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Am Freitag kam die Meldung, dass BASF dem im MDAX gelisteten Chemiekonzern Evonik Industries informell die Idee unterbreitet hätte, mit BASF zu fusionieren. Evonik bestätigte am Freitag, dass dies tatsächlich der Fall sei. Die BASF-Aktie fiel daraufhin – wo ist das Problem?
Wenn ein Unternehmen ein anderes übernimmt, kostet das erst einmal Geld, bevor es am Ende … wenn die Ziele, die man damit verfolgt, erreicht werden sollten … Geld einbringt. Daher ist es durchaus normal, dass die Aktie des Übernehmenden nachgibt, während die des Übernahmeziels steigt. Auch, weil man unterstellt, dass ein freiwilliges Übernahmeangebot, wie es hier im Raum stehen würde, dazu führt, dass der Übernehmende für die Aktien einen kräftigen Aufschlag zahlen muss. In diesem Fall ging es daher am Freitag mit BASF um 3,59 Prozent nach unten, mit Evonik Industries um 7,19 Prozent nach oben. Wobei man festhalten könnte: Für eine solche Übernahme waren das eher moderat wirkende Reaktionen. Aber das hat auch Gründe, denn:
Es ist ja noch gar nicht zu einem Übernahmeangebot gekommen. Evonik bestätigte nur die Medienberichte, dass BASF an sie mit diesem Gedanken herangetreten sei, wollte sich darüber hinaus aber nicht äußern. Was heißen kann, dass es bislang auch weiter nichts zu sagen gibt … oder dass man nicht mehr sagen darf, weil man bereits auf einer vertraulichen Ebene erster Sondierungen angekommen ist. Was in diesem Fall zutreffen würde, bleibt erst einmal offen. Womit man festhalten darf, ist: Diese reflexartige Reaktion der beiden Aktien ist bislang das „Gackern über ungelegte Eier“ und damit nichts, das als Kursimpuls in Stein gemeißelt wäre, weder BASFs Rücksetzer noch Evoniks Anstieg.
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Expertenmeinung: Zwar könnte man die Stirn runzeln, weil BASF zuletzt eine Verschlankung betrieben hat und sich auf die rentabelsten Kerngeschäfte fokussieren will. Da wirkt die Hereinnahme eines Konkurrenten nicht wirklich zielgerichtet. Aber wie genau eine solche Fusion aussehen könnte, ist ja völlig offen. Womöglich steht da bislang wirklich nur der von BASF an Evonik Industries herangetragene Gedanke im Raum. Zu früh also, um zu urteilen … und damit auch kein Argument, um bei der BASF-Aktie in Bezug auf die Tendenz neue Fakten schaffen zu wollen.
Das bullische Lager hat mit dem Minus des Freitags fraglos einen Rückschlag erlitten, aber für ein bärisches Signal müsste da noch einiges mehr passieren, wie wir im Chart sehen. Zwar ist die Aktie der 200-Tage-Linie, die am Freitag bei 49,54 Euro verlief, dadurch schon recht nahe gekommen. Aber erst mit dem Bruch der beiden aus dem Frühjahr und Herbst 2025 stammenden Aufwärtstrendlinien durch Schlusskurse unter 47 Euro ließe sich hier ein echter Trendbruch unterstellen. Richtig ist aber durchaus, dass der Weg nach oben jetzt steiniger geworden ist, denn:
Noch Anfang dieses Monats wurde versucht, das bisherige, im April bei 55 Euro markierte Jahreshoch zu überwinden. Dort hatte sich der BASF-Kurs festgefahren, kam zurück, entwickelte aber keine Abwärtsdynamik, sodass ein zweiter Anlauf jederzeit machbar gewesen wäre. Durch das Minus zum Vorwochenschluss wird dieser Weg an das 2026er-Hoch nicht nur länger, jetzt stünde auch eine erste, markantere Charthürde in Form der 20-Tage-Linie, aktuell bei 52,47 Euro, im Weg.

Fazit: Das ist kein Rücksetzer, der eine unmittelbare Einstiegschance bieten würde. Zugleich bietet die Chartsituation aber auch noch keine Basis für Short-Trades. Man sollte abwarten, was sich auf der Nachrichtenseite in Sachen Evonik Industries in den kommenden Tagen und Wochen ergibt. Erst, wenn da ein wenig mehr Fakten kommen, hätte man eine vernünftige Basis, um hier über Kauf oder Verkauf zu entscheiden. Abwarten!
Quellenangaben:
Meldung über eine mögliche Fusion zwischen BASF und Evonik Industries, Wirtschaftswoche, 25.09.32026: https://www.wiwo.de/unternehmen/industrie/basf-will-evonik-kaufen-was-hinter-kamieths-strategiewechsel-steckt/100257510.html
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Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 25.09.2026 um 22:18 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
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