XAGUSD aktuell Silber: Achtung, volatil … aber das Hoch kann noch vor uns liegen

News: Aktuelle Silber Analyse des London Silber Spot

Die in meiner Analyse vom 15. Juli in den Raum gestellte Frage, ob Silber dem Goldpreis hinterherziehen würde oder doch wie so oft als Mauerblümchen versauern würde, hat sich beim Blick auf diesen Chart auf Wochenbasis über fünf Jahre eindeutig beantwortet. Und wie schon in früheren Jahrzehnten läuft ein wichtiger Trendimpuls bei Silber nicht ruhig und geordnet ab, sondern rasend schnell und weitreichend. Das liegt auch daran, dass hier viele Short-Trader mit Gewalt aus dem Markt gepresst wurden und die Eindeckung von Short-Positionen die Rallye zusätzlich intensivierte. Vor allem in einem Markt, der deutlich enger ist als der des Goldes, aber:

Dieser gewaltige Kurssprung, der Silber in kaum mehr als einer Woche um in der Spitze 36 Prozent nach oben katapultierte, macht auch deutlich, dass derzeit immer mehr Marktteilnehmer nach Alternativen zum volatiler werdenden Aktienmarkt zu suchen scheinen, der so manchem angesichts der die vorherige Hausse nicht unterfütternden Konjunkturdaten langsam unheimlich wird. Wenn man aber sieht, dass die großen Aktienindizes während dieses Silber-Runs, der zu Wochenbeginn von neuen Rekordhochs beim Goldpreis mit angeschoben wurde, immer noch relativ stabil aussehen, kann man sich ausmalen, was hier nach oben möglich wäre, wenn dieser eher enge Silber-Markt von einer Fluchtwelle aus dem Aktienmarkt erfasst würde.

Dabei ist eine Kurszielprognose nicht sinnvoll. Prognosen unterliegen ohnehin mehr Fragezeichen, als sie auf sicheren Parametern basieren würden. Aber bei Silber ist es diese Marktenge in Kombination mit den vielen momentan vor allem emotional, aus dem Bauch heraus agierenden Tradern, die es verbietet, über den Spielraum nach oben zu spekulieren. Es kann jederzeit mit der Rallye vorbei sein, aber zugleich ist nach oben nichts wirklich unmöglich. Das hat man zuletzt 2011 erlebt, als Silber auf einmal auf knapp 50 US-Dollar pro Feinunze explodierte. Was aber, das gilt es zu betonen, kein Kursziel ist.

Bei derart volatilen Märkten ist es vor allem wichtig, stets die Unterseite des Kursgeschehens im Blick zu behalten. Statt ohnehin unzuverlässige Kursziele im Auge zu haben und dabei immer riskanter zu agieren wäre es ratsam, laufende Positionen effektiv und charttechnisch fundiert abzusichern und mögliche Levels auszumachen, deren Verteidigung eine taugliche Chance für Zukäufe bedeuten würde. Wo liegen solche Ankerpunkte momentan?

Silber Chart auf Wochenbasis vom 28.07.2020, Kurs 24,42 US-Dollar, Kürzel XAGUSD | Online Broker LYNX

Nach dem Ausbruch über die Widerstandszone 18,85/19,65 US-Dollar wurde eine derartige Energie freigesetzt, dass das nächstgelegene Kursziel von 21,14 US-Dollar umgehend und weit überboten wurde. Silber ist daraufhin am Dienstag sogar kurzzeitig bis 26,21 US-Dollar gelaufen, bevor erste Gewinnmitnahmen den Anstieg bremsten. Alleine bis zu dieser Linie von 21,14 US-Dollar würde man einiges an aktuell erzieltem Gewinn preisgeben, aber damit muss man in einem so volatilen Markt eben leben, ansonsten müsste man einfach ins Blaue hinein ein paar Teilgewinne mitnehmen.

Und diese Linie von 21,14 US-Dollar kann zwar eine Orientierung für Stop Loss-Absicherungen aggressiver Long-Trades sein. Aber wenn es um eine Trendbestätigung als Basis für mögliche Zukäufe geht, liegt die dafür relevante Zone noch einmal tiefer, in der durch die mittelfristige Aufwärtstrendlinie verstärkten, jetzt als Support fungierenden Zone 18,85/19,65 US-Dollar. Erst, wenn Silber diese Zone noch einmal testen und verteidigen würde, hätte man eine gute Basis für Zukäufe mit einem dann akzeptabel engen, knapp unter diese Zone gelegten Stoppkurs. Solche großen Distanzen sind bei derart volatilen Kursverläufen normal … aber man sollte solche Assets ohnehin nicht als Basis eigener Investments, sondern nur als sogenannte „Beimischung“ sehen.

