm das Kursziel vergangene Woche von 105 auf 134 Euro nach oben, am Montag hob Mainfirst das Ziel von 135 auf 145 Euro an. Aber damit ist auch das höchste aller Kursziele markiert. Und noch stuft die Hälfte der die Aktie beobachtenden Experten Carl Zeiss Meditec mit „Halten“ oder „Verkaufen“ ein. Man müsste eben wissen, ob die Ergebnisse des letzten, am 30.9. zu Ende gegangenen Geschäftsjahresquartals diese Rallye rechtfertigen würden. Aber diese Zahlen ebenso wie der Ausblick auf die nächsten Monate kommen erst in mehreren Wochen. So gesehen ist diese Kaufwelle eine Kletterpartie auf einer Leiter, die womöglich keine Sprossen hat – und damit risikobehaftet. Und da die nächstgelegene, potenzielle Unterstützung in Form der 20-Tage-Linie bei derzeit 106,20 Euro weit hinter dem Kurs zurückgeblieben ist, kann es in der Tat jederzeit dazu kommen, dass diese „Fahnenstange“ bricht. Bei einem Teil der Position Gewinne mitzunehmen, wäre daher einen Gedanken wert.

Carl Zeiss Meditec Aktie: Chart vom 12.10.2020, Kurs 120,80 Euro, Kürzel AFX | Online Broker LYNX
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Ronald Gehrt, Chart- & Fundamentalanalyst | LYNX Börsenexperten
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Vorherige Analysen der Carl Zeiss Meditec Aktie

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die Aktie des deutschen Medizintechnik-Unternehmens konnte sich in den letzten beiden Handelswochen deutlich von der Entwicklung des DAX abkoppeln. Der Titel zeigte relative Stärke und konnte in einem recht schwierigen Marktumfeld den Widerstand bei 98/99 EUR endlich hinter sich lassen. Der Breakout wurde zwar mittels eines technisch sauberen Pullbacks nochmals getestet, doch die Bullen zeigten auch hier reges Interesse an der Aktie. Somit geht der Titel in einen Aufwärtstrend über und scheint gerade erst eine neue Rallye gestartet zu haben. Der Bereich bei 98/99 EUR wird nun zu einer wichtigen Unterstützung im Chart und sollte möglichst nicht mehr nach unten gebrochen werden.  

Expertenmeinung: Wohin könnte die Reise jetzt gehen? Wenn wir uns die Dreiecksformation ansehen, welche sich hier von Mai bis September gebildet hat, wies diese eine Spanne von rund 18 EUR auf. Nach oben zum Ausbruchspunkt hinzugefügt ergäbe sich somit ein theoretisches Kursziel im Bereich von 115/116 EUR. Dies würde auch mit den jüngsten Hochs über der Marke von 120 EUR gut zusammenpassen, denn spätestens in diesem Bereich ist wieder mit heftigen Widerständen zu rechnen. Alles in allem sehen wir hier ein überaus positives Gesamtbild. Die Ampeln stehen auf Grün und die Bullen scheinen noch mehr zu wollen.

