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BASF Aktie Prognose BASF: Ein typischer Reflex

News: Aktuelle Analyse der BASF Aktie

In diesem Artikel
BASF
ISIN: DE000BASF111
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Ticker: BAS -,-- %
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Börse: --

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Gültigkeit der Analyse
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Erwartung: Neutral
Zur BASF Aktie

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

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Am Freitag kam die Meldung, dass BASF dem im MDAX gelisteten Chemiekonzern Evonik Industries informell die Idee unterbreitet hätte, mit BASF zu fusionieren. Evonik bestätigte am Freitag, dass dies tatsächlich der Fall sei. Die BASF-Aktie fiel daraufhin – wo ist das Problem?

Wenn ein Unternehmen ein anderes übernimmt, kostet das erst einmal Geld, bevor es am Ende … wenn die Ziele, die man damit verfolgt, erreicht werden sollten … Geld einbringt. Daher ist es durchaus normal, dass die Aktie des Übernehmenden nachgibt, während die des Übernahmeziels steigt. Auch, weil man unterstellt, dass ein freiwilliges Übernahmeangebot, wie es hier im Raum stehen würde, dazu führt, dass der Übernehmende für die Aktien einen kräftigen Aufschlag zahlen muss. In diesem Fall ging es daher am Freitag mit BASF um 3,59 Prozent nach unten, mit Evonik Industries um 7,19 Prozent nach oben. Wobei man festhalten könnte: Für eine solche Übernahme waren das eher moderat wirkende Reaktionen. Aber das hat auch Gründe, denn:

Es ist ja noch gar nicht zu einem Übernahmeangebot gekommen. Evonik bestätigte nur die Medienberichte, dass BASF an sie mit diesem Gedanken herangetreten sei, wollte sich darüber hinaus aber nicht äußern. Was heißen kann, dass es bislang auch weiter nichts zu sagen gibt … oder dass man nicht mehr sagen darf, weil man bereits auf einer vertraulichen Ebene erster Sondierungen angekommen ist. Was in diesem Fall zutreffen würde, bleibt erst einmal offen. Womit man festhalten darf, ist: Diese reflexartige Reaktion der beiden Aktien ist bislang das „Gackern über ungelegte Eier“ und damit nichts, das als Kursimpuls in Stein gemeißelt wäre, weder BASFs Rücksetzer noch Evoniks Anstieg.

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur BASF Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Zwar könnte man die Stirn runzeln, weil BASF zuletzt eine Verschlankung betrieben hat und sich auf die rentabelsten Kerngeschäfte fokussieren will. Da wirkt die Hereinnahme eines Konkurrenten nicht wirklich zielgerichtet. Aber wie genau eine solche Fusion aussehen könnte, ist ja völlig offen. Womöglich steht da bislang wirklich nur der von BASF an Evonik Industries herangetragene Gedanke im Raum. Zu früh also, um zu urteilen … und damit auch kein Argument, um bei der BASF-Aktie in Bezug auf die Tendenz neue Fakten schaffen zu wollen.

Das bullische Lager hat mit dem Minus des Freitags fraglos einen Rückschlag erlitten, aber für ein bärisches Signal müsste da noch einiges mehr passieren, wie wir im Chart sehen. Zwar ist die Aktie der 200-Tage-Linie, die am Freitag bei 49,54 Euro verlief, dadurch schon recht nahe gekommen. Aber erst mit dem Bruch der beiden aus dem Frühjahr und Herbst 2025 stammenden Aufwärtstrendlinien durch Schlusskurse unter 47 Euro ließe sich hier ein echter Trendbruch unterstellen. Richtig ist aber durchaus, dass der Weg nach oben jetzt steiniger geworden ist, denn:

Noch Anfang dieses Monats wurde versucht, das bisherige, im April bei 55 Euro markierte Jahreshoch zu überwinden. Dort hatte sich der BASF-Kurs festgefahren, kam zurück, entwickelte aber keine Abwärtsdynamik, sodass ein zweiter Anlauf jederzeit machbar gewesen wäre. Durch das Minus zum Vorwochenschluss wird dieser Weg an das 2026er-Hoch nicht nur länger, jetzt stünde auch eine erste, markantere Charthürde in Form der 20-Tage-Linie, aktuell bei 52,47 Euro, im Weg.