Silber Chart auf Tagesbasis vom 28.07.2020, Kurs 24,42 US-Dollar, Kürzel XAGUSD | Online Broker LYNX

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Vorherige Analysen des London Silber Spot

Jahrelang war mit Silber kein Blumentopf zu gewinnen. Während der Goldpreis sukzessiv zulegte, immer näher an seine 2011 markierten, bisherigen Rekordhochs heranlief, verharrte Silber über Jahre in einem seichten Abwärtstrend. Und nachdem endlich 2019 wieder Schwung in das Edelmetall kam, wurde es im Zuge des Corona-Crashs derart heftig verkauft, dass dabei der tiefste Stand seit 2009 erreicht wurde. Die 2011 fast erreichten 50 US-Dollar pro Feinunze wiederzusehen, schien all die Jahre illusorisch. Das ist auch heute noch so, aber die Trader wären ja in dieser Konstellation auch mit deutlich weniger zufrieden … zum Beispiel, dass sich Silber endlich von der Dynamik des Goldpreises anstecken ließe. Ausgeschlossen ist das nicht, denn:

Sollte es zu einem „zweiten Bein“ der Corona-Baisse kommen, weil die Hoffnungen der derzeit massiv wieder in den Aktienmarkt einsteigenden Anleger eine nach der anderen platzen, stünde die Frage im Raum, wohin man das bei Verkäufen am Aktienmarkt erlöste Geld umschichten soll. Anleihen sind zwar immer eine Option, aber da hat man schon einiges in Sachen weiter sinkender Renditen vorweggenommen. Auch beim Gold ist unverkennbar, dass man dort immer noch „Krisen/Rezessionskurse“ handelt. Silber hingegen wäre als „kleiner Bruder“ des Goldes und als quasi bislang vergessenes Edelmetall allemal eine denkbare Alternative. Aber würde das wirklich nennenswert Bewegung in den Silberpreis bringen?

Expertenmeinung: Das wäre denkbar, denn der Silbermarkt ist noch einmal enger als der des Goldes. Sollte es auf einmal zu einem Exodus aus dem extrem viel umsatzstärkeren Aktienmarkt in einen solchen, relativ engen Markt kommen, würde die Angebots/Nachfrage-Situation schnell aus dem Ruder laufen. Ausgeschlossen wäre dann nicht einmal ein Szenario wie 2010/2011, als Silber binnen acht Monaten von 20 auf knapp 50 US-Dollar explodierte. Auf ein solches Extrem zu wetten wäre natürlich unrealistisch, von „nicht ausgeschlossen“ zu „wahrscheinlich“ ist es ein weiter Weg. Aber es würde ja ausreichen, hier in dem Moment auf den Zug aufzuspringen, in dem er aus dem Bahnhof fährt. Und dahingehend böte das Chartbild eine taugliche Vorgabe:

Mit dem September-Hoch 2019 bei 19,65 US-Dollar und den beiden Zwischenhochs des ersten Quartals 2020 bei 18,85 und 18,95 US-Dollar hat sich eine Widerstandszone gebildet, deren Überwinden den Weg aus charttechnischer Sicht zwar „nur“ bis an das 2016er-Hoch bei 21,14 US-Dollar freigeben würde. Aber man hätte dann schon einmal auf der Long-Seite einen Fuß in der Tür und könnte eine solche Position relativ eng, knapp unterhalb des dann in eine Supportzone verwandelten Bereichs 18,85/19,65 US-Dollar absichern.

Was dann nach oben drin wäre, wird entscheidend davon abhängen, ob es tatsächlich zu einer zweiten Fluchtwelle am Aktienmarkt kommt und Silber dann nicht nur als „Cash-Bringer“ wie im Fall des Corona-Crashs gesehen wird, als viele Gold und Silber verkauften, um ihre Margin Calls am Aktienmarkt bedienen zu können, sondern als eine lukrative Alternative. Aber käme es zu Letzterem, könnte es in Sachen Rallye angesichts des engen Marktes rasant zugehen.

