XAGUSD aktuell Short-Squeeze bei Silber: Das nächste Ziel bei Reddit?

News: Aktuelle Silber Analyse des London Silber Spot

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London Silber Spot
ISIN: XC0009653103
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Ticker: XAGUSD
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Währung: USD

Die Freunde von Edelmetallen wussten es schon immer: Der Markt wird manipuliert. Gold und Silber sollten viel mehr Wert sein. Jetzt haben Kleinanleger endlich die Macht und schlagen zurück. Kommt es bei Silber zu einem Short-Squeeze?

Es ist nicht alles Gold, was glänzt

Persönlich bin ich bei Edelmetallen eher zurückhaltend. Ich bevorzuge produktive Assets wie Aktien oder Immobilien.
Gold oder Silber produzieren eben nichts, man kann es nicht essen und auch nicht darin wohnen.

Für den Wert allen Goldes könnte man jegliches Ackerland in Mitteleuropa oder Nordamerika kaufen. Das würde ich einem Klumpen Metall wohl vorziehen, auch wenn er ziemlich groß wäre.

Oder eben doch

Man findet allerdings auch handfeste und vollkommen rationale Argumente für Edelmetalle, derzeit vor allem für Silber.

Es ist wenige Monate her, als ich mich mit dem Deutschland-Chef von LYNX über dieses Thema unterhalten habe. Ganz kurz kann man Tenor etwa so zusammenfassen: Ich war in Bezug auf Silber noch nie bullischer.

Was sind die Gründe?

Mit ausschlaggebend ist der negative Realzins für Spareinlagen sowie großen Teilen der weltweiten Staatsanleihen.
Die vermeintlich sicheren Häfen sind also keine Alternative.

Darüber hinaus war und ist die Gold/Silber-Ratio, also das Verhältnis zwischen dem Gold- und dem Silberpreis auf einem historischen Extremwert.
Selten war Silber im Verhältnis zu Gold so günstig – trotz der anhaltend hohen wirtschaftlichen Nachfrage.

Geldschwemme

Derzeit ist ein Punkt allerdings wichtiger als jeder andere: Die beispiellose Geldschwemme der letzten Monate.
Ausführliche Informationen zum Thema finden sie hier: Link.

Es hört sich fast unglaublich an, aber 20% allen Geldes wurde 2020 gedruckt.

Steigt die Geldmenge, befeuert das natürlich den Preis von Sachwerten wie Silber.

Steigt die Inflation jetzt auch noch nachhaltig, wirkt das wie ein Brandbeschleuniger. Der Realzins für Bargeld und Anleihen würde dann noch weiter sinken. Womöglich findet dann eine bedeutende Umschichtung von Vermögen statt.

Reddit: Jetzt wird zurückgeschlagen

Das scheint man auch auf Reddit so zu sehen. Auf der Webseite, die eine Mischung aus Forum und Social-Media-Plattform ist, steht das Thema Silber seit einigen Tagen hoch im Kurs.
Kleinanleger haben sich zusammengeschlossen und wollen der Preismanipulation von Silber ein Ende machen – ob es sie nun gibt oder nicht.

Die Macht der Masse scheint jedenfalls groß genug zu sein, um die Kurse zu bewegen. In den letzten Tagen verzeichneten Silber-ETFs massive Kapitalzuflüsse.

Die Zocker auf Reddit scheinen aber vor allem auf Call-Optionen zu setzen. Das Handelsvolumen ist regelrecht explodiert.
Man kann es sogar in der Timeline von Reddit erkennen. Wird viel über das Thema gesprochen, nimmt auch die Handelsaktivität zu.

In der folgenden Grafik sehen Sie das Handelsvolumen von Call-Optionen auf den Silber ETFiShares Silver Trust“ bis vergangenen Freitag.

Handelsvolumen von Call-Optionen auf den Silber ETF „iShares Silver Trust“ | Online Broker LYNX
Handelsvolumen von Call-Optionen auf den Silber ETF „iShares Silver Trust“

Technische Einschätzung

Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier:
Die besten Silberaktien 2021
Silberpreis Prognose 2021

Silber hat den nahezu zehnjährigen Abwärtstrend überwunden und scheint nun zunehmend an Momentum zu gewinnen. Gelingt ein Ausbruch über 30 USD, wäre der Weg in Richtung 35 USD frei.