BASF Aktie: Chart vom 25.09.2026, Kurs 50,42 Euro, Kürzel: BAS | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
BASF Aktie: Chart vom 25.09.2026, Kurs 50,42 Euro, Kürzel: BAS | Quelle: TWS

Fazit: Das ist kein Rücksetzer, der eine unmittelbare Einstiegschance bieten würde. Zugleich bietet die Chartsituation aber auch noch keine Basis für Short-Trades. Man sollte abwarten, was sich auf der Nachrichtenseite in Sachen Evonik Industries in den kommenden Tagen und Wochen ergibt. Erst, wenn da ein wenig mehr Fakten kommen, hätte man eine vernünftige Basis, um hier über Kauf oder Verkauf zu entscheiden. Abwarten!

Quellenangaben:
Meldung über eine mögliche Fusion zwischen BASF und Evonik Industries, Wirtschaftswoche, 25.09.32026: https://www.wiwo.de/unternehmen/industrie/basf-will-evonik-kaufen-was-hinter-kamieths-strategiewechsel-steckt/100257510.html

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Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 25.09.2026 um 22:18 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.


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Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

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Vorherige Analysen der BASF Aktie

18.09.2026
08:27 Uhr

BASF mit Tasse-Henkel-Formation – mögliche Impulse im Herbst? — Achim Mautz

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Bullisch
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Erwartung: Bullisch
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 18.09.2026 um 7:41 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Der deutsche Chemiekonzern zeigte sich in den vergangenen Börsenmonaten stabil und konnte sich den Jahreshöchstständen wieder nähern. Kurz vor Erreichen der 55-EUR-Marke setzten in der vergangenen Woche jedoch Gewinnmitnahmen ein und es bildete sich eine Zwischenkonsolidierung.

Diese erscheint im Gesamtbild weiterhin konstruktiv, solange sich die BASF-Aktie oberhalb der 50-Tage-Linie behaupten kann. Ein Breakout über die eingezeichnete Widerstandslinie könnte ein weiteres technisches Signal liefern. Im größeren Chartbild ist eine Tasse-Henkel-Formation zu erkennen. Der Trend bleibt bullisch.

Expertenmeinung: Die Ausgangslage erscheint charttechnisch klar umrissen. Gelingt der BASF-Aktie der Ausbruch über die aktuelle Widerstandszone und in weiterer Folge über die Marke von 55 EUR, könnte die mehrmonatige Konsolidierung als beendet gelten. Die Tasse-Henkel-Formation würde damit ein weiteres bullisches technisches Signal liefern. Unterstützend wäre ein Breakout bei gleichzeitig steigendem Handelsvolumen.

Auf der Unterseite bleibt die 50-Tage-Linie eine wichtige Unterstützung. Ein nachhaltiger Bruch dieser Linie würde das aktuelle Setup zunächst deutlich schwächen.

Aussicht: Bullisch

BASF, Aktie: Chart vom 17.09.2026, Kurs: 52.49 EUR, Kürzel: BAS | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
BASF, Aktie: Chart vom 17.09.2026, Kurs: 52.49 EUR, Kürzel: BAS | Quelle: TWS
Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.

16.07.2026
08:14 Uhr

BASF: Das hatten sich die Bullen wohl anders vorgestellt — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 15.07.2026 um 23:14 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Der Chemiekonzern BASF meldete am Mittwochmorgen vorläufige Ergebnisse zum zweiten Quartal, die großenteils besser ausfielen als die Prognosen. Zugleich wurde der Gesamtjahresausblick angehoben … trotzdem ging die Aktie in die Knie. Wo lag das Problem?

Im Frühjahrsquartal gelang BASF mit 17,2 Milliarden Euro ein um 16 Prozent höherer Umsatz als im Vorjahreszeitraum. Wobei der Konzern die Gründe hierfür explizit aufschlüsselte: Höhere Preise trugen dazu elf, höhere Absatzmengen sieben Prozent bei, Portfolio- und Währungseffekte drückten den Umsatz wiederum um je ein Prozent. Da die durchschnittliche Analystenprognose bei 16,5 Milliarden Euro gelegen hatte, war das schon mal eine positive Überraschung.

Beim um Sonderfaktoren bereinigten operativen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) kam BASF auf 2,4 Milliarden Euro, deutlich mehr als die 1,6 Milliarden im zweiten Quartal 2025 und ebenfalls mehr als seitens der Analysten geschätzt, deren Konsens bei 2,1 Milliarden gelegen hatte. Das EBIT (Gewinn vor Zinsen und Steuern) kam auf 1,5 Milliarden, auch hier wurden Vorjahresquartal (0,7 Mrd.) und Prognose (1,1 Mrd.) übertroffen. Bei diesen Ergebnissen hätte man also nicht meckern können.

