Allianz Aktie aktuell Allianz: SKS-Formation oder doch neues Jahreshoch?

News: Aktuelle Analyse der Allianz Aktie

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Allianz
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Chartanalyse
Basis 6 Monate neutral
Zur Allianz Aktie

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die im November gestartete Impfstoff-Rallye ließ die Allianz-Aktie ordentlich ansteigen. Bis zum damaligen Zeitpunkt sah der Chart jedoch alles andere als gut aus und die Bären wurden ziemlich auf dem falschen Fuß erwischt. Nachdem der Turbo gezündet wurde, konnte das Wertpapier innerhalb kürzester Zeit über 30 Prozent an Wert zulegen. Wer sich danach versuchte zu positionieren, musste sich mit einer überaus schwierigen Achterbahnfahrt der Kurse auseinandersetzen.

In dieser Phase bildete sich mittlerweile ein recht klarer Boden rund um den Bereich von 185/186 EUR, welcher jüngst erfolgreich gehalten werden konnte. Nach oben hin lag das letzte Zwischenhoch bei 208.35 EUR. Der Trend befindet sich aktuell in einer neutralen Situation, was auch durch die seitlich orientierten gleitenden Durchschnitte nicht zu übersehen ist.

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Expertenmeinung: Der weitere Weg der Aktie wird nun davon abhängen, welcher Pivot-Punkt als nächstes gebrochen wird. Sollte der Allianz Aktie der Sprung auf ein neues Hoch gelingen, wäre eine mögliche Schulter-Kopf-Schulter-Formation vom Tisch. Sollte der aktuelle Impuls jedoch lediglich dazu reichen, ein tieferes Hoch zu generieren, steigt die Gefahr, dass der Boden beim nächsten Test nach unten gebrochen wird. Dies würde bedeuten, dass die Kurse in den Bereich von 160 bis 165 EUR fallen könnten. Noch haben die Bullen die Chance dieses Szenario zu verhindern, doch Schwäche dürfen Sie sich in den kommenden Tagen keine leisten.

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 05.02.2021 Kurs: 195.70 Kürzel: ALV | Online Broker LYNX

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Achim Mautz, Daytrader | LYNX Börsenexperten
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Vorherige Analysen der Allianz Aktie

Viele Anleger stürzen sich seit einem Monat auf Aktien von Unternehmen, die oft keine Chance haben, die Gewinne des „Prä Crona“-Jahres 2019 im kommenden Jahr auch nur annähernd zu erreichen. Trotz dieses Handicaps steigen solche Aktien bisweilen über die Hochs vor dem Corona-Crash. Auf der anderen Seite bleiben derzeit Aktien liegen, die dieses schwierige Jahr relativ unbeschadet überstehen, auf der anderen Seite aber keine expliziten „Corona-Gewinner“ waren oder sind. Einfach, weil Stabilität momentan nicht im Fokus der Trader steht.

Doch es ist zu bezweifeln, dass sich das allzu lange fortsetzt, nicht zuletzt deshalb, weil viele dieser aktuellen Kursraketen bereits absurde Bewertungen erreicht haben. Da die Realität mit den Hoffnungen vieler Akteure nicht mithalten kann, ist die Chance, dass „konservative“ Aktien mit solider Dividendenrendite und einem günstigen Kurs/Gewinn-Verhältnis wieder gesucht werden, durchaus realistisch. Aktien, zu denen auch die Allianz-Aktie gehört.

Der Finanz- und Versicherungskonzern hatte zwar für das dritte Quartal ein Umsatzminus zum Vorjahresquartal von 6,1 Prozent gemeldet. Aber der operative Gewinn lag mit 2,91 Milliarden Euro nur geringfügig unter dem des dritten Quartals 2019 (2,98 Milliarden) und weit über der durchschnittlichen Kurs-Prognose der Analysten von 2,65 Milliarden. Derzeit schätzen die Experten im Schnitt, dass der Konzern den Umsatz 2020 gegenüber dem Vorjahr trotz der kniffligen Gesamtsituation wird steigern können und der 2019er-Gewinn bereits im kommenden Jahr nicht nur wieder erreicht, sondern übertroffen wird. Hindert die Akteure womöglich eine hohe Bewertung am Einstieg?