Silber Chart vom 14.07.2020, Kurs 19,16 US-Dollar, Kürzel XAGUSD | Online Broker LYNX

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Extrem²

Die weltweiten Aktienmärkte fallen ins Bodenlose. Die Volatilität ist enorm. An einem Tag geht es 5 oder 10% aufwärts, dann wird umgehend wieder abverkauft.
Blickt man auf die Wochenkerzen von S&P500 & Co. ist unter dem Strich keinerlei Erholung zu erkennen.
Der Dax eröffnete heute mit einem Gap-Down, das wird langsam zur Gewohnheit, vor allem montags. Das Jahrestief ist fast schon wieder erreicht.

Egal wohin man schaut, nur noch Extremwerte. Der Fear-and-Greed-Index, eigentlich ein zuverlässiger Indikator, ist seit Tagen am Anschlag.
Der Volatilitäts-Index VIX hat sogar das Hoch aus der Finanzkrise überschritten.
Aktien, die über dem EMA oder SMA 200 notieren gibt es kaum noch. Nie waren es weniger.
Die Investitionsquote von US-Fondsmanagern ist auf ein neues Rekordtief gefallen und unter Privatanlegern findet man quasi keine Bullen mehr.

Spricht das nicht für ein Tief?

Normalerweise würde das alles für einen Boden am Aktienmarkt sprechen. Tatsächlich wurden die Tiefs der letzten Jahrzehnte (!) schon erreicht, lange bevor die Stimmung derart schlecht war.
Das Problem ist nur, dass all diese Indikatoren eben auch schon vor 5 oder 8 Handelstagen komplett am Anschlag waren. Geholfen hat es nicht.
Indikatoren, die Jahrzehnte zuverlässig funktioniert haben, versagen einfach.

Es fehlt noch etwas

Sie versagen aber nur vermeintlich, denn die Stimmung ist eine Sache. Was aber wirklich zählt, ist was gehandelt wird.
Die breite Masse muss entmutigt aufgeben und kapitulieren, erst dann kann es zu einem nachhaltigen Tief kommen.
Das war vor 5 oder 8 Handelstagen aber noch nicht der Fall. Ganz im Gegenteil. Vola und Angst waren zwar auf Extremwerten, doch entgegen anderer Crashs wurde einfach weiter gekauft.

Für Sie als Anleger gibt es eine einfache Möglichkeit, um zu erkennen, wie sich die breite Masse verhält: Die In- und Outflows der marktbreiten ETFs, wie zum Beispiel dem SPDR S&P 500 ETF (Ticker: SPY).
Die ersten großen Verkäufe gab es hier am vergangenen Mittwoch. Ein schlechter Tag reicht aber nicht aus. Vor allem, da am Folgetag bereits wieder gekauft wurde und die großen ETFs im Technologiesektor noch immer Mittelzuflüsse verzeichnen.

Es ist also wahrscheinlich, dass wir das Tief noch nicht gesehen haben. Was fehlt, ist die Kapitulation.

Die große Chance?

An anderer Stelle könnten wie diese Kapitulation bereits gesehen haben. Bei Edelmetallen ergibt sich gerade eine sehr interessante Gesamtkonstellation.
Eigentlich sollten Gold und Silber in der Krise profitieren und das ist auch so. Vor den Verkaufsstellen der großen Händler bildeten sich zuletzt lange Schlangen. Teilweise war kein Gold mehr zu bekommen.
Im Internet werden Münzen und Barren weit über dem Spot-Preis gehandelt.

Dennoch ist der Gold- und Silber-Kurs an der Börse gesunken. Wie passt das zusammen? Die Goldbugs werden wie gewöhnlich behaupten, dass der Markt manipuliert wird. Meinetwegen können sie das glauben, vielleicht ist es auch so. Ich hätte aber eine viel einfachere Erklärung.

Anleger flüchten in Cash und verkaufen alles, was noch Buchgewinne verzeichnet. Wie sinnvoll das ist, ist eine andere Sache. Es ist aber Fakt.
Derzeit trifft das vor allem auf zwei Assetklassen zu: Anleihen und Edelmetalle. Die ETFs in diesen Sektoren verzeichneten zuletzt massive Mittelabflüsse.
Anleihenmarkt ist gigantisch und wird durch die Zentralbanken gestützt. Daher waren die Auswirkungen auch kaum zu spüren.