Aussicht: BULLISCH

Chart vom 25.09.2020 Kurs: 104.30 Kürzel: AFX | Online Broker LYNX

Die Medizintechnik-Branche gehört zu denen, die durch den „Lockdown“ kaum betroffen waren. Ob das auch für die Rezession gilt, werden die kommenden Monate erst zeigen müssen, aber das gilt ja für alle anderen Branchen, die man als „nicht betroffen“ oder sogar als Profiteure einstuft, ebenso. So gesehen ist es durchaus erstaunlich, dass zwar einige Medizintechnik-Aktien gut laufen, andere aber nach der überall zu findenden ersten Gegenreaktion auf den Kurseinbruch vom Februar und März nicht vom Fleck kommen. Carl Zeiss Meditec gehört zur zweiten Gruppe. Liegt es an der Entwicklung von Umsatz und Gewinn, klemmt es da? Wer die Aktie negativ sehen will, könnte das als Argument hernehmen, aber ob man das wirklich so sehen sollte? Carl Zeiss Meditec hat Anfang Mai das Halbjahresergebnis des immer bis 30.9. laufenden Geschäftsjahres vorgelegt. Der Umsatz legte gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu; der Gewinn fiel hingegen, vor Steuern und Zinsen gerechnet, um 7,1 Prozent, das Ergebnis einer von 16,5 auf 14,3 Prozent gefallenen Marge. Das ist natürlich nicht umwerfend. Aber wenn man sich überlegt, dass in den letzten Wochen Aktien senkrecht zulegten, deren Unternehmen einen dramatischen Gewinneinbruch zu verzeichnen hatten, ist dieses Argument nicht gerade fundiert. Aber wie lief es bei Carl Zeiss seit Anfang April? Expertenmeinung: Das ist die Information, die, vorausgesetzt, es kommen keine Vorab-Zahlen, noch bis 6. August ohne Antwort bleiben wird. Erst dann kommt das Zahlenwerk zum zweiten Kalenderquartal. Wird der Kurs bis dahin in seiner derzeitigen Handelsspanne gefangen bleiben? Auszuschließen wäre das nicht. Möglich wäre ein Befreiungsschlag aber jederzeit, sei es durch Daten vom Unternehmen selbst, sei es durch externe Impulse. Wo lägen dann die wichtigen Ankerpunkte, deren Queren ein Long- oder Short-Signal auslösen würde? Der Chart zeigt zwar, dass die Handelsspanne der Aktie seit Ende März sukzessiv enger wird. Aber erst, wenn die äußeren Wendemarken der Seitwärtsrange eindeutig über- bzw. unterboten wurden, wäre ein neuer Trendimpuls wirklich glaubwürdig. Dabei müsste man auf der Oberseite noch ein wenig zugeben, denn knapp über der oberen Begrenzung der Handelsspanne (98,20 Euro) wartet mit der 200-Tage-Linie eine nicht minder markante Charthürde. Erst, wenn auch dieser gleitende Durchschnitt, derzeit bei 99,50 Euro, ebenfalls auf Schlusskursbasis überboten wäre, könnte man unterstellen, dass der Knoten zu Gunsten der Bullen geplatzt wäre. Auf der Unterseite wäre es das April-Verlaufstief bei 79,50 Euro, das es zu unterbieten gälte, um den Bären aus charttechnischer Sicht den Weg an das bisherige Jahres-Verlaufstief bei 67,70 Euro freizugeben. Solange diese Seitwärtsspanne nicht verlassen ist, wäre jede Positionierung nicht mehr als eine Wette auf die Ausbruchsrichtung. Carl Zeiss Meditec Aktie Chart vom 10.07.2020, Kurs 89,90 Euro, Kürzel AFX | Online Broker LYNX    

Am gestrigen Donnerstag legte das Medizintechnik-Unternehmen Carl Zeiss Meditec die vorläufigen Umsatzergebnisse des ersten Halbjahres im am 1. Oktober begonnenen Geschäftsjahr 2019/2020 vor. Die Reaktion der Aktie, ein Minus von -4,18 Prozent, machte deutlich, dass es in dieser ersten Übersicht nichts Erfreuliches zu lesen gab. Obwohl man hoffen durfte, dass ein Bereich wie die Medizintechnik in diesem Umfeld dennoch recht stabil laufen sollte, sprachen die Ergebnisse sowie die Lageeinschätzung der Unternehmensführung eine andere Sprache: Der Umsatz des ersten Halbjahres lag zwar mit 715 Millionen Euro über dem des Vorjahreszeitraums (667,2 Millionen). Aber das zweite Geschäftsquartal, sprich das gerade beendete erste Kalenderquartal 2020, wies mit einem Umsatz von 345 Millionen nur eine Stagnation gegenüber dem Zeitraum Januar bis März 2019 aus. Und was die Pandemie-Folgen angeht, ist Carl Zeiss nicht gerade optimistisch, sondern erwartet „eine signifikante Beeinträchtigung der Geschäftsentwicklung im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres 2019/20“ und gibt daher auch keine Prognose für den weiteren Verlauf ab. Expertenmeinung: Für das bullische Lager dürfte es damit schwierig werden, Zeichen zu setzen. Da der Kursverlauf zuletzt aufgrund der relativen Marktenge der Aktie und des allgemein hektischen Handels eher unstrukturiert wirkte, zeigt die Darstellung auf Wochenbasis ein klareres Bild. Wir sehen hier, dass Carl Zeiss Meditec bereits in der vergangenen Woche einen Anlauf unternahm, die wichtige Widerstandszone 89,35/90,65 Euro zurück zu erobern und da zunächst abgewiesen wurde. Eine Mut machende Prognose hätte den Break über diese Zone gestern wohl perfekt gemacht. Aber so dürften die Bären, sofern es nicht heute zu einer beeindruckenden Rallye käme, auch in dieser Woche als Sieger vom Platz gehen. Ob Carl Zeiss Meditec das bisherige Tief der Abwärtsbewegung bei 67,70 Euro noch einmal ansteuert, ist heute noch nicht abzusehen. Vor gut zwei Wochen war das sicherlich eine Übertreibung nach unten. Aber es bleibt zunächst offen, ob die Datenlage nicht doch so viel negativer würde, dass dieses Tief in einigen Wochen als angemessen angesehen werden könnte. Als Fazit bleibt: Solange die Aktie diese Widerstandszone zwischen 89,35 und 90,65 Euro nicht signifikant zurückerobert, bleibt der Kurs auf der Unterseite für neue, bärische Attacken anfällig, ein Einstieg auf der Long-Seite dementsprechend mit hohem Risiko verbunden. Chart vom 02.04.2020, Kurs 82,50 Euro, Kürzel AFX