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Allianz Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Die Bewertung ist nicht hoch, im Gegenteil. Würde die aktuell geltende Konsens-Prognose von 19,65 Euro Gewinn pro Aktie in 2021 eintreffen, würde sich daraus ein Kurs/Gewinn-Verhältnis von 10 errechnen – das läge am unteren Ende der Bewertung der letzten Jahre. Ob die Dividende von 9,60 Euro, die die Allianz für das Geschäftsjahr 2019 auszahlte, für 2020 gehalten wird, ist noch nicht bekannt, aber wäre es so, würde diese Aktie neben der günstigen Bewertung auch noch eine attraktive Dividendenrendite von gut 4,8 Prozent auf Basis des Mittwochs-Schlusskurses vorweisen. Was derzeit aber nicht gerade Goldgräberstimmung unter den Anlegern auslöst, wie der Chart zeigt.

Die Aktie zog Anfang November zwar ebenfalls an und überwand dabei die Widerstandszone 188/195 Euro. Doch kaum war das gelungen, verloren die Akteure das Interesse, die Aktie läuft seit gut drei Wochen müde seitwärts. Wann die Kombination aus Stabilität, günstiger Bewertung und lukrativer Dividende die Akteure wieder auf die Allianz aufmerksam macht, ist vorab nicht zu bestimmen, denn da geht es um emotional basierte Entscheidungen, die die Akteure derzeit auf die „ausgebombten“ Aktien fokussiert. Und wie lange so etwas vorhält, ist nicht einzugrenzen. Aber die Chance, dass auch die Allianz ihr „Prä Corona“-Hoch, im Februar bei 232,60 Euro markiert, ansteuern wird, bleibt erhalten, solange der Kurs die jetzt als Unterstützung fungierende Zone 188/195 Euro hält und dadurch ein bärisches Signal auf charttechnischer Ebene vermeidet.

Allianz Aktie: Chart vom 09.12.2020, Kurs 197,26 Euro, Kürzel ALV | Online Broker LYNX

Ein Plus von gerade einmal 0,67 Prozent als Reaktion auf die am Freitagmorgen vorgelegte Quartalsbilanz wirkt äußerst mager. Aber immerhin hat sich die Allianz-Aktie damit gegen einen insgesamt etwas nachgebenden Markt gestemmt und Platz vier in der DAX-Gewinnerliste erreicht. Und die Ergebnisse an sich waren durchaus gut; was den Gewinn angeht, sogar klar besser als erwartet. Es dürfte ein anderer Aspekt gewesen sein, der die Aktie zum Wochenschluss ausbremste.

Der Umsatz kam um 6,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück, aber der Netto-Gewinn lag mit 2,06 Milliarden Euro sogar über den 1,95 Milliarden, die der Konzern im dritten Quartal 2019 erreicht hatte. Die Analysten hatten ihre Prognose mit im Schnitt mit 1,62 Milliarden deutlich tiefer angesetzt. Eigentlich also ermutigende Ergebnisse. Warum startete die Aktie trotzdem nicht durch?

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Expertenmeinung: Zum einen, weil im Zuge der Bilanz auch mitgeteilt wurde, dass der Finanz- und Versicherungskonzern das in den letzten Monaten ausgesetzte Aktienrückkauf-Programm nicht wieder aufnehmen, sondern darauf verzichten wird, die noch ausstehenden 750 Millionen Euro des Programms einzusetzen. Wenn eine solche „Stütze“ für den Kurs wegfällt, ist das, auch, wenn es sich in Relation zur Marktkapitalisierung von um die 68 Milliarden Euro nicht gerade um eine entscheidende Größe handelt, natürlich unerfreulich. Hinzu kommt die Charttechnik:

Die Aktie war zwar unter den Support bei knapp 160 Euro gefallen und hatte diesen im Wochenverlauf klar zurückerobert, was positiv zu werten ist. Aber die eigentlichen, mittelfristig relevanten Hürden kommen eben erst jetzt: Die Zone zwischen 171,70 und 176,80 Euro ist eine harte Nuss. Hier ballen sich die im Februar etablierte, mittelfristige Abwärtstrendlinie, die Zwischentiefs vom Juni und Juli und vor allem die 200-Tage-Linie.