Marktversagen

Im Vergleich dazu sind Gold und Silber an der Börse winzige Märkte und sie werden auch nicht gestützt. Gleichzeitig wurden die Margin-Anforderungen erhöht.
Deshalb kamen Edelmetalle auch unter Druck, entgegen der eigentlichen Logik. Das alles hat nun zu einer äußerst interessanten Gesamtkonstellation geführt. Die physische Nachfrage ist enorm, gleichzeitig hat an der Börse ein regelrechter Ausverkauf stattgefunden.

Das dürfte langsam ein Ende finden, der Kurs sollte sich stabilisieren und dem physischen Preis angleichen.
Eine physische Unze Gold wird derzeit ab 1.500 Euro gehandelt. Das entspricht 1.606 USD und somit deutlich mehr als der Spot-Preis von 1.493 USD.

Noch extremer ist die Lage bei Silber. Die Lieferzeiten bei den großen Händlern liegen bei 6 Wochen und mehr. Die günstigsten Münzen beginnen bei 17,70 Euro je Unze, Barren sogar bei über 20 Euro.
Verkehrte Welt, wohin man schaut. Das ist ein Aufschlag von 50-100% über dem Spotpreis.

Man kann es nicht anders bezeichnen: Wir erleben aktuell ein Marktversagen. Nicht nur bei Edelmetallen.
Bullische Anleger könnten von dieser verrückten Situation profitieren, indem sie ETFs auf Gold und Silber erwerben. Physisch kann man sich ja ohnehin nicht mehr engagieren.

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Chart vom 23.03.2020 Kurs: 1.492 Kürzel: XAUUSD - Wochenkerzen | LYNX Online BrokerChart vom 23.03.2020 Kurs: 12,53 Kürzel: XAGUSD - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

Notenbanken überfluten die Welt mit billigem Geld. Kein Wunder, dass Anleger reale Werte und Sicherheit suchen.
Das ist auch der Grund, warum die Preise von Sachwerten stetig steigen: Immobilien, Aktien, Kunst und eben auch Edelmetalle.

In Sachen Edelmetallen gefällt mir Silber mit am besten. Das Kursverhältnis zwischen Gold und Silber ist auf einem historischen Höchstwert. Silber ist also vergleichsweise günstig. Gleichzeitig stagnieren die Fördermengen und ein Großteil wird auch wirklich von der Wirtschaft nachgefragt. Bei Gold ist das kaum der Fall, das gelbe Metall wird vornehmlich für Schmuck und als Anlage verwendet.

Da liegt es nahe, auch die großen Silberproduzenten zu durchleuchten. Ganz oben auf dem Treppchen stehen Fresnillo, Glencore und KGHM.
In diesem Artikel möchte ich mich aber auf Unternehmen konzentrieren, bei denen Silber im Mittelpunkt steht und nach denen ich immer wieder gefragt werde.

First Majestic Silver

First Majestic betreibt sieben Minen in Mexiko und verzeichnete in den zurückliegenden zehn Jahren ein ordentliches Wachstum. Der Umsatz kletterte von 57 auf 308 Mio. USD.
Auf den ersten Blick eine erfreuliche Entwicklung. In Wirklichkeit wurde die Expansion aber teuer erkauft.

Das Unternehmen ist und war nie nachhaltig profitabel. Schon bei der Bruttomarge sieht es sehr durchwachsen aus. Daher muss man ständig neue Aktie ausgeben, die Zahl der ausstehenden Papiere erhöhte sich im betrachteten Zeitraum von 86 auf 199 Millionen Stück.
Darüber hinaus hat man inzwischen erhebliche Schulden. Ganze 152 Mio. USD schlagen zu buche.

Das ist geradezu das Gegenteil von dem, was man als Investor möchte. Dennoch wird das Unternehmen mit nahezu dem sechsfachen des Umsatzes bewertet. Der Kurs basiert vor allem auf Hoffnung.

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Pan American Silver

Pan American Silver betreibt auf dem amerikanischen Kontinent eine ganze Reihe von Minen.
Mit Blick auf die Zahlen wird auch sehr schnell klar, warum die Aktie sich langfristig stärkerentwickelt, als First Majestic.

Pan American hat eine bessere Kostenstruktur, höhere Margen und ist in den meisten Jahren profitabel. Doch auch hier ist der Kapitalbedarf hoch. Man hat 315 Mio. USD Schulden und ständig werden neue Aktien ausgegeben.