Chart vom 01.02.2021 Kurs: 29,50 Kürzel: XAG - Tageskerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 01.02.2021 Kurs: 29,50 Kürzel: XAG – Tageskerzen
Chart vom 01.02.2021 Kurs: 29,50 Kürzel: XAG - Wochenkerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 01.02.2021 Kurs: 29,50 Kürzel: XAG – Wochenkerzen

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Vorherige Analysen des London Silber Spot

Die in meiner Analyse vom 15. Juli in den Raum gestellte Frage, ob Silber dem Goldpreis hinterherziehen würde oder doch wie so oft als Mauerblümchen versauern würde, hat sich beim Blick auf diesen Chart auf Wochenbasis über fünf Jahre eindeutig beantwortet. Und wie schon in früheren Jahrzehnten läuft ein wichtiger Trendimpuls bei Silber nicht ruhig und geordnet ab, sondern rasend schnell und weitreichend. Das liegt auch daran, dass hier viele Short-Trader mit Gewalt aus dem Markt gepresst wurden und die Eindeckung von Short-Positionen die Rallye zusätzlich intensivierte. Vor allem in einem Markt, der deutlich enger ist als der des Goldes, aber: Dieser gewaltige Kurssprung, der Silber in kaum mehr als einer Woche um in der Spitze 36 Prozent nach oben katapultierte, macht auch deutlich, dass derzeit immer mehr Marktteilnehmer nach Alternativen zum volatiler werdenden Aktienmarkt zu suchen scheinen, der so manchem angesichts der die vorherige Hausse nicht unterfütternden Konjunkturdaten langsam unheimlich wird. Wenn man aber sieht, dass die großen Aktienindizes während dieses Silber-Runs, der zu Wochenbeginn von neuen Rekordhochs beim Goldpreis mit angeschoben wurde, immer noch relativ stabil aussehen, kann man sich ausmalen, was hier nach oben möglich wäre, wenn dieser eher enge Silber-Markt von einer Fluchtwelle aus dem Aktienmarkt erfasst würde. Dabei ist eine Kurszielprognose nicht sinnvoll. Prognosen unterliegen ohnehin mehr Fragezeichen, als sie auf sicheren Parametern basieren würden. Aber bei Silber ist es diese Marktenge in Kombination mit den vielen momentan vor allem emotional, aus dem Bauch heraus agierenden Tradern, die es verbietet, über den Spielraum nach oben zu spekulieren. Es kann jederzeit mit der Rallye vorbei sein, aber zugleich ist nach oben nichts wirklich unmöglich. Das hat man zuletzt 2011 erlebt, als Silber auf einmal auf knapp 50 US-Dollar pro Feinunze explodierte. Was aber, das gilt es zu betonen, kein Kursziel ist. Bei derart volatilen Märkten ist es vor allem wichtig, stets die Unterseite des Kursgeschehens im Blick zu behalten. Statt ohnehin unzuverlässige Kursziele im Auge zu haben und dabei immer riskanter zu agieren wäre es ratsam, laufende Positionen effektiv und charttechnisch fundiert abzusichern und mögliche Levels auszumachen, deren Verteidigung eine taugliche Chance für Zukäufe bedeuten würde. Wo liegen solche Ankerpunkte momentan? Silber Chart auf Wochenbasis vom 28.07.2020, Kurs 24,42 US-Dollar, Kürzel XAGUSD | Online Broker LYNX Nach dem Ausbruch über die Widerstandszone 18,85/19,65 US-Dollar wurde eine derartige Energie freigesetzt, dass das nächstgelegene Kursziel von 21,14 US-Dollar umgehend und weit überboten wurde. Silber ist daraufhin am Dienstag sogar kurzzeitig bis 26,21 US-Dollar gelaufen, bevor erste Gewinnmitnahmen den Anstieg bremsten. Alleine bis zu dieser Linie von 21,14 US-Dollar würde man einiges an aktuell erzieltem Gewinn preisgeben, aber damit muss man in einem so volatilen Markt eben leben, ansonsten müsste man einfach ins Blaue hinein ein paar Teilgewinne mitnehmen. Und diese Linie von 21,14 US-Dollar kann zwar eine Orientierung für Stop Loss-Absicherungen aggressiver Long-Trades sein. Aber wenn es um eine Trendbestätigung als Basis für mögliche Zukäufe geht, liegt die dafür relevante Zone noch einmal tiefer, in der durch die mittelfristige Aufwärtstrendlinie verstärkten, jetzt als Support fungierenden Zone 18,85/19,65 US-Dollar. Erst, wenn Silber diese Zone noch einmal testen und verteidigen würde, hätte man eine gute Basis für Zukäufe mit einem dann akzeptabel engen, knapp unter diese Zone gelegten Stoppkurs. Solche großen Distanzen sind bei derart volatilen Kursverläufen normal … aber man sollte solche Assets ohnehin nicht als Basis eigener Investments, sondern nur als sogenannte „Beimischung“ sehen. Silber Chart auf Tagesbasis vom 28.07.2020, Kurs 24,42 US-Dollar, Kürzel XAGUSD | Online Broker LYNX Sie möchten täglich vor Börsenstart unsere Chartanalysen per E-Mail erhalten? Dann abonnieren Sie hier unseren Börsennewsletter mit aktuellen Börsennews.