Da müsste die Aktie durch – und das bedarf ordentlicher Umsätze und einer weiter positiven Marktstimmung, denn natürlich wird das bärische Lager versuchen, diese Zone aktiv zu verteidigen. So schlecht stehen die Chancen für die Käuferseite aber nicht, denn es fällt auf, dass der unten im Chart mit eingeblendete RSI-Indikator eine positive Divergenz ausgebildet hat. Das heißt, dass das letzte Tief der Aktie kein neues Tief im Indikator nach sich zog. Oft, wenngleich keineswegs immer, ist eine solche positive Divergenz eine „gutes Omen“. Nichtsdestotrotz wäre es angeraten, mit Käufen bzw. Zukäufen zu warten, bis diese Hürde mit Schlusskursen klar über der aktuell bei 176,80 Euro verlaufenden 200-Tage-Linie übersprungen wurde. Denn neben dem besseren Chance/Risiko-Verhältnis ließe sich in diesem Fall ein relativ enger Stoppkurs knapp unter die dann in eine Unterstützung verwandelte Zone 171,70 und 176,80 Euro ansetzen.

Chart vom 06.11.2020, Kurs 168,06 Euro, Kürzel ALV | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Bereits Anfang September hatten wir unsere Aussichten auf die Aktie des deutschen Finanz- und Versicherungskonzerns von bullisch auf neutral gesenkt. Gründe hierfür waren zum einen das im Vorfeld produzierte tiefere Hoch, als auch die eher bärische Konsolidierung rund um die Marke von 180 EUR, welche drohte, nach unten gebrochen zu werden. Wenig später begann die Misere und die Kurse lösten das erste deutliche Verkaufssignal aus, welches die Kurse eine Etage nach unten beförderte. Im Bereich von 160 EUR fand der Titel einen guten Halt und konnte sich zwischenzeitlich wieder leicht erholen. Doch der Verkaufsdruck war insbesondere durch die mittlerweile fallenden gleitenden Durchschnitte deutlich erkennbar. Exakt am 20-Tage-Durchschnitt holten die Bären neuerlich zur Attacke aus und drückten die Kurse abermals in Richtung Support. Im gestrigen Handel ist nun auch dieser gebrochen worden.  

Expertenmeinung: Somit sehen wir, ähnlich wie bereits im September, ein klares Verkaufssignal. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Kurse von hier aus eine weitere Etage in Richtung Süden laufen, ist hoch. Des Weiteren hat die Aktie mittlerweile bärisches Terrain betreten. Die Serie von tieferen Hochs und tieferen Tiefs zeigt, dass die Bären mittlerweile das Zepter übernommen haben. Doch wohin kann die Reise gehen? Aktuell sieht es ganz danach aus, als ob sich die Aktie in Richtung der nächsten Unterstützung bewegt. Dies ist das Pivot-Tief von Mitte Mai, welches im Bereich bei 140 EUR ausgebildet wurde. Gleichzeitig stellt diese Marke auch unser aktuelles Kursziel dar. Wir senken daher unsere Prognosen von neutral auf bärisch.

Aussicht: BÄRISCH

Chart vom 27.10.2020 Kurs: 156.66 Kürzel: ALV | Online Broker LYNX

Warum notiert ausgerechnet die Aktie eines so robust daherkommenden Versicherungs- und Finanzkonzerns wie der Allianz so weit unter den bisherigen, im Februar ausgebildeten Hochs fest, während der DAX seinen bisherigen Rekordlevels schon sehr nahe ist? Und nicht nur das, die Aktie bewegt sich seit einem Vierteljahr in einer im Vergleich zu den vorherigen Ausschlägen sehr engen Seitwärtsrange. Man könnte doch meinen, dass sich die Trader so etwas nicht allzu lange mit ansehen, bevor versucht wird, mit einem schwungvollen Ausbruch wieder Leben in die Aktie zu bringen und so neue Gewinnperspektiven zu eröffnen. Aber nein, es wirkt, als habe man die Allianz-Aktie vergessen. Warum?

Das mag damit zu tun haben, dass sich die Versicherungs- und Finanzbranche hinsichtlich Corona-Problematik und Rezession ein wenig zwischen den Stühlen bewegt. Auf der einen Seite sind Unternehmen wie die Allianz keine Profiteure der Krise. Auf der anderen Seite kam es aber nicht zu einem derart massiven Umsatz- und Gewinneinbruch, dass man die Allianz als „fallen angel“ ansehen und in der Hoffnung auf eine schnelle Rückkehr zum gesamtwirtschaftlichen Status Quo als Turnaround-Kandidaten ansehen würde. Und auch, wenn die Analysten mehrheitlich davon ausgehen, dass der Rückgang des Unternehmensgewinns nur moderat ausfallen und 2021 bereits wieder über dem Level von 2019 liegen wird: Das ist für die Trader derzeit nicht „spannend“ genug. Ist die Aktie somit dazu verurteilt, noch monatelang weiter seitwärts zu laufen?