Es ist besser, so richtig überzeugend aber auch nicht – trotz der enormen Reserven und der niedrigen Produktionskosten von 3,35 USD je Unze. Wobei diese Angabe mit Vorsicht zu genießen ist. Wäre das wirklich alles, was man an Kosten hat, wäre das Unternehmen schließlich eine Gelddruckmaschine – ist es aber nicht.

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Wheaton Precious Metals

Wheaton hat die aufwändige und kapitalintensive Förderung ausgelagert und kauft Silber über langlaufende Verträge zu einem festen Preis.
Man hat die gleiche Upside wie Minen. Wheaton trägt aber ein wesentlich geringeres Risiko und benötigt gleichzeitig weniger Kapital. Es ist schlichtweg das bessere Geschäftsmodell.

Dadurch ist das Unternehmen nachhaltig profitabel und generiert höhere Gewinnspannen als nahezu alle Förderer.
Der Umsatz ist in den letzten zehn Jahren von 239 auf 794 Mio. USD gestiegen. Das Ergebnis kletterte von 0,38 auf 0,96 USD je Aktie.

In den meisten Jahren erwirtschaftete man einen erheblichen freien Cashflow. Seit 2011 zahlt man durchgehend eine Dividende, derzeit liegt die Rendite bei 1,20%.

Technische Einschätzung

Glücklicherweise ist Silver Wheaton auch aus technischer Sicht interessant. Die Aktie hat kürzlich den mehrjährigen Abwärtstrend überwunden und steht kurz vor einem möglichen Kaufsignal.

Gelingt ein nachhaltiger Anstieg über 30,30 und 31,30 USD, kommt es zu prozyklischen Kaufsignalen. Mögliche Kursziele liegen bei 37,50 und 40,00. USD.

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Chart vom 18.02.2020 Kurs: 30 Kürzel: WPM - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

Über mehrere Jahre hinweg war mit Silber auf der Long-Seite kein Geld zu verdienen. Sogar wenn der Goldpreis gut unterwegs war, blieb Silber zurück. Das könnte jetzt anders werden. Schon bei der letzten Gold-Rallye war Silber auffällig dynamisch unterwegs. Und jetzt haben die Bullen die Chance, eine zweite Rallye vergleichbarer Größenordnung wie im vergangenen Sommer loszutreten, vorausgesetzt, der zu Jahresbeginn wankende Aktienmarkt fängt sich nicht sofort wieder. Sollte es indes dort zu größeren Abgaben kommen, die ausreichen, um den unerschütterlichen, faktenunabhängigen Optimismus vieler Marktteilnehmer zu untergraben, werden Umschichtungen beginnen. Raus aus Aktien, hinein in … ja wohin mit dem Geld?

Der Anleihemarkt ist relativ teuer … und noch ist unsicher, ob und wann vor allem die US-Notenbank ihre Zinssenkungen wieder aufnimmt. Und andere angeblich „sichere Häfen“ sind entweder überbesetzt oder markteng: Defensive Aktien und Gold sind bereits stark gelaufen. Silber hingegen als der für viele unscheinbare kleine Bruder des Goldes hat das 2019er-Jahreshoch, das der Kurs im September bei 19,65 US-Dollar markiert hatte, noch nicht ansatzweise erreicht, während Gold das Vorjahreshoch am Donnerstag überboten hatte. Wenn sich nervös werdende Akteure nach Alternativen zum Aktienmarkt umsehen, dürften viele das wohl kaum übersehen. Zumal die Charttechnik eine tadellose Vorlage für weitere Kurssteigerungen liefern würde:

Expertenmeinung: Unser Chart auf Wochenbasis zeigt, dass Silber im Juli 2019 über die längerfristige Abwärtstrendlinie hinauslief, nach einem Peak bei 19,65 US-Dollar korrigierte, diese Korrektur im Dezember aber genau auf Höhe der im Chart blau gehaltenen 40-Wochen-Linie (200-Tage-Linie) beendete und auf diesem idealen Sprungbrett wieder durchstartete. Der Anstieg läuft bislang dynamisch ab und bietet jetzt die Chance auf ein bullisches Signal im Trendfolgeindikator MACD, der von unten unmittelbar an seine Signallinie herangelaufen ist. Ideal für die Long-Seite ist, dass sich mit dem Aufwärtsschwenk im Dezember nunmehr eine Aufwärtstrendlinie einzeichnen lässt, die derzeit auf gleicher Höhe mit der 40-Wochen-Linie verläuft und damit im Bereich von 16,80 US-Dollar eine markante, sukzessive höher laufende Supportzone bildet.