Der Ausblick auf das Gesamtjahr wurde zugleich in Bezug auf das EBITDA angehoben … und das durchaus deutlich. Nach den bislang angepeilten 6,2 bis 7,0 Milliarden Euro sieht BASF hier jetzt eine Range zwischen 6,9 und 7,7 Milliarden Euro. Wieso also beendete die Aktie diesen Mittwoch mit einem Minus?

Expertenmeinung: Weil sich die Aktie schon im Vorfeld weit von ihrem bisherigen Jahrestief gelöst hatte – aus einem klaren Grund: Man hatte auf genau solche Zahlen gehofft – und aktiv darauf gesetzt. Das zeigt sich auch daran, dass die durchschnittliche Schätzung der Analysten für das 2026er EBITDA bereits vor der Vorlage dieser Ergebnisse bei 7,3 Milliarden Euro gelegen hatte, obgleich die bisher geltende Prognose des Konzerns mit 6,2 bis 7,0 Milliarden deutlich darunter lag. Jetzt liegt die Experten-Schätzung genau in der Mitte dieser jetzt geltenden 6,9 bis 7,7 Milliarden. Ein neues Argument, um hier einzusteigen, bietet die aktualisierte Prognose also nicht, nur eine Bestätigung dafür, dass man mit seinen Hoffnungen auf Besserung grundsätzlich richtig gelegen hatte.

Was indes auch bedeutet, dass es hier vor allem um das Fehlen einer echten, positiven Überraschung geht und nicht um eine Enttäuschung. Was bei der Frage, ob die Aktie jetzt in größerem Umfang abrutschen könnte, durchaus entscheidend sein kann, denn:

Das gestrige Minus hat den Anlauf, sich nach einem erfolgreichen Test der im vergangenen Herbst etablierten Aufwärtstrendlinie und der 200-Tag-Linie nach oben abzusetzen, zwar gestoppt, aber nicht scheitern lassen. Erst, wenn der BASF-Kurs beide Unterstützungen und das letzte Zwischentief bei 46,04 Euro unterschreiten sollte, wären die Bullen geschlagen. Und das wäre, da die Zahlen letztlich ja trotzdem grundsätzlich ermutigend waren, nicht wahrscheinlich genug, um darauf im Vorfeld wetten zu wollen.

Nichtsdestotrotz ist auf der Oberseite jetzt erst einmal ein Deckel drauf. Die Widerstandszone 50,48/50,67 Euro, unterhalb derer die Aktie jetzt nach unten abdrehte, müsste genommen werden, um die Trend-Ampel wieder auf bullisch zu schalten. Sicherlich auch kein Selbstläufer, aber grundsätzlich machbar. Fazit:

Die vorläufigen Quartalszahlen nebst angehobenem Ausblick fielen gut aus, aber für den Moment nicht gut genug, um unmittelbar weitere Käufe auszulösen. Damit bleibt der BASF-Kurs in einer charttechnischen Schiebezone, die indes angesichts ihrer Begrenzungen 46,04 und 50,67 Euro nicht von Dauer sein muss. Diese Entscheidungsmarken liegen nahe genug, um die Aktie aus Trader-Sicht im Auge zu behalten.

BASF Aktie: Chart vom 15.07.2026, Kurs 47,94 Euro, Kürzel: BAS | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
BASF Aktie: Chart vom 15.07.2026, Kurs 47,94 Euro, Kürzel: BAS | Quelle: TWS

Quellenangaben: Vorläufige Ergebnisse zum 2. Quartal, 15.07.20265:
https://www.basf.com/global/de/media/news-releases/2026/07/p-26-132

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

19.06.2026
08:20 Uhr

BASF: Stabilisierung an der 200-Tage-Linie? — Achim Mautz

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Bärisch
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 19.06.2026 um 7:53 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Wieder einmal steht der deutsche Chemiekonzern charttechnisch unter Druck. Seit Anfang Mai läuft es nicht mehr rund und die vorherige Serie von höheren Tiefs und höheren Hochs ist mittlerweile einer Abfolge von tieferen Tiefs und tieferen Hochs gewichen.

Die Bären haben damit vorerst die Kontrolle übernommen und die Korrektur der BASF-Aktie scheint noch nicht abgeschlossen zu sein. Dennoch liefert das Chartbild der letzten sechs Monate zumindest Hinweise darauf, dass sich die Kurse nahe der 200-Tage-Linie erneut stabilisieren könnten. Bereits im Januar und März wurden Rückschläge in der Nähe dieses wichtigen längerfristigen Durchschnitts aufgefangen. Nun zeigt sich, ob den Bullen dies ein weiteres Mal gelingen könnte.