Allianz Aktie: Tages-Chart vom 16.09.2020, Kurs 181,80 Euro, Kürzel ALV | Online Broker LYNX

Nein, ein Ausbruch aus diesem Käfig zwischen einer massiv wirkenden Unterstützungs- und einer nicht weniger massiv erscheinenden Widerstandszone kann durchaus jederzeit erfolgen. Denn mit diesem „Problem“, dass sich die Allianz von den Perspektiven her derzeit zwischen den großen Profiteuren und den großen Verlierern der Rezession bewegt, ist sie ja nicht alleine, in dieser Situation befinden sich viele Unternehmen. Und keineswegs alle Aktien dieser Unternehmen laufen so müde seitwärts wie die der Allianz. Würde ein Ausbruch gelingen, würde man umgehend ganz anders argumentieren.

So ließe sich im Fall eines Ausbruchs nach oben argumentieren, dass die Aktie neben einer attraktiven Dividende auch ein günstiges Kurs/Gewinn-Verhältnis aufweisen würde, wenn die durchschnittlichen Prognosen der Analysten für 2021 eintreffen sollten. Würde die Aktie aus dieser Range nach unten ausbrechen, könnten die Bären dieselben Argumente einfach auf den Kopf stellen. Sie würden darauf verweisen, dass die Dividende in einer derart unsicheren Phase schließlich nicht sicher sei und es genug Indizien gäbe, dass die Erholung der Wirtschaft nicht dem „Best Case“-Szenario folgt, das nötig wäre, damit die Allianz 2021 wirklich den Gewinnlevel des Jahres 2019 überbietet. Am Ende lohnt es also nicht, Argumente und Vermutungen hin und her zu wälzen, die Charttechnik dürfte die besseren Vorlagen liefern.

Besonders markant wäre ein Ausbruch nach oben, denn zum einen reicht die Widerstandszone 194/197 Euro bis in den Herbst 2018 zurück, zum anderen würde ein Schlusskurs über dieser Zone auch den Break über die im Chart dick schwarz hervorgehobene 200-Tage-Linie bedeuten, unter der die Aktie seit über drei Monaten immer wieder nach unten dreht. Aus rein charttechnischer Sicht wäre der nächste größere widerstand das bisherige Jahreshoch bei 232,60 Euro.

Auf der Unterseite ist es eine Zone zwischen 169 und 177 Euro, die seit Anfang Juni mehrfach getestet und problemlos gehalten wurde. Sollte sie einem erneuten Abwärtsschub doch noch unterliegen, wäre der Weg bis zum ersten Kursziel um 140 Euro erst einmal frei.

Allianz Aktie: Wochen-Chart vom 16.09.2020, Kurs 181,80 Euro, Kürzel ALV | Online Broker LYNX

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die Corona-Krise setzte im März auch dem Finanz- und Versicherungskonzern ordentlich zu. Bis Ende Mai befanden sich die Kurse größtenteils unter dem 50-Tage-Durchschnitt. Seit Juni hat sich die gesamte technische Lage allerdings zum Besseren verändert, wenngleich die Kurse sich seither kaum von der Stelle bewegen. Aktuell konsolidiert die Aktie in einer sehr engen Spanne zwischen 180 und 188 EUR. Das große Warten hat begonnen und Aktionäre machen sich für einen eventuell bevorstehenden Breakout bereit. Die Frage ist nur, in welche Richtung die anhaltende Seitwärtsbewegung gebrochen wird. Derzeit befindet sich der Trend in einer neutralen Gesamtsituation.

Expertenmeinung: Die aktuell recht trendlose Phase wird auch von den gleitenden Durchschnitten klar und deutlich angezeigt. Diese bewegen sich fast regungslos seitwärts und geben derzeit absolut keine Signale von sich. Das Verlassen der eingezeichneten Formation dürfte die Lage doch deutlich verändern. Während Schlusskurse unterhalb des Bereichs von 180 EUR für neue Verkaufssignale sorgen würden, hätten die Bullen beim Verlassen nach oben große Chancen, die Aktie wieder in einen stabilen Aufwärtstrend zu überführen. Die Lage könnte kaum spannender sein. In den kommenden Tagen wird sich die Aktie wohl für eine Richtung entscheiden.

Aussicht: NEUTRAL

Chart vom 02.09.2020 Kurs: 183.50 Kürzel: ALV | Online Broker LYNX