Aber wer hier damit liebäugelt, auf der Long-Seite aktiv zu werden, sollte die Skalierung des Charts im Auge haben: Silber ist ein äußerst volatiles Edelmetall. Die derzeitige Distanz zur vorgenannten, doppelten Unterstützung ist nicht gerade klein, zudem sollte man bei der Wahl seines Stop Loss immer einen der Volatilität Rechnung tragenden „Rangierabstand“ von zwei bis drei Prozent unterhalb einer solchen Unterstützung einkalkulieren. Damit ist Silber nur etwas für erfahrene Trader … wobei natürlich eines klar ist: Die starken Schwankungen finden sich auf beiden Seiten wieder. Wenn Silber das derzeitige Momentum halten kann, wäre ein Anstieg über das 2019er-Hoch und eine Fortsetzung der Rallye an das mittelfristige, aus dem Sommer 2016 stammende Hoch bei 21,15 US-Dollar allemal im Bereich des Möglichen.

Chart vom 06.01.2020, Kurs 18,15 US-Dollar, Kürzel XAGUSD | Online Broker LYNX Aktienempfehlungen

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Als der Goldpreis im Jahr 2011 sein bisheriges Rekordhoch sah, war auch Silber massiv mitgelaufen. Damals wurde in der Spitze ein Preis von knapp 50 US-Dollar pro Feinunze erreicht. Davon ist der Kurs heute noch weit entfernt. Denn bislang macht Silber noch nicht einmal ansatzweise Anstalten, dem Goldpreis bei dessen Super-Rallye zu folgen. Wieso nicht?

In früheren Jahren war tendenziell ein Gleichlauf bei Gold und Silber zu beobachten. Beides sind Edelmetalle, beide gelten als „sicherer Hafen“ in unsicher werdenden Phasen der Konjunktur und der Aktienmärkte. Doch Silber bleibt diesmal auffallend zurück. Das kann daran liegen, dass man diesem Braten beim Gold nicht trauen mag und wenn, dann nicht auch noch gleich doppelt Long gehen will.

Immerhin bewegt sich die Gold-Rallye noch auf recht wackligem Terrain, weil man damit etwas antizipiert, das man am Aktienmarkt noch recht erfolgreich von sich weist: eine massive Verschärfung der Lage durch eine weitere Verhärtung der Fronten zwischen den USA und China und durch eine Eskalation in Sachen Iran. Aber was, wenn die Gold-Bullen Recht bekommen würden?

Expertenmeinung: Dann könnte Silber im Eilzugtempo nachziehen. Denn wenn man sich die Terminmarkt-Positionierung der Trader über die CoT-Daten (Commitment of Traders) ansieht, wäre da noch einiges an Boden gutzumachen. Erst seit vorvergangener Woche sehen wir dort eine moderate Netto-Long-Positionierung. Überzogene Erwartungen hinsichtlich einer Rallye können deren Chancen deutlich reduzieren, wie zuletzt im Februar gesehen, als Silber kurzzeitig über die in unserem Chart auf Wochenbasis rot hervorgehobene, bis in den Herbst 2016 zurückreichende Abwärtstrendlinie lief und abgefangen wurde.

Damals war das Boot der Bullen am Terminmarkt sehr voll. Heute ist es das nicht. Und da Silber ein engerer Markt ist, der Kurs gemeinhin deutlich schwankungsfreudiger ist als Gold, kann es hier durchaus zu einer „Nachhol-Rallye“ kommen, sollte das mit Bangen erwartete Gespräch Trump/Xi am Wochenende keine Verbesserung der Perspektive nach sich ziehen.

Entscheidend wäre, den Widerstand in Form der vorgenannten Abwärtstrendlinie, derzeit bei 16,15 US-Dollar, auf Schlusskursbasis zu überwinden. Sollte das gelingen, könnte der seit einem Jahr ungewöhnlich „müde“ daherkommende Silberpreis allemal für eine Überraschung gut sein.

Chart vom 25.06.2019, Kurs 15,36 US-Dollar, Kürzel XAGUSD | LYNX Aktienempfehlungen