Expertenmeinung: Die kommenden Handelstage dürften bei BASF eine wichtige Rolle spielen. Sollte sich die Aktie im Bereich der 200-Tage-Linie stabilisieren, könnte zumindest eine technische Gegenbewegung eingeleitet werden. Dafür müssten die Käufer jedoch schnell wieder Präsenz zeigen und erste höhere Tiefs ausbilden.

Bleibt dieser Impuls aus, würde sich das angeschlagene Chartbild weiter eintrüben. In diesem Fall könnte die bärische Trendphase an Dynamik gewinnen. Noch ist eine Stabilisierung möglich, doch die Bullen stehen nun unter erhöhtem Druck.

Aussicht: Neutral

BASF Aktie: Chart vom 18.06.2026, Kurs: 48.29 EUR, Kürzel: BAS | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
BASF Aktie: Chart vom 18.06.2026, Kurs: 48.29 EUR, Kürzel: BAS | Quelle: TWS
Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.

22.05.2026
08:25 Uhr

BASF: Das ist die Verteidigungslinie der Bullen — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 21.05.2026 um 18:23 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Die Chemiebranche wandert weiter durch ein Tal der Tränen. Es gibt immer mal wieder Lichtblicke, die Aufwärtsimpulse bei Chemie-Titeln wie BASF auslösen. Derzeit wird das Chartbild der Aktie jedoch von einer Toppbildung dominiert. Noch halten die Bullen stand.

Die Nachfrage im wichtigen Markt China ist seit Jahren flau, dafür nimmt der Druck durch Importe zu. Die US-Einfuhrzölle sind auch nicht gerade hilfreich, hohe Energiepreise sind bei dieser so energieintensiven Branche hoch problematisch. Dass die Aktien aus dem deutschen Chemiesektor trotzdem gut in das Jahr 2026 starteten, lag unter anderem daran, dass man in Brüssel Umweltauflagen abmildert bzw. abmildern will. Aber ob das reicht, um Konzerne wie BASF bei dem ansonsten weiter strammen Gegenwind wieder voranzubringen?

Die Analysten erwarten, dass der Gewinn pro Aktie in diesem Jahr deutlich zulegt … zumindest prozentual. Denn auch wenn die im Schnitt erwarteten etwa 2,70 Euro Gewinn pro Aktie gegenüber den 1,82 Euro des Vorjahres wie ein großer Schritt wirken: Es ist keiner. In den vier Jahren vor Corona lag dieser Gewinn zwischen 4,42 und 9,17 Euro. Da wieder heranzukommen, wirkt wie ein weiter Weg. Und dass das so ist, deutete eine Meldung an, die am Mittwoch im „Handelsblatt“ veröffentlicht wurde:

Expertenmeinung: BASF, das seit Jahren von einem Restrukturierungs- und Sparprogramm zum nächsten marschiert, will ein weiteres auflegen, mit dem man die Kosten im Kerngeschäft um bis zu 20 Prozent senken will, ein großer Teil der Einsparungen soll aus dem Bereich Personal kommen. Normalerweise nehmen die Anleger solche Ankündigungen positiv auf. Immerhin hieße das eine höhere Rentabilität und, wenn sich das Auftragsbuch wieder schneller füllt, einen Hebel beim Anstieg des Gewinns. Diesmal aber wurde verkauft.

Was daran liegen dürfte, dass man gehofft hatte, BASF sei da mittlerweile „durch“ und in einer Situation, in der man die Belebung des Umfelds relativ entspannt abwarten könnte. Hinzu kommt die Sorge, dass man womöglich vorerst nicht mit positiven Überraschungen in Bezug auf Umsatz und Gewinn rechnen darf. Die man indes nach den „Hoffnungskäufen“ im ersten Quartal schon sehen müsste, um diese zu rechtfertigen. Denn mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von derzeit knapp 19 auf Basis der 2026er-Gewinnprognose ist die Aktie normal bewertet, also nicht mehr günstig. Vor allem nicht, wenn die Erholung des Unternehmensgewinns eher schleppend verlaufen sollte … oder, im unerfreulichsten Fall, ausbleibt.