Jahrelang war mit Silber kein Blumentopf zu gewinnen. Während der Goldpreis sukzessiv zulegte, immer näher an seine 2011 markierten, bisherigen Rekordhochs heranlief, verharrte Silber über Jahre in einem seichten Abwärtstrend. Und nachdem endlich 2019 wieder Schwung in das Edelmetall kam, wurde es im Zuge des Corona-Crashs derart heftig verkauft, dass dabei der tiefste Stand seit 2009 erreicht wurde. Die 2011 fast erreichten 50 US-Dollar pro Feinunze wiederzusehen, schien all die Jahre illusorisch. Das ist auch heute noch so, aber die Trader wären ja in dieser Konstellation auch mit deutlich weniger zufrieden … zum Beispiel, dass sich Silber endlich von der Dynamik des Goldpreises anstecken ließe. Ausgeschlossen ist das nicht, denn: Sollte es zu einem „zweiten Bein“ der Corona-Baisse kommen, weil die Hoffnungen der derzeit massiv wieder in den Aktienmarkt einsteigenden Anleger eine nach der anderen platzen, stünde die Frage im Raum, wohin man das bei Verkäufen am Aktienmarkt erlöste Geld umschichten soll. Anleihen sind zwar immer eine Option, aber da hat man schon einiges in Sachen weiter sinkender Renditen vorweggenommen. Auch beim Gold ist unverkennbar, dass man dort immer noch „Krisen/Rezessionskurse“ handelt. Silber hingegen wäre als „kleiner Bruder“ des Goldes und als quasi bislang vergessenes Edelmetall allemal eine denkbare Alternative. Aber würde das wirklich nennenswert Bewegung in den Silberpreis bringen? Expertenmeinung: Das wäre denkbar, denn der Silbermarkt ist noch einmal enger als der des Goldes. Sollte es auf einmal zu einem Exodus aus dem extrem viel umsatzstärkeren Aktienmarkt in einen solchen, relativ engen Markt kommen, würde die Angebots/Nachfrage-Situation schnell aus dem Ruder laufen. Ausgeschlossen wäre dann nicht einmal ein Szenario wie 2010/2011, als Silber binnen acht Monaten von 20 auf knapp 50 US-Dollar explodierte. Auf ein solches Extrem zu wetten wäre natürlich unrealistisch, von „nicht ausgeschlossen“ zu „wahrscheinlich“ ist es ein weiter Weg. Aber es würde ja ausreichen, hier in dem Moment auf den Zug aufzuspringen, in dem er aus dem Bahnhof fährt. Und dahingehend böte das Chartbild eine taugliche Vorgabe: Mit dem September-Hoch 2019 bei 19,65 US-Dollar und den beiden Zwischenhochs des ersten Quartals 2020 bei 18,85 und 18,95 US-Dollar hat sich eine Widerstandszone gebildet, deren Überwinden den Weg aus charttechnischer Sicht zwar „nur“ bis an das 2016er-Hoch bei 21,14 US-Dollar freigeben würde. Aber man hätte dann schon einmal auf der Long-Seite einen Fuß in der Tür und könnte eine solche Position relativ eng, knapp unterhalb des dann in eine Supportzone verwandelten Bereichs 18,85/19,65 US-Dollar absichern. Was dann nach oben drin wäre, wird entscheidend davon abhängen, ob es tatsächlich zu einer zweiten Fluchtwelle am Aktienmarkt kommt und Silber dann nicht nur als „Cash-Bringer“ wie im Fall des Corona-Crashs gesehen wird, als viele Gold und Silber verkauften, um ihre Margin Calls am Aktienmarkt bedienen zu können, sondern als eine lukrative Alternative. Aber käme es zu Letzterem, könnte es in Sachen Rallye angesichts des engen Marktes rasant zugehen. Silber Chart vom 14.07.2020, Kurs 19,16 US-Dollar, Kürzel XAGUSD | Online Broker LYNX Sie möchten täglich vor Börsenstart unsere Chartanalysen per E-Mail erhalten? Dann abonnieren Sie hier unseren Börsennewsletter mit aktuellen Börsennews.