Eigentlich waren die Zahlen, die das Medizintechnikunternehmen Carl Zeiss Meditec am Montagmorgen für das erste Quartal des am 1. Oktober begonnenen Geschäftsjahres 2019/2020 vorlegte, sehr gut. Gegenüber dem Vorjahresquartal stieg der Umsatz um 14 Prozent, der Gewinn, vor Zinsen und Steuern gerechnet (EBIT), um gut 18 Prozent. Der überproportional gestiegene Gewinn basierte auf der von 14,9 im vierten Kalenderquartal 2018 auf jetzt 15,4 Prozent gestiegenen Gewinnmarge. Anfangs legte die Aktie auch kräftig zu, zog zu Beginn des Handels kurzzeitig über fünf Prozent an. Doch dann wendete sich das Blatt. Und unbedingt überraschend war das nicht. Denn so gut dieses Ergebnis auch war, man hatte damit gerechnet. Die durchschnittliche Analystenprognose hinsichtlich Umsatz, Gewinn und Marge wurde nur um eine Winzigkeit überboten. Zu wenig offenbar, um zu verhindern, dass Marktteilnehmer den anfänglichen Aufwärtsimpuls nutzten, um sich gute Gewinne zu sichern. Und zu wenig, damit angesichts dieses Intraday-Turnarounds genug Anleger die Hand aufhielten, um das Minus zum Handelsende wieder aufzuholen. Expertenmeinung: Es klingt zwar motivierend, dass Carl Zeiss Meditec im Ausblick auf das restliche Geschäftsjahr bekräftigte, die Gewinnmarge weiter, in die Region 17 bis 19 Prozent, steigern zu wollen. Aber das war nur eine Bekräftigung, diese Ziele waren bekannt. Und mindestens mit dem Niveau der Märkte, in denen das Unternehmen agiert, wachsen zu wollen, wie dies im Ausblick mitgeteilt wurde, taugte als positive Überraschung nicht. Hinzu kommt die hohe Bewertung: Auf Basis der 2019er-Gewinne läge das Kurs/Gewinn-Verhältnis (KGV) bei 60. Und selbst, wenn der Gewinn 2019/2020 um 20 Prozent und damit stärker steigen würde als 2018/2019, läge das KGV dann auf aktuellem Kursniveau bei 50 und damit untypisch hoch. Kein Wunder also, dass nicht wenige dieses morgendliche Plus nutzten, um nahe des am 20. Januar bei 122,10 Euro markierten Verlaufsrekords auszusteigen – das gestrige Tageshoch kurz nach Handelsstart lag gerade einmal einen Euro darunter. Könnte das dennoch nur eine kurzfristige Schwächephase sein? Grundsätzlich natürlich, aber wer sich bei seinen Trades eng an der Charttechnik orientiert, dürfte kurzfristig eher nicht auf der Long-Seite zugreifen wollen. Denn nachdem die Aktie zunächst an einer parallel zur im November 2018 begonnenen Aufwärtstrendlinie laufenden Widerstandslinie abgeprallt war, sackte der Kurs Ende Januar durch die nächstgelegene Unterstützung in Form der 20-Tage-Linie. Genau an dieser Linie blieb ein Erholungsversuch in der vergangenen Woche stecken. Dass eben diese 20-Tage-Linie am Montag erst mit Schwung überboten, dann aber durch diesen an sich schon negativen Abwärts-Turnaround wieder deutlich unterboten wurde, war klar negativ. Das gibt aus charttechnischer Sicht den Weg an den doppelten Leitstrahl der mittelfristigen Aufwärtsbewegung in Form der 200-Tage-Linie (aktuell bei 100,70 Euro) und der vorgenannten, Ende 2018 etablierten Aufwärtstrendlinie (momentan bei 96 Euro) frei. Wer da auf der Long-Seite agieren wollte, würde in ein fallendes Messer greifen, das äußerst scharf sein könnte. Carl Zeiss Meditec Aktie Chart vom 10.02.2020, Kurs 109,40 Euro, Kürzel AFX | Online Broker LYNX Sie möchten täglich vor Börsenstart unsere Chartanalysen per E-Mail erhalten? Dann abonnieren Sie hier unseren Börsennewsletter mit aktuellen Börsennews.  