So ganz sicher ist man sich daher nicht, was man mit dieser Aktie konkret anfangen soll. Das zeigt das recht „zerklüftet“ wirkende Chartbild, das sieht man aber auch an den Meinungen und Kurszielen der Analysten. Hier haben wir zwar zehn „Kaufen“-Ratings, aber auch sechs Einstufungen mit „Halten“ und, vor allem, fünf Analysten, die zum Ausstieg raten. Entsprechend weit liegen die Kursziele auseinander: Das niedrigste findet sich bei 36, das höchste bei 65 Euro. Die Aktie liegt in etwa in der Mitte, dort, wo auch das durchschnittliche Kursziel zu finden ist. Und was jetzt?

BASF Aktie: Chart vom 21.05.2026, Kurs 51,89 Euro, Kürzel: BAS | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
BASF Aktie: Chart vom 21.05.2026, Kurs 51,89 Euro, Kürzel: BAS | Quelle: TWS

Wenn man eine Aktie handeln möchte, bei der sich nicht nur Für und Wider die Klinke in die Hand geben, sondern man das im Chartbild auch sieht, wäre, solange das so bleibt, eine rein charttechnisch orientierte Vorgehensweise sinnvoll. Und damit stünde man bei BASF nicht allein, wie der Chart zeigt, denn:

Auf die negative Reaktion auf das erneute Sparprogramm hin kam es gestern zu Gegenwehr – und das genau im Bereich der Nackenlinie einer in den letzten Wochen entstandenen Toppbildung bei 50,48 zu 50,77 Euro. Sollte diese Zone auf Schlusskursbasis brechen und das Topp damit vollendet werden, wäre die Aktie nicht automatisch ein gefundenes Fressen für die Bären, dazu lägen zu viele potenzielle Supportmarken nahe darunter. Zugleich wären die negativen Argumente derzeit nicht stark genug, um einen größeren Abverkauf zu unterstützen. Aber „Long“ wäre dann vorerst nicht mehr erste Wahl, da würde man eher neutral bleiben und auf neue, klarere Vorlagen warten, wie es mit BASF und der Chemiebranche an sich weitergeht.

Quellenangaben: Bericht des Handelsblatts zu weiteren Kostensenkungen bei BASF, 20.05.2026:
https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/chemieindustrie-basf-will-kosten-im-kerngeschaeft-bis-zu-20-prozent-druecken/100226383.html
Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/BAS.DE/analyst-insights/

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

08.05.2026
08:26 Uhr

BASF gerät unter Druck – könnte der Trend kippen? — Achim Mautz

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Neutral
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 08.05.2026 um 8:05 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die letzten beiden Handelstage haben dem deutschen Chemiekonzern deutlich zugesetzt. Die zuvor positive Tendenz wurde beendet – damit geriet auch die mittelfristige Serie von höheren Hochs und höheren Tiefs ins Wanken.

Besonders der Widerstandsbereich um 55 EUR erwies sich für die Käuferseite als zu große Hürde. Hinzu kommt, dass der jüngste Abverkauf unter erhöhtem Handelsvolumen stattfand, was auf eine verstärkte Aktivität institutioneller Anleger hindeuten kann. Die BASF-Aktie wirkt derzeit angeschlagen, und zuvor positive kurzfristige Signale wurden vorerst neutralisiert. Nun richtet sich der Fokus auf die zentrale Unterstützungszone rund um 50.50 EUR. Dort verläuft aktuell auch die 50-Tage-Linie, die für den weiteren Kursverlauf eine wichtige Rolle spielen dürfte.

Expertenmeinung: Die kommenden Handelstage dürften darüber entscheiden, ob es sich lediglich um eine normale Korrektur innerhalb der neutralen Gesamtstruktur handelt oder ob die Verkäuferseite zunehmend die Kontrolle übernimmt.

Kann die Unterstützung im Bereich der 50-Tage-Linie gehalten werden, könnte sich die Aktie erneut stabilisieren und einen neuen Anlauf nach oben versuchen. Sollte dieses Niveau jedoch nachhaltig unterschritten werden, dürfte sich das Chartbild spürbar eintrüben und das Risiko einer größeren Korrektur zunehmen.

Aussicht: Neutral

BASF Aktie: Chart vom 07.05.2026, Kurs: 50.61 EUR, Kürzel: BAS | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
BASF Aktie: Chart vom 07.05.2026, Kurs: 50.61 EUR, Kürzel: BAS | Quelle: TWS
Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.

13.04.2026
08:14 Uhr

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08:29 Uhr

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08:42 Uhr

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19.11.2025
08:27 Uhr

BASF: Analyse zur aktuellen Handelsspanne — Ronald Gehrt

17.10.2025
08:17 Uhr

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13.10.2025
11:02 Uhr

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