Über mehrere Jahre hinweg war mit Silber auf der Long-Seite kein Geld zu verdienen. Sogar wenn der Goldpreis gut unterwegs war, blieb Silber zurück. Das könnte jetzt anders werden. Schon bei der letzten Gold-Rallye war Silber auffällig dynamisch unterwegs. Und jetzt haben die Bullen die Chance, eine zweite Rallye vergleichbarer Größenordnung wie im vergangenen Sommer loszutreten, vorausgesetzt, der zu Jahresbeginn wankende Aktienmarkt fängt sich nicht sofort wieder. Sollte es indes dort zu größeren Abgaben kommen, die ausreichen, um den unerschütterlichen, faktenunabhängigen Optimismus vieler Marktteilnehmer zu untergraben, werden Umschichtungen beginnen. Raus aus Aktien, hinein in … ja wohin mit dem Geld? Der Anleihemarkt ist relativ teuer … und noch ist unsicher, ob und wann vor allem die US-Notenbank ihre Zinssenkungen wieder aufnimmt. Und andere angeblich „sichere Häfen“ sind entweder überbesetzt oder markteng: Defensive Aktien und Gold sind bereits stark gelaufen. Silber hingegen als der für viele unscheinbare kleine Bruder des Goldes hat das 2019er-Jahreshoch, das der Kurs im September bei 19,65 US-Dollar markiert hatte, noch nicht ansatzweise erreicht, während Gold das Vorjahreshoch am Donnerstag überboten hatte. Wenn sich nervös werdende Akteure nach Alternativen zum Aktienmarkt umsehen, dürften viele das wohl kaum übersehen. Zumal die Charttechnik eine tadellose Vorlage für weitere Kurssteigerungen liefern würde: Expertenmeinung: Unser Chart auf Wochenbasis zeigt, dass Silber im Juli 2019 über die längerfristige Abwärtstrendlinie hinauslief, nach einem Peak bei 19,65 US-Dollar korrigierte, diese Korrektur im Dezember aber genau auf Höhe der im Chart blau gehaltenen 40-Wochen-Linie (200-Tage-Linie) beendete und auf diesem idealen Sprungbrett wieder durchstartete. Der Anstieg läuft bislang dynamisch ab und bietet jetzt die Chance auf ein bullisches Signal im Trendfolgeindikator MACD, der von unten unmittelbar an seine Signallinie herangelaufen ist. Ideal für die Long-Seite ist, dass sich mit dem Aufwärtsschwenk im Dezember nunmehr eine Aufwärtstrendlinie einzeichnen lässt, die derzeit auf gleicher Höhe mit der 40-Wochen-Linie verläuft und damit im Bereich von 16,80 US-Dollar eine markante, sukzessive höher laufende Supportzone bildet. Aber wer hier damit liebäugelt, auf der Long-Seite aktiv zu werden, sollte die Skalierung des Charts im Auge haben: Silber ist ein äußerst volatiles Edelmetall. Die derzeitige Distanz zur vorgenannten, doppelten Unterstützung ist nicht gerade klein, zudem sollte man bei der Wahl seines Stop Loss immer einen der Volatilität Rechnung tragenden „Rangierabstand“ von zwei bis drei Prozent unterhalb einer solchen Unterstützung einkalkulieren. Damit ist Silber nur etwas für erfahrene Trader … wobei natürlich eines klar ist: Die starken Schwankungen finden sich auf beiden Seiten wieder. Wenn Silber das derzeitige Momentum halten kann, wäre ein Anstieg über das 2019er-Hoch und eine Fortsetzung der Rallye an das mittelfristige, aus dem Sommer 2016 stammende Hoch bei 21,15 US-Dollar allemal im Bereich des Möglichen. Chart vom 06.01.2020, Kurs 18,15 US-Dollar, Kürzel XAGUSD | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen Sie möchten täglich vor Börsenstart unsere Chartanalysen per E-Mail erhalten? Dann abonnieren Sie hier unseren Börsennewsletter mit aktuellen Börsennews.