Einstufungen und Kursziele von Analysten haben bei etwas marktengeren Aktien oft einen großen Einfluss. Wenn die Experten sich mutig geben, machen die Anleger gerne mit, sofern die Einschätzung ihren Hoffnungen und Erwartungen entspricht. Das dürfte ein mit entscheidender Grund gewesen sein, weshalb die Aktie des Medizintechnikunternehmens Carl Zeiss Meditec am Dienstag ein neues Verlaufs- und Schlusskurshoch erreichte. Aber wenn das der Grund war, wäre es ein wackliger. Denn ob auch in den kommenden Tagen und Wochen weiter gekauft wird, nachdem diejenigen eingestiegen sind, die auf Kursziel-Anhebungen hin reagiert haben? Die Wirkung aufgestockter Kursziele ist oft drastisch, aber sie währt auch nicht besonders lange. Es sei denn … … dass solche Aussagen zeitnah Rückenwind durch starke Unternehmensmeldungen erhalten würden. Aber Carl Zeiss hatte seine Bilanz sowie die Perspektive für das neue Geschäftsjahr 2019/2020 gerade erst vorgelegt. Da kommt also womöglich erst einmal kein weiterer Treibstoff für die Bullen. Und nicht alle Kursziel-Anpassungen waren wirklich eine Verlockung zum Einstieg. Positiv waren letzten Mittwoch die Neueinschätzung der NordLB mit einem höheren Kursziel von 132 Euro und die der LBBW mit neuem Kursziel bei 129 Euro. Am vergangenen Montag hatte bereits die Deutsche Bank ihr Kursziel auf 123 Euro hochgesetzt. Wenn man sich indes überlegt, dass die Aktie im Oktober kurzzeitig auf 90 Euro und im Dezember in den Bereich von 100 Euro wegsackte, ist dieses verbleibende Potenzial im Vergleich zum zuletzt öfter ausgeloteten Abwärts-Spielraum nicht gewaltig. Zumal man als Käufer nur diese positiven Einschätzungen wahrnehmen müsste, denn es gibt auch andere: Expertenmeinung: Independent Research, HSBC und die DZ Bank passten ihre Ziele nach der Bilanz, die am 6.12. vorgelegt wurde, ebenfalls an. Doch da lauten die Kursziele in der Reihenfolge der genannten Geldhäuser 93, 109 und 110,70 Euro. Einschätzungen: Einmal verkaufen, zweimal halten. Da es keine anderen News gab, ist zu vermuten, dass diejenigen, die hier den Ausbruch nach oben vollzogen, dergleichen wenig motivierende Meinungen einfach ausblendeten. Aber das kann dazu führen, dass dieser Ausbruch nicht genug „Follower“ bekommt, um signifikant zu werden. Und das ist er bislang noch nicht. Das alte Verlaufshoch lag bei 115,30 Euro. Und interessant ist, dass die dorthin führende Rallye direkt auf die zunächst sehr negative Reaktion auf diese Bilanz folgte, nachdem die Deutsche Bank, siehe oben, als erste ein bullisches Kursziel als Reaktion auf das Zahlenwerk präsentierte. Diejenigen, die jetzt erneut zugegriffen haben, haben also keine anderen Argumente als diejenigen, die am 9.12. gekauft hatten und feststellen mussten, dass die Anschlusskäufe ausblieben. Und mit 115,60 Euro, ist der am Dienstag erreichte, neue Rekord alles andere als so klar über dem vorherigen, dass er charttechnisch induzierte Anschlusskäufe erzwingen müsste. Hier wäre in jedem Fall Vorsicht angebracht. Carl Zeiss Meditec Aktie Chart vom 17.12.2019, Kurs 115,60 Euro, Kürzel AFX | Online Broker LYNX