Als der Goldpreis im Jahr 2011 sein bisheriges Rekordhoch sah, war auch Silber massiv mitgelaufen. Damals wurde in der Spitze ein Preis von knapp 50 US-Dollar pro Feinunze erreicht. Davon ist der Kurs heute noch weit entfernt. Denn bislang macht Silber noch nicht einmal ansatzweise Anstalten, dem Goldpreis bei dessen Super-Rallye zu folgen. Wieso nicht? In früheren Jahren war tendenziell ein Gleichlauf bei Gold und Silber zu beobachten. Beides sind Edelmetalle, beide gelten als „sicherer Hafen“ in unsicher werdenden Phasen der Konjunktur und der Aktienmärkte. Doch Silber bleibt diesmal auffallend zurück. Das kann daran liegen, dass man diesem Braten beim Gold nicht trauen mag und wenn, dann nicht auch noch gleich doppelt Long gehen will. Immerhin bewegt sich die Gold-Rallye noch auf recht wackligem Terrain, weil man damit etwas antizipiert, das man am Aktienmarkt noch recht erfolgreich von sich weist: eine massive Verschärfung der Lage durch eine weitere Verhärtung der Fronten zwischen den USA und China und durch eine Eskalation in Sachen Iran. Aber was, wenn die Gold-Bullen Recht bekommen würden? Expertenmeinung: Dann könnte Silber im Eilzugtempo nachziehen. Denn wenn man sich die Terminmarkt-Positionierung der Trader über die CoT-Daten (Commitment of Traders) ansieht, wäre da noch einiges an Boden gutzumachen. Erst seit vorvergangener Woche sehen wir dort eine moderate Netto-Long-Positionierung. Überzogene Erwartungen hinsichtlich einer Rallye können deren Chancen deutlich reduzieren, wie zuletzt im Februar gesehen, als Silber kurzzeitig über die in unserem Chart auf Wochenbasis rot hervorgehobene, bis in den Herbst 2016 zurückreichende Abwärtstrendlinie lief und abgefangen wurde. Damals war das Boot der Bullen am Terminmarkt sehr voll. Heute ist es das nicht. Und da Silber ein engerer Markt ist, der Kurs gemeinhin deutlich schwankungsfreudiger ist als Gold, kann es hier durchaus zu einer „Nachhol-Rallye“ kommen, sollte das mit Bangen erwartete Gespräch Trump/Xi am Wochenende keine Verbesserung der Perspektive nach sich ziehen. Entscheidend wäre, den Widerstand in Form der vorgenannten Abwärtstrendlinie, derzeit bei 16,15 US-Dollar, auf Schlusskursbasis zu überwinden. Sollte das gelingen, könnte der seit einem Jahr ungewöhnlich „müde“ daherkommende Silberpreis allemal für eine Überraschung gut sein. Chart vom 25.06.2019, Kurs 15,36 US-Dollar, Kürzel XAGUSD | LYNX Aktienempfehlungen